Posted On September 15, 2012By Anna Veronica WutschelIn Bücher, Crimemag
Ein monströser Zauderer – Gute Hauptfigur, eigene Erzählstimme, feine Nebenfiguren, eigentlich ist eine Menge gut gelungen in David Marks Roman „Sterbensangst“ – aber am Ende ist alles vermurkst. Anna Veronica Wutschel begründet, warum … Erlaubt ist, was nicht den Spaß verdirbt. Zumindest in der Literatur, sollte man meinen. Doch alles ausprobieren birgt auch seine Tücken, und im schlimmsten Fall führt nur eine einzige Idee dazu, dass sich ein guter Text komplett in sich selbst verstolpert. David Mark erzählt in „Sterbensangst“ von gescheiterten, kranken, zerbrochenen Seelen. Ein Mörder schlachtet kurz vor
Read More Schlimme Dinge mit Seeigeln – Carl Hiaasen schreibt komische Romane über Florida. Früher waren sie eher radikal, heute sind sie eher von einer gewissen Altersweisheit, aber komisch sind sie immer noch. Wenn auch ein bisschen anders als früher. Thomas Wörtche mag ihn … Seit „Tourist Season“, seinem ersten eigenständigen Roman aus dem Jahr 1986, gehören Carl-Hiaasen-Bücher zum intellektuellen Inventar von Lesern, die dem Schrecken, dem Irrsinn und der Unvernunft der Welt nur noch mit Lachen begegnen möchten oder können. 17 Romane aus dem täglichen Wahnsinn sind es bis heute geworden,
Read More Bloody Chops – heute auf dem Hackblock von Joachim Feldmann (JF) Max Landorffs „Die Stunde des Reglers“ und Petros Markaris‘ „Zahltag“; Stefan Linster (SL) hat sich Ewart Huttons „Die Guten und die Bösen“ vorgenommen und Thomas Wörtche (TW) eine schöne, von Alexandra Rügler in 3D-illustrierte Ausgabe von Patricia Highsmith‘ „Der talentierte Mr. Ripley“. Kollateralschaden Nazi (JF) Gabriel Tretjak ist „der Regler“. Für eine finanzkräftige Kundschaft beseitigt er diskret und elegant alle Widrigkeiten, die das Leben so mit sich bringen kann. Mal muss ein unliebsamer Konkurrent unschädlich gemacht werden, mal geht
Read More Die e-Book-Debatte bei uns geht weiter, heute mit einem Beitrag von Christopher G. Moore … The Gold Miner’s Shovel in the eBook Gold Rush The great California Gold Rush of 1849 drew thousands of people who dreamed of striking it rich by panning for gold. One lesson of ’49 was the people who found riches weren’t the miners but those who sold them shovels, pans, buckets and pots. Another lesson is that whenever there is a gold rush, those not caught up in the fever figure out a way to
Read More Posted On September 13, 2012By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag
„Puppen“, Vampirsex und eine heiße Schreibstube in Thailand – Es schadet nicht, dass Dietmar Dath in diesen Roman einführt, in einem Vorwort, das ihm als Herausgeber der „Newgothic“-Reihe bei Suhrkamp (wo Richard Calders „Tote Mädchen“ erschienen ist) ohnehin zusteht. Vorwörter sind zwar zum Überspringen da, außer Kurt Vonnegut hat sie geschrieben, in welchem Fall sie heimlich-integraler Bestandteil der Romane sind, die Vonnegut selbst, vom allerersten Satz bis zum ENDE am Textende, als Autor verantwortet hat. Kennt einer noch Kurt Vonnegut? Tot, tot, alle sind sie tot, nur Calder lebt, im
Read More Auftritt einer neuen Frauen-Generation – Eine Glosse von Wolfram Schütte. Der Spekulation, dass ein (möglicherweise sogar CDU-)Feind dem kurzzeitigen Bundespräsidenten Christian Wulff durch die Verbreitung eines Gerüchts über die angebliche Rotlichtmilieu-Vergangenheit seiner zweiten, vierzehn Jahre jüngeren Frau, die ein Tatoo auf der Schulter mit in die Ehe gebracht hat, politisch schaden wollte, fehlt noch ein weiteres offenkundiges Motiv, das mit der Art des Gerüchts indirekt annonciert wird. Ich meine: Sexualneid auf den älteren Mann mit der wesentlich jüngeren Geliebten. Es wird sicher auch befeuert worden sein durch die blendende Schönheit
Read More Posted On September 12, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag
Von der Natur der Bilder – Ein Spagat zwischen Jiro Taniguchi und Hiromi Kawakami: „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss“ von Charlotte von Bausznern. Jiro Taniguchi ist eigentlich gar kein japanischer Mangaka mehr. Denn wenn japanische Mangas aus großen Kulleraugen gucken und mit Hochgeschwindigkeit Gefühlsausbrüche feiern, dann sind die Erzählungen von Jiro Taniguchi das pure Gegenteil. Aber ganz so einfach ist es dann zum Glück ja doch nicht. Das erste Bild bei Taniguchi ist fast immer der Fuß des Protagonisten, der ins Panel tritt, in seine Geschichte. So
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Alexander Calder: Kuh. (Alle Folgen hier). Elfte Ausfahrt Eine Linie nur, ein schwarzer Strich in der Landschaft. Aus bloßem Eisendraht geformt, der dieses Tier, das in der Natur aus Masse besteht und Ruhe, verbildlicht: entkernt, aushöhlt, zum Schemen seiner selbst
Read More Posted On September 12, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag
Sie geht weiter – die Blütenlese im Salzburger Verlag Jung und Jung (die erste finden Sie hier, die zweite hier, die dritte hier). Heute mit dem in diesem Jahr erschienenen zweiten Buch, einem Büchlein, des Franzosen Jean-Pierre Abraham. Von Senta Wagner. Runter vom Leuchtturm, rauf auf die Inseln Jahrzehnte nach seinen Exerzitien auf dem bretonischen Leuchtturm Armen („Der Leuchtturm“ – zur CM-Rezension) heißt es für den Exwärter Jean-Pierre Abraham wieder „… schreib mal schön!“ Eine reizvolle Selbsteinladung. Der Ozean ist der gleiche geblieben, die Bretagne und das Klima auch, vielleicht auch
Read More Die ersten werden die zweiten (Sieger) sein – Spekulation über ein immer häufigeres Wählerverhalten in Demokratien. Von Wolfram Schütte Jetzt musste sogar Michelle Obama in den Ring steigen, um beim Nominierungsparteitag der US-Demokraten den versammelten Sympathisanten zu versichern, dass ihr Ehemann ein warmherziger Mensch sei & deshalb noch einmal um 4 Jahre bittet, in denen er Präsident der USA sein möchte, um sein Reformwerk zu vollenden. Barack Obamas Ehefrau hat damit den Auftritt von Mitt Romneys Ehegattin beim Nominierungsparteitag der Republikaner imitiert. Offenbar wirken die beiden Männer, die sich um
Read More VENUS gewinnt 1 bild / 100 worte Evil, evil, evil. Das wäre dann Venus, verglichen mit unserer guten Erde. Was muss das für ein Fest gewesen sein, damals, bei der Planeten-Taufe! „Ich nenne dich Leuchtender Punkt HINTEN RECHTS!“ – „Ach je. Nenn ihn doch einfach VENUS!“ – „Venus?“ – „Klar! Kurz, knackig, mit sexy Aroma.“ – „Nur über meine Leiche.“ – „Tatsächlich.“ – Slisch-slasch, verblutet der andere am Boden. So siegte VENUS. Der Mörder wurde nie gefasst, und warum? Es war eine Mörderin. Evil, evil. Wer hätte das gedacht. Bestimmt nicht
Read More Toastbrotforschung 1 bild / 100 worte Toastbrot ist geometrisch flach, eine mysteriöse Dunkle Butter dominiert seine Energiedichte und diese Dunkle Butter lässt sich als konstante Vakuumenergie beschreiben. Mit einem von bisherigen Methoden völlig unabhängigen, rein geometrischen Brotstreichverfahren ist es einem verliebten Forscher-Duo beim Frühstück in Frankreich gelungen, dieses Standardmodell der Toastbrotforschung einmal mehr zu bestätigen. Das Verfahren liefert gegenwärtig zwar keine genaueren Werte für die Dunkle Butter als beispielsweise die Vermessung der Marmeladenverstreichung, Marke Himbeere. Mit den Daten künftiger Durchmusterungen der Toastbrotpackungen verteilt auf einzelne Frühstücksbrettchen mit tageszeitbedingten, extrem hohen
Read More Die rassistischen Untertöne der Anti-Obama-Kampagnen bekommt man bei uns nicht immer so deutlich mit oder sie werden von anderen ideologischen Themen überlagert. Dabei hat Rassismus schon immer und immer noch einen hohen Stellenwert in der politischen Auseinandersetzung in den USA. In einem für CrimeMag überarbeiteten Essay geht Thomas Adcock auf diese unappetitliche Tradition ein … Godfathers of Political Racism, American-Style by Thomas Adcock Lee Atwater, the late operative for America’s right-wing Republican party, is described by numerous detractors as the godfather of contemporary xenophobic dog whistles to the baser instincts
Read More Natürlich kann jeder, der für seine Texte keinen Verlag findet, sich für ein verkanntes Genie halten und es der bösen Welt mal richtig zeigen: Mach ich halt ein e-Book. Auf der anderen Seite sind auch kluge, reflektierte und erfolgreiche Autoren zu e-Book-Verlagen wie amazon gewechselt. Unsicherheit beherrscht die Diskussion. Eine Differenzierung von Zoë Beck. „Wieso sind Sie eigentlich noch bei einem Verlag?“ Das wird man im Moment ja dauernd gefragt, wenn man Bücher schreibt. Die Leute haben gehört, dass wir Autoren von unseren Verlagen schlecht behandelt werden und dass man
Read More Der Bleifuß-Zarathustra – James Sallis und sein „Driver“: Diese Erfolgsstory ist einfach schwer zu toppen. „Driver 2“ bietet wieder spannende „On the Road“-Action, einen melancholischen Anti-Helden mit schlagkräftigem Selbsterhaltungstrieb sowie lakonisch abgesonderte Nietzsche-Reflexionen. Von der Mafia angeheuerte Killer sollen Driver ausschalten – ein unwiderstehlicher Noir-Mix vom Feinsten. Peter Münder ist begeistert … Er will eigentlich nur Gas geben und seine Fahrkünste in Filmszenen demonstrieren, doch dann übernimmt der begnadete Stuntfahrer Driver auch Fluchtfahrer-Jobs für Bankräuber und andere Kriminelle und wird in gefährliche Situationen verwickelt. Als eine Tasche mit 250000 Dollar
Read More Kayankaya kehrt zurück – Jakob Arjounis Kayankaya-Romane waren immer eher etwas für Leute, die „sonst keine Krimis“ lesen, aber sie gehörten immer zum Hintergrundrauschen des Genres. Jetzt kommt ein fünfter Roman, „Bruder Kemal“ – Joachim Feldmann hat ihn in milder Stimmung gelesen … Alle paar Jahre erfindet Jakob Arjouni einen neuen Fall für Kemal Kayankaya. Seinen ersten Auftritt hatte der türkischstämmige Privatschnüffler aus Frankfurt 1986. Im linken Hamburger Buntbuch Verlag erschien der Kriminalroman „Happy Birthday, Türke“. Der Rezensent, damals selbst noch ein manchmal sehr kritischer junger Mann, bescheinigte dem gerade
Read More – Bloody Chops: Heute schwingen das Beilchen Kirsten Reimers (KR) über Patrick de Witts „Die Sisters Brothers“, Joachim Feldmann (JF) über Jacques Berndorfs „Die Grenzgängerin“ und Thomas Wörtche (TW) über den Comic „Der Frevel am Altar der Heiligen Klara“ von Valerio Bindi/MP 5. Ein Hauch von Nichts (KR) Eli und Charlie sind die berühmt-berüchtigten Sisters-Brüder: Killer im Dienst des sogenannten Kommodore. In seinem Auftrag reiten sie nach Kalifornien, um einen Goldsucher mit dem Namen Hermann Kermit Warm umzubringen, der den Kommodore angeblich bestohlen hat. Unterwegs treffen die beiden Brüder eine
Read More Christopher G. Moore diesmal über essentielle Dinge – über’s Schreiben, über Glück und Pech und Geld und kein Geld. Rolling the Dice Let’s say you’ve written a book. Or maybe you are thinking about writing a book. It might be a crime novel set in an exotic location. It might be a domestic comedy set in your hometown. But let’s not become sidetracked by worrying about location, theme, or characters. It’s more important to think about what it means to write a book. Or more precisely what it takes, or
Read More Posted On August 29, 2012By Nadja IsraelIn Kunst, Litmag
Kunst in den Straßen Detektiven ähnelnd, streichen Eingeweihte durch die großen Städte der (vornehmlich westlichen) Welt – sie sind auf der Suche. Bewaffnet mit Kameras und ausgezeichnet mit dem geschultem Blick im Club der Wissenden funktionieren Sie dank Flickr und Facebook als Kulturattachés für eine heterogene Streetart Szene. Baudrillard hat sich 1978 geirrt als er in seinen Ausführungen: „Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen“ behauptete, die Bewegung sei „praktisch vorbei“, sie hatte gerade erst begonnen. Zwei junge Kuratoren haben sich in Berlin der Sache angenommen und so sind noch
Read More Mensch unter Hunden und umgekehrt – Bücher mit Hunden – entweder auf dem Cover oder im Titel – lese ich aus Prinzip. Es ist kein besonders wertvolles Prinzip und es funktioniert ehrlich gesagt überhaupt nicht, aber ich komme nicht darüber hinweg. Seit Juni hängt im Bahnhof Lansdowne Road in Dublin ein Plakat mit einem großen Hundekopf, das die Autobiografie von Triggs bewirbt. Ich laufe jeden Tag durch diesen Bahnhof. Die Konsequenz war unausweichlich. Von Aleks Scholz Triggs ist der Labrador von Roy Keane, der wiederum der berühmteste irische Fußballer aller
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Eine Malerei an der Grabkammerwand von Pharao Tut Ench Amun. (Alle Folgen hier). Zehnte Ausfahrt So also sieht es aus, wenn Götter unter sich sind, im stillen Kämmerlein. Vor einem Goldgrund – wovor denn sonst – sind sie einander zugewandt,
Read More Posted On August 29, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Litmag
Frikadellen zwitschern einen Stil – Ein großer Fan von Axel Hacke bin ich nicht. Normalerweise ist er mir zu konsensual, zu zielgruppenorientiert, zu Witz-komm-raus-du-bis-umzingelt, zu Ich-erklär-euch-jetzt-mal-die-Pointe. Von Thomas Wörtche Anyway, alle diese Untugenden finden wir auch in seinem neuesten Sampler, in dem er sich sprachliche Unglücke in culinaricis vornimmt. Aber es sei verziehen, das Büchlein ist ein Thesaurus absolut komischer Sachen, die sozusagen rechts und links vom Tische fielen. Was haben wir uns alle schon beömmelt, wenn wir am Gemüsestand auf dem Markt Schilder gesehen haben, die „Oberschienen“ anpreisen oder
Read More Kurzrezensionen – diesmal zu Stephanie Gleißner („Einen solchen Himmel im Kopf“), Vicki Baum („Pariser Platz 13“) und Thomas Ruffs Fotobuch „Works 1979-2011“, geschrieben von Kira Kötter (KK), Christina Mohr (MO) und Christian Geldmacher (CG). Trautes Heim, Glück allein? (KK) – Mit ihrem Debütroman „Einen solchen Himmel im Kopf“ beantwortet Stephanie Gleißner diese Frage auf ihre Art: Hinter einem durchsichtigen poetischen Schleier verdeckt – direkt und wütend. Von Kira Kötter. Was passiert, wenn man sich nicht einfügen kann, nicht passt in die „Ordnung“ und „Netze“ der Alten, die auf den Bänken
Read More Armstrong RIP 1 bild / 100 worte Ground control to Major Tom, Neil Armstrong fliegt wieder, diesmal ohne Raumkapsel oder Pfefferminz und Kamm, ein Vogel hat ihn abgeholt, seine Flügel umspannen die Erde, die Spitzen reichen bis ans Ende der Galaxie. Kollisionen mit anderen Galaxien stehen nicht zu befürchten, der Vogel ist substanzlos, ohnehin lägen die Chancen nur bei etwa 0.5. Und diesmal kein Film von der Landung, nur eine Kurzmeldung – Armstrong sitzt auf dem Riesenflügeltier wie ein Ei im Nest oder eine Erbse im Tombolaglas, sein Flug geht
Read More Heute wird Carlos formal ziemlich kühn: Gibt’s schon den gereimten Regionalkrimi? Bestimmt. Trotzdem: In einem Ort im tiefen Tann, fern jeder großen Stadt, da lebt manch guter Bauersmann, der Vieh und Acker hat. Es gibt den Lehrer und sein Weib, der Arzt versorget treu den Leib, der Pfarrer pflegt den Geist. Jetzt will ein jeder wissen, wie unser Flecken heißt! Er heißet Regiohausen, ist wie der Garten Eden, hier kann man zünftig jausen und jeder kennt noch jeden! Doch eines Tags, owe, owe, schwimmt Witwe Burg, ersäuft im See. Alsbald
Read More Mexiko und seine Revolution, ein unabschließbares Thema – Schon häufig wurde das Ende des mexikanischen Revolutionsromans verkündet und genauso häufig eine neue Phase der literarischen Auseinandersetzung mit den Kriegsjahren von 1910-1920 eingeläutet. Bis zur Gegenwart erscheinen immer wieder Werke, die diesen Teil der Geschichte aufarbeiten und uminterpretieren. Von Doris Wieser Woran mag es liegen, dass sich jede Generation aufs Neue mit den Revolutionsjahren auseinandersetzt? Haben Autoren wie Carlos Fuentes und Elena Garro (hier bei cultmag) nicht ohnehin schon die unterschiedlichsten Facetten dieser chaotischen Epoche und ihre Folgen diskutiert? Die Revolution,
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