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Posted On Oktober 10, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag

John Jeremiah Sullivan: Pulphead. Vom Ende Amerikas

Es möchte echt sein – Amerika macht es Zynikern schwer. Was aus der Ferne wie ein brodelnder Kessel Irrsinns aussieht, zerfällt aus der Nahperspektive in Realitäten, die tragisch, anrührend, großartig und bisweilen tatsächlich irrsinnig sind, selten aber jene Komplexität vermissen lassen, an der Vorurteile notwendig scheitern. Das hat freilich nicht verhindert, dass Amerika selbst seine scharfzüngigsten Kritiker hervorgebracht hat. Von Joe Paul Kroll Sich unter diese illustre Schar einzureihen, zeigt John Jeremiah Sullivan kein Bedürfnis. Er geht von einer anderen Feststellung aus, an der kaum ein Besucher Amerikas vorbeikommt: DasRead More
Die Erstarrung der Kritik – In den Redaktionen führt die ökonomische Krise zu einer personellen Erstarrung. Der Stillstand der Literaturkritik nimmt bedrohliche Formen an. Von Joachim Leser. In den Jahren um die Jahrtausendwende erlebte die deutschsprachige Literaturkritik eine Blütezeit. Die Literaturbei­lagen schwollen an, die „Süddeutsche Zeitung“ nahm eine täglich erscheinende Literaturseite ins Blatt, die „Literarische Welt“ erlebte eine Wiedergeburt, die Zeitschrift „Literaturen“ drang selbstbewusst auf den Markt. Viele Regionalzeitungen betrieben eine ambitionierte Literaturberichterstattung, ein Arsenal an freien Kritikern beackerte die Flut der Neuerscheinungen und war mit daran beteiligt, dass einRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Oskar Kokoschka: Der Baumeister Adolf Loos. (Alle Folgen hier). Vierzehnte Ausfahrt Das Porträt eines Mannes, sitzend, als Halbfigur. Düster die Farben, die Stimmung. Etwas Gewittriges hängt da im Hintergrund aus unklaren blautonigen Strukturen. Dareingesetzt der Kopf des Mannes, von vorne,Read More

Posted On Oktober 10, 2012By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Ariel Magnus: Zwei lange Unterhosen der Marke Hering

Eine deutsch-brasilianische Lebensgeschichte – „Es gibt reichlich Literatur von den und über die Überlebenden der nationalsozialistischen Vernichtungslager. Dieses Buch ist nicht aus dieser Literatur hervorgegangen und möchte ihr auch kein weiteres Werk hinzufügen“, erläutert Ariel Magnus zu Beginn von „Zwei lange Unterhosen der Marke Hering“. Es beleuchtet das Thema auf eine ganz besondere, intime Weise. Von Doris Wieser In der Tat zeichnet der Autor zwar die Lebensgeschichte seiner jüdischen Großmutter nach, die sich mit 22 Jahren auf der Suche nach ihrer blinden Mutter freiwillig ins Konzentrationslager Theresienstadt deportieren ließ, ihrRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Rosa Pock: Wir sind Idioten

Futschikato und andere vergebliche Liebesmühen – Rosa Pock strichelt mit ihrer Sprache der Verdichtung ganze Lebensuniversen auf wenige Seiten Papier hin. So ist der jetzt beim Grazer Literaturverlag Droschl erschienene Prosaband „Wir sind Idioten“ auch ein hauchdünner im Umfang. Vollkommen ausreichend für eine Lektüre, die ebenso vertrackt wie unwiderstehlich ist. Von Senta Wagner Für die in Wien lebende Schriftstellerin ist die Prosa wohl ihr Ding. Es sind bereits mehrere Bände, aber auch ein Roman bei Droschl veröffentlicht. Der vorliegende Band „Wir sind Idioten“ besteht aus den Prosahäppchen  „anton und antonia“Read More

Posted On Oktober 10, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Helmut Krausser: Nicht ganz schlechte Menschen

Zwischen Triumpf und Niederlage – Große literarische Stoffe bergen für einen Schriftsteller ebenso große Chancen wie Risiken, und Triumpf und Niederlage liegen hier oft nahe beieinander. Dies ist auch in dem neuen Roman des vielseitigen Dichters, Bühnen- und Hörspielautors Helmut Krausser deutlich zu spüren, der nichts weniger als die in die historische Katastrophe führenden 20er – und 30er-Jahre des vorigen Jahrhunderts umspannt. Von Karsten Herrmann An den Stationen Berlin, Paris und Barcelona nimmt Krausser die rasanten Entwicklungen in Kunst und Politik sowie den Kampf der Utopien und Ideologen ins VisierRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitMag-Quickies

Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku-Rezension von Friederike Moldenhauer zu Ulf Erdmann Ziegler, einem Bericht über eine Lesung von Ernesto Cardenal in Münster von Christiane Nitsche (CN) und Rezensionen zu Amelie Soyka („Tanzen und tanzen und nichts als tanzen“) und A.D. Miller („Die eiskalte Jahreszeit der Liebe“), geschrieben von Christina Mohr (MO) und Karsten Herrmann (KH). (FM) Haiku Rezension Leere auf dem Blatt Ein Leben für die Typo Ein schöner Bogen Ulf Erdmann Ziegler: Nichts Weißes. Suhrkamp 2012. 259 Seiten. 19,95 Euro. Eine Leseprobe finden Sie hier. Herzen , umarmen,Read More
Public accommodations sign widely posted in the U.S. South, circa 1920 (Revived, in spirit, by the Republican Party throughout the U.S. – present day). Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock berichtet exklusiv für CULTurMAG in seiner wöchentlichen Kolumne von dem täglichen Wahnsinn des US-Wahlkampfs. Heute: James Crow Jr., Esq. Soon after New Year’s Day of 1012, Willard Mitt Romney and confederated Caucasians of the Republican Party inaugurated a state-by-state strategy for winning November’s federal elections. They would engage lawyers to draft sophisticated new “Jim Crow” laws aimed at dissuadingRead More

Posted On Oktober 10, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Den die Griechen lieben 1 bild / 100 worte Aus der Zeit tanzen: Ein schwieriges und interessantes Projekt, das in jedem Fall eine entschlossene Entkörperlichung voraussetzt, zumindest in Gedanken. Tanzen wir also zurück an den Anfang des Universums, oder nach vorn bis zum Ende. Cha cha cha. Wer hätte gedacht, dass das Universum mal enden können täte! Nicht der melancholisch in die Sterne starrende Törless. Der Junge ist heute verheiratet, verbeamtet, drei Kinder, Abgründiges schiebt er von sich. Übungssache. Hund hat er auch. Mit dem geht er spazieren, im nahenRead More

Posted On Oktober 6, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Petros Markaris: Zahltag und Finstere Zeiten

Steuereintreiber, Racheengel, Volksheld –  Petros Markaris hat sich seit einigen Jahren auf die griechische Finanzkrise kapriziert: Mit „Zahltag“ legt er nach „Faule Kredite“ nun den zweiten Band der geplanten Krisen-Trilogie vor; außerdem hat er seine Essays und Kommentare zum Finanzdebakel in „Finstere Zeiten“ veröffentlicht. Von Peter Münder Ein Ende dieser unendlichen Krisengeschichte ist auch für Petros Markaris, 75, den Experten des griechischen Debakels, nicht absehbar. Er hatte ja schon vor 2004, dem Athener Olympia-Jahr, angesichts eines irrwitzigen Baubooms im Roman „Live“ die Frage nach der Finanzierung dieser aberwitzigen Immobilienblase gestellt.Read More

Posted On Oktober 6, 2012By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Nach Sitten und Literatur nimmt sich Carlos jetzt den Tatort vor! Mahnende Worte! Lieber Tatort, natürlich auch: Lieber Polizeiruf 110, der du, mit dem Sand- und Ampelmännchen, der Beweis bist, dass wir Wessis euch gar nicht abgewickelt haben! Hier heißt du jetzt aber doch: Tatort. Lieber Tatort, ich kuck dich immer mal wieder, aber nicht immer. (Es ist nicht persönlich gemeint, aber das stände ich wohl nicht durch.) Also habe ich kaum das Recht, dir irgendetwas nahe legen zu können – aber Wünsche darf man ja äußern. Lieber Tatort, mussRead More

Posted On Oktober 6, 2012By Sandra BakerIn Bücher, Crimemag

Val McDermid: Vergeltung

Serial Killer satt – Val McDermid hat ein Kinderbuch geschrieben und gleichzeitig eins, das ganz und gar nichts für Kinder ist. Sandi Baker konzentriert sich eher auf die dunkle Seite: The Retribution. “My Granny is a Pirate” is a wonderful light, rollicking, yarn by Val McDermid. Highly recommended for children of all ages.  Her latest fare, “The Retribution” is the opposite – dark, brooding and bleak. It is certainly not recommended  for all ages and perhaps even some of her fans will be put off by the devastation that isRead More

Posted On Oktober 6, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – voilà, es choppen fröhlich Joachim Feldmann (JF) „Am Anfang war der Schmerz“ von Adam Creed & „So bitter kalt“ von Johan Theorin;  Frank Rumpel (rum) „Das Gesetz der Gier“ von Wolfgang Kaes. Unaufgeregt (JF) Radikale Abtreibungsgegner entführen junge Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen und zwingen sie, ihr Kind zur Welt zu bringen. Dabei scheint ihnen die Gesundheit der Mütter gleichgültig. Die 23-jährige Burlesque-Tänzerin Kerry Degg überlebt die Geburt ihrer Tochter in einem  dreckigen alten U-Bahn-Schacht nicht. Detective Inspector Wagstaffe von der Londoner Polizei hat einenRead More
Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock berichtet exklusiv für CULTurMAG in seiner wöchentlichen Kolumne von dem täglichen Wahnsinn des US-Wahlkampfs. Heute: „WAR, Inc.“ Tomorrow night’s televised presidential election “debate,” in which some fifty-five million viewers in the United States will behold the handshakes and platitudes and decorous snipings of candidates Mitt Romney and Barack Obama, is the first of three such ritualistic events in this season’s grossly expensive bidding for White House occupancy. America’s longest war might be mentioned, strictly in passing. Something along the lines of, “We’re gratefulRead More

Posted On Oktober 3, 2012By Stella SinatraIn Musikmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Kuckmobil träumt 1 bild / 100 worte Zwischenstand vom Mars. Das Marsmobil, unser ferngesteuertes Neugier-Auto, hat inzwischen eine Fläche von knapp einem halben Kilometer befahren. Da scheint jemand auf dem Heimweg ganz schön zu trödeln. Heimweg gibt es aber nicht für Curiosity, wenn es nicht mehr tut, ist Aus. Traurig! Noch erreichen es unsere Meldungen von der Erde, und umgekehrt auch. Das Kuckmobil sei munter, hören wir, gerade habe es ein Flussbett entdeckt, oder wir mit seiner Hilfe. Semantische Akkuratesse ist nicht Sache der Physiker. Das Metall soll leben! NachtsRead More

Posted On Oktober 1, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Festivaltagebuch (IV): Sinkflug aus dem Hyperraum

Letzte Empfängerdaten vom Comicfestival Hamburg an Charlotte von Bausznern: Eine wirre Astronautin – zurückgekehrt von einer ausgedehnten Raumfahrt. Etwas wehmütig. Nee echt jetzt, nachdem ich die Herausforderung von Nachtfeiern UND Tagebuchschreiben nur mit Schlagseite überstanden hab, lässt sich eines sagen: Das Hamburger Comic-Festival produziert postfestivalöse Löcher. Da kann man reinfallen. Dann nimmt man alle kleinen mitgebrachten Geschenke in die Hand, setzt sich auf den Hochstuhl und sagt: danke. Aber der Reihe nach. Kein Allinclusivereiseplan würde einer dermassen hinterhältigen, bestechenden Dramaturgie unterliegen. Nur von Comicastronauten kann man erwarten, dass sie auchRead More

Posted On September 30, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Festivaltagebuch (III): In Erwartung der Supernova

Neue Empfängerdaten vom Planetenhopping am Comicfestival Hamburg von/an Charlotte von Bausznern: III.I: Kaffee und Kuchen  Die zwei Stufen zum Börsenplaneten des Hamburger Comicfestivals sind mehr in feuchtes Nebelgeschwader getaucht denn strahlendes Zentralgestirn. Aber was kümmert das uns Astronauten, er kann ja fliegen, der Börsenplanet. Je schlechter das Wetter, desto besser der Background. 14.15 Uhr: Die Oberfläche dieses Planeten ist Unglaublich laut, Herrensahne, Drops, Earth unplugged, Zirp und Oh. Oder auch: Viel Gefaltetes in Zeiten der Krise. Im Kölibri sind zuerst die Tische mit den kleinen handkopierten Sternchen an der Reihe,Read More

Posted On September 29, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Festivaltagebuch (II): Venus, Jupiter, Pluto und Saturn

Neue Empfängerdaten vom Planetenhopping am Comicfestival Hamburg von/an Charlotte von Bausznern: II.I Mittagessen: ausgefallen. Mit aufkeimendem Hungerast im Panterkäfig, wo keine wilden Tiere wohnen. Britta Kussin kann das: Beiläufiges in Elementares verwandeln. Bildfolgen, die eine Geschichte ergeben, die nach dem letzten Panel noch weiter geht. Mimiken und Menschen abbilden, die nicht überkippen wie Kaffeemilch bei der gestressten Kellnerin. Tiere als Moment verwenden, ohne emotionale Pappnasen draus zu machen. Ich wage mal zu sagen: Absichtlich am Handwerk Vorbeigekritzeltes bleibt halt bloss schräg. Mehr Wärme bitte. II.II Das Abendessen von gestern kommtRead More
Robert Littell nimmt sich Kim Philbys an – Robert Littell ist wieder da. Seit „Moskau hin und und zurück“, seinem im Original 1973 als „The Defection of A. J. Lewinter“ erschienenen Erstling, ist das im Thrillergenre immer eine gute Nachricht. Neben Alan Furst und John Le Carré gehört er zu den noch praktizierenden Altmeistern der Spionageliteratur. Wer gewann eigentlich den Krieg der Agenten und Doppelagenten in den frühen Jahren des Kalten Krieges? Der sowjetische KGB? Der amerikanische CIA? Das britische MI-6? In der „Wilderness of Mirrors“ (so der programmatische TitelRead More

Posted On September 29, 2012By Giancarlo de CataldoIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Malitalia von Giancarlo de Cataldo

Ach, Italien … Giancarlo de Cataldo, Romancier, Drehbuchautor (u. a. „Romanzo Criminale“) und Richter umkreist nicht nur in seiner Fiction, sondern auch in seinen Essays immer wieder die Gründe und historischen Ursachen für den Zustand der italienischen Gesellschaft, um darin sowohl das Landesspezifische wie auch das Grundsätzliche und Analogisierbare herauszuarbeiten … Lesen Sie heute den von Dorothee Calvillo übersetzten zweiten Teil (hier geht’s zu Teil 1) über bemerkenswerte Parallelen zweier Vorgänge im 19. und im 20. Jahrhundert, exakt 100 Jahre voneinander getrennt, die um die  notorische „Banca Romana“ kreisen. Malitalia,Read More

Posted On September 29, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Patrick Tschan: Polarrot

Der Deserteur von Toggenburg – Patrick Tschans zweiter Roman „Polarrot“ ist ein historischer Polit-Thriller, der in einer eleganten und eigenwilligen Tradition steht – Thomas Wörtche freut sich darüber … Der Roman fängt an wie eine leicht pornographische Variante von „Felix Krull“, mit Anklängen an den „Zauberberg“ und einem Hauch von Simplicius Simplicissimus, aber nicht erschrecken: „Polarrot“ von Patrick Tschan ist kein Meta-Roman, keine Zitatorgie, überhaupt gar nichts Kompliziertes. Im Gegenteil, „Polarrot“ ist eine Art heiterer historischer Polit-Thriller, elegant gemacht, zwischen Tragik und Komik leichtfüßig hin- und hertanzend und auch nochRead More

Posted On September 29, 2012By Henrike HeilandIn Bücher, Crimemag

Elizabeth George: Glaube der Lüge

Der 17te Lynley – Literaturkritik kann müde machen. Aber notwendig ist sie doch. Henrike Heiland über den neuen Roman von Elizabeth George. Welche Aufgabe die Literaturkritik hat, darüber kann man nächtelang diskutieren. Und ob sie nicht mittlerweile obsolet ist, wo doch die Kaufempfehlungen von privat und die Endverbrauchermeinungen so sehr an Einfluss gewonnen haben, steht als Frage immer wieder im Raum. Umgekehrt wird nach übergeordnetem Orientierungswissen gerufen. Die Kritikerin Ein Literaturkritiker geht anders an ein zu rezensierendes Werk heran als der Endverbraucher. Letzterem ist der Kritiker zu sehr auf einemRead More

Posted On September 29, 2012By Klaus KambergerIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Grundsatzpapier von Klaus Kamberger

Was haben die Kanzlerin und der „Tatort“ gemeinsam? Alternativlos viel … Eine Glosse von Klaus Kamberger. Eckpunkte zur Überwindung der strukturellen Schwachstellen in der postindustriellen Gesellschaft (Ein brisantes Fundstück aus der Berliner Polit-Küche, hier erstmals und exklusiv dokumentiert von CrimeMag.) Entwurf eines Grundsatzpapiers zu einer alternativlosen Wende zum Guten Auf den üblichen Berliner Schleichwegen ist CrimeMag ein Dokument aus dem Dunstkreis politischer spin doctors durchgestochen worden, das unseres Erachtens der pp. Leserschaft allein schon deswegen zu Kund & Wissen weitergereicht werden muss, weil da ein potenter, auf der Generalsekretärsebene angesiedelterRead More

Posted On September 29, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Comic, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – kurz und heute nur leicht schmerzhaft: zweimal Comics von Thomas Wörtche (TW) – Marc-Antoine Mathieus „3 Sekunden“ und Band 5 von Renaud/Dufaux’ „Jessica Blandy“. Einmal Krimi: Frank Rumpel (rum) über Mechthild Borrmann: Der Geiger Genial (TW) Drei Sekunden Echtzeit und ein komplexer Politthriller, der auf der Erde anfängt, im Weltall Zwischenstation macht und wieder auf den Boden unschöner Realitäten zurückkehrt. Die Geschichte eines Attentats und einer Verschwörung, gezeichnet in einem langen, langen Zoom – das heißt, in einer Kameraeinstellung ohne Schnitt. Eine verwirrend logisches Konzept, das vonRead More

Posted On September 29, 2012By Christopher G. MooreIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Heute ein bisschen Handwerk – welches Autoren-Foto schreckt ab, welches hilft, ein Buch zu verkaufen? Über die Macht eines keinesfalls nebensächlichen Paratextes: What Author Photograph Sells a BOOK? I have some books coming out soon. Someone suggested I needed a new photograph for the place on the back cover where an author’s photo appears. I’d rather stick with photographs from an earlier day. But that is a mistake. We all age and the entertainment business (which books form a part) is biased toward youth. No one can get away fromRead More

Posted On September 28, 2012By Charlotte von BausznernIn Comic, Litmag

Festivaltagebuch (I): Satelliten-Signalismus

Erste Empfängerdaten aus dem Hamburger Comicfestival. Ein Festivaltagebuch von/an Charlotte von Bausznern. Guten Morgen, ihr alle, die ihr um diese Zeit aufsteht, mit ein paar Bleistiftstrichen mehr im Gesicht zur Espressokanne in der Küche schlurft und anfangt, aufzuwachen. Es gibt ein Tagesprogramm für heute. Satelliten sind Flugkörper, genauer: Raumflugkörper zwischen Schwerkraft und Fliehkraft, sie umkreisen etwas Grundsätzliches, sind ausgerüstet mit Messgeräten und Augen und senden ihre Signale zurück zum Grundsätzlichen. Gestern ab 17 Uhr unter einem angegammelten Himmel muss es erhöhte Funkstörungen gegeben haben, die Luft zwischen Marktstrasse, Balduinstrasse, Hein-Köllisch-Platz,Read More