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KickAss – Bloody Splinters aus dem täglichen Branchenwahnsinn – 1999 erschien in der Reihe DuMont Noir als Band Nr. 6 „Das große Umlegen“ von George P. Pelecanos. Bedauerlicherweise bezeichnete der Herausgeber Martin Compart diesen Roman als den ersten „seiner historischen Washington-Trilogie“. Er konnte damals noch nicht wissen, dass Pelecanos seinen Zyklus erst nach einem vierten Buch abschließen würde. Das wurde 2000 in den USA veröffentlicht, aber da war die Reihe bei DuMont bereits eingestellt worden. Doch seitdem gibt es „Shame the Devil“, den letzten Roman der „Washington-Noir-Serie“ oder auch desRead More
„Blutadler“ in der ARD – Eine der Krimi-Gurken des Jahres Hamburg: Samstagabend, 3. November 2012, 20:15 Uhr, ARD-Fernsehen – im ZDF „Wetten dass“ mit mehr als zehn Millionen Zuschauern. Wetten, dass da nicht der beste Film des Jahres zu erwarten ist, sondern „etwas zum Versenden“? Dass es aber dann so grottenschlecht wurde, das ist schon rekordverdächtig. Ganz klar ein heißer Kandidat für die „Rotten Tomatoes“ oder die Krimi-Gurke des Jahres, das war die Degeto-Schmonzette „Blutadler“, nach einem in Hamburg spielenden Roman des Schotten Craig Russell, mit einem unter dem EinflussRead More
Versammeltes weibliches Wissen – Für ihre in „Der Augenblick“ versammelten Reportagen hat Gabriele Goettle 26 sehr unterschiedliche Frauen getroffen und sich mit ihnen über ihre Berufs- und Lebensrealitäten unterhalten. Birgit Haustedt über die so entstandenen „Reisen durch den unbekannten Alltag“. In ihrem ersten Buch „Deutsche Sitten“ (1991) griff Gabriele Goettle zu ungewöhnlichen Recherchemethoden. Einmal klaute sie drei Säcke Kleiderspenden, die ein Lehrerehepaar für die Arbeiterwohlfahrt auf die Straße gestellt hatte. Dann beschrieb sie detailliert Zustand, Farbe, Material plus Etikett der Hosen, Blusen, Mäntel und was sonst noch drin war. WieRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Ein mittelalterliches Bild es Minnesänger Heinrich Hetzbolt von Weissensee. (Alle Folgen hier). Achtzehnte Ausfahrt Fröhlich waren die Augen-Blicke, wie selten, vollkommen unbeschwert, die ich unter der Woche auf die Kunstkarte in meiner Küche warf und die ich zurück bekam ausRead More

Posted On November 7, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Jürgen Ebertowski: Die Stadt am Meer

Zwischen Kreuzberger Kiez und Kamakura –Der Berliner Autor Jürgen Ebertowski war schon immer sehr Nippon-affin: Er studierte Japanologie, war Sprachlehrer am Goethe-Institut in Tokio, betrieb in Kreuzberg seine eigene Aikido-Schule und hatte die Nippon-Connection auch in einigen Krimis entwickelt. Den Schauplatz Kamakura hatte er bereits in „Blutwäsche“ beschrieben. Mit mildem, nostalgisch verklärendem Blick ist er nun in „Die Stadt am Meer“ nach Kamakura zurückgekehrt – auf den Spuren des Mediziners Robert Koch, der 1908 von den Japanern in diese Puppenstubenidylle eingeladen wurde. Von Peter Münder. Es ist jetzt genau vierRead More
Drei aktuelle Bücher beschäftigen sich mit der Geschichte und Wirkung von Mode – Christina Mohr hat sie für CULTurMAG gelesen. Mode? Absolut! Es war natürlich ein kluger Mensch, nämlich Oscar Wilde, der konstatierte, dass nur oberflächliche Menschen der Oberfläche keine Beachtung schenken. Seit dem 19. Jahrhundert haben sich die Moden und der Blickwinkel auf selbige zwar -zigmal geändert, aber auch heutzutage gibt es genügend Leute, die betont modisch (= stylish) gekleidete ZeitgenossInnen aufgrund vermuteter Eitelkeit und eben Oberflächlichkeit verachten – wobei die Verachtung auf Gegenseitigkeit beruht: Sowohl Hipster/Fashionistas als auchRead More

Posted On November 7, 2012By Lucy Renner JonesIn Bücher, Litmag

Clemens J. Setz: Indigo

Wie wird deutschsprachige Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutschsprachige Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen interessanter Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Diesmal hat Sie Clemens J. Setz‘ Roman „Indigo“ gelesen und sich mit Ross Benjamin, dem amerikanischen Übersetzer des jungen österreichischen Autors unterhalten. That rare thing – “So könnte die Zusammenfassung einer Handlung lauten, die sich jeder Zusammenfassung entzieht. Am besten, Sie blättern gleich um und lesenRead More

Posted On November 7, 2012By Tillmann ReikIn Bücher, Litmag

Jean-Luc Nancy: Die Anbetung

Inbrünstiges „Inmitten der Welt“ Gott sei Dank bin ich Atheist (Luis Buñuel) Dieu deconstruit. Lui-même. (Jacques Derrida) Ouvertüre – Ver Nancy Nach wie vor erweist sich als schwierig, abzuwägen, womit man es bei dieser aufregend enigmatischen, unverschämt verstiegenen Schreibe, einer Umschrift sämtlicher traditionell eingeschliffener Denkgewohnheiten, zu tun hat. Der man hierzulande im seriösen Wissenschaftsdiskurs nach wie vor nicht gerade mit großer Aufgeschlossenheit begegnet. Handelt es sich im Fall dieses „post-dekonstruktiven Realismus“, wie Jacques Derrida es in seinem ihm gewidmeten Buch „Le Toucher“ (deutsch: Berühren. Jean-Luc Nancy. Berlin 2007) formuliert, umRead More

Posted On November 7, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Vorgetäuschter Tod 1 bild / 100 worte Es ist ein grausig Ding um Rote Riesen, die vom Charakter her zwar sanft sind – mögen Kinder, Hunde, verschenken gern Birnen aus dem eigenen Garten – aber dann, kaum im Weltall angelangt, haben sie nichts Besseres zu tun, als den eigenen Tod vorzutäuschen. – Schwurgläääääh. Ich sterbe! – O Riese, ohne dich kann ich nicht leben. – Tatsächlich? – Jawohl. Und auch nicht ohne deine Birnen. – SchwurrglmppsxxxxxxxxXXX – Es folgt eine Trauerperiode von 34 Jahren (1903 – 1937), bis mal einerRead More

Posted On November 7, 2012By Tina Karolina StaunerIn Kunst, Musikmag

Lou Reed und John Cale

Aktuelle Aktivitäten der einstmaligen Velvet Underground-Musiker aus der Sicht von Tina Karolina Stauner.Read More
Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock hat in den vergangenen Wochen exklusiv für CULTurMAG in einer wöchentlichen Kolumne den US-Wahlkampf begleitet. Nun steht die Entscheidung an, in den kommenden Stunden wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. Warum sich Thomas Adcock wünscht, dass Barack Obama der Franklin Delano Roosevelt des 21.Jahrhunderts wird, lesen Sie hier. Unifinished Business If all goes well in today’s federal elections—I predict it shall—the rëelection of President Barack Obama and a thumping defeat for proto-fascist Tea Party commandants of the formerly respectable Republican PartyRead More

Posted On Oktober 31, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag

Simon Reynolds: Retromania

Verweile doch, du bist so schön! Bereits zum Erscheinen der Originalausgabe wurde auch bei uns in Deutschland viel über Simon Reynolds „Retromania“ diskutiert. Nun hat der Popjournalist die deutsche Ausgabe seines Buches auf einer Lesereise präsentiert, Joe Paul Kroll war  in Frankfurt mit dabei. „Übersättigung einer Zeit in Historie“, so die bekannte Klage, sei nicht nur „dem Leben feindlich und gefährlich“, sondern besonders der Kunst. Ganze Welten künstlerischen Ausdrucks waren noch gar nicht entdeckt worden, als es Friedrich Nietzsche vor einem Übermaß der verfügbaren Historie graute. Doch mit dem, wasRead More
Magischer Twilight-Realismus – Reif für die Insel? Die Hamburger Fotografin Anja Jensen stellt ihre faszinierenden „Tatort“-Bilder auf Föhr im Museum Kunst der Westküste aus. Es sind inszenierte, geheimnisvoll ausgeleuchtete Fotos, die während ihrer Aufenthalte auf Föhr und Amrum entstanden. Von Peter Münder Hinten am dunkelblauen Horizont ist ein roter Reststreifen der untergehenden Sonne auszumachen, vorn steht ein grell ausgeleuchtetes rothaariges Mädchen im weißen Kleid in einer hügeligen Heidekrautlandschaft und blickt direkt in die Kamera. Sie greift dabei in einen großen Popcornkübel – will sie dem Betrachter vielleicht etwas anbieten? OderRead More

Posted On Oktober 31, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Teju Cole: Open City

Feinsinniger Metropolenroman – Mit „Open City“ hat der 1975 in den USA geborene, in Nigeria aufgewachsene und heute wieder in Brooklyn lebende Teju Cole einen bemerkenswerten Flaneurs- und New-York-Roman über das Eigene und das Fremde und die bis heute währende Geschichte von Verfolgung und Völkermord geschrieben. Von Karsten Herrmann Teju Coles Protagonist ist der junge, farbige Psychiater Julius, der als Kontrapunkt zu seinen Arbeitstagen im Krankenhaus immer ausgedehntere Spaziergänge durch seine Heimatstadt unternimmt: „So drang New York City … im Schritttempo in mein Leben ein.“ Einsam im Gewimmel der MenschenRead More

Posted On Oktober 31, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (17): Ernst Barlach

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Ernst Barlach: Russische Bettlerin. (Alle Folgen hier). Siebzehnte Ausfahrt Das plastische Bildnis eines Menschen, das die Schönheit seines (unseres) Körpers feiert und steigert, indem sie alles Unwesentliche, bloß Individuelle auslässt. Die Umrisslinie einer Person vom Kopf bis zu den FüßenRead More

Posted On Oktober 31, 2012By Kira KoetterIn Bücher, Litmag

Anthony McCarten: Ganz normale Helden

Wwwwwwwwwwwwwwwwwww – Mit dem Buchstaben w bewegt man sich im Onlinerollenspiel „Life of Lore“ (LoL) vorwärts. Das ist auch genau das, was Familie Delpe möchte – sich vorwärtsbewegen. Raus aus der Trauer, rein ins Leben, zurück ins Glück oder das, was davon übrig geblieben ist, seit ihr jüngstes Mitglied – Donald – gestorben ist. Von Kira Kötter Anthony McCartens neuer Roman ist geprägt von der unüberwindbaren Trauer, die aus seinem Debüt „Superhero“ herübergeschwappt ist. In „Superhero“ stirbt Donald Delpe nach langem Leiden als junger Teenager, als glänzender Comiczeichner und schließlichRead More

Posted On Oktober 31, 2012By Kerstin CarlstedtIn Litmag, Porträts / Interviews

Anthony McCarten im Video-Interview

Internet und Real Life – Vor dieser Buchmesse und ihrem Themenschwerpunkt Neuseeland war der kleine Inselstatt im Südpazifik zuvor für viele literarisches Niemandsland. Dabei hat Neuseeland Autoren wie Carl Nixon (mehr hier bei CM) oder Anthony McCarten („Ladies’ Night“, „Superhero“) hervorgebracht. Zum „Interview Lounge“-Gespräch reiste er jedoch nicht aus Neuseeland an, und auch nicht aus seiner Wahlheimat London, sondern aus Braunschweig, wo er am Abend zuvor eine Lesung hatte. McCarten spricht über seinen neuen Roman „Ganz normale Helden“ (zur CULTurMAG-Rezension, seine Skepsis gegenüber der fortschreitenden Digitalisierung unseres Lebens mit allRead More

Posted On Oktober 31, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Kunst, Litmag

Der (Kriegs-)Fotograf Giles Duley

„I’m still a photographer“ – Carl Wilhelm Macke über das Schicksal des schwer verletzten Fotografen Giles Duley. Soll man ein Foto veröffentlichen, das die Folgen von Gewalt besonders drastisch und in einer den Zuschauer und Leser schmerzhaft berührenden Weise trifft? Gibt es nicht eine Toleranzgrenze in der Darstellung von Gewalt und deren Folgen, die man als verantwortlicher Redakteur eines Mediums absolut zu respektieren hat, wenn einem Menschenrechte und Menschenwürde mehr bedeuten als pathetische Worte zum Sonntag? Gibt es jenseits eines Scoops im Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit mit anderen Medien nicht auchRead More
Leading voices of the Republican Tea Party cult — clockwise from top:  Sarah Palin, 2008 Republican nominee for vice-president, half-term governor of Alaska; Congressman Allen West, Florida; Congressman Michael Coffman, Congressman Todd Akin, U.S. Senate candidate, Missouri; Colorado; Congressman Chip Cravaack, Minnesota; Congresswoman Michele Bachmann, Minnesota; Tea Party polemicist Ann Coulter; Congressman Joe Walsh, Illinois; Congressman Steve King, Iowa; Indiana State Treasurer Richard Mourdock, candidate for the U.S. Senate. Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock berichtet exklusiv für CULTurMAG in seiner wöchentlichen Kolumne von dem täglichen Wahnsinn des US-Wahlkampfs.Read More

Posted On Oktober 31, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Die Einsamkeit der Alpen 1 bild / 100 worte Gruß aus dem Schnee, aus der Einsamkeit der Alpen. Wir treten vor die Tür und werfen uns ins endlose Weiß, schlagen die Arme, schlagen die Beine, ein Engel wird geboren. Grüß dich, Engel. – Howdy. – Der Engel trägt Cowboystiefel und verlangt nach einem Telefon, zwecks Einrichten eines Twitter-Accounts. Wozu das? Die Einsamkeit, sagt der Engel, der Schnee, die Alpen, I’m a poor lonesome cowboy, let me twitter, let me flitter, let me dance the jiggaboo. – Ach Engel. – NixRead More

Posted On Oktober 27, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Editorial, 27.10.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, der amerikanische Wahlkampf geht in die Endphase. Grund genug für Dirk Schmidt, drei berühmte, einschlägige Film-Klassiker einem Reality-Check zu unterziehen: „W“, „Fahrenheit 9/11“ und „Outfoxed“. Wir sind gespannt … Auch Carlos schaut in die Zukunft – in die Zukunft der Kriminalromans, oder um mit Leonard Cohen zu sprechen: I’ve seen the future, it is murder. Die zweite Folge, in denen les Polarophiles Tranquilles, also Thierry Cazon und Julien  Dupré, enthüllen, was es mit James Hadley Chase, der Série Noir und Graham Greene wirklich auf sich hat, lesen SieRead More

Posted On Oktober 27, 2012By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Carlos blickt in die Zukunft – Achtung, nichts für schwache Nerven! Überschrift: Krimis & Thriller Unterkategorien: Krimis Thriller Alpenkrimis Historische Krimis Horror Krimis und Thriller nach Ländern Tatort: Amazon Stand: 2012 Fazit: Es ist aus – oder? Geht’s noch schlimmer? Sowieso: 2013 Krimis & Thriller Krimis Thriller Folterthriller Alpenkrimis Mittelgebirgskrimis Krisenkrimis Historische Krimis Horror Krimis und Thriller nach Ländern 2014 Krimis und Thriller Superkrimis Krimithriller Krisenkrimisuperthriller Griechenkrisenzeug Folterthriller Alpenkrimis Landschaftskrimis Mordsmäßige Moritaten (mit Music-Download) Prähistorische Fickkrimis Nackter, blutiger, eitriger Horror Krimis nach Ländern Schwedenkrimis 2015 Krimis und Thriller Superkrimithriller EuroauwabooksRead More
– Wer steckt hinter James Hadley Chase? Kein Geringerer als Graham Greene. Das sagen zumindest Les Polarophiles Tranquilles, ein französischer Verein, der sich seit zehn Jahren ambitioniert des Kriminalromans annimmt. Des klassischen Kriminalromans wohlgemerkt, der als Schmuddelgenre früher von der Literaturkritik mit spitzen Fingern angefasst oder gleich hochnäsig übersehen wurde und der heute trotz der Krimi-Woge, die uns überschwemmt, im aufgeregten Geplapper der Krimi-Neuerscheinungen erneut vergessen wird. Zu Unrecht, wie die Polarophiles Tranquilles meinen, und die daher Werke fast vergessener Autoren aus dem Bücherregal ziehen, abstauben und sie für einenRead More

Posted On Oktober 27, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Karl Marlantes: Matterhorn

Getötete „Gooks“ auf der Müllkippe entsorgt – In seinem Vietnam-Roman „Matterhorn“ beschreibt Karl Marlantes autobiografisch geprägte Kriegserfahrungen, die er als junger Lieutenant machte. Er möchte mit dem Buch, an dem er über dreißig Jahre lang schrieb, seine eigenen Traumata abarbeiten, aber auch zur Aussöhnung zwischen Veteranen und Kriegsgegnern beitragen. Von Peter Münder Zur Lesung und Diskussion im Hamburger Amerikazentrum in der Hafen City erscheint Karl Marlantes, 67, im akkurat gebügelten hellblauen Hemd, an dessen Brusttasche ein Kugelschreiber steckt. Die kastanienbraune Krawatte ist mit hübschen kleinen Rechtecken dekoriert, der Bart istRead More

Posted On Oktober 27, 2012By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Carl Nixon: Rocking Horse Road

Alf Mayers „Blutige Ernte“: We, the living – Eine Strandlandschaft, Dünen, windgebogene Bäume und Büsche, hohes gelblichgoldenes Gras, fremd anmutende Vegetation, ein paar Holzhäuser im Hintergrund, eine Bucht. So ist der Einstieg in den Roman „Rocking Horse Road“ von Carl Nixon. Fünf farbige Fotodoppelseiten, ungewöhnlich genug für ein in Deutschland erscheinendes Buch, ungewöhnlich erst recht für einen Kriminalroman. Zu verdanken haben wir das zum einem der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit ihrem Gastland Neuseeland, zum anderen und entscheidender dem feinen kleinen Bonner Weidle Verlag. Verleger Stefan Weidle ist Vorsitzender des VorstandsRead More

Posted On Oktober 27, 2012By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Don Winslow: Kings of Cool

Geniale Masche? „Kings of Cool“ erzählt die Vorgeschichte zu Don Winslows „Zeit des Zorns“, unter dem O-Titel „Savages“ von Oliver Stone verfilmt und gerade in den Kinos (siehe dazu unser heutiges KickAss). Anfangs war Eva Karnofsky skeptisch … Nanu, sollte er doch fehlbar sein, dieser Gott unter den Spannungsautoren? Denn irgendwie kommt es bekannt vor, was Don Winslow da auf den ersten Seiten seines neuen Thrillers „Kings of Cool“ präsentiert. Nicht nur den Figuren – Ben, Chon und der schönen O – sind seine Leser in „Zeit des Zorns“ schon begegnet.Read More