Man muss immer modern sein – Ein Porträt der Erinnerung: Wolfram Schütte über den italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni, der am 29. September 100 Jahre alt geworden wäre. Möglicherweise ist Michelangelo Antonioni, wie ein Schweizer Kritiker einmal schrieb, der einzige moderne Autor des Films, weil er die aktuellen Entwicklungen der westlichen Gesellschaft und Psyche nicht an deren versunkenen Ordnungen maß. Und vielleicht gehört der Phänomenologe einer von ihm konstatierten „Krankheit der Gefühle“, der als Anti-Romantiker geistig und intellektuell immer auf der Höhe seiner Zeit sein wollte, eben deshalb zu den von
Read More Posted On September 26, 2012By Birgit HaustedtIn Comic, Litmag
Am 27. September beginnt das Hamburger Comicfestival. Bis zum 30. September gibt es in der Hansestadt Ausstellungen und Vorträge, Partys, die Börse und eine Menge einheimischer und internationaler Künstler zu erleben – und CULTurMAG ist live dabei. In unserem Tagebuch wird ab Festivalbeginn Charlotte von Bausznern berichten, den Auftakt macht jetzt schon Birgit Haustedt, die sich in einem Exklusiv-Spaziergang mit den Festivalmachern die ersten Exponate der Satelliten-Ausstellungen angeschaut hat. Hamburg bildverändert: Comic meets the Kiez. „Unsere Freunde müssen das mal sehen“ „Dünne Tranche von Husumer Rinderfilet mit Gänsestopfleber, Trüffel und
Read More Posted On September 26, 2012By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag
Zum Comic-Salon Erlangen ist Marko Turunens „Der Tod klebt an den Fersen“ auf Deutsch erschienen. Jetzt widmet ihm das Comicfestival Hamburg eine Ausstellung. Turunen selbst wird anwesend sein. Eine Einführung in die Fremdling-Welt des finnischen Künstlers von Brigitte Helbling. „He had no money for any other kind of artistic behavior“ Der wichtigste finnische Comicpreis heißt Puupäähattu, was klingt wie etwas, das man Kindern untersagt – „Hörst du endlich auf mit deinem Puupäähattu!“ – tatsächlich aber Hut des „Puupää“ meint, nämlich der Comicfigur des Zeichners „Fogeli“ (eigentlich waren es zwei Zeichner,
Read More Posted On September 26, 2012By Kira KoetterIn Comic, Litmag
Gabrielle Bell ist am Comicfestival Hamburg! Mit einer Ausstellung, einem Vortrag, und einer Signierstunde. Kira Kötter hat sich für CULTurMAG ihre Comics angeschaut. Vom ganz normalen Alltag, Bärenattacken und der Pflicht, jeden Tag einen Comic zu zeichnen Sie hätte sich zunächst gar nicht entscheiden können, ob sie lieber Künstlerin oder Autorin geworden wäre, sagt Gabrielle Bell in einem Interview. Dann sei sie mit der Independent Comic Szene in Berührung gekommen und sofort fasziniert gewesen von der Verbindung ihrer zwei Lieblingsbeschäftigungen: dem Schreiben und dem Zeichnen. Seitdem geht die 1976 in
Read More Posted On September 26, 2012By Lucy Renner JonesIn Bücher, Litmag
Wie wird deutsche Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutsche Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen heimischer Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Heute: Silke Scheuermanns “Die Häuser der anderen”. Failure and despair right where you’d least expect to find it In 1953, American author John Cheever wrote the story The Enormous Radio, detailing how Jim and Irene, a New York couple in a 12-storey apartment house, buy a
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Hans Thoma: Die Oed (Holzhausenpark). (Alle Folgen hier). Dreizehnte Ausfahrt Ein Stück Natur im Frühling. April wahrscheinlich, Übergangszeit. Wiese, ein Wäldchen, Vorgebirge verblaut im Fernen, darüber lastet, zwei Drittel des Bildes, ein mächtiger Wolkenhimmel. Der Augenblick vor oder nach Regen.
Read More Posted On September 26, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Man sollte ihn wieder ernst nehmen — Eric Hobsbawm über Marx und den Marxismus, gelesen von Carl-Wilhem Macke. Welcher Parteiführer der europäischen Linken hat in den letzten 25 Jahren den Kapitalismus in Frage gestellt? Niemand, nur eine öffentliche Person von Bedeutung hat dies getan: Papst Johannes Paul II. Der Zorn muss schon sehr groß sein, wenn ein mit allen Wassern des Marxismus getaufter Historiker wie Eric Hobsbawm so bitter über das Führungspersonal linker Parteien in Europa herzieht. Dass gerade ehemals linke Intellektuelle und Parteien in der Tradition der glorreichen Arbeiterbewegung
Read More Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock berichtet exklusiv für CULTurMAG in seiner wöchentlichen Kolumne von dem täglichen Wahnsinn des US-Wahlkampfs. Diese Woche: „G.O.P., R.I.P“ Last week’s daily menu of discouraging news for White House hopeful Mitt Romney began late on Monday afternoon with the bombshell release of a video surreptitiously taped during a fundraising banquet last May in Florida. At the private gathering, the multi-millionaire challenger to President Barack Obama disparaged half the American population as social parasites who feel “entitled to health care, food, housing, you name it”
Read More Sehr schwache Elementarkraft 1 bild / 100 worte Der irre Wissenschafter, zurückgekehrt von einer ausgedehnten Ballonfahrt. „Endlich wieder Boden unter den Füßen.“ Der Ballon war rosarot & weiß gestreift, er habe seinen Zweck nur sehr bedingt erfüllt (schuld wie üblich die Finanzkrise). Innehalten. „Raketen“, raisoniert der irre Wissenschafter, „können wir uns leider nicht mehr leisten.“ Bilder zeigen ihn hemdsärmlig im Dreiteiler, schwebend über den Fjorden von Island. Wehmut. „Nichts wünsche ich mir mehr, als eine sehr schwache Elementarkraft zu entdecken.“ Zupacken. Gentlemanforscher in Ballons sind die perfekten Werbeträger für die
Read More Irgendjemand muss es ja tun, die Sittlichkeit in diesem Lande regulieren. Wer, wenn nicht Carlos? Voilà … Gesetzentwurf zur Neuregelung der Sexualität wegen immenser Peinlichkeit ihrer öffentlichen Praktizierung, Besprechung und Wahrnehmung. Präambel: Die Sexualität ist dem Menschen mitgegeben, sie ist in der Regel angenehm und dient der Arterhaltung. Alles dieses gilt aber auch für den Stuhlgang, diesen wir diskret verrichten. Es gilt, die Öffentlichkeit der beiden Verrichtungen wieder einander anzugleichen und nicht zu Lasten der Darmtätigkeit! § 1: Es ist selbstverständlich nicht zu unterbinden, dass pornografische Filme gedreht
Read More Im Rahmen unseres kleinen Daniel-Woodrell-Specials präsentieren wir Ihnen einen schönen Essay von Frank Göhre über die sogenannte „Bayou-Trilogie“. Welcome to Frogtown Die Stadt liegt dicht an den Louisiana-Sümpfen, und das hier ist ein ganz spezieller Sumpf, mon ami. Es ist der Marais du Croche. Das heißt soviel wie ‚hinterhältiger Sumpf‘. Ein riesiges, endloses schwarzes Monster, sag ich dir. Voller Untiefen und glitschiger Wesen und Sumpflöchern mit Strudeln, und überall sieht es gleich aus, so dass die meisten Leute sich gar nicht merken können, was wo ist und wie man wieder
Read More Patchwork – Im (post-)modernen Medienbaukästchen sind so viele Teilchen drin, die man nur noch immer wieder neu und verschieden zusammensetzen muss. Das kann schiefgehen, muss aber nicht. „Death in Paradise“ ist ein eher geglücktes Beispiel für eine unterhaltsam zusammengeschraubte Serie. Anna Veronica Wutschel hat sie amüsiert angeschaut … Eine neue Serie muss her, originell und spannend soll sie sein. Das ist gar nicht so simpel im übervollen Krimi-Serien-Land. Die Macher von „Death in Paradise“ entschieden sich für das übliche Verfahren: Recyceln und Sampeln, was sich bewährt hat, und dem Neuen
Read More Privatdetektive gehören zum Grundbestand des Genres, obwohl sie längst ihre Dominanz gegen andere Typen von Hauptfiguren verloren haben. Aber die, die es noch gibt, sind ziemlich nützliche Kerlchen – man kann mit ihnen vieles machen: Literarisch und „erkenntnistheoretisch“, sozusagen. Christopher G. Moore hat mit Vincent Calvino einen der spannendsten PIs der neueren Kriminalliteratur erfunden – hier ein bisschen Selbstreflektion mit programmatischem Charakter: Private Eyes Riding the Time Machine My German translator Peter Friedrich made a recent observation about the Vincent Calvino series that I’ve been thinking about. Peter said: Did
Read More Posted On September 19, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag
Verdunkelungsgefahr? Joe Paul Kroll über Marjana Gaponenkos zweiten Roman, der eine literarische Hommage an die Romantik versucht. Torten brechen Lewadski das Herz. An Torte erinnert er sich noch im Sterben: Wie er einst durch die Fensterscheibe eines Cafés die angebetete sah, Torte essend, in Begleitung eines Andern, und daraufhin nicht sein Herz, aber doch seinen Mageninhalt auf den Gehsteig ausschüttete. Wie, Jahre später, in Odessa eine Möwe mit seinem Tortenstück davonflog und ihm eine Enttäuschung beibrachte, die ihn sein Leben lang begleiten sollte. Lewadski hielt zwar seitdem Abstand zu den
Read More Am letzten Samstag hat Thomas Adcock ein paar Lebenslinien der politschen Geistesgeschichte Amerikas umrissen, heute startet, exklusiv bei CULTurMAG, seine wöchentliche Kolumne rund um den Wahlkampf in den USA . Diese Woche: “The New Sarah Palin” By Thomas Adcock. One of two men vying for the office of president of the United States has evidently decided that imbecility and deceit are effective strategies in his campaign to evict a black family from the White House. Perhaps the candidate is influenced by the wisdom—dubious versus merited—of two very different but quintessentially
Read More Posted On September 19, 2012By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Die Idiotie des Erfindergenies – Wolfram Schütte über Jean Echenoz‘ biografische Miniatur „Blitze“. Der französische Schriftsteller Jean Echenoz hat eine literarische Form entwickelt, die ganz & gar seine Eigenart & sein Eigentum ist. Der deutsche Leser hat sie in den vergangenen Jahren mit den Romanen „Ravel“ & „Laufen“ kennenlernen können. Nun folgt in dieser Serie „Blitze“. Deutete der erste Titel dieser immer schlanken Romane seinen erzählerischen Gegenstand & Romanhelden wortwörtlich an, so erhebt „Laufen“ die Tätigkeit, für die der tschechische Langstreckenläufer Emil Zatopek in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts
Read More Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er uns regelmäßig alles, was wir wissen müssen: über Zeit und Raum, Sterne und Planeten, enorme Entfernungen, riesige Größen – und all die anderen rätselhaften Dinge, die es bei der Beschäftigung mit dem Weltraum zu entdecken gibt. Heute: Vier Gleichungen Als Erstes sorgen wir dafür, dass der Stern nicht zusammenfällt. Ein Ding wie die Sonne steht mehrere Milliarden Jahre lang im Universum, ohne sich groß zu verändern. Um das zu erreichen, muss der Stern den immensen Druck von
Read More Posted On September 19, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag
Mit Mut und Witz vom Glück erzählt – Was tun, wenn man die Mülltonne öffnet – und einem aus derselben ein frisch geborenes Baby entgegengrinst? Steven Uhly, Münchener Schriftsteller mit deutsch-bengalisch-spanischen Wurzeln, hat in seinem neuen Roman „Glückskind“ aus einer möglichen Antwort eine fabelhafte Geschichte gezaubert. Von Ulrich Noller Nichts zu essen im Haus, Chaos in allen Zimmern, die Müllsäcke stapeln sich, die Klamotten ewig nicht mehr gewechselt und im Kopf eine unendliche Verlorenheit – Hans D. hat sich längst von seinem Leben verabschiedet, als er eines Tages wider Willen
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: WOLFRAM. (Alle Folgen hier). Zwölfte Ausfahrt Der Leuchter aus Bronze, im Halbdunkel einer Kirche. Ein alter Mann, der mit beiden Armen Kerzenschalen in die Höhe hält, dass es hell sei. Seine Gesichtszüge, die Kleidung gezeichnet von der Herbheit der Romanik.
Read More Posted On September 19, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Verpasste Chance – David Mitchell ist einer jener polyglotten britischen Autoren, dessen Schreiben die Welt umspannt und der mit sprühender Fantasie Zeiten, Räume und Kulturen verschränkt. Eine besondere Rolle spielen dabei immer wieder der Ferne Osten und Japan, wo er selbst für einige Zeit lebte. Und hier spielt auch der neue voluminöse Roman von David Mitchell – und zwar an der historisch bedeutsamen Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert. Von Karsten Herrmann Japan ist zu dieser Epoche des blühenden westlichen Kolonialismus hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen und einzig ein Handelsposten
Read More Zeit 1 bild / 100 worte Eins, zwei, eins, zwei, das ist die voranschreitende Zeit, die nicht rückwärts schreitet, was die Physik erleichtert. Den Beweis dafür liefern, nach einer Forschungszeit von zirka neun Jahren, einmal mehr die verrückten Quantenzwillinge, diesmal aus dem Stall der B-Mesonen, welche als subatomare Werwölfe unablässig den Zustand wechseln, aber nicht gleichzeitig. Subatomare Werwölfe sind die Nachfolger des klassischen Unterwasserromans, Nemo bereist nun Wellen 20’000 Einheiten unter dem Atomspiegel. Die Schlüsselszene ist Hollywood pur: Ein Ballsaal zeigt elegante Quantenzwillinge in einem Palais in Transylvanien. Dracula hat
Read More Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eine gespaltene Gesellschaft mit unterschiedlichsten Konfliktlinien und einem scharfen Arm/Reich-Antagonismus sowie einem trotzigen „dennoch“-Optimismus. Thomas Adcock beleuchtet ein paar Hintergründe, die helfen, den aktuellen Wahlkampf (den Adcock ab dem nächsten Montag wöchentlich aktuell und exklusiv für CULTurMAG kommentieren wird) zu verstehen. Rx heißt übrigens in diesem Zusammenhang prescription, also Arznei-Rezept … The American Spirit of Optimism: Rx for Lousy Times by Thomas Adcock American plutocrats have a natural alliance with corporations, bankers, and true believers in laissez-faire capitalism. To keep the riff-raff from
Read More Die Bibel ist so eine Art Kriminalroman. Klar. Und das Böse wird ausgerottet. Klar. In guten Krimis. Ah! Carlos ist da auf was gestoßen … Der Chrimi Gott hat uns Neugierde und Kreativität – oder, wenn wir selbst nicht so kreativ sind, zumindest Liebe zur Kreativität anderer – in die Wiege gelegt. Wir mögen Rätsel. Wir möchten wissen, ob das Wasser auf der Südhalbkugel wirklich andersherum in den Abfluss fließt, welche Ziffer den Code knackt, hinter welchem Stein der Schatz verborgen liegt und wie der Mörder aus dem geschlossenen Raum
Read More Dichtung und Wahrheit: Wie starb Osama bin Laden? Umstrittener Bestseller schon vor der Veröffentlichung: „No Easy Day“, der Bericht eines Navy Seal-Kämpfers über den Einsatz gegen Osama bin Laden in Pakistan, enthält etliche Ungereimtheiten und Widersprüche. Eine restlose Aufklärung der Vorgänge in Abbottabad würde aber Jahre dauern, meint der US-Geheimdienst-Experte Robert Baer. Von Peter Münder Schon vor seiner Veröffentlichung am 4. September befand sich der von Mark Owen (Pseudonym für Matt Bissonette) mit dem Ko-Autor Kevin Maurer verfasste Augenzeugenbericht „No Easy Day“ (Startauflage 400 000 Exemplare) auf der Amazon-Bestsellerliste und
Read More Die Debatte geht weiter – Print, Netz, Papier, Digital, Amateure, Profis, Pöbler und Demokratie … ganze Cluster von Aspekten. Zoë Beck differenziert wieder: Orientierungslos im Shitstorm Bettina Wulff – das ist die Ex-Bundespräsidentengattin, die von dem stressigen Amt ihres Mannes einst Hautirritationen bekam – geht in die Offensive, um sich gegen Internetgerüchte zu wehren. Mehrere Printmedien drucken Interviews mit ihr und nehmen sie auf die Titelseite. Wie praktisch, dass auch gerade ein gedrucktes Buch mit ihrer Autobiografie erschienen ist. Die Welt soll die Wahrheit über sie erfahren. Denn wahr ist
Read More Nicht unbedingt … Kriminalromane müssen schließlich irgendwo spielen. Berlin ist – zumindest dem Klischee nach – eine sexy Location. Also werden Berlin-Thriller feilgeboten. Die Berlinerin Nele Hoffmann hat sich so ein Teil angeschaut: Sie funktioniert immer wieder, die Regionalkrimi-Falle: ein Titel, der ein bekanntes Setting verspricht, hier „Tatort Berlin“, ein Autor, der ein Kind dieser Stadt ist. Schreibt der über mein Berlin? Was interessiert den am Südstern, wie beschreibt er den Hermannplatz? Schon hat man ein Buch bestellt und sich dazu verpflichtet, es auch zu rezensieren. Jonas Hartmann, Schauspieler und
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