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1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Mies van der Rohe: Der Pavillon von Barcelona. (Alle Folgen hier). Siebenunddreißigste Ausfahrt An den ersten Besuch im rekonstruierten Pavillon des Ludwig Mies van der Rohe, den er zur Weltausstellung des Jahres 1929 in Barcelona gebaut hat, kann ich mich gutRead More

Posted On April 24, 2013By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Gabriele Kögl: Auf Fett Sieben

Immer schön cremig bleiben – „Auf Fett Sieben“, der vierte Roman der österreichischen Schriftstellerin Gabriele Kögl, stellt die Verhältnisse provokant auf den Kopf: Eine hippe Elterngeneration gibt ihrem Nachwuchs den Rest und nicht andersherum – wie sonst oft. Von Senta Wagner Vornamen sind bekanntermaßen mehr als bloß Vornamen. Soziologen haben das längst durchschaut. Gebildete Schichten haben es zum Beispiel mit der griechischen Mythologie, und so hat es auch die adoleszente Icherzählerin des Romans schlimm erwischt: Sie heißt Iphigenie Elektra Persephone, für ihre Freunde kurz Phigie. Glücklicherweise ist allgemein ein TrendRead More
Citizen-Stranger in a Strange Land: On Being a Foreign Correspondent at Home  By Thomas Adcock NEW YORK, near America In days of yore, when people used stamps and stationery and fountain pens to communicate via public post, my dear friend Gisbert Haefs addressed letters to me in care of a place he christened “New York, near America.” He was confident that mail from Bonn would accordingly reach me, here in my ugly-beautiful city along the eastern coast of the United States. It always did. Thus did Herr Haefs, my comradeRead More

Posted On April 24, 2013By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Taiye Selasi: Diese Dinge geschehen nicht einfach so

Das verloren geglaubte Glück – Ein Stück Weltliteratur in des Wortes doppelter Bedeutung: Ulrich Noller ist begeistert von Taiye Selasis Debütroman. Kweku stirbt ohne Pantoffeln. Was erstaunlich ist, weil der Mittfünfziger eigentlich niemals ohne Pantoffeln durchs Haus läuft. Anders an diesem Morgen, der seinen Tod bringen soll. Kweku wacht früh auf, schleicht leise aus dem Wohnzimmer seines Hauses in Accra/Ghana, barfuß, hinaus zur Terrasse, in den Garten. Den stechenden Schmerz in seiner Brust registriert Kweku kaum, obwohl er es besser wissen müsste, denn er ist Arzt. Noch eine Stunde hätteRead More
Rädchen in der Syntax Matthias Göritz Spiegelschlaf Vorgestellt von Martin Piekar Spiegelschlaf Doch wovon sprechen wir? Ohne dass du es merkst bist du ins Gehäuse der Syntax getaucht, kleines Rädchen nur, eine Feder, zu winzig Für handelsübliche Schrauben – Fühlst du’s? In einem Moment verlierst du die Sicherheit, im nächsten die Wurt, und dann, ganz am Ende, steckst du fest, nackt, oder besser: entkleidet. In Haut findest du dich im Spiegel wieder, dem altertümlichen Buch, mit dem einst Hexenprozesse, Völkermorde ganze Historien begannen. Spuck’s aus. Deine Worte versinken, dein MundRead More

Posted On April 24, 2013By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag

Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden

Die langweilige Apokalypse – Science-Fiction dient häufig zum Ausmalen von Utopien, positiven wie negativen. Wenn einer der geachtetsten deutschsprachigen Autoren sich das 25. Jahrhundert zum Thema nimmt, um daran die gesamte Menschheitsgeschichte anthropologisch abzuhandeln und menschliche Eigenschaften auf ewig festzuklopfen, sind die Erwartungen hoch. Leider erfüllt Jirgl diese nicht, findet Elfriede Müller. Reinhard Jirgl, der für seine Sprache berühmt wurde, verfremdet diese in seinem letzten Roman bis zur Unkenntlichkeit, um die Distanz zur Gegenwart zu verdeutlichen. Das Werk besteht aus einem Prolog, zwei Büchern der Kommentare und zwei Bänden: „DieRead More
Verschiebungen im Wertesystem – Ein Ausspruch der Kanzlerin war es, der Ingo Schulze stutzig machte, der Begriff „Marktkonforme Demokratie“. Müssten es nicht „Demokratiekonforme Märkte“ sein? Steht der Markt wirklich über der Demokratie oder war der Kanzlerin da nur ein Versprecher entfleucht? Diese Verschiebungen im politischen Wertesystem, die sich mit der Finanzkrise vermehrt in unser Denken eingeschlichen haben, interessieren Schulze. In der zu einem Essay ausgearbeiteten Rede „Unsere schönen neuen Kleider“ legt Schulze mehr von diesen, die Wirklichkeit verdrehenden Begriffsfunden vor. Ein Appell wie von dem Kind im Märchen „Des KaisersRead More

Posted On April 24, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Goldlöckchen 1 bild / 100 worte „Sehr aufregende Welten“ nennt die Harvard University die beiden Planeten Kepler 62e und Kepler 62f. Sie kreisen um einen Old-Lady-Stern, der ein etwas anderes, rötlich schimmerndes Licht auf ihr Zwillingsdasein im Orbit wirft. Was wir von e und f wissen? Nur soviel: Sie sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Goldlöckchen-Zone! Aber auch Kepler 69c hängt in seinem Sonnensystem im habitablen Äther ab, eventuell bereits ausgestattet mit Meeren und Kontinenten, Aschenbechern, Bahnübergängen und Liebeshotels! Die Bewohner, nennen wir sie Kepler 69c-linge, haben sichRead More

Posted On April 24, 2013By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Judith Herzberg

Spätes Paar I. Will there be a fast weißgestrichen Tor between their two such different wilderness? Ein Tor, das quietschend aufgehn kann? Können ihre Lippen den Abstand mildern, Lippen aus so anderer Nahrung gewachsen, um solche andere Wörter geformt? Mund zu Mund, jeder seine Geschichte, mit Müh und Not Sprache. Fließt es zusammen, uneins, wie? Während aus so verschiedenem Gewittern Wasser niederschlägt? Sind sie nicht rührend, erkennbar, des andern verbeulte Reste? Und der Schwelbrand hier und da, der, ausgetreten, doch wieder entflammt, flüchtend, unlöschbar, weiterfressend? Abgefunden, jeder mit sich, aberRead More
Wider die Jazzpolizei – Wie man die Mutter aller Musik am Leben hält. Christiane Nitsche hat sich mit den Organisatoren des Gronauer Jazzfestivals unterhalten. Das Wort fällt mehrmals: „Jazzpolizei“. Otto Lohle, der letzte der vier Gründungsväter des Gronauer Jazzfestes, der heute noch als Macher dabei ist, fühlt sich mitunter in die Defensive gedrängt von Puristen, für die der Jazz etwas ist, das es zu verteidigen gelte gegen populäre Aufweichungen. Doch Lohle hält es mit Klaus Doldinger, den er schon zweimal in Gronau begrüßen konnte: „Es kommt alles aus’m Jazz.“ UndRead More
Er könnte schon noch besser sein – Ein paar persönliche Anmerkungen zum Symposium „Krimis machen 1“. Von Ulrich Noller Autoren, Kritiker, Buchhändler, Literaturwissenschaftler, Lektoren, Verleger – gut hundert Krimimacher trafen sich am 12. und 13. April im Literaturforum des Berliner Brecht-Hauses zum Symposium „Krimis machen 1“, um über Gegenwart und Zukunft der Kriminalliteratur zu diskutieren. Ulrich Noller war dabei. Ein persönlicher Bericht. Alles gut, beim Krimi made in Germany. Das war so das Grundgefühl, mit dem man als Teilnehmer des Symposiums „Krimis machen 1“ am vergangenen Sonntag zurück nach Hause fuhr.Read More
Chee­rio! Darauf lohnt es sich anzustoßen. Mit „Dämmerung in Mac’s Place“ liegen nun alle vier McCorkle- und Padillo-Romane von Ross Thomas auf Deutsch vor, sorgfältig übersetzt und vor allem vollständig, bei der Editionsvergangenheit der früheren Ausgaben bei Ullstein ein leider notwendiger Hinweis. Der inzwischen zwölfte Band der Maßstäbe setzenden Ross-Thomas-Edition im Alexander Verlag Berlin ist einmal mehr ein Grund, sich vor Verleger und Herausgeber Alexander Wewerka zu verneigen. Nach dem Trio der Artie-Wu-und-Quincy-Durant-Fälle nun also ein vollendetes Quartett – wenn das kein Anlass für eine Lokalrunde ist. Am Tresen u.Read More
Einer der Presseleute bei Blanvalet/Limes/Penhaligon/Social Media etc. ist beim CULTurMAG, wenn überhaupt, eher durch nicht weiter bemerkenswert schlechtes Benehmen aufgefallen. Jetzt hat Sebastian Rothfuss allerdings unter Bloggern eine Debatte losgetreten. Zoë Beck hat sich seinen Leitfaden für Blogger genauer angeschaut und findet: Sollte man drüber reden … „Schicken Sie mir ein Buch, ich bin Blogger.“ Letztens gab es ein wenig Ratlosigkeit, weil Sebastian Rothfuss, der bei Random House u. a. für Blanvalet die Pressevertreter betreut und sich um den Bereich Social Media kümmert, einen Leitfaden für Blogger herausgegeben hat. „Einschüchternd“,Read More
Lesen Sie heute den zweiten Teil (zu Teil 1) von Thomas Adcocks Reflexionen über die Hinrichtungspraxis in den USA – und dazu ein kleines, korrektes Narrativ: Der Fall von Joseph Amrine! Execution, American-Style ‘Tectonic Shift’ in Execution Policy By Thomas Adcock By October 2009, the frequency of death sentences began a clear plunging trend, even in the execution-friendly South. That month as well, the American Law Institute disavowed its fifty-year-old policy framework addressing executions—the Model Penal Code of 1962. The policy was deemed a failure “in light of the currentRead More

Posted On April 20, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Crimemag

Juli Zeh: Nullzeit

Am Ende steht das Ende – Diplomschriftstellerin. Das ist sie, die gebürtige Bonnerin Juli Zeh. Absolventin des renommierten Deutschen Literaturinstituts in Leipzig und Bestsellerautorin. Schon für ihr Debüt „Adler und Engel“ bekam sie den Deutschen Bücherpreis, nun erschien ihr Psychothriller „Nullzeit“. Sophie Sumburane hat ihn gelesen. Der Roman ist eher ein Kammerspiel. Wenige Figuren tragen am eigenen Leib politische und juristische Konflikte aus, thematisieren so problematisierend aktuelle Diskurse. Dazu kommt die Konstanz des Handlungsorts und die kurze erzählte Zeit von 14 Tagen. Mit klarer, nüchterner Sprache erzählt, entspinnt sich vorRead More

Posted On April 18, 2013By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Random TV III 1 bild / 100 worte She makes me go – ahm. People on the ground for five minutes after – ahm. Katzenkerzen! Also, nix wie los ins Theater. Bayern gegen Wolfsburg. Nau! Nau! Bugera! Bugera! Bugera! Unglaublich, was der Körper da auch machen muss. Unser Angebot des Tages – doch das kleine Mädchen von Einst ist immer noch auf der Reise. Echtes Zubehör und volle Beschleunigung: Nullhundertachtzig, zwei, zwei, schnell nach draußen! Dann geht’s rund, slash, push. – Das ist ja nichts Schlechtes. Man spricht ja auchRead More
Unterhaltsam und witzig – Alles begann mit den Worten, geäußert bei der Siegerehrung im Eurovision Song Contest 2011: „Baku – da müsste man mal mit dem Auto hinfahren!“ Das Ergebnis sind eine Reise nach Aserbaidschan sowie ein Buch darüber. Jetzt stellt Christiane Rösinger das Werk in einer musikalischen Revue live vor. Von Tina Manske Was bei Veranstaltungen von und mit Christiane Rösinger, der besten lebenden Songschreiberin Deutschlands (Courtesy of Deutsches Feuilleton) immer sofort auffällt: diese fabelhafte Gemischtheit des Publikums. Da sind, wie fast überall im kulturellen Berlin, die blutjungen Hipster,Read More
„Irgendwann kommen die Dinge von allein zu mir“ Sophie Sumburane hat der Roman „Zerbrochenes Glas“ von Alain Mabanckou gut gefallen. Auf der Leipziger Buchmesse hat sie den Autor getroffen. S: Was inspiriert Sie beim Schreiben? A: Ich glaube, ich schaue öfter zurück in meine Kindheit, ich war das einzige Kind meiner Eltern. Das hat mich dazu angeregt, viel nachzudenken. Ich hatte niemanden zum Spielen, also war ich in meiner Gedankenwelt zu Hause. Um der Einsamkeit zu entkommen, habe ich außerdem sehr viel gelesen. Und ich glaube, wenn man sehr vielRead More

Posted On April 10, 2013By Carlo SchaeferIn Bücher, Litmag

Christa Wolf: Ein Tag im Jahr im neuen Jahrhundert

An jedem 27. September – Christa Wolf hat seit 1960 an jedem 27. September ihren Tag protokolliert und natürlich auch darüber hinaus das Jahr, das vergangene und das kommende, reflektiert. Jetzt ist bei Suhrkamp ein zweiter Band mit diesen Texten veröffentlicht worden: Die Jahre 2001, kurz nach 9/11 bis 2011 kurz vor Wolfs Tod. Carlo Schäfer hat das Buch gelesen. „Unser Lautester“ (so Henscheid), Marcel Reich-Ranicki, hat Christa Wolf, als die Gelegenheit günstig war, jede literarische Qualität abgesprochen, andere sind ihm willig gefolgt. Nun sind die Rezensionen wieder enthusiastisch. DemRead More
Faszination des Schreckens – Der „Dark Tourism“ wird immer populärer – aber auch schriller. Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Reportagen wurden dazu veröffentlicht. Zeit für eine Bestandsaufnahme, findet Peter Münder. Mit den üblichen von Millionen Touristen besuchten Reisezielen wie Venedig, Paris, Neuschwanstein oder Disneyland hat der britische TV-Komiker Dom Joly, der seine Kindheit im zerbombten Libanon verbracht hat, nichts am Hut. Er reise lieber abseits ausgetretener Pfade dorthin, wo es weder Starbucks-Filialen noch MacDonalds gebe, erklärt er im Nachwort zu seinem 2010 erschienenen scharfsinnig-satirischen Reportageband „The Dark Tourist“. Also besichtigte erRead More

Posted On April 10, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Michael Köhlmeier: Die Abenteuer des Joel Spazierer

Ein schelmisches Meisterwerk – Michael Köhlmeiers Schelmenroman umspannt ein halbes Jahrhundert und verknüpft weltgeschichtliche Ereignisse mit dem ebenso außergewöhnlichen wie außermoralischen Leben des Ich-Erzählers – ein grandioses Meisterwerk, das seinesgleichen in der deutschen und internationalen Gegenwartsliteratur sucht. Von Karsten Herrmann Köhlmeiers Ich-Erzähler ist ein alter Freund des bereits aus seinen vorherigen Romanen bekannten Schriftstellers Sebastian Lukasser. Dass dieser, wie es auf der Hand liegen würde, nicht auch dieses Mal den Job des Erzählens übernommen hat, führt der titelgebende Ich-Erzähler selbst aus: „Ich habe ihm die Erlaubnis entzogen, mich erzählend zu retten.Read More
Wie die repressive Toleranz das Kabarett lächerlich macht – Seit geraumer Zeit bemerke ich bei mir einen wachsenden Widerwillen gegen das kabarettistisch-satirische Gewese im deutschen Fernsehen. Immer öfter bleibt ein fader Nachgeschmack zurück, nachdem man sich von „Neues aus der Anstalt“, „Mitternachtsspitzen“ & den zahllosen anderen kabarettistischen Veranstaltungen gleichen oder ähnlichen Typs zum (Ver)Lachen der laufenden politischen Ereignisse & ihrer Protagonisten hat animieren & traktieren lassen. (Manchmal hat es den Anschein, als bestehe das TV-Programm der Öffentlich-Rechtlichen nur noch aus Krimi-Tatorten & Kabarettsendungen). Von Wolfram Schütte Besonders das Bayerische FernsehenRead More
Sterben und leben lassen – Baron Samedi heißt einer der wichtigsten „Loas“ der Haitianischen Voodoo-Religion, der Herrscher über das Totenreich. Hans Christoph Buch gilt als Kenner des immer wieder von Unglücken heimgesuchten karibischen Landes. Sein neuer Roman, „Baron Samstag oder das Leben nach dem Tod“ ist zwar kein Haiti-Roman, oder besser: kein Roman, der sich mit Haiti als Schauplatz begnügte. Trotzdem ist der Titel alles andere als irreführend. Baron Samedi untersteht der Grenzbereich zwischen Leben und Tod, er besiegelt die endgültige Aufnahme ins Totenreich und kann für Auferstehungen sorgen. JoeRead More

Posted On April 10, 2013By Simone KornappelIn Litmag, Neuer Wort Schatz III

Neuer Wort Schatz 3: Norbert Lange

twist and shout Norbert Lange DIE STARE HJERTØYAS  (w) Vorgestellt von Simone Kornappel DIE STARE HJERTØYAS  (w) Haben wir im Stich gelassen, die Stare Hjertøyas; die noch singen …, der Insel ihr Lied noch kratzen …, zitieren der Luft ihr Alphabet nach Schnabel gemalen und setzen Wolkenfragmente von Wolken in Wolkenrahmen. Aus diesem Leim zusammen fügen sie die Welt; an ihren Notenfüßen im Obertonbereich an Bäume gehängt, zerschneiden Luft bestreuen den Kammerboden; in Klammer gesetzt ans Fenster, bedecken mit Zeichen das Haus. So singen sie, vermischt zu Nokiaklingeln, die LauteRead More

Posted On April 10, 2013By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (36): Rochusfigur

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Eine Rochusfigur. (Alle Folgen hier). Sechsunddreißigste Ausfahrt Rochus – mein Rochus. Wie viele Abbildungen habe ich gesammelt von dem Pestheiligen, zu allen Epochen, aus den meisten europäischen Ländern. Einige illustrieren die Schrift, die ich 1989 herausgebracht habe: „ROCHUS. Die PestRead More

Posted On April 10, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Einhorn 1 bild / 100 worte Dobi (27), wenn es anstrengend wird, galoppiert auf einem Einhorn durch die Grubengänge, in denen Fiorucci (28) und Phelps (30) Fallen aufgestellt haben. Ihr Ziel: Schwarze Materie einfangen, Zusammenhalt des Universums erkunden, QED und all das mal eben en passant in einem Stollen, in dem einst Gold geborgen wurde. Take that, Opera! Das Einhorn stellt der amerikanische Staat, der die Förderung nicht mehr zahlen kann. Andere sind, Gott sei’s gepriesen, eingesprungen. All dies berichten wir so, wie wir es im Heiligen Land gesehen haben,Read More