Rubriken Category

Posted On November 2, 2013By Thomas PoettgenIn Bücher, Crimemag

Jochen Rausch: Krieg

Vom Hindukusch in die österreichischen Alpen – Es war vorauszusehen, dass der Krieg der Bundeswehr in Afghanistan als Hintergrund oder als Thema auch in deutsche Kriminalliteratur eingehen würde. Jochen Rauschs Roman „Krieg“ ist so ein Fall. Thomas Pöttgen hat ihn gelesen. In Afghanistan, wo eine Koalition der Willigen Krieg führte, wollte Deutschland gern mit einem humanitären Einsatz am Wiederaufbau mithelfen, ohne so richtig am Krieg beteiligt zu sein. Diese paradoxe Idee hat sich als unhaltbar herausgestellt. Die Bundeswehr kam zunächst unzulänglich gerüstet für Kampfeinsätze und unzulänglich gewappnet für die SchreckenRead More

Posted On November 2, 2013By Elfriede MuellerIn Bücher, Crimemag

Christine Lehmann: Die Affen von Cannstatt

Gegen Affen wird nicht ermittelt Nach elf Hardboiled-Romanen mit Lisa Nerz, der queeren Journalistin und Heldin, einem Gegenmodell zu den Frauenfiguren aus der Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts wie z. B. Madame Bovary, stellt Christine Lehmann in „Die Affen von Cannstatt“ eine auf den ersten Blick viel konventionellere Hauptfigur in den Mittelpunkt, die eine Bildungsreise in die Untersuchungshaft unternimmt und am Ende doch auf die Hilfe von Lisa Nerz angewiesen ist. Elfriede Müller mag den Roman. „Die Affen von Cannstatt“ ist ein beklemmendes Eintauchen in den deutschen Gefängnisalltag inRead More

Posted On November 2, 2013By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Klassiker-Check: Charlotte MacLeod

Der Charme des Schrulligen ‒ Klassiker-Check ‒ Lektüre für Ferienhäuser unter besonderer Berücksichtigung von Charlotte MacLeod. Es checkt Joachim Feldmann. Eine Woche Ostsee, dabei eine ganze Jutetasche voller Bücher, schließlich will man nicht den ganzen Tag am Strand auf und ab gehen. Und da es sich beinah ausnahmslos um just erschienene Kriminalromane handelt, lässt sich vielleicht auch gleich ein wenig Arbeit miterledigen. Doch schon bald bleibt nicht viel vom guten Vorsatz. Zu ansteckend ist die Melancholie des neuen „Süden“-Romans von Friedrich Ani, zu nordisch ein Mord-Mysterium aus dem fernen IslandRead More
Unser Mitarbeiter Wolfram Schütte hat am vergangenen Wochenende den diesjährigen Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhalten. Der Preis wurde ihm im Vorfeld der Büchnerpreis-Vergabe (an Sibylle Lewitscharoff) im Darmstädter Staatstheater übergeben. Wir dokumentieren im Folgenden die Laudatio von Thomas Assheuer (“Die Zeit”) sowie die in Darmstadt gehaltene Dankrede Wolfram Schüttes . Wofür steht WoS? Eine Laudatio auf Wolfram Schütte von Thomas Assheuer Wer das Glück hatte, lieber Herr Schütte, in Ihr in­tellektuelles Magnetfeld zu ge­raten, der lernte von Ihnen sehr bald und sehr ent­schieden dies: das Priva­teRead More
Das schöne Geschäft der Filmkritik: eine Erinnerung Wolfram Schüttes Dankrede anlässlich der Verleihung des Johann-Heinrich-Merck-Preis 2013. Die Laudatio von Thomas Assheuer finden Sie hier. Meine Damen & Herren, lieber Thomas Assheuer. Sehr geehrte Akademie & Jury. Sie haben in Ihrer Begründung auch auf meine Arbeit als Filmkritiker angespielt. Deshalb will ich jetzt ein wenig über Filmkritik sprechen. Sie ist unter den öffentlich ausgeübten Kunstkritiken die jüngste. Sie war es jedenfalls, als ich vom Leser auch zum Schreiber wurde. Aber als wir – ein Kreis von Frankfurter Studenten – in denRead More

Posted On Oktober 30, 2013By Frank GoehreIn Bücher, Litmag

Carl Weissner: Eine andere Liga

Radikalität und Revolte – Er ist durch die Kellerlokale und Clubs der Lower Eastside gezogen, vom Bebop-Synkopen getrieben. Er war auf einem Trip von Frisco nach L.A., und unten am Strand „hausten die Typen von Canned Heat“ – On the road again. Er hat auf Platz und auch auf Sieg gesetzt und nie alles verloren. Nicht seinen klaren Blick auf die Dinge, wie sie sind. Nicht seine Haltung, erst zu (er-)leben und dann zu schreiben. Von Frank Göhre Carl Weissner ist mit 27 Jahren auf der M.S. Bremen rüber inRead More

Posted On Oktober 30, 2013By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Jochen Schmidt/Line Hoven: Schmythologie

Leukotrychie wg. Oligochäten oder: Klugscheißen zweiten Grades – Jochen Schmidt stärkt nicht nur regelmäßig die Nationalmannschaft der Autoren, er stemmt auch staunenswerte Projekte. Jeden Tag zwanzig Seiten Proust lesen und hinterher wird ein hoch gepriesenes Buch daraus. Oder den Duden durchforsten und zu jedem Buchstaben einen Kurztext erfinden („Dudenbrooks“). Oder einfach mal Griechisch lernen, Altgriechisch natürlich. Das Graecum zu machen war „eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens“, so Schmidt. Kein Wunder also, dass wieder eine Serie daraus wurde und jetzt ein Buch. „Schmythologie“ heißt es, „Wer kein Griechisch kann, kannRead More

Posted On Oktober 30, 2013By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag

Karl Löwith: Der japanische Geist

Weltoffenheit als Schicksal – Der Philosoph Karl Löwith schreibt über Japan. Von Joe Paul Kroll. „Ein paar Jahre im Fernen Osten sind für ein kritisches, das heißt differenziertes Verständnis unserer selbst fast unerlässlich.“ – Karl Löwith Es zeugt vom stoischen Temperament des deutsch-jüdischen Philosophen Karl Löwith (1897-1973), dass er noch in einem Exil, das ihn von einem Bundesgenossen des Deutschen Reiches zum anderen führte, ein Gutes zu sehen vermochte: „Die Emigration führte mich durch eine Reihe glücklicher Zufälle, die man gern Schicksal nennt, über Rom nach einer japanischen Universität,“ schriebRead More

Posted On Oktober 30, 2013By Hanspeter LudwigIn Allgemein, Comic, Litmag

Vives/Ruppert und Mulot: Die große Odaliske

Arthaus vs. Genre, wer gewinnt? Was haben Olivier Assayas’ Film »Irma Veb« und der Comic »Die große Odaliske « von Vives/Ruppert & Mulot gemein? Auf den ersten Blick nicht allzu viel, aber in dem großartigen Film von 1996 über das Filmemachen, Genrefilme und Film-Buffs konnte man zum ersten Mal eine der grundsätzlichen Diskussionen des französischen Films der 90er Jahre greifen, die schon seit Jahren am Schwelen war und im Grunde bis heute anhält: der erbittert geführte Diskurs Arthaus Film vs. Genre. Von Hanspeter Ludwig Im Film sah das dann soRead More

Posted On Oktober 30, 2013By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Litmag

Hans Zengeler: Das letzte Geheimnis

Familie als gefährlicher Ort – Mit „Das letzte Geheimnis“ hat Hans Zengeler nun seine Bloch-Trilogie (Teil 1: „Gestorben wird später“, Teil 2: „Die größte Liebe aller Zeiten“ zur CM-Rezension)  beendet. Von Anne Kuhlmeyer. In Rhythmus und Ton so bitterkomisch wie die Vorgänger nur in der Farbe einige Nuancen dunkler beginnt der Roman mit einer Katastrophe für Josef Bloch. Der hat grundsätzlich Erfahrung mit Katastrophen und mit seiner Nichtehefrau Ira eine Partnerin an der Seite, die ihm hindurch hilft. Josefs neuerliche Katastrophe heißt Anna. Normalerweise handelt es sich bei Josefs KatastrophenRead More

Posted On Oktober 30, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Da standen wir am Ereignishorizont 1 bild / 100 worteDa standen wir am Ereignishorizont und fragten uns, werden wir nun ganz verbronnt? Verzweifeln müssen wir wohl nicht, solang’ es Uniformen gibt, TATÜ-TATA DIE FEUERWEHR, die Feuerwehr ist da (woher kam sie? Das wusste keiner). Vor uns flackert’ die Feuerwand, die dem Photonenflirt entsprang, der Anblick war gar fürchterlich, doch eh die Wang’ sich kreidig blich (vor Schreck), TATÜ-TATA DIE FEUERWEHR, war die Feuerwehr schon da. Es könnt uns kaum egaler sein, ob wir verbrutzeln oder im schwarzen Loch von derRead More

Posted On Oktober 26, 2013By Zoe BeckIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Zoë Becks Schreibtipps

„Was soll ich denn mal schreiben?“ Als ich noch in Sachen Fernsehfilm unterwegs war, kam es mir so vor, als bestünde die Welt ausschließlich aus noch unentdeckten Drehbuchautoren. Selbst der unauffällige Geschäftsreisende im Flieger zwischen München und Hamburg zog ein Manuskript aus der Aktentasche, kaum dass er heraushatte, was ich beruflich so mache. Die Zahl der unverlangt eingesandten Drehbücher rechtfertigte eine Horde an PraktikantInnen, die schon mal vorsortierten, und natürlich war unsere Abteilung höchst unbeliebt bei der Poststelle im Haus. Seit ich Bücher schreibe, werde ich das Gefühl nicht los,Read More

Posted On Oktober 26, 2013By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Sensationell – Carlos reicht Hera Lind kollegial die Hand: Schlimm! Textgöttin Hera Lind hat den FAZ-Fragebogen ausgefüllt! Aber die FAZ veröffentlicht den ja gar nicht mehr! Weinend bat mich die verehrte Kollegin um Hilfe – aber gerne: Was ist für Sie das größte Unglück? H.L.: Dass meinen besten Kindern der Welt ein Superunglück passiert, so wie in Japan Hiroshima/Atom! Wo möchten Sie leben? H.L.:In Bayern oder Tirol, Hauptsache Österreich, wo mein Superseppi herkommt. Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück? H.L.: Mit dem Sepp in der Badewanne suppeln, beimRead More
Höllentrip in die Wildnis – Über Benjamin Percys „Wölfe der Nacht“ und das Genre des „country noir“. „Sei kein Weichei“, sagt der Vater (im Original „Don’t be a pantywaist“). Es war vor dreißig Jahren, doch bis zum heutigen erinnert Justin sich sehr deutlich an das Blut eines angeschossenen Bären. Es war der perfekte Rotton. Bis zum heutigen Tag will Justin einen Oldtimer – vielleicht einen Mustang oder Aston Martin wie James Bond ihn fuhr – in genau dieser Farbe. Sein Vater zwang ihn damals, das Tier zu töten. Justin kannRead More

Posted On Oktober 26, 2013By Anna Veronica WutschelIn Bücher, Crimemag

Derek Nikitas: Brüche

Elegant in den Abgrund ‒ Beinahe durchgerutscht wäre uns in CrimeMag Derek Nikitas feiner Roman „Brüche“, der schon vor beinah einem Jahr erschienen ist. Aber lassen wir uns von Aktualität tyrannisieren? Anna Veronica Wutschel über ein elegantes Buch … Begeisterung ist ein famoser Motor, ein Knall im Hirn, der ‒ so will es die Hirnforschung herausgefunden haben ‒ Impulse durch den gesamten Körper jagt und ihn zu Höchstleistungen treibt. Gut zu wissen, da sollte man sich eventuell viel öfter für etwas begeistern lassen ‒ von einem guten Buch zum Beispiel,Read More

Posted On Oktober 26, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Crimemag

Jô Soares: Sherlock Holmes in Rio

Hommage vom Zuckerhut ‒ Im Zuge der Buchmesse ist mit Jô Soares’s „Sherlock Holmes in Rio“ ein moderner Klassiker der brasilianischen Kriminalliteratur wieder aufgetaucht, der als Kontrapunkt zur sozialkritischen „narrativa brutalista“ stehen sollte. Sophie Sumburane hat ihn sich auf seine Haltbarkeit hin angeschaut … Rio de Janeiro Ende des 19. Jahrhunderts. Brasiliens Belle Époque, französische Adaptionen im letzten lateinamerikanischen Kaiserreich, bis hin zur fehlenden Kanalisation und dem dazugehörigen Gestank. Des Kaisers Geliebte lässt sich ihr Geschenk, eine wertvolle Stradivari, stehlen, die „Schwanengesang“ existiert offiziell gar nicht, bietet also aus zweierleiRead More

Posted On Oktober 26, 2013By Christopher G. MooreIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Christopher G. Moore heute über Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die, wie es so schön heißt, in die Jahre kommen … The Graying of Word Weavers One of the questions commonly asked of a novelist is: Who is the audience for your novel? The realistic answer is: I don’t know but I guess I’ll find out. But you’ll rarely see that answer. Every novelist believes there is a huge audience on the horizon and with some hand waiving they will notice the object called a book and wish to own, read, andRead More
Fucking great – Warum treibt man sich eigentlich auf der Frankfurter Buchmesse rum, diesem gigantischen Kegelausflug der Branche? Um Leute zu treffen, natürlich, alles andere ist, genauer betrachtet, Fidelwipp. Alf Mayer zum Beispiel hat Jim Nisbet getroffen … Buchmesse, Halle 4.1, Stand F 67, nettes Gespräch mit Marilena Savino vom Alexander Verlag, der Stand ist mir jedes Jahr eine Freude wegen der stetig wachsenden Ross-Thomas-Neuausgabe. Hier übrigens, sagt Frau Savino irgendwann, das ist Jim Nisbet. Die rechte Boxring-Ecke des Standes gehört Frank Nowatzkis Pulp Master Verlag, und da sitzt ein grauhaarigRead More
Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Seit Januar 2013 befindet er sich auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Heute: Kommunikation mit Außerirdischen. Die Quallen-Sinfonie “Der Stern Errai ist 45 Lichtjahre von uns entfernt. Das heißt, wollten wir ihn anfunken, dann wäre das Signal erst in 45 Jahren dort. Genau das macht der Fernsehsender Arte aber heute ganz tapfer und sendet das erste Fernsehprogramm für den Stern Errai schon mal los.” – So moderiert AnneRead More

Posted On Oktober 23, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Dan Kieran: Slow Travel. Die Kunst des Reisens

Die beiden Hirnhälften – Dan Kierans Philosophie des “SlowTravel“! Von Wolfram Schütte. Eine hymnische Rezension in der SZ hat mich auf Dan Kierans “Slow Travel” neugierig gemacht. “Das schönste Reisebuch des Jahres” war da annonciert worden & wirbt nun bereits auf dem Schutzumschlag für einen aber leider nicht immer gut von Yamin von Rauch ins Deutsche übertragenen siebenteiligen Essay des 1975 geborenen Reiseschriftstellers, der für britische Tages- & Wochenzeitungen arbeitet. Der deutsche Titel soll bewusst Assoziationen zu “Slow Food” herstellen, zu jener in Italien ins Leben gerufenen gastronomischen Bewegung fürRead More

Posted On Oktober 23, 2013By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag

David Rees: Die Kunst, einen Bleistift zu spitzen

2B or not 2B? – Wessentwegen beneiden wir die USA eigentlich noch? Virilitätsstrotzende Sportwagen vom Schlage des alten Ford Mustang sind Geländewagen gewichen, die selbst mit Panzerung (oder gerade deshalb) verdruckst aussehen. Barack Obama – enttäuschend, als ob uns das etwas anginge. Tolle Fernsehserien, wirft der sich avanciert wähnende Mensch beiderseits der 30 in den Ring. Ja, schön, aber das sind einsame Gipfel im Flachland. Von Joe Paul Kroll Doch nirgends liest man ein Wort über die vorbildliche amerikanische Bleistiftkultur! Selbst Tony Soprano war mir nie sympathischer als in einerRead More

Posted On Oktober 23, 2013By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Postkartenkalender: Fliegende Wörter 2014. Gedichte

Fliegen und Bleiben – Auf den Tischen der Buchhandlungen ist schon im Sommer Neujahr, bei den Kalendern. Es geht weiter!, heißt das, oder, mit den Worten von Sabine Lange: „Die Garantie fürs nächste Jahr / hab ich nun in der Hand“. Nicht nur das eigene Ich sollte man mit dieser in den „Fliegenden Wörtern“ zu findenden Versicherung aufmuntern, sondern gleich einen kleinen Vorrat mitnehmen für jene, die auf der weihnachtliche Geschenkliste versehentlich vergessen wurden, für die Geburtstagskinder in Herbst und Winter und natürlich für alle, die sich als klug genugRead More

Posted On Oktober 23, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag

Else Buschheuer: Zungenküsse mit Hyänen

Wir sind die Guten! Die Guten sind auch nicht besser. Ein turbulenter neuer Roman von Else Buschheuer. Sophie Sumburane hat sich amüsiert. In Dingenskirchen zu unserer Zeit, sitzt der Vorzeigechauvinist Wolfgang Müller in seinem Rollstuhl, feiert Orgien und beschäftigt das Personal seiner „gelben Villa“. Zur gleichen Zeit zieht die 33-jährige männliche Jungfrau Michael Rothe mit einer Tupperdose Bohneneintopf und 1000 von Mutti geklauten Euros in blinden Aktionismus in die große Stadt, Rizz. Irgendeine Metropole, weit weg von seiner verstaubten Heimatstadt Grimmelshausen. Michael träumt von der glitzernden Karriere eines erfolgreichen Journalisten,Read More

Posted On Oktober 23, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Simplex Algorithmus 1 bild / 100 worte Mit Bedauern und ohne Koketterie gesagt: Wir verstehen es nicht ganz. Aber das Ding scheint wichtig zu sein. Und was lesen wir nun im Fachblatt? Das Simplex-Verfahren zerfleddert an den Rändern, immer wieder stößt es an seine Grenzen, mit Ergebnissen, die gerne auch mal pathologisch sind. Au weia. Wo käme bei einem algorithmischen Versagen denn unser Essen her, wer regelte den Warenverkehr, sorgte für die Pünktlichkeit der Eisenbahn? Ha ha. Die Bahn ist schon jetzt seltenst pünktlich. „DIE BAHN!“ Seufz. Da sitzen wirRead More

Posted On Oktober 19, 2013By Thomas WoertcheIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Laudatio auf Patrícia Melo

Patrícia Melo hat auf der Buchmesse den „LiBeraturpreis“ für ihren Roman „Leichendieb“ (Rezension bei CrimeMag) erhalten. Die Laudatio­, die sich nicht nur mit diesem Roman, sondern mit dem Gesamtwerk von Patrícia Melo beschäftigt, hielt in Frankfurt Thomas Wörtche: Liebe Patricia, eigentlich ist es ja ein kleiner Skandal, dass erst Dein sechstes Buch auf dem deutschen Markt den Anlass für die Laudatio bietet, die eigentlich für jedes andere auch fällig gewesen wäre. Denn dieser neueste Roman, „Leichendieb“, führt ein Projekt in acht Teilen weiter (zwei Teile, die Romane „Mundo Perdido“ undRead More

Posted On Oktober 19, 2013By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Sensationell – Carlos jetzt auch im Kurzkrimigeschäft! Früher gab es in vielen Zeitschriften den eine Seite langen „Kurzkrimi“. Früher war alles besser. Aber ich gebe nicht auf. Kurzkrimi: Der Beutelwolf Jimmy Cardoso wachte schweißgebadet auf. Er schaute auf seinen Wecker: fünf Uhr. Heute war der Tag. Er stand auf, lud seinen Revolver, schob ihn in sein Schulterholster, legte das Schulterholster an und ging duschen, währenddessen machte er sich einen Kaffee. Jimmy Cardoso lebte seit seiner Geburt in Australien, in diesem kleinen Nest in der Wüste: New Heilbronn. Sein Vater DinosauroRead More