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The Racketeer & the Christian Taliban By Thomas Adcock Copyright © 2013 – Thomas Adcock   NEW YORK, near America In two hundred-plus years of national history, we Americans have not witnessed anything quite like the conjoining of two iniquitous forces now shadowing the United States. Their names are Ted Cruz, a freshman U.S. senator from the state of Texas whose father is a failed entrepreneur turned multi-millionaire religious grifter, and what should be properly called the American Christian Taliban. As the world saw during the past few weeks ofRead More
Outlaws, Grenzgänger, Heimatlose ‒ Kleiner Ritt durch das Werk von James Carlos Blake (Teil 2 der Besprechung von „Das Böse im Blut“). Einen Poeten der Verdammten, der wie ein Engel schreibe, nannte ihn Donald Newlove einmal. James Carlos Blake, Jahrgang 1947, ist einer der wichtigsten zeitgenössischen US-amerikanischen Autoren, wie kaum ein anderer dem Wurzelwerk dieser auf Blut und Gewalt gebauten Nation zugewandt. „We may be through with the past, but the past ain’t trough with aus“, lautet eines der Mottos in seinem „Country of the Bad Wolfes“. Wer sich fürRead More

Posted On Oktober 19, 2013By Tina ManskeIn Bücher, Crimemag

Albert Ostermeier: Seine Zeit zu sterben

Au Weia! Als Lyriker ist Albert Ostermeier große Klasse, als Erzähler grenzwertig, wie man an „Seine Zeit zu sterben“ sehen kann – Tina Manske hat arg gelitten: Der erste Satz ist auch gleich der beste: „Für die Nacht zum 20. Jänner ist im Gebirge mit heftigen Schneefällen zu rechnen.“ Da scheint er gleich auf, der „Lenz“ des großartigen Georg Büchner, in dem es zu Beginn heißt: „Den 20. Jänner ging Lenz durch’s Gebirg.“ Oh, eine schöne Anspielung, denkt man und erwartet also Großes, von Albert Ostermaier sowieso, der als LyrikerRead More

Posted On Oktober 19, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Horst Eckert: Schwarzlicht

Einzelkämpfer im Haifischbecken Kommissar Vincent Veih, gerade als neuer Leiter der Düsseldorfer Mordkommission eingesetzt, soll einen brisanten Todesfall im politischen Umfeld lösen: Kurz vor der Wahl war der NRW-Ministerpräsident unter dubiosen Umständen gestorben. Mit „Schwarzlicht“ ist Horst Eckert ein brisanter, flotter Politthriller gelungen. Von Peter Münder Kaum ist er zum neuen Leiter des Dezernats KK 11 für Tötungsdelikte befördert worden, da registriert Vincent Veih auch schon, wie die Netzwerke der pensionsberechtigten Intriganten um ihn herum glühen, die Nadelstiche und die Häme neidischer Kollegen heftiger und die Turbulenzen im Düsseldorfer HaifischbeckenRead More
Die Manon Lescaut von Turdej Ein sowjetischer Lazarettzug auf dem Weg von einer Front zur anderen. Darin ein Petersburger Intellektueller: Gepeinigt von Herzanfällen und Todesangst, liest er den »Werther« (auf Deutsch). Aber in die Lektüre drängt sich die Geschäftigkeit der Militärärzte, Apotheker, Krankenschwestern um ihn herum. Es ist eine seltsame Gemeinschaft, hervorgebracht zwar vom Krieg, doch bestimmt von ganz alltäglichen Sorgen und kleinen Freuden. Bei einem längeren Aufenthalt trifft er auf ein Mädchen, das anders scheint als alle anderen: Vera Muschnikowa, ruhelos und romantisch, grazil und ungestüm – und sieRead More

Posted On Oktober 16, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Tobias Lehmkuhl: Die Odyssee. Ein Abenteuer

Unterwegs mit Odysseus – Er wollte auf der von Homer in der „Odyssee“ beschriebenen Route ursprünglich nur einige Spuren entdecken, die Odysseus vielleicht hinterlassen hatte. Doch dann tauchte Tobias Lehmkuhl so intensiv in die bunte Mittelmeer-Sphäre ein, dass aus seinen Impressionen ein unterhaltsames Reise-Abenteuer wurde. Von Peter Münder An der Peripherie der andalusischen Stadt Huelva wandert er den Strand entlang, klettert einen Hang hoch, fährt mit dem Bus zum Friedhof, lässt sich den Weg zu einem Grab zeigen – doch dann hat der auf Odysseus‘ Spuren wandelnde Tobias Lehmkuhl völligRead More

Posted On Oktober 16, 2013By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Tanja Maljartschuk: Biographie eines zufälligen Wunders

Vom Regen in die Traufe – Als die Demokratie im Osten Einzug hielt, da besuchte sie nur eine kleine Schicht von Oligarchen – die breite Masse muss auf ein zufälliges Wunder hoffen. Wie Lena, die Heldin von Tanja Maljartschuks anrührendem Roman. Von Andreas Pittler Vor einem Vierteljahrhundert feierte die Welt das Ende des real existierenden Sozialismus. Den Völkern des „Ostblocks“ winkte mit einem Mal die Freiheit. Doch in der Praxis blieb ihnen wenig mehr als die „Freiheit, Hungers zu sterben“, um Karl Marx an dieser Stelle zu bemühen. Im altenRead More

Posted On Oktober 16, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

David Gilmour: Auf der Suche nach Italien

Historisch falsch gelaufen? David Gilmour bestreitet die Einheit Italiens. Von Wolfram Schütte. Die deutsche Liebe zu Italien – zu dem Land & den Leuten – ist seit dem immer wieder mit Mehrheit wiedergewählten Berlusconi auf eine harte Probe gestellt worden. Auch hat der “Cavaliere” mit seinen TV-Sendern & seinen sonstigen gesellschaftspolitischen Kollateralschäden das Land & seine Menschen nachhaltig beschädigt, wenn nicht gar verändert. Daran sind sie leider alle selbst schuld. Man wird sich als jahrzehntelanger Italienliebhaber also langsam fragen müssen, ob der unbelehrbare “Berlusconismus” samt dessen zerstrittener linken politischer SchattenwirtschaftRead More

Posted On Oktober 16, 2013By Judith Momo HenkeIn Bücher, Litmag

Steve Sem-Sandberg: Theres

Das Meinhof-Mosaik – Judith Momo Henke über Steve Sem-Sandbergs Dokufiktion „Theres“. Erst ist da nur ein „vager Grauton“ über einer Stadt, die zu Europas Industriezonen gehört „und auch wieder nicht“. Langsam hebt die Dämmerung die Details hervor, enthüllt Gebäude, Dachfirste mit Fernsehantennen, Bäume. Es riecht nach Braunkohle, Möwen kreischen, das Licht gewinnt an Stärke, „es ist, als presse es die Dunkelheit mit beiden Händen von sich“. Was wir sehen, ist „ein langer Straßenzug, gesäumt von Bushaltestellen und Straßenlaternen in geraden Reihen, als markierten sie die Linie zu einem ständig entgleitendenRead More

Posted On Oktober 16, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Random TV IV 1 bild / 100 worte Schauen Sie mal. Das haben wir aus dem Internet. Youtube!… ne, das ist herrlich. Und ich frage mich, wann werde ich berühmt sein? In the meantime, the economy is doing quite well. Na, vielen Dank. Machen wir es kurz. Kakao hilft immer. Dudeldudel du, du, dudeldudel du. Bis ich irgendwann gar nichts mehr gegessen habe und die tödliche Erkrankung – ich glaub keins davon. Ich glaub’s nicht. Aus allen Töpfen und Grills wabert der Duft von Heimat durch die Nacht, und –Read More

Posted On Oktober 12, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Leseprobe: Träume Digitaler Schläfer von Anja Kümmel

Träume Digitaler Schläfer Sieben Jahre nach Ende des dritten Weltkriegs. Wirtschaftskonzerne regieren den ehemaligen Nordblock. Geschlechterunterschiede gibt es nicht mehr. Zumindest an der Oberfläche. Ashur und Elf leben im Untergrund. In virtuellen Räumen, in U-Bahn-Schächten, in der Kanalisation. Obwohl sie einander nicht kennen, haben sie etwas gemeinsam: Sie träumen. Von vergangenen Zeiten, von sich, von einander, in veränderter Gestalt. Ashur wird Adina wird Ana Luz. Elf wird Emrys wird Evita. Und nichts ist mehr, wie es schien. Verblichen wie das Bild eines körnigen alten Röhrenbildschirms hing der Himmel über demRead More

Posted On Oktober 12, 2013By Jens DoseIn Bücher, Crimemag

Dan Simmons: Die Hyperion-Gesänge

Auf hohem Niveau erzählt – Dan Simmons‘ Klassiker des Genres bleibt nach wie vor aktuell und hochgradig spannend – auch auf philosophischer Ebene, meint Jens Dose. Beinahe ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Dan Simmons (*1948) – eher als Autor des Horror- und Thriller-Genres bekannt – sich mit den „Hyperion-Gesängen“ einen Platz in den Annalen der jüngeren Science-Fiction-Literatur schuf. Die „Gesänge“ sind ein Sammelband und enthalten die beiden Romane „Hyperion“ (1989) und „Der Sturz von Hyperion“ (1990), die nahtlos aufeinander aufbauen. In der fernen Zukunft verortet, sind in dem BuchRead More

Posted On Oktober 12, 2013By Elly BoeslIn Bücher, Crimemag

Connie Willis: Die Jahre des Schwarzen Todes

Perlen vor die Säue – Connie Willis hat mit ihrem Zeitreise-Roman „Die Jahre des Schwarzen Todes“ alles richtig gemacht. Und dennoch wird der 2011 in überarbeiteter Neuauflage erschienene Roman nicht gelesen. Zu Unrecht, findet Elly Bösl. Lange Zeit war mir gar nicht bewusst, dass ich jemanden wie Connie Willis wirklich vorstellen müsse. Ich dachte, Sätze wie „,Die Jahre des Schwarzen Todes‘ sind in einer Neuauflage erschienen! Großartig, nicht?“ sollten eigentlich vollkommen ausreichend sein, um meine Sci-Fi-begeisterten Freunde und Bekannte dazu zu veranlassen, in den nächsten Buchladen zu stürmen und sich dasRead More

Posted On Oktober 12, 2013By Elly BoeslIn Bücher, Crimemag

Wolfgang Jeschke: Dschiheads

Taliban in Space – „Dschiheads“ spielt zwar in ferner Zukunft auf einem abgelegenen Planeten, aber so weit weg vom Alltag ist der neueste Roman von Wolfgang Jeschke nicht. Was macht man mit religiösen Fanatikern in Zukunft? Man schickt sie ins Exil auf eine unwirtliche Wüstenwelt. „Paradies“ nennen die eifrigen Gläubigen ihre Welt, und dort haben die hitzköpfigen Dschiheads ihren Gottesstaat errichtet. Jahrzehntelang von allem und jedem ungestört entwickelte dieser sich geradezu prächtig. Doch die Ruhe wird gestört, als zwei Wissenschaftler, Ailif und Maurya, eintreffen. Die Exobiologen haben den Auftrag, herauszufinden,Read More

Posted On Oktober 12, 2013By Anne SchuesslerIn Bücher, Crimemag

Alison Croggon: Land des Todes

Heathcliff reloaded – Kann man einen der bekanntesten viktorianischen Klassiker in ein Fantasykleid packen und damit auch noch durchkommen? Anne Schüßler findet, man kann. Ein Mann tritt eine Reise in den Norden des Landes an. “Land des Todes” nennt man es auch, karg und düster kommt es daher, das Land schroff, die Einwohner ebenso. Hier glaubt man noch an Magie und an die Vendetta, die Blutrache, die in den Dörfern nach festen Regeln ein Opfer nach dem anderen verlangt. Diesen Mann, Mr. Hammel, zieht es in den einsamen und wenigRead More
Unverwechselbar Gibson – Mit der „Neuromancer“-Trilogie hat er die Science Fiction der 1980er Jahre, den Begriff „Cyberspace“ und mit Cyberpunk ein Genre geprägt, das Kulturwissenschaftler in aller Welt immer noch zur Sekundärliteraturproduktion anregt. In einer Essay-Sammlung gibt William Gibson jetzt Einblick in die Ideen hinter seinen Romanen. Von Kerstin Schoof. „Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack“ vereint die unterschiedlichsten Texte des Autors, entstanden zwischen 1989 und 2011 – Artikel für Wired, die New York Times und den Observer, Kunstkritiken, Eröffnungsreden, Vorworte für Romane und Bildbände ebenso wie eine Vorlesung an der UniversityRead More
Achtung, Schmetterlingseffekt! – Zeitreisen faszinieren. Ob im Film oder in der Literatur, die Beschäftigung mit dem Schmetterlingseffekt, der möglichen Paradoxa und natürlich die naheliegendste aller Fragen “Kann ich Hitler töten?”, fesselt Leser und Filmfreunde gleichermaßen. Anne Schüßler hat sich das genauer angeguckt. Einmal im Buch und einmal im Film. Das Schöne am Zeitreisenmotiv ist, dass es so unglaublich flexibel und beinahe universell einsetzbar ist. Nicht, dass es unbedingt einfach einsetzbar wäre, denn gerade hier lauern Logiklöcher an jeder Ecke, aber es funktioniert so genreübergreifend, dass es von Science Fiction überRead More

Posted On Oktober 9, 2013By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Ivica Djikic: Ich träumte von Elefanten

Der Alptraum, ein Leben – Auch 20 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen auf dem Balkan zieht der Westen es vor, nicht so genau hinzusehen. Ivica Djikic hält seinen Lesern jedoch die Wahrheit wie einen Spiegel vor. Sein Roman ist so schwer verdaulich wie unabdingbar. Von Andreas Pittler Bosko Krstanovic arbeitet für den kroatischen Geheimdienst. Er sieht sich als Patriot, der seinem Lande dienen will. Daneben jedoch hütet er ein Geheimnis. Er ist der Sohn von Andrija Susic, einem jener Männer, die in den Balkankriegen buchstäblich im Blut wateten. Susic, AngehörigerRead More

Posted On Oktober 9, 2013By Hanspeter LudwigIn Comic, Litmag

Die Toten, Zyklus 2.1

Gute Zeiten für Endzeitcomics – Fulda, Herbst 1983. Über der Stadt am äußersten östlichen Rande Hessens liegt Rauch und Nässe, und spätestens seit überall in der Stadt amerikanische und bundesdeutsche Panzer zu sehen sind, herrscht unbestimmte Angst vor der Endzeit: Das Manöver »Able Archer«, das die Welt um ein Haar tatsächlich in den Abgrund gerissen hätte, beginnt. Die Regierung Schmidt hat den sog. Nato-Nachrüstungsbeschluss, nach welchem dem Warschauer Pakt zwar Abrüstungsgespräche angeboten, gleichzeitig aber die neuesten atomwaffenfähigen Waffensysteme in Deutschland stationiert werden sollten  umgesetzt, aber jetzt sitzt plötzlich der KönigRead More

Posted On Oktober 9, 2013By Ronald KleinIn Bücher, Litmag

Sebastian Lehmann: Genau mein Beutelschema

Dezente Hipster-Häme – Der Debüt-Roman des Berliner Autors dekonstruiert mit Witz und Verve den Hipster-Mythos, das Berlin-Image als große Spielwiese und illustriert die Erweiterung prekärer Arbeitsverhältnisse fernab des Billig-Lohnsektors. Von Ronald Klein Die Mauer war gerade gefallen, Techno-Klänge eroberten ungenutzte Keller und Lagerhallen. Nebenan spielten Punkbands in Hinterhof-Clubs und Galerien, die junge Künstler für sich entdeckt hatten. Öffentliche Räume wurden besetzt und nach Gusto gestaltet. Berlin war in den 90er-Jahre der große Abenteuerspielplatz, der Raum für Experimente und einen Lebensstil bot, den sonst die Mauer in Köpfen, die Ost wieRead More

Posted On Oktober 9, 2013By Joern BorgesIn Bücher, Litmag

Zoe Jenny: Spätestens Morgen

Warum wir nicht zu einander finden können – Der neue Kurzgeschichtenband „Spätestens Morgen“ von Zoe Jenny irritiert zunächst durch seinen altrosa Einband. In Weichzeichner gehaucht geht eine junge Frau in weißem Kleid über eine morgendliche Wiese. Die für das „Blütenstaubzimmer“ zu Recht wegen ihres klaren Sprachstils gelobte Autorin zeigt sich auf dem Klappentext in Herzchenbluse. Das lässt Schlimmes ahnen – doch es ist eine falsche Fährte: Es geht es in den Kurzgeschichten nicht um Herzschmerz, sondern eher um die Beschreibung der Unfähigkeit, eine Beziehung aufzubauen. Von Jörn Borges Jenny beginntRead More

Posted On Oktober 9, 2013By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Andreas Unterweger: Das kostbarste aller Geschenke

Einmal Vater, immer Vater –Der wohl berühmteste Ort für Vermerke ist das Notizbuch von Moleskine. Schon Vorformen davon begleiteten Künstler und Dichter bei ihrem Schaffen, für manche schien das zu befüllende Büchlein lebensnotwendig. Moleskine ist heute noch hip. Auch der Mitte 30-jährige österreichische Schriftsteller Andreas Unterweger hat ein ganzes Buch voller Notizen angelegt –  im Untertitel heißt es: Notizen 10.05.2010 –09.07.2012 – und jetzt zur schönen Veröffentlichung im Literaturverlag Droschl gebracht. Von Senta Wagner Manche sind wie vom Schlag getroffen oder schlimmeres, andere können es kaum erwarten. Dennoch wohnt demRead More

Posted On Oktober 9, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Kieselsteine 1 bild / 100 worte Wer möchte nicht manchmal schreiben wie die Kieselsteine, so klein und bescheiden und trotzdem ärgerlich, wenn sie im Öltank landen, oder im Schuh. Im Garten dagegen machen Kieselsteine Freude unterm Fuß und sind im Übrigen gar nicht billig. Sorten gibt es wie Sand am Meer. Welcher Vergleich. Natürlich gibt es Sand am Meer, natürlich gibt es Sorten von Kies, Kalksplitt oder Granit-Gletscher, das wie ein Altar vor sich hin leuchtet und glitzernd den bangen Liebhaber anspornt, der ante portas steht und singt: „Weißt duRead More

Posted On Oktober 2, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Ewiger Sonntagnachmittag 1 bild / 100 worte „Da reisen Aliens über Billionen Jahre, überwinden alle möglichen Weltall-Gefahren, nur, um in der Wüste von New Mexiko eine Bruchlandung zu vollziehen? Macht das Sinn?“ (Skeptischer Physiker in einer ARTE-Sendung.) „Wenn es außerirdisches Leben gibt, dann wird sein Äußeres symmetrisch sein. Symmetrie hat sich einfach bewährt.“ (Anderer Wissenschaftler in derselben Sendung.) Wer dächte da nicht an Ernst Haeckel mit seinen symmetrischen Naturtafeln und seiner Weigerung, an das Nachleben zu glauben! „Ist das alles, was Euer Jenseits zu bieten hat? Ein ewiger Sonntagnachmittag?“ DerRead More
Odysseus in America ‒ James Carlos Blake und sein Roman „Das Böse im Blut“. Ein Essay von Alf Mayer Eine kleine Sensation darf man es nennen, dass einer seiner wichtigsten Romane jetzt ENDLICH auf Deutsch vorliegt, dies zudem in einer grandiosen Übersetzung, die dem biblisch-epischen Ton des Originals begeisternd gerecht wird. Der Erfolg von Pete Dexters Proletarierwestern „Deadwood“ hat den Verlag Liebeskind ermutigt, „Das Böse im Blut“ („In the Rogue Blood“) von James Carlos Blake hierzulande bekannt zu machen. Ein großer Autor ist zu entdecken und mit ihm ein HauptwerkRead More

Posted On September 28, 2013By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Es ist gewählt. Das Volk hat gesprochen. Jetzt spricht Carlos. Westerbester, Dösirösi, Dödelniebel, Brüderlein, was wird euch nach diesem Übel fürderhin beschieden sein? Ich, der Übelzauberspiegel, schau ins Kommende hinein! Was da wird, sei prophezeit – auf dass ihr gewappnet seid: Sanft strich der Lebensgefährte dem Exaußenminister über die zuckende Schulter. „Weine ruhig“, sagte er. „Es muss ja hinaus!“ Von ferne wimmerte Retrohund Himmler, ein finsteres Wolkenmassiv türmte sich über der Bonner Penthousedoppelhaushälfte, leise erklangen  Klavieretüden, Nachbar Jupp, der alleinstehende Gynäkologe, übte wohl. „Ich“, schluchzte der ehemalige Vizekanzler, „ich wäreRead More