Planet Stella Sinatra 1 bild / 100 worte Aufregend! Die Internationale Astronomische Gesellschaft hat sich gemeldet. Aufgrund von mangelndem Sexyness in der Namensgebung von Himmelskörpern, OGLE-05-390L b und dergleichen, wollen sie von uns einen Namensvorschlag für einen von ausgewählten 305 Exoplaneten haben. Denn: Wer bricht schon auf um OGLE-05-3… (ach vergiss es), zu erkunden! Da klingt, hmm, „Planet Stella Sinatra“ schon besser. – Moment. Darf kein Eigenname sein! – Ist es auch nicht! – Und der Vorschlag muss von einer gemeinnützigen Organisation mit verbrieftem astronomischem Interesse kommen. – Leser, weiset
Read More Ein Aufschrei geht durchs Stadion 1 bild / 100 worte Freistoß nach diesem Schubser – es war einer jener hellen Nächte, Frechheit im durchaus positiven Sinn, in welchen das Sternenfirmament so ausladend und verzweigt ist, als ob es, ein Aufschrei geht durchs Stadion!, zerfallen, zerbrochen und in ein Labyrinth einzelner Himmel unterteilt wäre. Traumzeit. Langweilig ist das überhaupt nicht. Die bunte Landkarte des Himmels vergrößerte sich zu einer unendlichen Kuppel, auf der phantastische Länder, Ozeane und Meere mit den Linien astraler Wirbel und Strömungen funkelten. Nicht ungefährlich. Die Luft zum
Read More Kirchenmalerei 1 bild / 100 worte Als der Abt auf die Baustelle kam (18. Jh., die Kirche stand, nur die Innenausstattung fehlte), da sah er, dass dieser vertrackte Kirchenmaler alle für Malereien vorgesehenen Flächen mit Szenen aus dem Leben der Heiligen Familie gefüllt hatte. Dabei hatte der Abt sich doch so den Kosmos gewünscht! „Denn wo“, sagte er, „erleben wir Gottes Unergründlichkeit inniger als im Blick in den Nachthimmel?“ Planeten, Sterne, Meteoriten, es hätte so schön sein können. Stattdessen: Frontansicht Tempel. Die Figuren steif, die Räume unerheblich, von atemberaubenden Weltraumsichten
Read More Wat nu? Von Wolfram Schütte Der überraschende Tod des 54jährigen Frank Schirrmacher hat vielerlei Schocks ausgelöst. Nicht nur seine Familie & seine engsten persönlichen Freunde werden ihn äußerst schmerzvoll vermissen. Verwaist ist aber auch die FAZ, deren prominentester, um nicht zu sagen herausfordernster Herausgeber er war, und die sonntägliche FAS, der seine besondere Zuneigung galt. Mögen manche dort unter seinem autoritären Führungsstil (u.ä.!) gelitten & ihn zu seinen Lebzeiten mehrfach (natürlich nur insgeheim) verflucht haben – ab nun gilt dort: de mortuis nil nisi bene. Beide Blätter heben ihn in
Read More Werdendes Leben 1 bild / 100 worte Meeresrauschen, das Flüstern der Sandkörner: Vergesst die Goldene Schallplatte, die Erde selbst ist das Medium und redet unentwegt durch die Tiefe des Weltalls mit Kometen und Sternen und Milchstraßen, wenn man bloß die Botschaft verstünde… von uns handelt sie nicht. Aber die Ungeborenen, geborgen im Bauch ihrer Mütter (grad schaukelte eins vorbei, es lag satt und träge im Fruchtwasser, ich sah es nicht, ich dacht es mir)) – sie lauschen den heimlichen, heimeligen Chorälen, aufgespielt in einer Frequenz weit oberhalb des Zwitscherns der
Read More Ein geistesgegenwärtiger bürgerlicher Konservativer Von Wolfram Schütte Auch wer manchen seiner vielfältigen Aktivitäten reserviert gegenüberstand, kam nicht umhin, das außerordentliche Talent Frank Schirrmachers, den deutschen Kultur-Journalismus aufzuwirbeln, mit Respekt (auch im Widerspruch) anzuerkennen. Er war außergewöhnlich; weniger als Literaturkritiker, denn als hellwacher, passionierter Redakteur & Intellektueller. Er ist sehr früh sehr viel geworden, war der jüngste Herausgeber der FAZ & bald schien er der einzige – so sehr überstrahlte seine allgegenwärtige Aktivität die älteren neben ihm. Schirrmacher: das war „die FAZ“ – zumindest jene FAZ, die wahrhaft „geistesgegenwärtig“ & up-to-date
Read More Spielanordnung für das letzte Glück – Julio Cortazar und Carol Dunlop auf dem Archipel der Autobahn-Parkplätze. Von Wolfram Schütte Auf das wohl bizarrste seiner Bücher haben die hiesigen Kenner & Liebhaber des 1984 in Paris im Alter von 70 Jahren gestorbenen Julio Cortázar lange warten müssen. 1993 haben der Übersetzer Wilfried Böhringer und der Suhrkamp-Verlag Cortazars deutschen „Leser-Komplizen“ das exzentrische Buch erstmals vorgelegt. Diese humoristisch-melancholische Abschiedsvorstellung für zwei Liebende (in Leser-Begleitung) liegt nun wieder allen, die den großen Argentinier kennen & lieben lernen wollen, in der „Bibliothek Suhrkamp“ offen vor
Read More Unterhaltsame Sprachkunststückchen – Sie nennen ihn „Monocle“. Ob der Koch, den alle nur „Rassisten-Dave“ nennen, eigentlich das schöne Wort „mortarboard“ meinte, mit dem sowohl ein Mörtelbrett als auch der typische Doktorhut, den sich Absolventen amerikanischer und britischer Unis zum erfolgreichen Abschluss aufs Haupt pflanzen, bezeichnet wird, bleibt ein Geheimnis. Es spielt auch keine Rolle. Mehr als einen blöden Spitznamen hat man nämlich nicht von einem Studium der englischen Literaturwissenschaft, wenn man mangels Alternative als Küchenhilfe arbeiten muss. Und bliebe es bei verbalen Peinigungen, könnte der ansonsten namenlose Ich-Erzähler in Simon
Read More Drei neue Bücher werfen einen sehr unterschiedlichen Blick auf die Rolle der Frauen in der Kunst. Christina Mohr mit einer thematisch breit gefächerten Bücherschau. Frauen im „Sturm“ Trotz nahender WM: In Karla Bilangs Buch geht es nicht um Damenfußball. DER STURM hieß die legendäre Kunstzeitschrift, die Herwarth Walden – der seinen Namen übrigens von seiner ersten Ehefrau Else Lasker-Schüler verliehen bekam und eigentlich Georg Lewin hieß – 1910 in Berlin gründete. Walden präsentierte im STURM aktuelle expressionistische und avantgardistische Werke (Zeichnungen, Grafiken, Malerei und Texte von Essays über Manifeste und
Read More Wo liegt eigentlich Tschetschenien? – Kamelhaarmantel trifft grobe Strickweste mit Foulard an einer schmucklosen Garderobe. Das erzählt jedenfalls der Umschlag des Romans „Emma schweigt“ der österreichischen Schriftstellerin Susanne Scholl. Darin schreibt sie die Geschichten zweier Frauen aufeinander zu, die kaum unterschiedlicher sein könnten als die aufgehängten Kleidungsstücke. Von Senta Wagner Tatsächlich stoßen in dem schmalen Roman Welten aufeinander. So liegen nicht nur die aufgespannten geografischen Räume höchst weit auseinander, sondern auch die Erlebnis- und Gefühlssphären, die Erinnerungen und Wahrnehmungen der Figuren. Scholl entfaltet diese erzählerisch mühelos und unterhaltend in changierenden
Read More Kühn, kultig, komisch – Zu seinem 50. Geburtstag hat der Wagenbach-Verlag fünf junge Autoren aus fünf Ländern in sein Programm genommen, die frische Prosa versprechen und einen frischen Blick auf ihre Welt werfen sollen. In seinem Kurzroman „Wojna“ erzählt der Franzose Arthur Larrue so von einem anarchistischen Künstlerkollektiv in Sankt Petersburg, über Repression und Rebellion im Russland unter Putin. Von Karsten Herrmann Der 1984 in Paris geborene Arthur Larrue unterrichtete vier Jahre lang an der Universität von Sankt Petersburg und verlor nach der Veröffentlichung seines auf eigenen Erlebnissen basierenden Roman
Read More Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku Rezension von Friederike Moldenhauer zu Alexander Poschs Roman „Sie nennen es Nichtstun“ und Besprechungen von David Abulafia („Das Mittelmeer. Eine Biographie“), Joachim Lottmann („Endlich Kokain“) und Martin Pollack („Kontaminierte Landschaften“) – geschrieben von Joachim Feldmann und Carl Wilhelm Macke (CWM) (FM) Haiku-Rezension Totes Eichhörnchen Wohin mit Philosophie Im Vorortgarten? Alexander Posch: Sie nennen es Nichtstun. Langen-Müller 2014. 17,99 Euro. 136 Seiten. Fundierte Biografie des Mittelmeeres (CWM) Es wird vielleicht einmal Zeit, der Geschichte und der Gegenwart des Mittelmeers wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nahm
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Die Inneneinrichtung der Nikolaikirche Leipzig von Carl Friedrich Dauthe. Unterm Paradieshimmel Fremd war mir zunächst dieser aufgebaute Wald
Read More Kugelblitz 1 bild / 100 worte FAUST meets Kugelblitz: Es war unser Pfingstvergnügen, dies in München zu erleben. Da knallte es mächtig auf der Bühne und die Hitzewellen schlugen weit über die neunte Reihe ins Parkett. Doch Halt: Kugelblitze kennen keine Hitze. Es war wohl etwas anderes gemeint, eine Supernova vielleicht, deren Gase beim Eintritt ins schwarze Loch Gluthitze erzeugen, o Theater, o Metapher, o Mephisto in allen Dingen… Unterdessen wurde geschossen. Faust: Wie gerne sah man dich sterben, doch dann standst du wieder auf, soviel zum Tod auf dem
Read More Lepanto 1 bild / 100 worte Der Künstler in seinem Atelier, setzt letzte Kringel auf ein Orion-Bild. Kommt ein Ehepaar zu Besuch. „Was machen Sie da Schönes? Wir hätten gern des, und des, und des. Und die ganze Seeschlacht bitte auch.“ „Das ist keine Seeschlacht, das sind Seerosen.“ “O ha ha, Sie sind ein Witzbold, Mr. Twombly.“ „Durchaus nicht, doch wenn Sie möchten, male ich gerne ein paar Schiffe rein, kostet ja nix.“ Gesagt, getan, so kam die meisterliche Bilderreihe „Lepanto“ zustande, heute zu bestaunen in ’nem schicken Museum, das
Read More Auf der Fährte der Freiheit – Nach seinem historischen Roman über Leo Trotzki hat sich Leonardo Padura wieder mit Geschichte beschäftigt. In „Ketzer“ steht die jüdische Geschichte im Mittelpunkt. Allerdings darf auch ermittelt werden und Paduras alternder Detektiv Mario Conde fördert Überraschendes zu Tage. Knut Henkel hat sich in Havanna mit Leonardo Padura darüber unterhalten. Das zweistöckige Haus in Havannas Arbeiterviertel Mantilla ist etwas zurückgesetzt, so dass der Lärm von der Straße nicht gleich ins Arbeitszimmer von Leonardo Padura dringt. Dessen Wände sind von hohen Regalen gesäumt, die mit Büchern
Read More Historischer Sprachmüll auf unserer inneren Festplatte – geiles Zeug! Carlos ist gar nicht sooo schlecht, wie er tut! Unkerich! Gedächtnis, du bist ein Arschloch! Ist der Husten noch so schwer, kommt der Hustinettenbär. Einer für alle, alle für einen, wir halten fest zusammen. Freiheit statt Sozialismus. Mein Name ist Edgar Wallace! Zieh mit, wähl’ Schmidt! Sa-no-stoool! Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Hallo, Herr Kaiser! Persil, da weiß man, was man hat! Yps, Comic mit Gimmick! Wenn ich nur so begehrt wär’, wie der Cornetto Erdbeer! Nogger dir
Read More Algerische Kriege ‒ Politthriller oder politische Kriminalromane kehren anscheinend vermehrt wieder zurück, durchaus auch solche fürs „breite Publikum“, die das politische Zeitgeschehen literarisch begleiten. Oliver Bottinis neuer Roman „Ein paar Tage Licht“ ist so ein Fall. Eine Besprechung von Elfriede Müller. Oliver Bottini hat ein Gespür für die politische Aktualität und die in ihr enthaltene kriminelle Energie. In „Der kalte Traum“analysierte er die Jugoslawienkriege der 90er Jahre in einer mitreißenden Geschichte über Nationalismus, politische Interessen, Liebe und Verrat. „Ein paar Tage Licht“ handelt vordergründig vom deutschen Rüstungsexport und erzählt dabei
Read More Romane schreiben! Klassenkampf, das Lieblingsthema von Dominique Manotti, kann oft eine sehr ernsthafte Angelegengheit sein, obwohl ihre einschlägigen Politthriller einen manchmal sehr eisigen Witz haben. In ihrem neuen Roman „Ausbruch“ macht sich Dominique Manotti offen lustig – auch über eine gewisse Art des Schreibens. Joachim Feldmann stellt eine neue Facette der großen französischen Schriftstellerin vor. Italien im Februar 1987. Seit einem halben Jahr teilt der junge Kleinkriminelle Filippo Zuliani mit Carlo Fedeli, einem ehemaligen Angehörigen der Roten Brigaden, die Zelle. Carlo ist ein großer Erzähler. Jeden Abend lauscht Filippo gebannt
Read More Fifty Shades of Kitsch & Fifty Shades of Hardcore ‒ Sozusagen unser Kerngeschäft: Sex’n’Crime. Zwei Romane, zwei Möglichkeiten, mit dem Thema umzugehen: Katja Eichingers „Amerikanisches Solo“ & Tamara Faith Bergers „Pussy“. Ein Vergleich von Alf Mayer Man kann nur hoffen, dass das alles ganz wenig mit Bernd Eichinger zu tun hat. Katja Eichinger, die mit der Biografie „BE“ (Hoffmann und Campe 2012) über ihren zu früh verstorbenen Mann einen achtenswerten Job machte, versetzt sich in ihrem Erstlingsroman in den Kopf eines lächerlichen Gigantomanen. Harry Cubs ist kein Filmproduzent, sondern „Jazzmusiker
Read More Wir denken bei Thailand automatisch an Sex-Business, Sex-Tourismus, Korruption und organisierte Kriminalität. Von außen. Christopher G. Moore lebt und schreibt in dieser Gesellschaft. Heute über ein einfaches Thema mit sehr vielen Implikationen: Schweigen. Silence “Silence is the ultimate weapon of power.” ―Charles de Gaulle There are two silences that concern me and should concern you. “You have a right to remain silent.” What usually follows is: “Whatever you say may be used against you in a court of law.” This right to be silent is enshrined in the 5th Amendment
Read More About Crime Fiction – Pick of the Week N° 22 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag unregelmäßig ein
Read More Interkulturelles Lehrstück – Die gebürtige Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie gehört wie ihr Landsmann Teju Cole, der Dominikaner Junot Diaz oder der Pakistaner Mohsin Hamid zu einer neuen Generation von Kosmopoliten und „Weltliteraten“. Sie sind Grenzgänger zwischen den Ländern und Kulturen und schöpfen aus ihrer gebrochenen Identität und einem scharfen Blick für die Differenz einen enormen literarischen Mehrwert. Von Karsten Herrmann. In ihrem Roman „Americanah“, der vergangenes Jahr in die „Top Five“ der New York Times gewählt wurde, erzählt Ngozi Adichie über den Aufbruch in eine neue Welt, den Preis des
Read More Wie wird deutschsprachige Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutschsprachige Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen interessanter Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Diesmal hat Sie Feridun Zaimoglus Roman „Isabel“ gelesen. Something’s missing Feridun Zaimoglu is no newcomer to German literature. In fact, you could almost call him an old hand. Isabel (Kiepenheuer & Witsch, 2014) is his ninth novel in addition to a collection of short stories, Zwölf Gram
Read More „Warum nicht mal blasphemisch sein?“ – Die spannenden, extrem ausführlichen „Paris-Review“-Interviews mit prominenten Autoren gibt es nun auch in einer deutschen, sehr liebevoll gestalten Ausgabe – ein echtes Lese-Abenteuer. Von Peter Münder Als der „Paris Review“ 1953 von amerikanischen Künstlern und Autoren um Peter Matthiessen und George Plimpton in Paris gegründet wurde, gehörten ausführliche Autoren-Interviews (neben Kurzgeschichten und Lyrik )von Anfang an dazu und wurden schnell zum Markenzeichen des vielseitigen Kultur-Magazins. Denn die Interviewer wollten alles genau über das Handwerk des Schreibens wissen, sie ließen sich nicht mit saloppen Floskeln
Read More Auf der Suche nach dem besseren Leben – Der serbische Romancier Dragan Velikic erweist sich einmal mehr als Chronist seiner Heimat – und der Menschen, die sie bewohnen. Von Andreas Pittler Vor weniger als 30 Jahren war Belgrad die Metropole eines Staates, dessen Bürger von vielen beneidet wurden. Der jugoslawische Pass galt als der begehrteste der ganzen Welt, denn nur mit ihm konnte man überall ohne Visum hinreisen. Dann aber begann ein rascher Niedergang, der nur allzu schnell in eine Katastrophe mündete, die weitere Katastrophen nach sich zog. Mochten die
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