Bloody Chops – Bücher von Olle Lännæus, Andreas Föhr, Frode Granhus und André Breton, zu Hackstücken verarbeitet von Joachim Feldmann (JF), Klaus Kamberger (KK), Kirsten Reimers (KR) und Thomas Wörtche (TW). Skurril (JF) Als er vier war, verschwand sein Vater und hinterließ als einziges Andenken je zwei erklärungsbedürftige Vornamen, mit denen sich Mike Lorne Larsson fürderhin herumzuschlagen hatte. Leider blieb die Reminiszenz an die Westernserie „Bonanza“ nicht das einzige Problem des impulsiven Knaben. Wer sich vor allem mit den Fäusten Respekt verschafft, gerät rasch mit dem Gesetz in Konflikt. Larsson
Read More Im Daten-Dschungel – Shumeet Baluja, Chefentwickler bei Google und Dozent am Robotics Institute der Carnegie Mellon University, verfasst mit „Silicon Jungle“ einen Thriller über Datenmissbrauch bei einer fiktiven Suchmaschinenfirma. „Glaubwürdig und erschreckend“, urteilt Google-Vizepräsident Vint Cerf. Eine unternehmerische Selbstkritik in Romanform?, fragt sich Kerstin Schoof. Stephen Thorpe ist als Dotcom-Gründer mit seiner Firma SteelXchange gescheitert. Unfähig, sich beruflich neu zu orientieren, jobbt er in einem Ökomarkt im Silicon Valley – bis er Molly kennen lernt, die ihn zu einem Praktikum beim Suchmaschinenriesen Ubatoo ermutigt. Stephen bekommt die Stelle und findet
Read More Posted On Februar 4, 2012By Rosa Ribas und Sabine HofmannIn Bücher, Crimemag
Zwei Schrifstellerinnen schreiben zusammen einen Roman. Das ist nicht unbedingt etwas Neues. Die eine ist Spanierin, die andere ist Deutsche. Da wird’s schon ungewöhnlicher. Und dann wird der Roman auch noch zweisprachig – ab da wird’s richtig spannend. Über den Prozess des Schreibens und Übersetzens mit allen möglichen Implikationen, Problemen und Chancen, über ein Projekt mit open end auf jeden Fall – der Roman hat bis jetzt noch nicht einmal einen Namen – führen die beiden Autorinnen ein Arbeitsjournal. CrimeMag freut sich, das Projekt begleiten zu dürfen und präsentiert die
Read More Posted On Februar 1, 2012By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Morgen Abend (2.2.) findet in Hamburg das Literaturfestival „Ham.Lit“ statt , die dritte „Lange Nacht junger deutschsprachiger Literatur und Musik“– präsentiert u. a. von CULTurMAG. 15 Autorinnen und Autoren lesen parallel auf drei Bühnen, dazu gibt es zwei Konzerte. Mit dabei auch Jan Böttcher; Frank Schorneck stellt Ihnen den neuen Roman vor, dazu sehen Sie ein Video-Interview mit dem Autor, exklusiv präsentiert von unserem neuen Partner, der „Interview Lounge„! Das Lied vom Neustart Jan Böttcher ist ein echtes Multitalent: Mit seiner Band „Herr Nilsson“ und zuletzt solo hat er bereits
Read More „My diction reads as if I had zeliged into Holly Golightly“ – Es sei das vorliegende Buch, so die Herausgeber, „das Modell eines Künstlerbriefwechsels“. Was haben wir unter dieser merkwürdigen Formulierung zu verstehen? Im Englischen könnte man das wohl so sagen – „the model of a charmless man“, also ein archetypischer Vertreter seiner Spezies. Aber würde man im Deutschen nicht viel eher vom „Muster(-beispiel)“ einer literarischen Gattung sprechen? Von Joe Paul Kroll Doch diese auf den ersten Blick etwas unrunde Wendung führt uns vielleicht näher an den Wesenskern dieses Buches
Read More Posted On Februar 1, 2012By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag
Wien-Wien-Situation – In Wien musst du erst sterben, damit sie dich leben lassen. Gemocht zu werden ist nämlich ein Privileg, das nur toten Wienern zukommt! Und so gesehen wird Georg Kreisler, der am 22. November des Vorjahres starb, jetzt endlich den Erfolg haben, den er zeitlebens erstrebte. Andreas Pittler über seine Lebenserinnerungen „Wien, die einzige Stadt der Welt, in der ich geboren bin“. Der Wiener ist bekanntlich ein „Raunzer“, das heißt, selbst wenn objektiv alles zum Besten steht, findet er immer noch ein Haar in der Suppe. Seine Liebe zu
Read More „Hochheilige Quantenverschränkung“ Au commencement était la fable (Paul Valéry) Eine – im besten Verstand – irrsinnige Love Story zweier Nichtidentitäten, die sich aufgrund ihrer Grundverschiedenheit einander zugehörig fühlen, legt die 1975 geborene Schweizer Autorin Ursula Timea Rossel mit ihrem barocken Quantenroman „Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz“ einem wohl ordentlich verdutzen Lesepublikum zu Füßen. Gunst dem Beginnen: Ausuferndes Mind-Mapping Vielleicht lässt sich, was über den mit Kalendern und Karten gespickten, zweifarbig gedruckten Band (in schwarz und marienkäferrot) verknappend referiert werden kann, auf obige, gleichwohl irreführende Weise am besten einleiten.
Read More Ins Ohr geflüstert – Wenn sich schon früh in einem Leben etwas verschiebt: Etwas, was nicht normal ist, ist auf einmal normal, dann ist diese verdrehte Sicht vielleicht mit Schuld an einem viel späteren, erwachsenen Leben, das immer ein wenig neben der Spur verläuft. In ihrem leisen und verstörenden Debüt wacht Melinda Nadj Abonji so gut es geht über ihrer Hauptfigur. Von Senta Wagner Wahrscheinlich könnte Luisa Amrein nur in dem Schaufenster von Herrn Zamboni wirklich schlafen, ohne böse Träume zu bekommen, ohne Angst. Der Frisör ist der Freund von
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, wir freuen uns sehr, Ihnen ab heute ein ungewöhnliches Projekt präsentieren zu können: Die beiden Autorinnen Rosa Ribas und Sabine Hofmann schreiben einen Kriminalroman, der im Barcelona der 1950er Jahre spielt. Sie tun das zweisprachig und führen ein Arbeitsjournal über diesen Prozess. Und Sie können regelmäßig mitlesen, work in progress … Lange hat sich Carlos zurückgehalten, aber dann brachen auch bei ihm die Dämme – deswegen heute alles, was Sie über WULFF garantiert nie wissen wollten. Alf Mayers „Blutige Ernte“ porträtiert den großen britischen Autor R.J. Ellory. Thomas
Read More Wunden der Kindheit – Die Krimi-Balladen von R.J. Ellory und sein Meisterwerk „A Quiet Belief in Angels“, untersucht von Alf Mayer. Sein tiefstes, betörend schönes Buch wurde bislang in 23 Sprachen übersetzt, Deutsch ist nicht darunter. „A Quiet Belief in Angels“ (Ein stiller Glaube an Engel) von 2007 fiel hierzulande offenbar durch alle Raster, da halfen auch Auszeichnungen und Preise in Frankreich, England und Kanada nichts. Hiesige Leser müssen sich mit einigen wenigen Krumen des Autors R.J. Ellory genügen. Aber auch die sind gehaltvoller als das, was sich auf Grabschhöhe
Read More Sinn und Entertainment – Horror oder Krimi, Mysteriöses oder Politisches, Magie oder Verbrechen. Man weiß es nicht immer in Carsten Strouds Roman „Niceville“. Ist auch egal, denn „Niceville“ funktioniert wie geschmiert. Thomas Wörtche über die Lust an einem (tief-)sinnfreien, aber unterhaltsamen Buch. Kreuzungen sind in, Mysteries sind nicht mehr Whodunits, sondern Spannungsromane (Filme, Serien etc.) mit Geisterkram und Paranormalem und Übersinnlichem drin. Und natürlich mit kriminalliterarischer Anmutung, die manchmal sogar dominant ist: so wie bei Carsten Strouds „Niceville“, ein Buch, dessen Designer-Zutaten so klar zu Tage liegen, dass man sie
Read More Bloody Chops – Bücher von Keith Melton/Robert Wallace, Georg M. Oswald und Orlando Figes, zierlich zerlegt von Christiane Geldmacher (CG), Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW). Tricky stuff (CG) An sich ist die Story interessant: 1953 beauftragte die CIA den Magier John Mulholland, ein Handbuch mit Zaubertricks zu verfassen, das der US-Geheimdienst im Kampf gegen den Kommunismus unterstützen sollte. True story. Gedacht war an James-Bond-Zaubertricks – gerne mit tödlichem Ausgang – wie Gift in Zahnpasten, Pillen in Cremedosen, halluzinogene Sprays (für Fidel Castro). Das alles liest sich ziemlich unglaublich
Read More „Mein ganzes Leben fließt in meine Arbeit“ – Es gibt ein Bild von Vincent van Gogh, auf dem der Maler bei glühender Sonne mit der Staffelei in die provenzalische Landschaft hinauszieht. Das Bild „Der Maler auf der Straße nach Tarascon“ stammt aus dem Jahr 1888. Francis Bacon liebte es und ließ sich davon zu einer Serie eigener Arbeiten inspirieren. Das erste Bild der Serie zeigt, wie der Maler in der Nacht zurückkehrt. Auf dem Hut sind die Farben van Goghs aufgenommen, der Rest ist dunkel bis schwarz. Allein diese Bilderserie
Read More Die Vorstadt in Gedanken – Hummelts Lyrik kommt Brigitte Helbling schüchtern vor, seine Sprache hat der ihren aber durchaus etwas angetan. Die Folge ist ein Erlebnisbericht mit Fußnoten. Manche Gedichte sind wie freundliche Wegelagerer, springen einen an, bringen einen unerwartet zum Lachen. Ähnlich verhält es sich mit bildender Kunst – beim Gang durch eine Bildergalerie verrät das unwillkürliche Lachen, ob ein Gemälde, ein Objekt mit einem sprechen will. Natürlich ist sich die kulturelle Menschheit weder in Fragen des Humors noch des Kunstgeschmacks einig. Der eine mag Sol LeWitt, der andere
Read More Posted On Januar 25, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Absturz, Paranoia, Aufstand – Thomas Melle, der zu den wichtigsten deutschen Theaterautoren gehört, erzählt in seinem außergewöhnlichen Romandebüt die Geschichte eines ungleichen Trios, das im provozierten Wahnsinn vereint den Aufstand gegen eine krank machende Gesellschaft probt. Von Karsten Herrmann Melles Protagonist Magnus Taue wird im dahindämmernden Bonn-Bad Godesberg der 90er groß und war „schon vor der Pubertät eine Art Wissender, halb Autist und halb Tourette“. Er verachtet seine auf Karriere gepolten Klassenkameraden am Jesuitengymnasium und scheint einen ganz besonderen Weg vor sich zu haben. Doch ein gutes Jahrzehnt später liegen
Read More Hegel, Haiti und der Pöbel – In etlichen Neuerscheinungen wird in diesen Tagen mal wieder Hegels Aktualität entdeckt. Offenbar ist es von der Sklavenrevolte in Haiti im Jahr 1791 bis zur Arabellion im letzten Jahr nur ein kleiner Sprung. Außerdem hatte Hegel schon das Phänomen des reichen Pöbels entdeckt: Der berauscht sich – wie hedonistische Hedgefonds-Manager unserer Tage – am exzessiven Luxus und bewegt sich außerhalb gesellschaftlich akzeptierter moralischer Normen. Von Peter Münder Ein bisschen Spaß muss sein, gerade dann, wenn es um Friedrich Hegel (1770–1831) geht, der ja keinen
Read More Posted On Januar 25, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Untröstliche Trauer um den verlorenen Sohn – Mit einer autobiografischen Notiz beginnt man eigentlich nicht die Rezension eines Buches. Aber der Roman „Tonio“ des niederländischen Schriftstellers A. F. Th. van der Heijden ist ja auch kein „gewöhnlicher“ Roman, den man liest wie eine der üblichen Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt. Von Carl Wilhelm Macke Genau ein Jahr nach dem Unfalltod von Tonio van der Heijden starb auch meine Nichte unter ähnlichen Umständen. Wie Tonio war auch sie Opfer eines schrecklichen Fahrradunfalls. Sie stieß allerdings nicht wie er mit einem Auto zusammen,
Read More Kosmos Serner – Zu einem der Fixsterne der frühen Kriminalliteratur im vernünftigen Sinne gehört Walter Serner. Auch ohne Anlass (obwohl man zu seinem Geburtstag am 15. Januar 1889 einen solchen konstruieren könnte) ist es immer sinnvoll, auf Serner und die kriminalliterarische Tradition von Eleganz und Witz hinzuweisen. Ein kleines Porträt von Roland Oßwald. „Dichtung ist und bleibt ein, wenn auch höherer Schwindel“, schreibt Walter Serner 1927 an seinen Verleger Paul Steegemann. Die Worte vom hohen Schwindel könnten an den Verleger gerichtet auf die geringen und launenhaften Honorare abzielen, die der
Read More Auf hohem Niveau – Das Böse ist immer und überall. Auch in Galizien. Dort spielen die Kriminalromane von Domingo Villar, aber das ist kein Aufruf, sie als Regio-Krimis zu verstehen. Corla Bauer über den „Strand der Ertrunkenen“. In dem kleinen Dorf Panxon an der galizischen Küste wird die Leiche eines Fischers angeschwemmt. Das Besondere: Die Hände des Ertrunkenen waren mit einem Plastikband gefesselt, was auf den ersten Blick wie ein Freitod nach Seemannsart schließen lässt. Doch Leo Caldas, der ermittelnde Inspektor der Polizei Vigo, glaubt aufgrund einiger Ungereimtheiten nicht an
Read More Posted On Januar 18, 2012By Matthias PenzelIn Bücher, Litmag
Das Rascheln zwischen Nächten – Man kann eine beliebige Literaturbeilage der New York Times aufschlagen oder im Believer blättern: Selbst wenn der Name hierzulande weniger Menschen geläufig ist, so ist er für Woody Allen, die Coen-Brothers, Bret Easton Ellis und andere Amerikaner so unverrückbar, so felsenfest ein Titan wie Hemingway. Der Name, der auf Klappentexten als Messlatte auftaucht, als Superlativ, wenn es um modernes Erzählen geht, lautet: Fitzgerald. Von Matthias Penzel Zärtlich ist die Nacht Da wo der mit F. Scott Fitzgerald eng befreundete – und wie Dos Passos geschätzte
Read More Posted On Januar 18, 2012By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Am 2.2.12 steigt in Hamburg das Literaturfestival „Ham.Lit“, die dritte „Lange Nacht junger deutschsprachiger Literatur und Musik“– präsentiert u. a. von CULTurMAG. 15 Autorinnen und Autoren lesen parallel auf drei Bühnen, dazu gibt es zwei Konzerte. Wir stellen Ihnen in den kommenden Wochen einige der Mitwirkenden vor. Heute: Michael Weins (Das gesamte Lineup finden Sie hier). Mauern in den Köpfen – Heiner Boie hat Probleme mit Türen. Ungewöhnliche Probleme, die ihm den Verdacht nahe legen, dass bei ihm im Kopf etwas nicht stimmen könnte. „Lazyboy“ ist mit Sicherheit einer der
Read More Fran Ray heute … über … Marco Balzano und die Sehnsucht nach Meer. Sie haben mich mit einem einfachen Trick gekriegt. CULTurMAG hat sich der uns Deutschen von Generation zu Generation dominant vererbten Sehnsucht nach dem Meer bedient – und mir damit die Reise mit den drei Herren schmackhaft gemacht. Wie sonst könnte ich mir erklären, eingewilligt zu haben, mit einem Großvater, einem Vater und einem Sohn in einen Fiat Punto gequetscht von Mailand tief in den apulischen Süden zu fahren? Im Sommer noch dazu? Eben. Die Sehnsucht. Ich gebe
Read More Posted On Januar 18, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Ein friedlicher Mensch – Carl Wilhelm Macke über die Lebenserinnerungen des Pazifisten Andreas Buro, dem die demokratische, gewaltfreie politische Kultur der Deutschen in den letzten Jahrzehnten viel zu verdanken hat. Man möchte den kleinen, dem Zeitgeist wacker trotzenden Verlag Brandes & Apsel ja eigentlich nur loben für dieses Buch. Welcher andere Verlag interessiert sich denn heute noch für die Lebensgeschichte eines Mannes, der seit Jahrzehnten argumentativ und gewaltlos für eine bessere, von Kriegen freie Welt eintritt? Der 1928 in Berlin geboren wurde, einer gutbürgerlichen Familie entstammt, der eine abgesicherte Karriere
Read More West coast Blues meets New York – Im vergangenen Sommer ist der erste Roman von Walter Mosleys neuer, in New York situierter PI-Serie erschienen. Eine Nachlese von Nele Hoffmann. Walter Mosleys erster Roman um Leonid McGill ist eine Hommage an die Klassiker des Genres. Ein Privatdetektiv, der immer auf der Grenzlinie von good guy und bad guy wandert, der böse Widersacher zur Strecke bringt, die Schutzlosen rettet und dabei um die Vergeblichkeit seines Tuns weiß, weil der Mob nie ausstirbt. Es gibt Faustkämpfe unter echten Männern, ein Vorzimmer ohne Sekretärin,
Read More Schlachtfeld New York – Den zweiten McGill-Roman hat Elfriede Müller gelesen, unter ganz anderen Aspekten … Hier geht’s zum ersten … Dass Walter Mosley von Bill Clinton zur Lektüre empfohlen wurde, sollte niemanden abschrecken. Mosley zu lesen, ist ein großes Vergnügen. Er hat vier Serienhelden und Reihen in der besten amerikanischen Hardboiled-Tradition geschaffen. Leonid McGill ist eine dieser Figuren, dessen zweites Abenteuer nun auf Deutsch vorliegt. Bei der Lektüre von Mosley wird deutlich, dass nicht nur Leonid an Hegel, Marx und Bakunin geschult wurde, sondern auch der in Watts großgewordene
Read More Kairo noir – Parker Bilal ist das Pseudonym des britisch-sudanesischen Schriftstellers Jamal Mahjoub. Er wurde 1960 in London geboren, wuchs in der Heimat seines Vaters, in Khartoum im Sudan auf, studierte Geologie in England, verbrachte viele Jahre in Dänemark und lebt heute in Barcelona. Sein historischer Polit-Thriller „Die Stunde der Zeichen“ erzählt die Geschichte des Mahdi-Kriege im Sudan aus afrikanischer Sicht. Sein großes Thema sind die Bedingungen des Zusammenlebens der Menschen europäischer und afrikanischer Kulturen. Dass er sich jetzt der gärenden ägyptischen Gesellschaft via Kriminalroman annimmt, ist nur logisch: „Die
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