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Posted On März 21, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Frédéric Wandelère: Hilfe fürs Unkraut

Fort mit dem Wind – Die Gedichte des westschweizer Lyrikers Frédéric Wandelère, betrachtet von Carl Wilhelm Macke. Man schweift zunächst neugierig über die Titel einiger Gedichte dieses Bandes. „Rotkelchen am Feuer“ finden wir da oder „Morgenlicht“, „Der Schmetterling“ , „Die Heuschrecke“, „Die Oktoberheuschrecke“, „Der Hund und die Sau“. Wären es die Titel alleine, dann wären wir nicht neugierig auf diese Gedichte. Aber dann ist da auch Philippe Jaccottet, der das Vorwort geschrieben hat. Und übersetzt haben die Gedichte Elisabeth Edl und Wolfgang Matz, die zu den ganz Großen der zeitgenössischenRead More

Posted On März 14, 2012By Matthias PenzelIn Bücher, Musikmag

Ry Cooder: In den Straßen von Los Angeles

Ry Cooder feiert am 15. März seinen 65. Geburtstag. Wer nicht zur Party eingeladen wurde, hat trotzdem Grund zum Feiern, denn gerade ist seine Story-Collection „In den Straßen von Los Angeles" erschienen, übersetzt von Franz Dobler. Von Matthias PenzelRead More

Posted On März 14, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Antonio Pennacchi: Canale Mussolini

Meine faschistische Verwandtschaft – Man stelle sich einmal vor, über den Ausbau des Straßennetzes während der Nazizeit hätte ein deutscher Gegenwartsautor einen dicken Familienroman geschrieben. Und man stelle sich weiter vor, dass der Grundtenor dieses Wälzers keineswegs gegen Hitler und seine Architekten gerichtet wäre. Es wäre ein Roman geworden, der nicht ohne Humor und leicht eingängig das Milieu von Menschen geschildert hätte, in dem man mit diesem Autobahnbau der Nazis sehr einverstanden war. Der Autor hätte sehr genau und liebevoll eine Familie geschildert, in der alle Mitglieder der Nazipartei eigentlichRead More
Die dünne Haut der Realität – In seinem neuen Roman führt uns Thomas von Steinaecker in die von Controlling, Optimierung und Umstrukturierung bestimmte Welt des Versicherungsbusiness. Der mehrfach preisgekrönte junge deutsche Autor zeigt dabei auch, wie das realistische Erzählen in unseren Zeiten immer schon eine surreale Dimension in sich trägt. Von Karsten Herrmann Von Steinaeckers Protagonistin Rita Meißner wird nach einer Liaison mit einem „Alpha-Senior“ im Frankfurter Headquarter ihrer Versicherungsgesellschaft befördert und nach München versetzt. Als stellvertretende Abteilungsleiterin versucht sie hier um jeden Preis die Kontrolle über ihren Job undRead More

Posted On März 10, 2012By Carlo SchaeferIn Bücher, Crimemag

Carlos

Ich weiß, Schwurbnews II, aber es geht nicht. Nicht diese Woche. Gute Ausrede Nr. 1: Gestern hatte ich plötzlich einen bitterbösen PC-Virus: Unter Blockade aller Funktionen tauchte da ein Schriftstück auf, das mich in leicht fehlerhaftem Deutsch belehrte, mein PC sei infolge zahlloser Pornoseitenaufrufe so derartig vervirt und betrojanert, dass ich auf die unten erläuterte Weise 50 Euro zu berappen hätte, damit er wieder flott würde. Ansonsten drohe … das Übliche – so eine Art dritter Weltkrieg. Natürlich besuche ich als demnächst wiedergeborener Christ niemals Pornoseiten, schließlich weiß ich nicht,Read More
Schnittmenge Mexiko – Die Ethnologin und Sachbuchautorin Jeanette Erazo-Heufelder sucht nach der Wahrheit des mexikanischen Drogenkrieges. Und in ihrem literarischen Debüt untersucht sie einen ganz besonderen Kriegsschauplatz. Eine Doppelrezension von Ulrich Noller. Mit den Müttern ist es ja manchmal so eine Sache. Zum Beispiel, wenn sie ihrem längst selbst grau werdenden Sprössling in aller Öffentlichkeit imaginäre Fusseln vom Kragen zupfen. Wenn sie  dem ewigen Filius mit schwieligen Händen das Gesicht umfassen, um ihn nach dem obligatorischen Besuch – möglichst in Anwesenheit seiner neuen Partnerin – mit Mundkuss zu verabschieden. Oder wennRead More

Posted On März 10, 2012By Kirsten ReimersIn Bücher, Crimemag

Robert Brack: Unter dem Schatten des Todes

Jenseits der Propaganda – Ein historischer Roman mit einer Mission – kann das gut gehen? Durchaus: wenn nicht nur gut recherchiert, sondern auch vernünftig geplottet wird und die Figuren glaubhaft gestaltet sind, findet Kirsten Reimers. In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 brennt der Reichstag in Berlin. Als Schuldiger wird noch vor Ort der Holländer Marinus van der Lubbe verhaftet, der von der NSDAP sofort als Kommunist gebrandmarkt wird. Schon am 28. Februar 1933 tritt die Reichstagsbrandverordnung – „zur Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte“ – in Kraft, durchRead More

Posted On März 10, 2012By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Oliver Bottini: Der kalte Traum

Aufklärung – Oliver Bottini ist immer ein Liebling des Feuilletons gewesen. Sein neuer Roman „Der kalte Traum“ geht neue Wege im neuen Verlag. Joachim Feldmann ist mit dieser Entwicklung sehr zufrieden … Das Foto zeigt einen jungen Soldaten, der einem Greis eine Pistole an die Schläfe hält. Es illustriert einen Artikel vom 25. August 1995, in dem die Rückeroberung der seit 1991 bestehenden Republika Srpska Krajina durch kroatische Truppen gefeiert wird. Zu Beginn der Kriege im ehemaligen Jugoslawien hatten die serbischen Bewohner die Region zum autonomen Staatsgebiet erklärt. Verbunden warRead More

Posted On März 10, 2012By Claus KerkhoffIn Bücher, Crimemag

John Harvey: Pass auf dich auf

Wenn der schlimmste Alptraum wahr wird – John Harvey ist einer der „Masters of British Crime Fiction“ und ein von Lesern und Kritikern gleichermaßen geschätzter Kriminalautor. Seine literarische Meisterschaft stellt er mit dem 11ten Charlie Resnick-Roman „Pass auf dich auf“ wieder unter Beweis – findet Claus Kerkhoff. Im neuen Charlie Resnick-Roman „Pass auf dich auf“ spielt der Autor John Harvey für seinen Protagonisten Charlie Resnick die männlichen Tyche und fügt ihm einen der schlimmsten, vorstellbaren Schicksalsschläge zu. Charlie Resnick ist Detective Inspector in Nottingham, er ist ein guter Kriminalbeamter, einer, derRead More

Posted On März 3, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Oliver Harris: London Killing

Der obdachlose Bulle – Ein paar Bemerkungen zum Verhältnis von Polizei und Crime Fiction, anlässlich Oliver Harris´ Debut „London Killing“. Von Thomas Wörtche. Bei gefühlten 80 Prozent der Kriminalliteratur könnte man den Eindruck haben, sie sei in cleveren PR-Abteilungen von Polizeipräsidien entwickelt worden. Die ganzen CSI-Allmachtsphantasien (egal, wie ihr´s anstellt, wir kriegen euch doch), all die knorzigen Kommissare und ihre flippigen Assistentinnen und all die bedenkentragenden Kommissarinnen mit ihren grämlichen Assistenten, die witzischen Forensiker und Leichenschneider, die skurrilen Staatsanwälte und die putzigen Mordfälle – egal, ob Tod auf dem Klo,Read More

Posted On März 3, 2012By Henrike HeilandIn Bücher, Crimemag

Sophie Hannah: Totes Herz

Totes Holz – In ihrem Heimatland Großbritannien ist sie eine gelobte Größe ihres Genres, die Deutschen tun sich schwer mit ihr: Sophie Hannah, vielfach ausgezeichnet und in dreißig europäische Länder verkauft (laut Verlagsangaben). „Totes Herz“ ist der vierte ins Deutsche übersetzte Roman und ein guter Anlass, sich genauer anzusehen, ob hier jemand zu Unrecht verschmäht wird. Henrike Heiland hat sich´s angesehen … Die Ausgangskonstellation lässt hoffen: Ruth, die noch mit einem traumatischen Ereignis in ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, liebt Aidan, einen etwas zurückhaltenden, wortkargen Kerl Marke Heathcliff, aber FrauenRead More

Posted On März 3, 2012By Stefan LinsterIn Bücher, Crimemag

Michal Hvorecký: Tod auf der Donau

Tödliche Kreuzfahrt auf einem trostlosen Narrenschiff – Slowakische Kriminalliteratur gehört nicht unbedingt zu der bekanntesten des Genres. Umso freudiger wird sie begrüßt, umso gespannter sind wir – und dann das! Stefan Linster is not amused … Um gleich mit der Schwimmweste an Bord zu springen: Was uns der slowakische Autor Michal Hvorecký mit seiner Geschichte um eine Donaukreuzfahrt und deren Tourmanager tatsächlich erzählen wollte, mochte sich zumindest mir nicht mit Sicherheit erschließen. Und tatsächlich hätte ich den relativ dünnen, gefühlt jedoch nicht endenden Band sicher aus der Hand gelegt, wollteRead More

Posted On März 3, 2012By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Marko Leino: In der Falle

Stachliger Witz – Man sollte nicht den Fehler machen und die Finnen den anderen nordischen kriminalliterarischen Kulturen zuschlagen. Zumindest nicht automatisch. Finnische Kriminalromane sind vor allem oft komisch, eine Qualität, die den meisten schwedischen Depri-Schmökern abgeht. Frank Rumpel findet zumindest dieses positive Vorurteil bei Marko Leino bestätigt. Einiges in Marko Leinos Kriminalroman „In der Falle“  mag einem von anderen finnischen Romanen einigermaßen bekannt vorkommen. In diesem Fall sind das finnische Kleinkriminelle, die von einem etwas unbestimmten, besseren Leben träumen und dabei an ziemlich ungemütliche, russische Großkriminelle geraten. Ganz nebenbei wirdRead More

Posted On März 3, 2012By Thomas PrzybilkaIn Bücher, Crimemag

About Crime Fiction – Pick of the Week N° 2

Pick of the Week N° 2 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der  Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS  (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig-regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag jede Woche ein paar Titel aus dieserRead More

Posted On Februar 29, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag

Christian Kracht: Imperium

Der Ritter der Kokosnuss – (Aktualisiert am 2.3.) In einem der ersten Interviews, das Christian Kracht 1995 zum Erscheinen seines Debütromans „Faserland“ gab, ließ sich der damals noch nicht einmal dreißigjährige Autor nicht nur zu abfälligen Bemerkungen über die SPD oder Busfahrer hinreißen, sondern auch zu Sätzen wie: „Der bevorstehende Verfall eines Wertesystems oder einer Gesellschaft kündigt sich immer durch das massenhafte Entstehen sauschlechter Alltagsästhetik an.“* Man erahnt also, wie Kracht in den Ruch geraten konnte, ein ziemlich übler Schnösel zu sein. Von Joe Paul Kroll Zementiert wurde diese WahrnehmungRead More
Bunny weg, Fernseher an! Beatriz Preciado beschreibt in ihrer Studie die Befreiung des (Ehe-)Manns durch Playboy-Ikone und Verleger Hugh Hefner anhand seiner architektonischen Visionen. Hefner und der Playboy als heterosexuell-maskuliner Teil der sexuellen Revolution – das Gegenstück zur Emanzipation der Frau. Wer bis jetzt erfolgreicher war, liegt wohl auf der Hand. Von Christina Mohr Betty Friedan und Hugh Hefner als VerfechterInnen derselben Sache? Auf den ersten Blick scheinen die Ziele der feministischen Publizistin und des Playboy-Verlegers unvereinbar. Auf den zweiten Blick sind sie das wohl auch, aber der spanischen PhilosophinRead More

Posted On Februar 29, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Martin Amis: Die schwangere Witwe

Als aus Liebe Sex und Porno wurde – Martin Amis, „bad boy“ der britischen Literatur und immer für eine Provokation gut, führt uns in seinem neuen Roman an eine historische Schwelle, an der die Liebe von allgegenwärtigem Sex und Porno droht abgelöst zu werden: „Es war der Sommer 1970 … und der Geschlechtsverkehr hatte große Fortschritte gemacht.“ Von Karsten Herrmann Martin Amis lässt seinen Protagonisten Keith diesen Sommer zusammen mit dessen Freundin Lily sowie einigen anderen englischen Jungen und Mädchen einen Urlaub in einem italienischen Schloss verbringen. Der kettenrauchende LiteraturstudentRead More

Posted On Februar 29, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Marc Augé: Tagebuch eines Obdachlosen

Kein Ort, nirgends – Das haben nur wenige Wissenschaftler geschafft. Man schlendert durch eine Shopping-Mall oder eine Flughafenhalle oder über einen riesigen Parkplatz neben einem Supermarkt. Und sofort fällt einem der Name eines Autors und eines Buches von ihm ein. „Das ist ja alles wie von Marc Augé in seinem Buch ‚Nicht-Orte‘ beschrieben.“ Es gibt keine unverwechselbaren Häuserfassaden mehr, keine einzigartigen Grünflächen, keine auffallenden Denkmäler, keine historischen Straßenzüge. Alles ist überall rund um den Globus identisch, auswechselbar. Orte existieren nicht mehr, nur noch jene „Nicht-Orte“, die man eben mit demRead More

Posted On Februar 25, 2012By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Donald Ray Pollock: Das Handwerk des Teufels

Wuchtig, intensiv, melancholisch – Frank Rumpel ist sehr beeindruckt. Wer einen schlechten Tag hat, sollte besser die Finger von Donald Ray Pollocks Roman „Das Handwerk des Teufels“ lassen, denn besser wird der Tag davon sicherlich nicht. Das liegt keineswegs an der Qualität des Textes, sondern ganz allein an der nachtschwarzen Geschichte, die der 1954 geborene Pollock in seinem Romandebüt so perfekt mitleidlos erzählt, dass man ohne Weiteres auf den Gedanken kommen könnte, die Menschheit sei ein ziemlich hoffnungsloser Fall und jener Ausschnitt des Mittleren Westens der USA, wo Pollocks GeschichteRead More

Posted On Februar 25, 2012By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Bo Sanders: Die Maya-Prophezeiung

Schön schaurig – Bekanntlich geht ja bald die Welt unter, spätestens im kommenden Dezember. Anlass zu allerlei Unfug, nicht nur auf dem Buchmarkt. Eva Karnofsky hat die Probe aufs Exempel gemacht und war positiv überrascht: Nicht selten kommt Krampf dabei heraus, wenn ein Roman auf ein Datum hin geschrieben wird. Bo Sanders ist jedoch mit ihrer „Maya Prophezeiung“, die für den 21. Dezember 2012 den Weltuntergang vorhersagt, ein recht ordentlicher, unterhaltsamer Thriller gelungen, bei dem den Leser nicht ständig das ungute Gefühl beschleicht, dass der Verlag lediglich ein Ereignis „besetzen“Read More

Posted On Februar 22, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Peter Kurzeck: Mein wildes Herz

Das Herz, die Zeit und der jetzt genau richtige Mensch – Ja, eigentlich, zuerst… Mit diesen Worten beginnt die Erzählung und so zögernd, wie Peter Kurzeck sie spricht, ist das ein wirkliches Anheben und Sich Einstimmen. Der weiche Tonfall, der kaum merkliche Nachhall versetzen uns in einen fiktiven Raum, vielleicht ein altes Café, in dem man zusammensitzt. Nach ein paar tiefen Atemzügen (Kurzecks? Oder den eigenen?) geht es dann richtig los in diesem virtuosen Rhythmus, der die Hörer zu Lauschenden macht, denen auf einmal jedes Wort wichtig ist. Von GiselaRead More

Posted On Februar 22, 2012By Redaktion CMIn Bücher, Litmag

Heiko Arntz (Hg.): Der komische Kanon

Deutsche Komik – Mit triefender Nase sitze ich an meinem Schreibtisch, während nur wenige Meter von unserer Wohnung entfernt Alt und Jung dem alljährlichen Karnevalsumzug entgegenfiebert. Es ist Rosenmontag, der Höhepunkt der sogenannten närrischen Saison, und wann wäre die Gelegenheit besser, sich endlich jenem voluminösen Prachtband zuzuwenden, der seit einigen Monaten als attraktiver Blickfang mein Bücherregal ziert. Unter dem munter alliterierenden Titel „Der komische Kanon“ werden Texte deutschsprachiger Erzähler aus fünf Jahrhunderten versammelt, die, so Herausgeber Heiko Arntz, geeignet sein sollen, „hier und heute zu belustigen und zu begeistern“. UndRead More

Posted On Februar 15, 2012By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Dan Ross: Intersection: Cars Now. Vol.1

Arash und Mastretta, Venturi, Ascari und Westfield: alles super? Über fünfhundert Seiten, zwei Kilo schwer, mehr als hundert Automarken: Der aufwendig illustrierte, dreisprachige Katalogband „Cars Now“ liefert einen Überblick über fast alle Automodelle dieser Welt und lässt neue Trends erkennen. Von Peter Münder Diese Frage dürfte auch ausgefuchste Millionärsquiz-Kandidaten und ihre Telefonjoker ins Schwitzen bringen: Wer oder was sind: Arash, Mastretta, Mosler, Think!, Venturi, Ascari, Westfield, Koenigsegg, Gumpert? Nicht gewusst? Macht überhaupt nichts, es sind alles Automarken. Nicht gerade weltbekannte, von Großkonzernen produzierte, sondern exotische Nischenvehikel, die im spektakulären RiesenkatalogRead More

Posted On Februar 15, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Tony Judt: Das Chalet der Erinnerungen

Trotz allem glücklich – Lange Zeit war der in New York lebende und ganz besonders mit der jüngeren europäischen Geschichte verbundene Historiker Tony Judt nur wenigen bekannt. Sein Name begann sich erst herumzusprechen, als er als Intellektueller jüdischer Herkunft begann, vehement die israelische Lobby in den Vereinigten Staaten zu attackieren. Von Carl Wilhelm Macke In dem Moment hagelte es von einem Teil ebenfalls jüdischer Intellektueller Vorwürfe, dass er nicht nur antizionistisch eingestellt sei, sondern auch noch den rechten Antisemiten Argumente liefere. Noch bekannter wurde Judt dann allerdings aufgrund seiner schweren,Read More

Posted On Februar 15, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Xaver Bayer: Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen

Die Blütenlese im Verlag Jung und Jung geht lose weiter. Vielleicht haben wir es dort nur mit Blüten zu tun. Der Verlag wurde im Jahr 2000 von Jochen Jung in Salzburg gegründet, wo bis heute, fast unbeeindruckt vom Buchmarktgeschehen, als Schwerpunkt feine und anspruchsvolle Gegenwartsliteratur herausgebracht wird von Autoren und Autorinnen aus Österreich, meistens jedenfalls (wie Handke, H. C. Artmann, Erwin Einzinger, Katharina Geiser, Jean-Pierre Abraham, Gert Jonke). Eigenständige wie lebendige künstlerische Ausdrucksformen und Positionen seien darin zu entdecken. Das Verlagshaus widmet sich darüber hinaus Übersetzungen und streift mit PublikationenRead More

Posted On Februar 11, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Crimemag

Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus

Mega-Mania Adler-Olsen „Das Alphabethaus“ ist ein Bestseller auf Biegen und Brechen … Krimi macht’s möglich: mit ollen Kamellen ganz nach vorn an der Wühltischfront. Nach dem fetten Erfolg seiner Kriminalromane prescht unser aller liebster Däne Jussi Adler-Olsen auch mit seinem nachgelieferten Debütroman „Das Alphabethaus“ an die Spitze der Verkaufscharts. Ein Buch wie ein Brikett, das aus den fernen Zeiten der Ofenheizungen erzählt; rückblickend in die Kriegs- und Nachkriegszeit. Schon zu seinen Debützeiten, also in den Neunzigern, hat Jussi Adler-Olsen auf Klotzen statt Kleckern gesetzt. Ulrich Noller, der „Das Alphabethaus“ fürRead More