Bücher Category

Posted On April 18, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Andrea Bajani: Liebe und andere Versprechen

Ein schräger Trip in die Vergangenheit – Die Geschichte wiederholt sich, so lautet eine beliebte These über die Entwicklung der Menschheit. Bewiesen ist das bislang nicht, aber eines ist klar: Die Geschichte wiederholt sich in den Geschichten. Die Historie auszumalen, zu erklären, neu zu denken, umzudeuten – das ist eine der, wie man so sagt, vornehmsten Aufgaben der Literatur. Von Ulrich Noller In diesem Zusammenhang kann man zurzeit einen erstaunlichen Trend beobachten: dass allerorten im globalen Dorf Autoren die psychischen Folgen der Zeit des Zweiten Weltkriegs auf die nachfolgenden GenerationenRead More

Posted On April 18, 2012By Joern BorgesIn Bücher, Litmag

Lydia Daher: Insgesamt so, diese Welt

Schweben in brüchiger Welt – „Insgesamt so, diese Welt“ klingt nicht gerade nach einer Festlegung. Eher nach einem „Irgendwie“ einer lauwarmen Unterhaltung in einem Berliner Bistro. Der erste Eindruck täuscht jedoch. Lydia Daher ist eines ganz gewiss nicht: Eine Vertreterin von hübscher Beliebigkeit. Das erfährt man bereits beim Lesen des Titelgedichts ihres neuen Lyrikbands. Von Jörn Borges Der Titel ist eher Ausdruck einer Welt, die nur scheinbar zusammenhält. „Bröckelnde Wände“, im Moment noch romantisches Beiwerk zu Blüten, Gras und frischen Trieben, kündigen bereits die Angst vor dem Beziehungszusammenbruch an. Schön,Read More
Das Triviale lauert immer und überall – Martin Walkers Bruno-Romane. Eine durchaus subjektive Betrachtung über ein Phänomen – aus der Retorte? Von Stefan Linster. Das Heulen der Sirene auf dem Dach der fernen mairie durchbrach die Stille der französischen Sommernacht. („Grand Cru. Zweiter Fall für Bruno“) Es war einmal ein verschlafenes Städtchen im Périgord, das so ruhig und friedlich vor sich hin lebte, dass es eine rechte Freude war, bis daselbst eines Tages ein Meteorit einschlug. Fürderhin ward nichts mehr wie zuvor, gar wunderliche Dinge trugen sich zu, spektakuläre Geschehnisse vonRead More

Posted On April 14, 2012By Frank GoehreIn Bücher, Crimemag

Frank Göhre über Dada und Krimi

Die Geburt der Kriminalliteratur aus dem Geiste des Dadaismus ist ein ständiger Subtext von CrimeMag. Hier ein neues Mosaik-Steinchen einer faszinierenden Verbindung – von Frank Göhre. Verzahnt und verheert sind alle alten Böcke Friedrich Glauser im Dada-Zürich Er ist jung, noch nicht volljährig. Er hat ein schmales Gesicht, dunkles, glattes Haar und unter den dichten Augenbrauen blicken die großen Augen ein wenig melancholisch. Bekleidet ist er mit einem schwarzen Dreiteiler und darauf abgestimmter Krawatte. Seiner ersten Zimmerwirtin in der Bolleystraße 7 stellt er sich als Frédéric Glauser vor, nach ZürichRead More

Posted On April 14, 2012By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Liza Marklund: Weißer Tod

Gähn! Serienhelden und -heldinnen können dem Leser ans Herz wachsen, und dann schmerzt es, wenn ihre geistigen Väter oder Mütter so recht nichts mehr mit ihnen anzufangen wissen. Dieses Schicksal ereilt nun Annika Bengtzon, die Stockholmer Kriminalreporterin. In „Weißer Tod“ lässt Liza Marklund sie zum neunten Mal recherchieren, doch spannend geht anders. Eva Karnofsky gähnt. Nach drei Jahren als Korrespondentin in den USA kehrt Bengtzon zurück in ihren alten Job, und es wartet auch gleich eine Frauenleiche im Schnee auf sie. Doch bevor sie sich in die Recherchen stürzen kann,Read More
Raito Noberu, Soshoku-Kei Danshi, Ikikata No Hon: Das wollen wir lesen! Der wunderbare Literaturführer YOMITAI! („Das will ich lesen“) berücksichtigt nicht nur alle bekannten japanischen Gegenwartsautoren, er zeigt auch mit frappierenden Einblicken in eine exotische, vitale Nischenliteratur und spezielle New Media-Varianten (Handy-Romane usw.), wie lebendig und kreativ die gesamte japanische Literaturszene ist. Von Peter Münder Mag ja sein, dass die Reflexionshöhe in Banana Yoshimotos Teenager-Romanen („,Kitchen“, „Tsugumi“), wie die FAZ mal in einer Rezension befand, „konstant auf Futonhöhe“ verharrt, aber der Leser taucht doch ein in eine bunte, faszinierende undRead More
„Ich bin ein gescheiterter Künstler“ – Was verstehen wir unter „Kunst“, was unter „Künstler“? Für die bildende Kunst keine Frage, ihre Angehörige sehen in den Begriffen sich selbst und definieren ihren Status über ihre Nähe zu den Geldtöpfen des Markts. Wer dort nicht rankommt, ist kein Künstler. Oder – noch schlimmer – er ist ein gescheiterter Künstler. Davon handelt der Roman von Christian Saehrendt. Brigitte Helbling hat ihn gelesen. Ich kannte mal jemanden, der jemanden kannte, der sich Anfang der 1990er an der Kunsthochschule in Hamburg mit Jonathan Meese und weiterenRead More

Posted On April 11, 2012By Christina MohrIn Bücher, Litmag

Miranda July: Es findet dich

Sensible Antennen fürs Schräge und Abseitige – Die vielen Fans von Miranda July lieben die 38-jährige amerikanische Schriftstellerin, Regisseurin, Schauspielerin, Drehbuchautorin, Musikerin-und-überhaupt-Künstlerin genau dafür: dass sie alles ausprobiert und alles kann, ihrer Generation Stimme und Gesicht gibt, obwohl (oder weil) sich ihre Geschichten hauptsächlich um sich selbst drehen. Die nicht so zahlreichen July-KritikerInnen monieren ihre idiosynkratische, egozentrische, durchaus berechnende Art, die die als Miranda Jennifer Grossinger geborene July nur vordergründig als verhuscht und versponnen erscheinen lässt. Hinter dem kulleräugig-verträumten ewigen Girlie verberge sich eine kalte Strategin, die ihre wie zufälligRead More
„The baddest motherfucker in the world …“ Zur Kulturgeschichte des Scharfschützen und zum Thriller-Autor Stephen Hunter (Teil VII) Da ist es wieder, das Monster. Mohammed Merah, der 22-jährige Serienmörder von Toulouse, der erst drei Soldaten, dann vor einer jüdischen Schule drei Schüler und einen Lehrer ermordete und schließlich bei einem Feuergefecht von einem Scharfschützen der Sondereinheit RAID erschossen wurde. „Dieser Mohammed Merah, wenn Sie erlauben, war ein Monster. Wir können ihn, geboren in Frankreich, ein Franzose, nicht mit den Kindern von Bootsflüchtlingen gleichsetzen“, sprach jüngst (am 26.3. 12) der französischeRead More

Posted On März 28, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitMag-Quickies

Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku-Rezension über Iwan Gontscharow (Friederike Moldenhauer) und einem spannenden Streifzug durch Literatur (Christopher Roth, textura), Feminismus (Laurie Penny) und Kunst (Jackson Pollock), unternommen von  Joe Paul Kroll (JPK), Carl Wilhelm Macke (CWM), Christina Mohr (MO) und Christiane Geldmacher (CG). (FM) Haiku-Rezension Nachdenklich ruhend riesiger schöner Wälzer kommt er vom Sofa? Iwan Gontscharow: Oblomow (Oblomow, 1859). Übersetzt von Vera Bischitzky, herausgegeben von Vera Bischitzky. Hanser Verlag 2012. 840 Seiten. 34,90 Euro. So was von damals (JPK) Ein junger Mann kauft sich Samstagmorgen ein Auto, Sonntagmorgen verlässtRead More
Man weiß nie, wer man ist – Die Erinnerung ist hier und jetzt etwas Wunderbares. Wenn sich 58 Menschen, Zeitzeugen, mehr oder weniger auf einen Schlag (in einem Buch) erinnernd einer einzigen Person nähern, die seit mehr als zwanzig Jahren tot ist, wird diese auf eigenartige Weise lebendig. Fassbarer als Mensch nicht unbedingt – da es sich eben in diesem Fall um Thomas Bernhard handelt. In Sepp Dreissingers Begegnungsband ist dennoch die Erinnerung hellwach. Von Senta Wagner Als letztes und fulminantes Werk eines Einzelstatements zu dem Dichter dürfte „Ein JahrRead More

Posted On März 28, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Karl-Markus Gauß: Ruhm am Nachmittag

Beherzt gegen den Zeitgeist – Die neuen Aufzeichnungen von Karl-Markus Gauß werden zur passenden „Nachttischlektüre“ geadelt. Gauß schreibt einfach gut, kennt sich in Europa aus und pflegt das intellektuelle „Gegen-den-Strom-Schwimmen“. Von Carl Wilhelm Macke Irgendwie hat der Begriff „Nachttischliteratur“ einen negativen Akzent. Man etikettiert damit Bücher, die man kurz vor dem Einschlafen zur Hand nimmt. Die zu lesen vielleicht nicht allzu viel intellektueller Anstrengung bedarf. Die den Lesern dabei helfen, langsam aus dem Alltagstrubel hinüberzugleiten in den Schlaf. Meditationsbücher, möglichst mit Fotografien von Sonnenuntergängen und bunten Fischerbooten vor Capri. BändeRead More

Posted On März 28, 2012By Ludmilla WeberIn Bücher, Litmag

Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt

Zu Hause in der Fremde Maria „Mascha“ Kogan ist das Gegenteil eines Typus. In erster Linie ist sie ein menschliches Mosaik, zusammengesetzt aus unterschiedlichsten ethnischen Teilchen: Im sowjetisch geprägten Baku geboren, in Frankfurt aufgewachsen. Sie beherrscht Russisch und Aserbaidschanisch. Sie ist jüdisch, aber nicht religiös. Sie studiert Arabisch und spricht kein Hebräisch. Dass die richtige Aussprache eines Wortes über Leben und Tod entscheiden kann, lernt sie während der ethnischen Konflikte in Aserbaidschan. Sprache wird ihr Aushängeschild, ihre Bank. Von Ludmilla Weber. (Ein Videogespräch mit der Autorin finden Sie hier). AlsRead More
Erinnerungsspur aus einzelnen Bildern „einmal muss ich über weiches Gras gelaufen sein“ – es ist ein versonnen klingender, in der Luft hängender Satz, mit dem Carolina Schutti ihr neues Buch betitelt hat (2010 debütierte sie mit dem Roman „Wer getragen wird, braucht keine Schuhe“). Ein solcher Satz kann nur von jemandem stammen, der, mit Peter Rühmkorf zu sprechen, im Vollbesitz seiner Zweifel ist. Dies trifft auf Maja zu, die Hauptperson in diesem stillen Drama über Heimatlosigkeit und über den Verlust der Sprache der Kindheit und die ungestillte Sehnsucht danach. VonRead More

Posted On März 24, 2012By Carlo SchaeferIn Bücher, Crimemag

Andrea Maria Schenkel: Finsterau

Es tannödet in Finsterau – Wie auch immer die wirklichen Hintergründe sind, Verlagswechsel reizen zu Kommentaren, Turbulenzen im Privatleben von Autoren werden viel diskutiert, Erfolgreiches zum Abschuss freigegeben, die ganze mediale Dynamik rauf und runter. Carlo Schäfer bemüht sich um einen kühlen Blick auf Andrea Maria Schenkels neues Buch: „Finsterau“. Es ist eigenartig die Seiten zu wechseln, als Autor das Buch einer, wenn auch viel berühmteren Kollegin zu besprechen. Schwierig – es droht nämlich beides: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus oder Kollegenschelte, unterdrückten Neidgefühlen geschuldet. Versuchen wir’s trotzdem.Read More
Zwei Romane über die Mexikanische Revolution … ... kurz vorgestellt und wärmstens empfohlen . Mexiko ist schon immer ein CrimeMag-Schwerpunkt, heute kümmert sich Doris Wieser ein bisschen historisch vertiefend um die Erzählungen von der Gewalt … Lateinamerikanische Literatur wird häufig mit dem Thema Gewalt assoziiert. Das liegt nicht nur daran, dass im vergangenen Jahrzehnt besonders viele Kriminalromane aus diesem Kulturraum zu uns gelangt sind, sondern hat Tradition. Auch in den großen berühmten Romanen der Boom-Autoren, die in den 1950er und 1960er Jahren geschrieben und in den 1970ern und 1980ern vomRead More

Posted On März 24, 2012By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Roberto Ampuero: Tod in der Atacama

Realistischer Sumpf – Nach dem großen Erfolg von „Der Fall Neruda“ liegt die Messlatte für den neuen Roman des Chilenen Roberto Ampuero hoch. Da ist es nicht ohne Risiko, in der Folge einen im Original bereits 1996 erschienen Titel auf den Markt zu bringen – schließlich entwickeln sich Autoren weiter. Ampueros jetzt ins Deutsche übersetzter Krimi „Tod in der Atacama“ ist denn auch nicht so kunstvoll konstruiert wie „Der Fall Neruda“, sondern gradlinig und chronologisch erzählt, und er ist auch nicht ganz so originell – dennoch lohnt sich das Lesen,Read More

Posted On März 24, 2012By Henrike HeilandIn Bücher, Crimemag

Rosamund Lupton: Außer sich

Eine Frau steht neben sich – Aufklärerisch tätig sein können eine Menge Entitäten. Tiere, Engel und so … Ein schwebender Geist, eine Seele ohne Körper (bitte komplettieren Sie Ihrer metapyhsischen Grundüberzeugung nach selbst!) oder was immer ist Henrike Heiland in einem Roman von Rosamund Lupton begegnet. Geht nicht? Lesen Sie selbst … Während des Sportfests fängt die Schule an zu brennen. Zum Glück sind fast alle draußen im Stadion – aber eben nur fast. Jenny, die den Dienst im Erste-Hilfe-Raum übernommen hat, befindet sich im Gebäude. Ohne nachzudenken stürzt sichRead More

Posted On März 24, 2012By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Crimemag

Martin von Arndt: Oktoberplatz

Tantchen & Tantchen „Kriminalroman“ steht auf vielen Romanen drauf, die keine sind. Und auf Romanen, die Kriminalromane sind, steht es oft nicht drauf. Bei Martin von Arndts „Oktoberplatz“ sollte es ganz groß draufstehen, findet Anne Kuhlmeyer. Wasil, Wasja, erblickt das Stahlblau des weißrussischen Himmels als Licht seiner Welt, in einer Familie, deren Abstammung und Konstellation verwirrender nicht sein könnte. Der ungarische Großvater, 1908 geboren, Trinker, Schürzenjäger, beseelt von der Revolution, schlägt sich in die Sowjetunion durch und begründet mit dem 15-jährigen Nachbarsmädchen die Nachkommenschaft. Wasils Vater kommt Ende der FünfzigerRead More

Posted On März 24, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Crimemag

Davide Longo: Der aufrechte Mann

Grandioses Endzeitdrama – Der hierzulande noch wenig bekannte Italiener Davide Longo hat mit „Der aufrechte Mann“ ein grandioses Endzeitdrama und eine erschütternde Parabel auf den Niedergang seines Landes während der Berlusconi-Ära geschrieben. Von Karsten Herrmann Im Zentrum von Longos Roman steht Leonardo, ein ehemals erfolgreicher Schriftsteller und angesehener Professor für Literatur. Die Bücher sind sein Reich und Segen, aber auch ein Fluch: „Einige hatte ich zu Bollwerken in meinem Gemäuer gemacht. Andere zu Reisepässen in meinen Ländern. Kompendien dessen, was das Leben war oder hätte sein sollen. […] Ich liebeRead More

Posted On März 24, 2012By Christopher G. MooreIn Bücher, Crimemag

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Nicht sehr beliebt ist bei Kriminellen (staatlichen, organisierten und sonstigen) die Redefreiheit. Man kann dagegen etwas tun, bis dass der Redner kotzt … Christopher G. Moore über einen neuen Wahsinn:   Forcing people to shut up or throw up … It’s not only you who’s looking to high-tech to solve all of your problems. Repressive and not-to-date-so-repressive governments are taking notice of new weapon technology. If you are a protester or demonstrator your future will likely include being made mute or stuttering uncontrollably and throwing up. These weapons are currentlyRead More
Dass die narrativen Modelle einiger aktueller Fernsehserien (übrigens nicht nur amerikanischer Herkunft, wie ausgerechnet das kleine Dänemark zuletzt mit „Kommissarin Lund“ und „Gefährliche Seilschaften“ bewiesen hat) zu den spannendsten gegenwärtigen Erzählformen gehören, hat sich inzwischen rumgesprochen. Christian Schöller begrüßt den Start der 5.Staffel der amerikanischen Ausnahmeserie „Mad Men“ mit einem Blick in das Buch zur Serie („Die ganze Welt von Mad Men“) – und schaut sich den zwiespältigen Hauptdarsteller etwas genauer an. Was würde Don Draper tun? Wenn kommenden Sonntag die neue Staffel von „Mad Men” beginnt, bin ich wieder dabei.Read More

Posted On März 21, 2012By Lucy Renner JonesIn Bücher, Litmag

Benjamin Lebert: Im Winter dein Herz

Wie wird deutsche Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutsche Literatur ins Englische – und wird für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen heimischer Autoren auf Ihre Aussichten für den englischsprachigen Markt abklopfen. Heute: Benjamin Lebert: „Im Winter dein Herz“ Eingebettet in die Rezension finden Sie ein Video-Gespräch, das unser Partner „Interview Lounge“ mit dem Autor geführt hat. A good read Lebert’s first novel Crazy divided critics in the year 2000, nowhere so much as across the divide ofRead More
Die Angst vor dem sozialen Abstieg – Kathrin Fischers porträtiert die „Generation Laminat“. Von Joachim Feldmann. Die großformatige Anzeige hatten wir aus der Tageszeitung ausgeschnitten und in unserer WG-Küche an die Wand gepinnt. Sie zeigte einen milchgesichtigen Teenager, der kurz zuvor eine international begehrte Tennis-Trophäe gewonnen hatte. Neben dem Bild prangte der Spruch: „Es ist ein gutes Gefühl, wenn Leistung zu Erfolg wird“. Das Logo und der Name des Auftraggebers fanden sich, wenn ich mich recht erinnere, unter dem Slogan: Deutsche Bank. Wir liebten diese Anzeige, verkörperte sie doch aufRead More

Posted On März 21, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Silvio D’Arzo: Des andern Haus

Gisela Trahms traf auf eine lit.cologne im Tranströmer-Hype – und hat dann doch ein ganz anderes Buch gelesen. Eine flanierende Rezension live aus der Kölner Buchhandlung Bittner. Ausharren – Die Macher der lit.cologne besitzen einen langen Atem. Als sie vor zwölf Jahren anfingen, wussten sie, dass sich niemand für einen betagten schwedischen Lyriker namens Tranströmer interessierte. Also warteten sie einfach, bis er mit achtzig den Nobelpreis erhielt und jetzt das Schauspielhaus füllen kann. Gehst du zu Tranströmer? Hast du Karten für Tranströmer? Kriegt man noch welche? Die Buchhandlung Bittner istRead More

Posted On März 21, 2012By Carola EbelingIn Bücher, Litmag

Erwin Koch: Was das Leben mit der Liebe macht

Von der traurigen, grotesken, monströsen, alltäglichen Liebe So viel ist über die Liebe geschrieben worden, dass es schwer ist, dem reichen Schatz etwas noch Ungekanntes hinzuzufügen. Es sei gleich vornweg gesagt: Erwin Koch gelingt das. Von Carola Ebeling „Was das Leben mit der Liebe macht“ ist eine Sammlung manchmal verstörender, immer berührender Liebesgeschichten. Geschrieben von einem, der für seine Reportagekunst bereits zwei Mal mit dem Egon Erwin Kisch Preis ausgezeichnet wurde. Und so ist auch die Erzählform eine besondere: Es sind wahre Geschichten, Koch hat mit den Menschen gesprochen, undRead More