Sláinte – Was eine Hard-boiled-Privatdetektivgeschichte ausmacht, ist der Held. Blickt man auf die bekanntesten Gründungsväter dieses Genres (Chandler und Hammett) zurück, wird das Prinzip schnell deutlich. Die Größe ihrer Werke und Helden besteht unter anderem darin, eine Einheit von Heldentum und Misere aufrechtzuerhalten. Sam Spade und Philip Marlowe sind pessimistisch, häufig frustriert und erleben auf dem Weg der Lösung eines Falls persönliche Fiaskos. Eine Präskription des Handwerks könnte lauten: Den meisten Erfolgen wohnt ein Scheitern inne. Roland Oßwald über Ken Bruens „Jack Taylor auf dem Kreuzweg“. Ken Bruen setzt diese
Read More Zum Teufel! Wir lieben alle unsere Hammer-Productions, hoffentlich. Christopher Lee als Dracula, kreischende Maiden, plüschige Ausstattungen, rotes Blut und Nebelmaschinen … Das ideale Setting für einen Retro-Roman. Der Spanier Javier Márquez Sánchez hat sich ans Werk gemacht, Corla Bauer ist aber nicht soo sehr überzeugt. „Das Fest des Monsieur Orphée“ gleicht sowohl von der Aufmachung als auch inhaltlich sowie vom stilistischen Aufbau eher einem Horrorfilm denn einem Kriminalroman. Mit schwarzem Einband, gelber Schrift und rotunterlegten diabolischen Zeichnungen mutet das Cover schon sehr mysteriös an. Schlägt man das Buch dann auf,
Read More Das Rauschen der Quellen – Wenn man, wie Holger Hof, sich schon seit über einem Vierteljahrhundert mit Werk und Nachlass Gottfried Benns beschäftigt, mag es nur konsequent erscheinen, aus dieser Beschäftigung die Summe in Form einer großen Biografie zu ziehen. Dabei soll keineswegs Eitelkeit unterstellt werden, denn wer sollte die Quellen besser kennen als dieser verdienstvolle Mitherausgeber der Werkausgabe und Kompilator einer hervorragenden Bildbiografie? Allein, es zeigt sich anhand dieser zum 125. Geburts- und 55. Todestag des Dichters erschienenen Biografie, dass aus der Vertiefung allein noch kein Standardwerk entstehen muss.
Read More Posted On Januar 11, 2012By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag
Alles Lüge? Es gibt die Zeitung für Deutschland (FAZ), die Kampagne „Du bist Deutschland“ und nun auch einen „Deutschlandroman“. Der melancholische Titel dieses Buches verspricht viel, wie auch der Alfred-Döblin-, der aspekte-Literatur- und der Deutsche Buchpreis, die dem Autor für sein erstes Prosawerk verliehen wurden, manche Erwartungen wecken. An der Literatur und ihrer Rezeption geschulte Menschen aber wissen, dass Preise und Verkaufszahlen eher etwas über den Zeitgeist als über die Qualität von Literatur aussagen. Und es ist der Zeitgeist, der den Erfolg dieses Romans verständlicher macht als seine Prosa. Von
Read More Posted On Januar 11, 2012By Charlotte von BausznernIn Bücher, Litmag
Erzählungen aus der Vorsatzküche – Wie man Sonja Heiss’ „Das Glück geht aus“ zubereitet und genießt. Von Charlotte von Bausznern. Bei Sonja Heiss’ Erzählungsdebüt wird mir manchmal schlecht, und manchmal fang ich fast an zu heulen. Ich sitze im Zug und während ich lese, verbinden sich eine Reihe trostloser, aber hoffnungsvoll endender Schicksale mit den nirgendwo sonst sich dermaßen häufenden Abrisshäusern zwischen Magdeburg und Wolfsburg. War man vorher nicht wie Heiss’ Figuren, wird man spätestens beim Lesen so (ich frage zwei Mal nach, ob der Zug auch wirklich da hält,
Read More Posted On Januar 11, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Wasser, überall Wasser – Ein Engländer und ein Kroate erklären uns Venedig. Von Carl Wilhelm Macke. Gibt es eine Stadt, über die mehr Bücher geschrieben worden sind als Venedig? Geht man in eine Buchhandlung oder surft im Internet herum auf der Suche nach Büchern, die der Lagunenstadt gewidmet sind, wird man überschwemmt von Angeboten. Unendlich viele Reisebücher gibt es, historische Abhandlungen, Anthologien, Romane, in denen noch die kleinste Gasse am Tag, in der Nacht, bei Hoch- und Niedrigwasser beschrieben wird. Da muss man schon so gut schreiben können und über
Read More Der Sarrazin-Faktor – Wenn aus Büchern Bestseller werden, hat das meistens Gründe, auch wenn man sie manchmal schwer benennen kann. Manchmal aber ist es gar nicht schwer: Rita Falk macht in „Schweinskopf al dente“ mit Fremdenfeindlichkeit Kasse. Ulrich Noller seziert den Seller. Gefühlswallungen in Großmarktdosis, Autor mit Fernsehfresse, magische Wesen samt Zauberkräften, melancholische Skandinavier, Hämorrhoiden vs. Oralsex und manchmal sogar richtig gute Literatur – die Gründe, warum Geschichten zu Büchern und dieselben dann zu Bestsellern werden, sind so verschieden. wie der Lesemarkt vielfältig ist. Allerdings funktionieren bestimmte Muster zu bestimmten
Read More Am Ende ist Krieg … Das muss man hinbekommen – aus einem sehr kompliziert geplotteten Roman, der auch noch Fragment geblieben ist, eine Comic-Fassung zu machen, die den narrativen Torso plausibel zu Ende führt: Dem französischen Zeichner Max Cabanes und dem Co-Bearbeiter Doug Headline ist dieses Kunststück gelungen. Aus Jean-Patrick Manchettes letztem, unvollendeten Roman ist ein faszinierender Comic geworden. Thomas Wörtche über „Blutprinzessin“. Jean-Patrick Manchettes letzter Roman „Blutprinzessin“ ist ein schwieriger Text. Ein Jahr nach Manchettes Tod 1995 erschien eine Fassung, die ungefähr bei der Hälfte der Handlung abbricht und
Read More Psychogramm des jungen Mörders – Die schottische Autorin Denise Mina ist bei uns viel zu unbekannt. Sie ist auch kein „Geheimtipp“ oder so etwas Albernes, sondern eine wichtige Schriftstellerin. Henrike Heiland begründet, warum. Je größer die sozialen Ungleichheiten, desto gewalttätiger ist eine Gesellschaft. Aber dass die Gewaltbereitschaft, das vorbereitende Gedankengut nicht immer nur von unten kommen, kann man sich nicht oft genug bewusstmachen. Denise Mina schreibt in „Blinde Wut“ darüber. Thomas Anderson hat einen pervers reichen Vater. Er geht auf ein teures Internat in Schottland, er wird mit dem Privatflugzeug
Read More Holmes & Moriarty – The Show must go on Holmesiana sind gerade steampunk- und retro-mäßig schwer en vogue. Ein drolliger Anachronismus, aber schon okay, findet Joachim Feldmann, der sich einen Neo-Holmes-Roman von [[Anthony Horowitz]] vorgenommen hat. London sei seit dem Tode seines Widersachers Professor Moriarty vom Standpunkt des Kriminalisten aus betrachtet nicht mehr besonders interessant, klagt der selbst just von seinem Erfinder [[Conan Doyle]] wieder zum Leben erweckte Meisterdetektiv Sherlock Holmes, bevor er daran geht, das Rätsel des „Baumeisters aus Norwood“ (in „Die Rückkehr des Sherlock Holmes“, 1905) zu lösen.
Read More Klassiker-Check: Nach 25 Jahren erneut gelesen. Über ein blutendes Herz in [[Georges Simenon]]s „Drei Zimmer in Manhattan“. Verbrechen des Herzens „Er war glücklich. Er schwamm im Glück. In einem Glück, das morgen, in einigen Tagen beginnen würde, vorerst aber in einer Angst bestand, weil er eben jenes Glück noch nicht in Händen hielt und grauenvolle Angst davor hatte, es zu verlieren.“ Francois Combe, gerade in New York angekommen, abends in einer Bar eingekehrt und dort eine Frau kennengelernt, hat sich in sie verliebt, geradezu maßlos verliebt. „Im Grunde wusste sie
Read More Kompliziert – Stoff für hunderte von Polit-Thriller, verwickelt, vielschichtig und blutig. Markus Bickels Buch „Der vergessene Nahostkonflikt“ versucht, Transparenz zu erzeugen. Anne Kuhlmeyer hat es gelesen. Wie zu erwarten, ist das Buch keine ganz einfache Lektüre. Es ist wie in der Fotografie: Das Objekt bestimmt letztlich das Bild. So ist das Bild bzw. das Mosaik der Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens eine höchst verzwickte und komplexe Angelegenheit, die im Kapitel „Arabiens Stunde Null“ in einem raschen Abriss an den Anfang des Buches gestellt wird. Glücklicherweise finden sich auf den
Read More Posted On Dezember 14, 2011By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag
Überraschungen aus dem Dunkel – Wie haben Sie das gemacht, Mr. Hitchcock?, fragte einst François Truffaut den Meister des suspense. Daraus wurde ein Kultbuch. Film ist eben spektakulär, Cary Grant küsst Grace Kelly, dirigiert vom eifersüchtigen Magier… Gegen solch glamouröses Knistern wirkt der Schaffensprozess des Schriftstellers eher unterkomplex. Jeden Tag ein paar Stunden am PC, möglichst einsam, möglichst ungestört, mehr braucht es anscheinend nicht, damit der Leser am Ende das Buch zuklappt mit der bewundernden Frage: Wie zum Teufel hat er / sie das gemacht? Wend Kässens spürt dieser (und
Read More Hey, der ist Japaner – Als ich die Liste der Neuerscheinungen dieses Jahres durchging, blieb ich an diesem gezifferten Titel hängen. Ich hatte den Autor schon einmal unter den Bestsellern gesehen und konnte das nicht so recht in Einklang bringen mit dem Gemunkel, dass Murakami „hochwertige“ Literatur schreibt. Vielleicht, dachte ich mir, ist das der seltene Mechanismus der Märkte, der sonst nach einer Nobelpreisverleihung greift, nur ohne Nobelpreis. Außerdem: Hey, der ist Japaner. Ich werde relativ viel zitieren. Man soll ja immer mit etwas Gutem anfangen, dann das Negative kritisieren
Read More Posted On Dezember 14, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Ratgeber für Weltverbesserer – Ein Journalist, ein Kabarettist und ein katholischer Pfarrer haben sich ein Jahr lang jeden Freitag im Pfarrhaus eines Kölner Arbeiterstadtteils getroffen, um sich Gedanken zu machen, wie man die Welt verbessern kann. Was sie dabei zusammengetragen haben, ist von umwerfender Fantasie und Ermutigung. Von Carl Wilhelm Macke Am liebsten möchte man das Buch in großer Auflage in jeder Schule, jedem Rathaus, jedem Bürgertreff und – warum nicht – in allen Foyers von Banken auslegen. Man kann eh nix ändern an der Wirtschaftskrise, deren Ursachen wir so
Read More Rasant, rasant – Viktor Hoffmann ist ja schon vom Namen her der geborene Loser – haha, Scherz! Nee, aber ehrlich: Wenn der Ich-Erzähler von „All exclusive“, ein Twenty-something, zu Beginn dieses „Unterwegsromans“ in die USA aufbricht, einfach so, auf den Spuren von Ginsberg, Kerouac & Co., da meint man als Leser schon zu ahnen, wohin das Pferd trippelt. Zumal, wenn man den Satiriker Gunnar Homann zu kennen glaubt. Ja, na klar, das wird jetzt so eine witzige Coming-of-Age-Geschichte mit gutem Ausgang. Denkste… Obwohl, zunächst mal verläuft alles nach Plan: Viktor,
Read More Posted On Dezember 14, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Litmag
Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku-Rezension über David Mazzucchelli (Friederike Moldenhauer) und neuen Büchern von NJ Stevenson, Bora Ćosić, Schwarwel, Julio Llamazares, Eva Illouz und Nikola Madzirov; besprochen von Christina Mohr (CM), Brigitte Helbling (BH) und Carl Wilhelm Macke (CWM). (FM) Haiku-Rezension Grafischer Roman Architekt stellt Sinnfrage super gestaltet David Mazzucchelli: Asterios Polyp (Asterios Polyp 2009). Graphic Novel. Aus dem Amerikanischen von Thomas Pletzinger. Durchgehend zehnfarbig, Halbleinen. Eichborn Verlag 2011. 344 Seiten. 29,95 Euro. Krinolinenröcke auf Fesselballongröße (CM) Frei nach Oscar Wilde behaupten wir, dass nur sehr oberflächliche Menschen dem
Read More Mord zum Kuscheln – Cozys kann man relativ schnell als trivial abqualifizieren. Tatsächlich aber prägen sie immer noch und immer wieder das vermutlich breitenwirksamste Bild von „Krimi“. Am Beispiel eines Romans der cozy-notorischen Anne George hat sich Henrike Heiland mit ein paar grundsätzlichen Implikationen vermeintlich unschuldig-harmloser Unterhaltung beschäftigt. Agatha Christie hat es vorgemacht, Scharen von Krimiautoren machen es nach: Der kuschelige Landhauskrimi mit moralisch in die Höhe gerecktem Zeigefinger macht weiterhin hartnäckig Umsatz. Die 2001 verstorbene Anne George ist da nur eine von vielen. Zehn Jahre nach Erscheinen in den
Read More Waffenhandel, Liebe und Südafrika – Mit „Payback“ von Mike Nicol ist gerade der erste Band einer Trilogie erschienen, die ein großer Wurf zu werden verspricht. Thomas Wörtche über das Buch und ein paar Kontexte. „Der neue Star des südafrikanischen Krimis“ brüllt ein Blurb von Deon Meyer auf einem quitschgelben Aufkleber, der „Payback“ schmückt. „Star“ ist okay, der „neue“ ist lachhaft, außer der Spruch von Deon Meyer wäre so um die zwanzig Jahre plus alt. Wer sich nur ein bisschen auskennt mit südafrikanischer Literatur, sollte eigentlich auf Nicol gestoßen sein. Entweder
Read More Der andere Stadtführer für Washington D.C. – George P. Pelecanos als einen großen amerikanischen Kriminalschriftsteller zu loben hieße Eulen nach Athen tragen, so sehen das zumindest seine Fans. Wenn Pelecanos hierzulande ein weitgehend Unbekannter ist, sagt das viel über den Literaturstandort Deutschland aus. Sein Roman „The Big Blowdown“ (1996) erschien erstmals 1999 bei DuMont Noir unter dem Titel „Das große Umlegen“. Diese Krimireihe scheiterte nach kurzer Zeit, das Nachsehen hatten die Autoren. Jetzt hat DuMont eine Neuauflage unter dem deutschen Titel „Big Blowdown“ gewagt. Claus Kerkhoff wünscht Autor und Verlag
Read More Phantasmagorien – Giovanni Battista Piranesis bizarr-labyrinthische Architekturbilder werden heute gerne als Illustration verstörter Seelenlandschaften verstanden. Sie stammen aus dem 18. Jahrhundert, wirken aber bis heute fort. Ein kleiner Exkurs von Friedemann Sprenger … Von „le noir cerveau de Piranèse“ dichtete Victor Hugo 1856 in „Les Mages“ und tatsächlich hat der Venezianer Giovanni Battista Piranesi (1720–1778) mit seinem enormen graphischen Werk für erhebliche „Momente der Verstörung“ in der Kultur- und Geistesgeschichte Europas und beider Amerikas gesorgt, wie Norbert Miller das Vorwort zu seiner grandiosen Studie „Archäologie des Traums“ (1978) genannt hat.
Read More Bloody Chops – kurz, knapp, schmerzhaft und erlösend, heute von Eva Karnofsky (EvaK), Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW). Ganz nett, ungeschickt lektoriert (EvaK) Ganz nett, der neue Fall von Inspectora Petra Delicado, mehr nicht. Dabei hätte ein Rotstift genügt, um „Die stumme Braut“ der Spanierin Alicia Giménez-Bartlett zu einem flotten Krimi zu machen. Ein oder zwei Mal ist es witzig, das Gezeter der Inspectora, dass sie zu wenig Zeit für ihren frisch angetrauten dritten Ehemann hat – wie auch ihr Adlatus Subinspector Fermín Garzón, ach herrje, ebenfalls frisch
Read More Fran Ray heute … über Alan Bradley, äääh, über Flavia de Luce … Ich mag keine Kinder. Das habe ich auch CrimeMag nicht verschwiegen. Dennoch hat man mich auf dieses Interview angesetzt. Wollte man mich quälen? Das jedenfalls hat man jetzt davon: Anwaltskosten. Waren Sie schon einmal im Gefängnis? Hier mein Bericht, wie es überhaupt geschehen konnte, mich in eine solch fatale und unmögliche Lage zu bringen: Im Auftrag von CrimeMag machte ich mich auf den Weg zu Flavia de Luce. Ja, sicher, ich hätte WISSEN müssen, dass es ein
Read More Ihr Kinderlein, sterbet … Rob Alef hatte schon immer einen sehr spezifischen Blick auf die Welt, seine Komik ist ein scharfes Instrument für Erkenntnisgewinn und literarisches Vergnügen. Das gilt auch für „Kleine Biester“. Thomas Wörtche ist sehr überzeugt. Die Welt ist gewalttätig, irrwitzig und komisch. Wie sehr, davon erzählt „Kleine Biester“, der dritte Kriminalroman von Rob Alef, unter anderem Namen im bürgerlichen Leben Rechtshistoriker. Ein kühnes Buch! Denn in Rob Alefs Geschichte werden Kinder ermordet. Nicht von einem genre-üblichen devianten Serialkiller, sondern mit Gründen. Die Grundschüler stehen nämlich auf der
Read More Western, noir? – Ein Western auf der Krimi-Zeit-Bestenliste – Country Noir? Oder gibt es ganz andere Verwandschaften? Joachim Feldmann über „Deadwood“ von Pete Dexter … Seit die letzten kommerziellen Leihbüchereien geschlossen haben, ist der Wildwestroman hierzulande fast nur noch in Heftchenform präsent. Das war mal anders. Ich erinnere mich noch gut an ein Schuhgeschäft in meinem Heimatort, das in den sechziger Jahren ein umfangreiches Sortiment an Western, Krimis und Liebesromanen gegen eine Gebühr von 20 Pfennig zur Ausleihe bereit hielt. Dummerweise gab es für mich damals höchstens ein Lurchi-Heft zum
Read More Nur ein Hauch von interessant – Wo Chuck Palahniuk draufsteht, ist meistens eine Menge Verstörendes drin – und etwas Außergewöhnliches oftmals dazu. Bei Fight Club war es ein anarchistischer, schizophrener Büroangestellter und im neuen Roman Diva ist es eine manipulierende Haushaltshilfe, die seit Jahrzehnten eigentlich nur das Beste für ihre Miss Kathie will und dafür viel in Kauf nimmt. Thorlef Czopnik ist nicht wirklich begeistert … Der Plot ist schnell erzählt und nicht sonderlich interessant, wohl eher abschreckend langweilig, eintönig: Katherine Kenton, ihres Zeichens alternde Hollywood-Diva, wird von einem jungen
Read More