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Posted On März 30, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Peter Münder: Christopher G. Moore im Triple-Pack

Untergetaucht im asiatischen Bermuda-Dreieck – Christopher G. Moore, unser Mann (Views from Bangkok) in Bangkok, hat seinen neuesten (noch nicht übersetzten) Krimi in Rangun angesiedelt, wo neue Goldgräber-Zeiten angebrochen sind. Sein Private Eye Vincent Calvino gerät dort zwischen alle Fronten. Dazu noch Anmerkungen zu zwei von Moore edierten Anthologien: „The Orwell Brigade“ sowie „Pnom Penh-Noir“. Von Peter Münder Warum sollte Vincent Calvino, in Bangkok tätiger Privatdetektiv, dem aufgeblasenen amerikanischen Nachtclubbesitzer Alan Osborne den Gefallen tun und in Rangun nach dessen in der Drogenszene untergetauchten Sohn Rob forschen? Der hatte dieRead More
Der Stoff, aus dem die Thriller sind – Robert M. Edsels „Monument Men. Die Jagd nach Hitlers Raubkunst“ und seine Kontexte. Prodesse et delectare mit Alf Mayer. Es ist ein Stoff, der für mehr als ein Dutzend Thriller gut wäre. Was hätte einer wie Ross Thomas aus mancher Episode an Funken schlagen können, wie in seinem Frankfurt-Roman „Der achte Zwerg“, einer der sardonischsten Nachkriegs-Kriminalromane. Klar, Amerikaner haben mit Kultur nicht viel am Hut, so lautet eines unserer liebsten transatlantischen Vorurteile. Ich weiß noch, wie mich in den Memoiren des FilmregisseursRead More

Posted On März 30, 2013By Stefan LinsterIn Bücher, Crimemag

Eric Berg: Das Nebelhaus

In der letzten Woche hat sich Sophie Sumburane mit Eric Berg über das Making-of seines Regio-Krimis „Das Nebelhaus“ unterhalten. Heute betrachtet Stefan Linster das Buch von der literaturkritischen Warte aus. Nebel, allenthalben! Ich nahm immer den ganzen Tag mit ins Bett, ein schlechtes Sandmännchen, dem sich oft der nächste Tag beigesellte. Das war dann ein Dreier der besonderen Art. (Doro Kagel in „Das Nebelhaus“, S. 37) Vier ehemalige Umweltaktivisten folgen einem nostalgischen Anstoß und treffen sich nach fünfzehn Jahren auf Hiddensee, in der pompösen, inmitten einer Senke gelegenen und daherRead More

Posted On März 30, 2013By Thorlef CzopnikIn Bücher, Crimemag

Sebastian Fitzek: Der Nachtwandler

Doch keine Bruchlandung – Back to the roots scheint sich Sebastian Fitzek bei seinem neuen Roman „Der Nachtwandler“ gedacht zu haben und verknüpft dabei tiefe Urängste, puristische Gestaltung von Ort und Figur mit einem komplexen Ende. Autoren wie er brauchen vor allem treue Fans, die die Selbstreferenzen und Subtexte des Werks gut kennen und so Graduationen erkennen, die man als „objektiver“ Leser nicht so einfach dechiffrieren könnte. Thorlef Czopnik ist so ein treuer Fan. Solide Grundidee Die Ideen von Fitzek sind grundweg solide, egal ob ein Kind mitten in derRead More

Posted On März 30, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Comic, Crimemag, DVD

Bloody Chops

– Bloody Chops: Wir machen vor nichts Halt und zerlegen Comics – Thomas Wörtche (TW) über Jerome Charyns und Frederic Rebenas „Marilyn the Wild“; DVDs – Alf Mayer (AM) über „Solang ich lebe – Jab Tak Hai Jaan“ von Yash Chopra; und Bücher – Christian Koch (CK) über Paolo Roversis „Milano Criminale“. Urbane Halluzination (TW) „Marilyn the Wild“ war 1976 der zweite Roman der Isaac-Sidel-Saga, die mittlerweile bei Band 11 angekommen ist. Sie wissen schon, die Geschichte des New Yorker Cops, Killers und Mafiosos, der – je mehr er mordetRead More
In diesem Jahr feiert der Wiener Luftschacht Verlag sein 10-jähriges Jubiläum. Senta Wagner hat das Verlagshaus besucht und zwei Buchempfehlungen mitgebracht. Grün, gelb, rotes Zauberland „Lilo im Park“, erzählt von Birgit Unterholzner, illustriert von Robert Göschl, ist ein sanftes, melancholisches Himmelsreisebuch für Kinder im erklärungsbedürftigen Vorlesealter. Die kleine Lilo verträumt ihre Zeit im Park, weil ihre getrennten Eltern, logisch, keine Zeit für sie haben. Astronautin will Lilo werden und liest, gut sichtbar (für die Vorlesenden) platziert, Roald Dahl „Sophiechen und der Riese“, wo es um eine ungewöhnliche Freundschaft geht. AberRead More

Posted On März 27, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag

Ismet Prcic: Scherben

Kraftvoll, ergreifend ­­– Ein junger Bosnier sitzt mit seinem jüngeren Bruder und den Eltern im Sommerhaus. Der Vater leugnet, die Mutter spricht es aus: „Es wird Krieg geben.“ Sophie Sumburane hat Ismet Prcic’ Debütroman gelesen. Der Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 ist schon einmal erfolgreich literarisch verarbeitet worden mit „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ von Saša Stanišić. Ismet Prcic wählt einen neuen literarischen Weg. Einen grandiosen, mitreißenden, der einen zum Schreien bringt. Einen Weg, von dem der Leser am Ende nicht mehr weiß, ob man selbst, der Autor autobiografischRead More
Im Auftrag – Pünktlich zu dessen 60. Geburtstag (29.3.) beschenkt der Rowohlt Verlag seinen Autor Georg Klein mit einer opulent ausgestatteten Sammlung seiner Arbeiten für die Tagespresse. Joachim Feldmann hat sich die „77 abverlangten Texte“ angesehen. Am 18 Januar 1907 teilt der 28-jährige Robert Walser seinem Lektor Christian Morgenstern mit, dass die Zeitschrift „Zukunft“ einen Beitrag von ihm angenommen habe. „Zeitschriftenlieferant“ allerdings, so der selbstbewusste Jungautor, wolle er nicht werden, lieber ginge er „unter die Soldaten“. Dass Walser sich nicht an diesen Vorsatz gehalten hat, sondern in den kommenden zwei JahrzehntenRead More

Posted On März 23, 2013By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Sara Gran: Das Ende der Welt

Sara! Gran! Kriminalliteratur ist ein sich stets neu erfindendes System. Selbst Schrott-Lawinen, Dumpf-Tsunamis, middle-of-the-road-Langweiler, lächerliche Pseudoavantgarde, Wannabe-Murks und Verblödelung kriegen es nicht tot. Innovationen kommen aus unerwarteten Ecken und sorgen für Verwirrung. Dafür sind Sara Grans Romane um die Privatdetektivin Claire DeWitt ein schönes Beispiel. Der neue Roman heißt „Das Ende der Welt“ – Thomas Wörtche hat ihn gelesen. „Das Ende der Welt“ ist der zweite Roman um die sich selbst megaloman-ironisch die „beste Detektivin der Welt“ nennende Claire DeWitt. Der Vorgänger, „Die Stadt der Toten“, wurde entweder (zu Recht)Read More

Posted On März 23, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Comic, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – übersichtlich, gerecht und manchmal sehr blutig. Heute auf dem Hackblock von Joachim Feldmann (JF) Lucie Flebbes „77 Tage“ und Christian Davids „Mädchenauge“, auf dem von Thomas Wörtche (TW) Darwyn Cooks „Parker“-Comic. Grund zur Freude (JF) Wie üblich hatte der Zug Verspätung. Technische Probleme, oder wie das heißt. Auf jeden Fall dauerte die Rückfahrt von der Leipziger Buchmesse länger als geplant. Da traf es sich gut, dass mir am Stand des Grafit-Verlags der vierte Kriminalroman von Lucie Flebbe in die Hand gedrückt worden war. In „77 Tage“ ermittelnRead More

Posted On März 20, 2013By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren

Crash und Kamele – Stell dir vor, es ist Staatsbankrott und du sitzt in der Wüste – wäre das nicht übel? Jonas Lüschers Debüt „Frühling der Barbaren“ erzählt auf knapp 120 Seiten die Finanzkrise als Privatkatastrophe. Von Gisela Trahms Eine Gruppe junger britischer Touristen, allesamt im Finanzsektor tätig, will in dem Luxusresort einer tunesischen Oase eine Hochzeit feiern, hübsch exotisch und abgeschirmt vom Rest der Welt. Doch kaum ist die Zeremonie vollzogen, gibt es breaking news vom Zusammenbruch der Banken und dem Ruin Großbritanniens. Die dramatischen Auswirkungen erwischen die FeierndenRead More

Posted On März 20, 2013By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Abbas Khider: Brief in die Auberginenrepublik

Blick auf die Apparate der Despoten –Kaum vorstellbar in Zeiten von sekundenschneller Kommunikation via Email oder Chat: dass eine kleine Nachricht wochenlang unterwegs sein kann, unter abenteuerlichen Umständen, mit großer Verlustgefahr, für eine Bezahlung, die weit höher ist als ein Monatsgehalt… Von Ulrich Noller. Genau so geschieht es aber mit dem Brief, den Salim Al-Kateb, 27, an seine Geliebte Samia schreibt. Wir befinden uns im Jahr 1999, das Internet ist eine ferne Utopie. Salim, ein Iraker, ehemals Student, ist seit zwei Jahren im Exil, wegen des Lesens eines unerlaubten Buches.Read More
Besser blödeln mit MH? Jetzt schlagen „Ausländer“ zurück: neue deutsche Comedy-Krimis mit russischen und türkischen Wurzeln. Ein paar Bemerkungen von Ulrich Noller. Nach dem Kayankaya-Prinzip: Mark Zaks Debütroman „Glaube, Liebe, Mafia“ Er heißt Bondar, Josif Bondar. Schon klar, ne „kleine“ Reminiszenz an: Bond, James Bond. Ach ne, oder? Kann ja nix sein, denkt man, ein auf lustig getrimmter Kriminalroman, der schon so daherkommt, mit so einer superplatten Überdrehtheit halt, die für den Rest der Geschichte bloß das Allerschlimmste befürchten lässt … Ist aber nicht so, das belegt die Lektüre vonRead More

Posted On März 16, 2013By Christiane GeldmacherIn Bücher, Crimemag

Bettina Raddatz: Die Kanzlerkandidatin

Typisch für den Sumpf in Hannover! Es hätte ein guter Politthriller werden können, dieser letzte Teil der Trilogie von Bettina Raddatz. Die Autorin hat jahrelang in der niedersächsischen politischen Administration gearbeitet und Insiderwissen schadet nie. Aber Christiane Geldmacher ist enttäuscht … Nach dem „Spitzenkandidat“ und der „Staatskanzlei“ geht es auch in der „Kanzlerkandidatin“ um Macht und Morde im politischen Milieu. Das Problem ist: Man muss sich bei Raddatz durch zu viele Klischees lesen, als dass es wirklich interessant werden könnte. Da gibt es die tüchtige, aber humorlose Büroleiterin; die langweiligenRead More
Die Frankfurter Poetik-Fußwanderung – Als „hart zu nehmender, unmenschlicher“ Ort habe Frankfurt in den 70er Jahren gegolten, erinnerte sich der Schriftsteller Eckhard Henscheid anlässlich der Vorstellung seiner Memoiren – ein Vorurteil, das immerhin „halber Unsinn“ gewesen sei.[1] Eine Erklärung, warum sich trotzdem gerade an diesem scheinbar amusischen Ort Henscheid und nicht wenige andere Literaten freiwillig niederließen, versucht sein Zeitgenosse und Kollege Wilhelm Genazino in seinem neuen Prosaband „Tarzan am Main“: „Ich denke, die Künstler waren mit der Unauffälligkeit ihrer Existenz einverstanden beziehungsweise: hielten diese Unauffälligkeit für eine Art Schutz.“ VonRead More
Entspannte Angelegenheit – Um es sofort vorwegzunehmen, „Internet: Segen oder Fluch“ (man beachte das fehlende Fragezeichen im Titel) von Kathrin Passig und Sascha Lobo ist ein wunderbar entspanntes Buch, weil es genau die Erwartungen, die man, sofern man über die Autoren einigermaßen Bescheid weiß, an das Buch und seine Schlussfolgerungen haben könnte, überhaupt nicht erfüllt. Aber Vorsicht: Auch das Gegenteil ist nicht der Fall. Von Anne Schüßler. Vielmehr wagt sich das Autorenduo daran, das Internet zu erklären, mit Missverständnissen aufzuräumen und die vielen Probleme, die sich darum ranken, in einenRead More

Posted On März 13, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Adelbert von Chamisso: Reise um die Welt

„Die Heimat lag hinter uns, vor uns die Hoffnung“ Mit „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ ist Adelbert von Chamisso (1781–1838) berühmt geworden, doch sein faszinierender Bericht der dreijährigen „Reise um die Welt“ ist kaum bekannt. Der herrlich illustrierte, jetzt veröffentlichte Band ist ein bibliophiles Prunkstück. Von Peter Münder Das Meer ist weit, doch die Kajüte eng, dunkel und unbequem – das behagte dem 24-jährigen Lyriker, „Schlemihl“-Verfasser (1814 war die Novelle erschienen) und Forscher Adelbert von Chamisso überhaupt nicht, als er im August 1815 im Hafen von Kopenhagen auf der russischen 600-Tonnen-BriggRead More

Posted On März 13, 2013By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Litmag

Lena Blaudez: Das Ehe-Quiz

„Ehe ist, wenn man trotzdem lacht!“ Der Zustand unserer Gesellschaft aus dem Ehebett betrachtet. Von Anne Kuhlmeyer Rosa ist der Einband des Buches mit Icons darauf wie Sticker: Brautleute und Herzchen (man ist versucht, sie abzuziehen). Außerdem kommt es im Stil von Frauenzeitschriften und als Quiz, wie der Titel schon sagt, daher. Ganz harmlos, eigentlich. Doch gleich auf den ersten Seiten werden wir gewarnt. Und das zu Recht! Der Klappentext erklärt noch, dies sei ein Buch für „Heiratswillige und Frischverheiratete“. – Mag sein, ja, das auch. Doch vielmehr ist esRead More
Der Wunsch, einen Spiegel zu zerbrechen: Inventionen – Kein mystifizierender Obskurantismus, sondern Aufklärung 2.0: Das unabgegoltene Anliegen avancierten französischen Denkens wird mit dem Jahrzehnte überfälligen Erscheinen zweier Übersetzungen auch dem deutschsprachigen Rezipientenkreis langsam aber sicher nachvollziehbar. Tillmann Reik hat sich die Bände näher angesehen: Heraklit von Ephesos, der einzig in Fragmenten überlieferte Vorsokratiker, bekam von seiner Zeit den Beinamen ὁ Σκοτεινός (ho skoteinos), der Dunkle, verliehen. Deshalb, fügt Heidegger hinzu, „weil er fragend in die Lichtung denkt“. „Aber seine angebliche Dunkelheit, über welche die Böotier aller Zeiten Klage führen, istRead More

Posted On März 9, 2013By Tobias GohlisIn Bücher, Crimemag

Tobias Gohlis und Giancarlo De Cataldo

Für die deutschen Leser, denen vierzig Jahre italienische Geschichte nicht unmittelbar präsent sind, haben der Autor Giancarlo De Cataldo und Tobias Gohlis gemeinsam ein Nachwort zu dem Roman „Der König von Rom“ verfasst. Das Nachwort und die angehängte Zeittafel vergegenwärtigen den historischen Rahmen, die Gemengelage zwischen Staat, Politik und Verbrechen, die den Romanen de Cataldos zugrunde liegen. „Der König von Rom“ erzählt die Geschichte vor der Geschichte: Wie Libanese, der Anführer der späteren Magliana-Bande, seine ersten tastenden Schritte auf dem Weg des großen Verbrechens tut und dabei in Versuchung gerät,Read More

Posted On März 9, 2013By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Elmore Leonard: Raylan

„Sie sind der, der die Krankenschwester erschossen hat …“ Stimmt, das ist Raylan, der coole US-Marshal Raylan Given (von Timothy Olyphant gegeben), den Fernsehschauer aus „Justified“ kennen, einer Serie, die ihren Ursprung in einer Kurzgeschichte von Elmore Leonard hat, in der der smarte Marshal ohne nennenswerte Tötungshemmung zuerst auftaucht. Jetzt gibt es Raylan Given, der im sehr unglamourösen und von der Krise schwer gebeutelten Bergbaugebiet von Kentucky seines Amtes waltet, als Romanfigur. Obwohl – wie alles bei Großmeister Leonard – ist auch die Bezeichnung „Roman“ mit der gebotenen Skepsis zuRead More

Posted On März 9, 2013By Thorlef CzopnikIn Bücher, Crimemag

Sebastian Fitzek und Michael Tsokos: Abgeschnitten

Schaurig-unterhaltsam – „Abgeschnitten“ spaltet die Gemüter. Einige Leser finden, dass dieser Thriller der reinste konstruierte Trash ist, andere hingegen sind verzückt von der improvisierten Obduktion mit Killer im Nacken. Thorlef Czopnik plätschert im Blut. Rechtsmediziner Paul Herzfeld hat ein ziemlich letales Problem: Auf seinem Tisch liegt eine Leiche und im Kopf der Leiche befindet sich die Telefonnummer seiner Tochter. Doch jetzt kommt erst der Clou der ganzen vertrackten Angelegenheit: Der nächste Hinweis auf den Standort seiner Tochter und, damit verbunden die nächste Leiche, befindet sich auf Helgoland. Allerdings wütet aufRead More
Umweltpolitik ohne explodierende Schiffe – Was zählt mehr: Geld oder Natur?, fragt uns der Klappentext von Friedrich Dönhoffs Roman „Seeluft“ und weckt Erwartungen an einen Politthriller, in dem es hoch her geht, die Fetzen fliegen und … na ja. Was der Leser dann bekommt, ist jedoch eher brav, aber nicht unbedingt langweilig. Sophie Sumburane überprüft ihre Erwartungen … Sebastian Fink heißt der junge Kommissar, der durch die Feder von Friedrich Dönhoff in seinem dritten Fall „Seeluft“ ermittelt. Der Chef einer großen Hamburger Reederei wird tot in der Nähe des FischmarktsRead More

Posted On März 9, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – heute haben Blut an den Händen Joachim Feldmann (JF) in den Fällen Cathi Unsworths „Opfer“ und Arno Strobels „Der Sarg“, Sophie Sumburane (SoSu) bei Max Bentows „Die Puppenmacherin“. Konfus (JF) Im Frühjahr 2003 fährt ein ehemaliger Polizist, der nach einer schweren im Dienst erlittenen Schussverletzung als Privatdetektiv arbeitet, in ein kleines Städtchen an der Küste Norfolks. 19 Jahre zuvor ist hier ein Mord geschehen. Nach dem Täter musste nicht lange gesucht werden, denn neben der grausam zugerichteten Leiche wurde eine blutbespritzte junge Frau im Zustand geistiger VerwirrungRead More

Posted On März 6, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Nick Dybek: Der Himmel über Green Harbor

Grandioses Debüt – Mit einem grandiosen Debüt lässt der junge US-Amerikaner Nick Dybek aufhorchen: In „Der Himmel über Greene Harbor“ erzählt er auf mitreißende Weise vom Erwachsenwerden und dem Ende der Unschuld auf der abgeschiedenen Halbinsel „Loyalty Island“ im Bundesstaat Washington. Dybeks Protagonist und Ich-Erzähler ist der 14-jährige Cal, der die Romane von Robert. L. Stevenson und die frei weiterfabulierten Geschichten seines Vaters rund um Käpt’n Flint liebt. Sein Vater ist Fischer wie bereits Generationen seiner Vorfahren und seine Mutter ist aus dem sonnigen Kalifornien in die Aura der EinsamkeitRead More

Posted On März 6, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag

Alain Mabanckou: Zerbrochenes Glas

Busch oder nicht Busch, das ist hier die Frage oder auch nicht, haben sich doch alle Protagonisten des Buches „Zerbrochenes Glas“ von Alain Mabanckou für die Stadt entschieden, oder viel mehr für die Bühne des Buches, einer Bar, deren Besitzer Sture Schnecke den Namen Angeschrieben wird nicht zum Kredo macht, der seinem Stammgast Zerbrochenes Glas ein Heft und einen Auftrag mitgibt, nämlich alles aufzuschreiben was in dieser Bar passiert, der ehemalige Lehrer, der durch den Alkoholismus alles verlor und seitdem nur noch in der Bar herumhängt soll schreiben, was sollRead More