Orwells harte Männer jetzt auch in Berlin? – Michael Behrendts SEK-Roman „Steinefresser“. Ein Verriss von Alf Mayer. „Um den Frieden in unserer Gesellschaft und Ihre Nachtruhe nicht zu beeinträchtigen, sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die handelnden Personen in diesem Roman womöglich frei erfunden sind und Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen rein zufällig sein könnten“, steht dem Buch voran, ergänzt von einem Goethe-Zitat: „Drei sind es, die da herrschen auf Erden: die Weisheit, der Schein und die Gewalt.“ Die Widmung gilt „Meinen Verrückten. Besonders einem.“ Ein ausdrücklicher
Read More Murks – Blöde Sprüche, unschlüssige Handlung, seltsame Redaktion – so ziemlich alles schlecht gelaufen bei „Die Stadt der toten Mädchen“ von Alaric Hunt. Klaus Kamberger schüttelt sein Haupt … Prima: Da kriegt also einer für sein Debüt einen Preis beim „Best First Private Eye Novel Contest“. Und auch wenn man von dem Wettbewerb bisher vielleicht nicht viel gehört hat – mal wieder einen richtig schön traditionellen Schmöker in die Finger zu kriegen, wäre doch was, oder? Dann kommt aber auch noch als Sahnehäubchen die Zugabe oben drauf, dass die Jury,
Read More Posted On Januar 21, 2015By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Der Clown und der Staatsmann – Michael Köhlmeier, der zuletzt mit dem grandiosen „Die Abenteuer des Joel Spazierer“ aufhorchen ließ, erzählt in seinem neuen Roman von der wundersamen Freundschaft zwischen Charlie Chaplin und Winston Churchill. Von zwei Giganten der Weltgeschichte also, die politisch und weltanschaulich eigentlich so gut wie gar nichts zu verbinden scheint. Von Karsten Herrmann Charlie Chaplin und Winston Churchill treffen sich in diesem Roman das erste Mal bei einer mondänen Party in Santa Monica und begeben sich auf einen langen Strandspaziergang. Sofort haben sie gegenseitig ihr tiefe
Read More Pack den Derrida in den Tank! „Rendezvous mit dem Weltgeist“ heißt das schöne Erinnerungsbuch, das der Schriftsteller, Europapolitiker und Erotomane Nicolaus Sombart über seine Heidelberger Studienjahre schrieb. Nun mag Sombart, der in der unmittelbaren Nachkriegszeit studierte, vielleicht tatsächlich ein gewisses Recht gehabt haben, sich mit dem Weltgeist auf Du und Du zu wähnen. Verbreiteter ist wohl das Missverständnis, die Zeit des eigenen Erwachsenwerdens und die darin gemachten Entdeckungen mit den Weihen gesamthistorischer Bedeutsamkeit zu verstehen. Sympathisch wirkt dagegen der Ansatz Ulrich Raulffs: Raulff, der heute das Deutsche Literaturarchiv in Marbach
Read More Schöne Frauen, schön gezeichnet – Die Kunst des Robert E. McGinnis – Robert E. McGinnis hat die Bildsprache der Populären Kultur des 20. Jahrhunderts mit seinen Covern und Illustrationen entschieden mitgeprägt. In den nächsten Tagen wird er 89 Jahre alt. Ein Geburtstagsgruß von Alf Mayer. Ed McBain, Richard Stark, John D. Macdonald. A.A. Gardner Fair, Carter Brown und manch anderen bin ich seiner Cover wegen zuerst begegnet. Es waren starke Titelmotive, nicht alle Bücher hielten, was der Titel versprach. Ullstein etwa hatte die bessere Hand als Heyne mit Bruno Fischer oder
Read More Rasante Untergrundschnüffelei – Oliver Harris hatte sich 2012 mit seinem Thriller „London Killing“ auf Anhieb einen Platz auf den Bestseller- und Best-of-Listen gesichert. Sein in dubiosen Grauzonen operierender Detective Nick Belsey ist im neuesten Band „London Underground“ meistens unter Tage im Einsatz: Im gigantischen Londoner Tunnelsystem will er eine entführte Frau retten. Eine Besprechung von Peter Münder. Einen „hinreißenden Mistkerl“ nannte Val McDermid den zwischen allen moralischen Normen operierenden Detective Nick Belsey. Genau dieser ungewöhnliche Grauzonenhabitus macht die Faszination dieses Hedonisten aus, auf dessen Prioritätenliste das Saufen, Koksen und fachmännische
Read More Posted On Dezember 17, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Sprich, Erinnerung (zu & von mir) – Neben H.M. Enzensbergers autobiographischen „Tumult“(- Fragmenten) & Botho Strauss´ Bemerkungen zu seiner „Herkunft“ sind jetzt noch einige andere Autobiografica deutscher Autoren erschienen, die zeigen, wie jeder einen anderen Weg eingeschlagen hat – beim literarischen Memorieren der eigenen Biographie. Von Wolfram Schütte Ich meine Hans Stiletts „Eulenrod“, Hermann Peter Piwitts „Lebenszeichen mit 14 Nothelfern“ & Jochen Schimmangs „Grenzen, Ränder, Niemandsländer“. Die Autoren sind 1922, 1935 & 1948 geboren, sie gehören nicht zu den bekanntesten oder gar erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren. Epiphanischen Kindheitsaugenblicke Hans Stilett, der
Read More Posted On Dezember 17, 2014By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Die Seismographinnen – Lucy Fricke und Nina Jäckle spüren der Katastrophe von Fukushima nach. Von Frank Schorneck Freitag, 11. März 2011: Bei einem Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala und einem hierdurch ausgelösten Tsunami kommen im Nordosten Japans über 11.000 Menschen ums Leben. 17.000 weitere werden vermisst. Im Kernkraftwerk Fukushima kommt es zu Explosionen und schwerwiegenden Kettenreaktionen. Von den über 18.000 Menschen, die später für tot erklärt wurden, noch immer sind über 1.000 spurlos verschwunden. Die Strahlungsgefahr ist bis heute alles andere als gebannt, lediglich von anderen Katastrophen und
Read More Posted On Dezember 17, 2014By Peter MuenderIn Bücher, Litmag
Idealisierung des großen Hassers: Ein krauses Projekt? Wer liest heute noch Karl Kraus, wer will schon den Mythos vom egomanischen, hyper-polemischen „Fackel“-Herausgeber in diesen Facebook-Google-Twitter-Zeiten wiederbeleben? Ausgerechnet der amerikanische Bestseller-Autor Jonathan Franzen hat sich auf das kontroverse „Kraus-Projekt“ eingelassen Von Peter Münder Der „Korrekturen“-Bestseller-Autor Jonathan Franzen beschreibt seinen nostalgisch verklärten „Blick zurück mit Karl“ im Stil eines Denkmalpflegers, der Risse, Löcher und Einsturzgefahren einer adretten Fassade beflissen ignoriert, weil dies seiner idealisierten Projektion eines Wunderbaus widerspricht. Franzen hatte sich 1982 als Student und Fulbright-Stipendiat in Berlin intensiv mit Kraus (1874-1936)
Read More Posted On Dezember 17, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Poesie der Revolte – Mit „Die Bleichen Füchse“ hat Yannick Haenel einen Roman der Revolte, des Aufstands gegen eine Gesellschaft geschrieben, in der sich das Soziale auflöst und in der das Heer der Pass-, Namen- und Heimatlosen anfängt eine kritische Masse zu bilden – bis sie nur noch einen Funken zum Ausbruch benötigt. Von Karsten Herrmann. Haenels Protagonist ist der 43jährige Jean Deichel, der seit ein paar Monaten „ziemlich von der Rolle ist“ und von seiner Vermieterin auf die Straße gesetzt wird: „Man braucht nicht mehr als ein paar Tage,
Read More Posted On Dezember 17, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Liebe, Tod & (meist weibliche) Teufel – Wolfram Schütte mit einem Geschenktipp für alle Cineasten: Paul Duncan und Jürgen Müllers fabelhaftes Kompendium des „Film Noir“ (siehe auch CM vom 09.08.14). Mit seinen 3,5 kg & seinen 688 (gewissermaßen brokat-) schweren schwarzen Seiten ist diese Sammlung des „Film Noir“ eines jener „Coffee Table Books“, das einen zarten Beistelltisch in die Knie zwingen könnte. Lesen, besser noch: betrachtend in ihm sich umzusehen, kann man wohl am besten, wenn der ebenso kompakte wie beeindruckende Band auf einer soliden Grundlage liegt, auf einem Schreibtisch
Read More Sherlock nervt – Anthony Horowitz schreibt Conan Doyle weiter. Zwei neue Texte, „Der Fall Moriarty“ und „Die drei Königinnen“, die unser Rezensent durchaus „hinterhältig“ findet – und das ist ein Kompliment von Joachim Feldmann. Dass der große Sherlock Holmes seiner Umgebung zeitweise schwer auf die Nerven gegangen sein muss, erschließt sich schon aus der Lektüre einer einzigen der vielen Geschichten, die sein Adlatus und treuer Freund Dr. Watson für die Nachwelt aufgeschrieben hat. Penetrante Besserwisser sind halt nicht leicht zu ertragen. So reagiert Mrs Hudson, die gute Hauswirtin des Meisterdetektivs
Read More Bloody Chops – heute kurz und schmerzlos … Am Beilchen Thomas Wörtche (TW) und Alf Mayer (AM), auf dem Hackklotz die Graphic Novel „Fatale“ von Max Cabanes/Jean-Patrick Manchette/Doug Headline, „Portrait in Noir“, versammelte Schriften von Jean-Patrick Manchette, und Frank Göhres Storys „Gut leben – früh sterben“. Manchette I (TW) „Fatale“ aus dem Jahr 1977 ist ein ziemlich enigmatischer Roman von Jean-Patrick Manchette. Ein „Sittenstück“ aus der französischen Provinz, wo nicht nur Manchette gern eine ziemlich eklige Bourgeoisie ansiedelt. Und eine Femme fatale auf die widerwärtigen Spießer loslässt, die mit Intrigen,
Read More Wer für die anstehenden Feiertagen noch inspirierende Lektüre sucht, ist mit den folgenden vier Büchern bestens beraten: Visionäre Modeschöpferinnen, außergewöhnliche Künstlerinnen, spektakuläre Lebensgeschichten, tolle Fotos – was will man mehr? Emilie Flöge – Auf Freiheit zugeschnitten Es ist fast ein bisschen schade, dass der Untertitel der Biografie von Modeschöpferin Emilie Flöge auf deren Beziehung zu Gustav Klimt verweist – als würde ein Buch über Flöge erst durch diesen Umstand legitimiert. Aber es ist ja auch tatsächlich so: Klimt, bedeutendster Vertreter der Wiener Secession, ist weltberühmt, sein Status unbestritten; den Namen
Read More Frank Göhre wirft einen Blick auf aktuelle Debütromane. Diesmal betrachtet er die Debüts von Verena Güntner und Jens Eisel. Genau hingegöhrt Luis ist Sechzehn und ein dämliches Arschloch. Voll gestört, echt krass drauf oder wie auch immer es Luis selbst sagen würde, natürlich nicht auf sich bezogen, sondern auf irgendeinen anderen Typ, der in seiner Ecke rumeiert. Seine Ecke, das ist eine anonyme Hochhaussiedlung am Stadtrand, das ist ein Freibad und sonst eigentlich nichts. Das ist Luis Spielfeld. Da schließt er seine Fick- und Pisswetten ab („Hab sie gefickt, schöne
Read More Die wirklich unendliche Geschichte – Atommüll – Alf Mayer zum Thema und zum Buch „Die nukleare Entsorgung in der Schweiz 1945–2006“. Atommüll, auch als Thrillertreibstoff; die gesellschaftliche Unverantwortlichkeit der Atomwirtschaft, die Augsburger Allgemeine, Robert Jungk, Günther Anders und das prometheische Gefälle, die Schweiz, der Buchverlag der Neuen Zürcher Zeitung und ganz am Ende die Mafia sind die Stationen dieses Artikels. Ein Gefahrenzeitraum von einer Million Jahren – für eine keine hundert Erdenjahre genutzte Energieform, das muss den Menschen erst mal eine Spezies nachmachen. Dies ist der Stoff, aus dem noch
Read More Posted On Dezember 3, 2014By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag
Die Akademikerin – In den vergangenen Wochen war das westafrikanische Land Nigeria in den Medien präsent wie selten. Rund 200 von der Terrorgruppe „Boko Haram“ verschleppte Schülerinnen werden nach wie vor vermisst, mittlerweile drei Bomben explodierten auf nigerianischen Schulhöfen und die Regierung scheint hilflos. „Westliche Bildung ist Sünde“ lässt sich der Name der Täter übersetzen, im Namen des Islam versuchen sie Mädchen von Bildung fern zu halten. Wie aktuell das Patriarchat auch unter der normalen Bevölkerung in Nigeria noch heute ist, zeigt der vor diesem Hintergrund noch brisantere Debüt-Roman „Die
Read More Auf der Leuchtspur – PeterLicht, ja genau, der 2007 in Klagenfurt zwei Preise gewann und sich weder fotografieren noch filmen ließ. Eine Kunstfigur mit Programm. Als Musiker, Autor, Zeichner, Stückeschreiber und -inszenator unterwegs, öffentlich und im Verborgenen, wo er sein PeterLicht strahlen lässt. Von Gisela Trahms Im schönen Saal des Düsseldorfer Heine-Hauses, wo die Literaturhandlung Müller & Böhm wohnt, absolvierte er jetzt eine schlichte Lesung. Sehr sichtbar, sehr sympathisch saß er auf dem Podium und las aus seinem neuen Buch „Lob der Realität“, das gerade mit der gleichnamigen Doppel-CD erschienen
Read More Posted On Dezember 3, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Dialog mit der eigenen Vergangenheit – Fade Brosamen & toller Tumult von Hans Magnus Enzensberger. Von Wolfram Schütte. In Ehren ergraute große Autoren stehen sich manchmal im Alter selbst im Wege, weil sich vom Verlag keiner mehr getraut, ihnen zu widersprechen, wenn sie sich überschätzen. Das ist jetzt Hans Magnus Enzensberger passiert, der in diesem Herbst, wie schon im Jahr zuvor, gleich mit zwei Büchern seine fortdauernde Präsenz dokumentiert sehen möchte. Das kann sich wohl niemand unter den Suhrkamp-Autoren erlauben bzw. „leisten“ – außer eben HME, der einmal zu den
Read More Vergnügliche Wolpertinger – Total alles über Österreich & Total alles über Bayern. Von Alf Mayer. Die passende Komplementärlektüre zu der unlängst hier vorgestellten enzyklopädischen Geschichte der Infografik – Taschens „Understanding the World“, zur LitMag-Besprechung hier – sind drei Bücher aus dem Wiener Folio-Verlag (ein Verlagsporträt von Senta Wagner findet sich hier). Dort erscheinen nicht nur die herausragenden, realitätstüchtigen Kriminalromane von Giancarlo de Cataldo (hier bei CM) über ein Italien jenseits aller Pizza-Pasta-Mafia-Klischees (TW über „Zeit der Wut“). Der Hausverlag der österreichischen Kriminalautorin Eva Rossmann hat ein Faible für Südtirol, für
Read More Eine Ära geht zu Ende – P. D. James Roman „An unsuitable job for a woman“ hatte 1972 schon eine Privatdetektivin als Heldin, damit lag sie schon genau so quer zum Zeitgeist, wie sie später mit erzkonservativen Sprüchen über die mangelnden moralischen Optionen der unteren Klassen ganze Diskussionswellen im UK provozierte. Unter Maggie Thatcher wurde Phyllis Dorothy James die Baroness James of Holland Park. Mit der liberalen Ruth Rendell war sie bestens befreundet und selbst wer Bedenken gegen ihren literarischen Umgang mit den gesellschaftlichen Realitäten hegte, hatte hohe Achtung vor
Read More Sein Paris? Mit Commissaire Maigrets Augen durch Frankreich – durch Paris, übers Land, an die Atlantik- und an die Mittelmeerküste und durchs Binnenland. Ein Prachtband verleiht dem Commiassaire Augen – die Kameras von Großmeisterinnen und Großmeistern wie Sabine Weiss, Janine Niepce, Brassaï, Eugène Atget, Robert Doisneau und vielen anderen … Thomas Wörtche schwärmt, wenn auch mit leiser Skepsis. Neben gnadenlos effektiver Erzählökonomie und einem erstaunlich scheuklappenfreien Blick auf die Welt und auf Homo sapiens ist es vor allem Georges Simenons Vermögen, Atmosphären sowohl zu beschreiben als auch zu erschaffen. Eine
Read More Ruft eure Eltern an! Das Gefängnis ist eine Groteske unserer Gesellschaft. Im Prinzip ist es das Gleiche – nur greller. „Im Gefängnis gibt es die Maske schöner Redewendungen nicht, die Mächtigen sagen dir offen ins Gesicht, was du für sie wert bist: nichts“, sagt Michail Chodorkowski, einst der reichste Mann Russlands, dann zehn Jahre Zuchthäusler. Ein schmaler Band, knappe 100 Seiten, von einem geschrieben, der sich für alles andere als einen Literaten hält, dem das Schreiben beim Überleben in Gefängnis und Straflager half und bei der Behauptung seiner Menschlichkeit. „Meine
Read More Bloody Chops – frisch vom Hackblock Heute am Beil Joachim Feldmann (JF) – über Cilla & Rolf Börjling: „Die dritte Stimme“ und Simone Buchholz: „Bullenpeitsche“ – und Alf Mayer (AM) – über Andreas Försters Sachbuch „Geheimsache NSU“. Brüste, div. (JF) An ihren Brüsten sollt ihr sie erkennen, die bösen Frauen. Mal „schwer und üppig“, mal nur „etwas“ zu groß, aber immer markant. Die eine handelt mit geklauten Drogen, die andere hat ein kleines Vermögen mit sexuellen Dienstleistungen gemacht. Nicht mit ihren eigenen, wohlgemerkt. Beide spielen nur Nebenrollen in diesem Kriminalroman aus
Read More Dinos, Star Wars Rebels und die Berliner Mauer – Ein Essay von Markus Pohlmeyer. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, blättern einen Comic durch und können auch problemlos folgende Namen identifizieren: Anatotitan oder Micropachycephalosaurus hongtuyanensis? Bei Spinosaurus oder Triceratops dürfte Ihnen das vielleicht schon wesentlich leichter fallen.[1] Es handelt sich um Namen, die im Micky Maus. Spezial: 25 Jahre Mauerfall in unterschiedlichen Kontexten vorkommen. Dieser Comic hat thematische Schwerpunkte wie Dinosaurier, Star Wars und die jüngere deutsche Geschichte. Und das in einer durchaus informativen Präsentation! So wird beispielsweise auf die Verwandtschaft
Read More Eine Enzyklopädie der Infografik – Taschens „Understanding the World“ – Von Alf Mayer. Die Welt zu verstehen, sei es nur in einem kleinen Ausschnitt, das gehört zum Menschen. Georg Brunold hat dazu zwei gewichtige Bücher zusammengetragen, in der letzten LM-Ausgabe haben wir an „Nichts die Welt“ und „Nichts als der Mensch“ erinnert. Nun ist Brunolds schwergewichtigen Foliobänden ein Cousin hinzugewachsen. Dem Thema angemessen, stammt er aus einem dem Bild verpflichteten Verlag, der uns schon oft mit Großtaten verblüfft hat. Auch „Understanding the World. The Atlas of Infographics“ ist eines jener
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