Arthaus vs. Genre, wer gewinnt? Was haben Olivier Assayas’ Film »Irma Veb« und der Comic »Die große Odaliske « von Vives/Ruppert & Mulot gemein? Auf den ersten Blick nicht allzu viel, aber in dem großartigen Film von 1996 über das Filmemachen, Genrefilme und Film-Buffs konnte man zum ersten Mal eine der grundsätzlichen Diskussionen des französischen Films der 90er Jahre greifen, die schon seit Jahren am Schwelen war und im Grunde bis heute anhält: der erbittert geführte Diskurs Arthaus Film vs. Genre. Von Hanspeter Ludwig Im Film sah das dann so
Read More Posted On Oktober 30, 2013By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Litmag
Familie als gefährlicher Ort – Mit „Das letzte Geheimnis“ hat Hans Zengeler nun seine Bloch-Trilogie (Teil 1: „Gestorben wird später“, Teil 2: „Die größte Liebe aller Zeiten“ zur CM-Rezension) beendet. Von Anne Kuhlmeyer. In Rhythmus und Ton so bitterkomisch wie die Vorgänger nur in der Farbe einige Nuancen dunkler beginnt der Roman mit einer Katastrophe für Josef Bloch. Der hat grundsätzlich Erfahrung mit Katastrophen und mit seiner Nichtehefrau Ira eine Partnerin an der Seite, die ihm hindurch hilft. Josefs neuerliche Katastrophe heißt Anna. Normalerweise handelt es sich bei Josefs Katastrophen
Read More Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: At any given time, the urge to sing "The lion sleeps tonight" is just a whim away a whim away, a whim away, a whim away… — Crumpy Gat (@CrumpyGat) October 23, 2013 "Ich hab eine Skulptur aus Baguettes gebaut. Wie findest du sie?" "Brotesk." — Dandy (@dandyliving) October 24, 2013 »Man darf bei Scrabble keine Wörter erfinden.« – »So einen Übsindel
Read More Da standen wir am Ereignishorizont 1 bild / 100 worteDa standen wir am Ereignishorizont und fragten uns, werden wir nun ganz verbronnt? Verzweifeln müssen wir wohl nicht, solang’ es Uniformen gibt, TATÜ-TATA DIE FEUERWEHR, die Feuerwehr ist da (woher kam sie? Das wusste keiner). Vor uns flackert’ die Feuerwand, die dem Photonenflirt entsprang, der Anblick war gar fürchterlich, doch eh die Wang’ sich kreidig blich (vor Schreck), TATÜ-TATA DIE FEUERWEHR, war die Feuerwehr schon da. Es könnt uns kaum egaler sein, ob wir verbrutzeln oder im schwarzen Loch von der
Read More Prophezeiung Bald werden dir drei Brillen nicht mehr genügen – Du wirst weitere brauchen; Eine gegen das Schneegleißen der Stille und eine gegen den bösen Blick der Bahnhofsuhren Eine mit der du die Gedanken der Bäume lesen kannst und eine um auf den nächtlichen Straßen die verliebten Hadesschatten in Paaren wandeln zu sehn Eine die Dämonen in Luft auflöst und eine die deine Freunde wieder ohne weiße Perücken und ohne falsche Bärte zeigt Eine mit aufgemalten Augen damit keiner ahnt ob du wachst oder schläfst und eine mit der du
Read More Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Seit Januar 2013 befindet er sich auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Heute: Kommunikation mit Außerirdischen. Die Quallen-Sinfonie “Der Stern Errai ist 45 Lichtjahre von uns entfernt. Das heißt, wollten wir ihn anfunken, dann wäre das Signal erst in 45 Jahren dort. Genau das macht der Fernsehsender Arte aber heute ganz tapfer und sendet das erste Fernsehprogramm für den Stern Errai schon mal los.” – So moderiert Anne
Read More Posted On Oktober 23, 2013By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. „Wer sind wir, dass wir mit Außerirdischen reden wollen, bevor wir mit Quallen Scrabble spielen können?“ – Aleks Scholz‘ Reise über den Nachthimmel geht weiter: Lichtjahre später. Nicht mit Lichtgeschwindigkeit, sondern ganz im Gegenteil, bewegt sich Dan Kieran durch die Welt: Seine Philosophie des „Slow Travel“ hat Wolfram Schütte überzeugt. Nicht besonders glücklich ist Joe Paul Kroll mit David Rees‘ Abhandlung „Die Kunst, einen Bleistift zu spitzen“, die, bei aller Skurrilität, ihm doch etwas überflüssig erscheint. Sehr absurd und
Read More Posted On Oktober 23, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Die beiden Hirnhälften – Dan Kierans Philosophie des “SlowTravel“! Von Wolfram Schütte. Eine hymnische Rezension in der SZ hat mich auf Dan Kierans “Slow Travel” neugierig gemacht. “Das schönste Reisebuch des Jahres” war da annonciert worden & wirbt nun bereits auf dem Schutzumschlag für einen aber leider nicht immer gut von Yamin von Rauch ins Deutsche übertragenen siebenteiligen Essay des 1975 geborenen Reiseschriftstellers, der für britische Tages- & Wochenzeitungen arbeitet. Der deutsche Titel soll bewusst Assoziationen zu “Slow Food” herstellen, zu jener in Italien ins Leben gerufenen gastronomischen Bewegung für
Read More Posted On Oktober 23, 2013By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag
2B or not 2B? – Wessentwegen beneiden wir die USA eigentlich noch? Virilitätsstrotzende Sportwagen vom Schlage des alten Ford Mustang sind Geländewagen gewichen, die selbst mit Panzerung (oder gerade deshalb) verdruckst aussehen. Barack Obama – enttäuschend, als ob uns das etwas anginge. Tolle Fernsehserien, wirft der sich avanciert wähnende Mensch beiderseits der 30 in den Ring. Ja, schön, aber das sind einsame Gipfel im Flachland. Von Joe Paul Kroll Doch nirgends liest man ein Wort über die vorbildliche amerikanische Bleistiftkultur! Selbst Tony Soprano war mir nie sympathischer als in einer
Read More Fliegen und Bleiben – Auf den Tischen der Buchhandlungen ist schon im Sommer Neujahr, bei den Kalendern. Es geht weiter!, heißt das, oder, mit den Worten von Sabine Lange: „Die Garantie fürs nächste Jahr / hab ich nun in der Hand“. Nicht nur das eigene Ich sollte man mit dieser in den „Fliegenden Wörtern“ zu findenden Versicherung aufmuntern, sondern gleich einen kleinen Vorrat mitnehmen für jene, die auf der weihnachtliche Geschenkliste versehentlich vergessen wurden, für die Geburtstagskinder in Herbst und Winter und natürlich für alle, die sich als klug genug
Read More Posted On Oktober 23, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag
Wir sind die Guten! Die Guten sind auch nicht besser. Ein turbulenter neuer Roman von Else Buschheuer. Sophie Sumburane hat sich amüsiert. In Dingenskirchen zu unserer Zeit, sitzt der Vorzeigechauvinist Wolfgang Müller in seinem Rollstuhl, feiert Orgien und beschäftigt das Personal seiner „gelben Villa“. Zur gleichen Zeit zieht die 33-jährige männliche Jungfrau Michael Rothe mit einer Tupperdose Bohneneintopf und 1000 von Mutti geklauten Euros in blinden Aktionismus in die große Stadt, Rizz. Irgendeine Metropole, weit weg von seiner verstaubten Heimatstadt Grimmelshausen. Michael träumt von der glitzernden Karriere eines erfolgreichen Journalisten,
Read More Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Ich hab eigentlich gar keine Zeit für Dramen. — Binnewies_ (@Binnewies_) October 16, 2013 Alle lauschen an Muscheln. So ein Kirschkern hat doch bestimmt auch Spannendes zu erzählen. — klaudia k_laydo (@k_laydo) October 17, 2013 taxifahrer redet nicht mit mir, singt dafür bei seinen 80er discosongs mit. bin schon gespannt auf den 1. kriminalfall den wir gleich lösen. — Herm (@hermsfarm) October
Read More Simplex Algorithmus 1 bild / 100 worte Mit Bedauern und ohne Koketterie gesagt: Wir verstehen es nicht ganz. Aber das Ding scheint wichtig zu sein. Und was lesen wir nun im Fachblatt? Das Simplex-Verfahren zerfleddert an den Rändern, immer wieder stößt es an seine Grenzen, mit Ergebnissen, die gerne auch mal pathologisch sind. Au weia. Wo käme bei einem algorithmischen Versagen denn unser Essen her, wer regelte den Warenverkehr, sorgte für die Pünktlichkeit der Eisenbahn? Ha ha. Die Bahn ist schon jetzt seltenst pünktlich. „DIE BAHN!“ Seufz. Da sitzen wir
Read More Agli amici Cari amici, qui dico amici Nel senso vasto della parola: Moglie, sorella, sodali, parenti, Compagne e compagni di scuola, Persone viste una volta sola O praticate per tutta la vita: Purché fra noi, per almeno un momento, Sia stato teso un segmento, Una corda ben definita. Dico per voi, compagni d’un cammino Folto, non privo di fatica, E per voi pure, che avete perduto L’anima, l’animo, la voglia di vita: O nessuno, o qualcuno, o forse un solo, o tu Che mi leggi: ricorda il tempo, Prima che s’indurisse
Read More Die Manon Lescaut von Turdej Ein sowjetischer Lazarettzug auf dem Weg von einer Front zur anderen. Darin ein Petersburger Intellektueller: Gepeinigt von Herzanfällen und Todesangst, liest er den »Werther« (auf Deutsch). Aber in die Lektüre drängt sich die Geschäftigkeit der Militärärzte, Apotheker, Krankenschwestern um ihn herum. Es ist eine seltsame Gemeinschaft, hervorgebracht zwar vom Krieg, doch bestimmt von ganz alltäglichen Sorgen und kleinen Freuden. Bei einem längeren Aufenthalt trifft er auf ein Mädchen, das anders scheint als alle anderen: Vera Muschnikowa, ruhelos und romantisch, grazil und ungestüm – und sie
Read More Posted On Oktober 16, 2013By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag! Los geht’s mit einer ganz besonderen Leseprobe: Am vergangenen Freitag wurde in Frankfurt der Preis der Hotlist 2013 verliehen. Ausgezeichnet mit dem Hauptpreis als bestes Buch aus unabhängigen Verlagen wurde die bei Weidle erschienene Novelle „Die Manon Lescaut von Turdej“ von Wsewolod Petrow, deren eBook-Fassung jetzt in dem neuen Digitalverlag „CulturBooks“ erschienen ist. Dazu im LitMag: Tobias Lehmkuhl ist auf der von Homer in der „Odyssee“ beschriebenen Route durchs Mittelmeer gereist und Peter Münder ist seinem Bericht „Odyssee. Ein
Read More Unterwegs mit Odysseus – Er wollte auf der von Homer in der „Odyssee“ beschriebenen Route ursprünglich nur einige Spuren entdecken, die Odysseus vielleicht hinterlassen hatte. Doch dann tauchte Tobias Lehmkuhl so intensiv in die bunte Mittelmeer-Sphäre ein, dass aus seinen Impressionen ein unterhaltsames Reise-Abenteuer wurde. Von Peter Münder An der Peripherie der andalusischen Stadt Huelva wandert er den Strand entlang, klettert einen Hang hoch, fährt mit dem Bus zum Friedhof, lässt sich den Weg zu einem Grab zeigen – doch dann hat der auf Odysseus‘ Spuren wandelnde Tobias Lehmkuhl völlig
Read More Posted On Oktober 16, 2013By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag
Vom Regen in die Traufe – Als die Demokratie im Osten Einzug hielt, da besuchte sie nur eine kleine Schicht von Oligarchen – die breite Masse muss auf ein zufälliges Wunder hoffen. Wie Lena, die Heldin von Tanja Maljartschuks anrührendem Roman. Von Andreas Pittler Vor einem Vierteljahrhundert feierte die Welt das Ende des real existierenden Sozialismus. Den Völkern des „Ostblocks“ winkte mit einem Mal die Freiheit. Doch in der Praxis blieb ihnen wenig mehr als die „Freiheit, Hungers zu sterben“, um Karl Marx an dieser Stelle zu bemühen. Im alten
Read More Posted On Oktober 16, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Historisch falsch gelaufen? David Gilmour bestreitet die Einheit Italiens. Von Wolfram Schütte. Die deutsche Liebe zu Italien – zu dem Land & den Leuten – ist seit dem immer wieder mit Mehrheit wiedergewählten Berlusconi auf eine harte Probe gestellt worden. Auch hat der “Cavaliere” mit seinen TV-Sendern & seinen sonstigen gesellschaftspolitischen Kollateralschäden das Land & seine Menschen nachhaltig beschädigt, wenn nicht gar verändert. Daran sind sie leider alle selbst schuld. Man wird sich als jahrzehntelanger Italienliebhaber also langsam fragen müssen, ob der unbelehrbare “Berlusconismus” samt dessen zerstrittener linken politischer Schattenwirtschaft
Read More Posted On Oktober 16, 2013By Judith Momo HenkeIn Bücher, Litmag
Das Meinhof-Mosaik – Judith Momo Henke über Steve Sem-Sandbergs Dokufiktion „Theres“. Erst ist da nur ein „vager Grauton“ über einer Stadt, die zu Europas Industriezonen gehört „und auch wieder nicht“. Langsam hebt die Dämmerung die Details hervor, enthüllt Gebäude, Dachfirste mit Fernsehantennen, Bäume. Es riecht nach Braunkohle, Möwen kreischen, das Licht gewinnt an Stärke, „es ist, als presse es die Dunkelheit mit beiden Händen von sich“. Was wir sehen, ist „ein langer Straßenzug, gesäumt von Bushaltestellen und Straßenlaternen in geraden Reihen, als markierten sie die Linie zu einem ständig entgleitenden
Read More Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: „In welche Gruppe bei der Projektwoche ‚Wald‘ möchtest du denn?“ „Die, die am meisten drinnen ist.“ Kind2(6), Twitterer by nature. — Rockistoteles (@rock_galore) October 9, 2013 Die nächsten Stunden fahre ich mit geschäftiger Miene auf der Rolltreppe zu Halle 3.1 auf und ab. Mal sehen, was sich so „ergibt“. #fbm13 — Angela Leinen (@innere_simone) October 10, 2013 Wir diskutieren hier gerade, ob
Read More Random TV IV 1 bild / 100 worte Schauen Sie mal. Das haben wir aus dem Internet. Youtube!… ne, das ist herrlich. Und ich frage mich, wann werde ich berühmt sein? In the meantime, the economy is doing quite well. Na, vielen Dank. Machen wir es kurz. Kakao hilft immer. Dudeldudel du, du, dudeldudel du. Bis ich irgendwann gar nichts mehr gegessen habe und die tödliche Erkrankung – ich glaub keins davon. Ich glaub’s nicht. Aus allen Töpfen und Grills wabert der Duft von Heimat durch die Nacht, und –
Read More L’idea centrale È venuta in mente (ma per caso, per l’odore di alcool e le bende) questo darsi da fare premuroso nonostante. E ancora, davanti a tutti, si svegliava tra le azioni e il loro senso. Ma per caso. Esseri dispotici regalavano il centro distrattamente, con una radiografia, e in sogno padroni minacciosi sibilanti: «se ti togliamo ciò che non è tuo non ti rimane niente» Der zentrale Gedanke Er kam ihm in den Sinn (doch zufällig, weil es nach Alkohol und Verbänden roch), dieses sorgsame Bemühen, trotzdem. Und wieder,
Read More Wie Schabbach zum Nabel der Welt wurde – Edgar Reitz erzählt von der Hölle im Hunsrück & der Sehnsucht nach einer „anderen Heimat“. Von Wolfram Schütte. Es gehört zu den erfreulichen Zeichen & Wundern des heutigen Tages, dass Edgar Reitz, nachdem er in den vergangenen Jahrzehnten immer verzweifelter, demütigender darum hatte kämpfen müssen, dem öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen die finanziellen Mittel für sein monumentales, dreiteiliges & episodenreiches „Heimat“-Projekt (seit 1984 zusammen über 50 Stunden) abringen musste, nun einen vierten Teil realisieren konnte, der (zuerst) in unsere Kinos kommt. Und zwar als
Read More Posted On Oktober 9, 2013By Redaktion CMIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Unsere Themen: Film – Wolfram Schütte über Edgar Reitz‘ vierstündigen Film „Die andere Heimat“, der die Vorgeschichte seiner monumentalen „Heimat“-Reihe erzählt. Comic – Hanspeter Ludwig über den Endzeit-Sammel- und Gemeinschaftsband „Die Toten“. Literatur: Andreas Pittler über Ivica Djikics Roman „Ich träumte von Elefanten“, Ronald Klein über Ronald Klein über Sebastian Lehmanns Debütroman „Genau mein Beutelschema“, Jörn Borges über Zoe Jennys Erzählungen „Spätestens Morgen“ und Senta Wagner über Andreas Unterwegers Notizen „Das kostbarste aller Geschenke“. Musik – hat Christina Mohr
Read More Posted On Oktober 9, 2013By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag
Der Alptraum, ein Leben – Auch 20 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen auf dem Balkan zieht der Westen es vor, nicht so genau hinzusehen. Ivica Djikic hält seinen Lesern jedoch die Wahrheit wie einen Spiegel vor. Sein Roman ist so schwer verdaulich wie unabdingbar. Von Andreas Pittler Bosko Krstanovic arbeitet für den kroatischen Geheimdienst. Er sieht sich als Patriot, der seinem Lande dienen will. Daneben jedoch hütet er ein Geheimnis. Er ist der Sohn von Andrija Susic, einem jener Männer, die in den Balkankriegen buchstäblich im Blut wateten. Susic, Angehöriger
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