Die Demokraten haben in ihrer Vorwahl klar für den linken Kandidaten Bill de Blasio gestimmt, er dürfte der nächste Bürgermeister werden. Und unser US-Amerikakorrespondent Thomas Adcock freut sich: Der amerikanische Liberalismus ist zurück in “Big Apple”. Left Turn in the Big Apple ‘Start Spreading the news…’ By Thomas Adcock Copyright © 2013 – Thomas Adcock NEW YORK, near America A working-class Italian-American guy from Brooklyn—married for twenty years to an African American social activist, poet, former lesbian, and mother of the couple’s two teenagers—put his faith in the better angels
Read More Posted On September 18, 2013By Eva KarnofskyIn Bücher, Litmag
Eine Aneinanderreihung von Klischees und Klamauk – Seit sein großer Barcelona-Roman „Die Stadt der Wunder“ 1989 auf Deutsch erschien, ist Eduardo Mendoza auch hierzulande eine feste Größe auf dem Buchmarkt. Von ihm liegt inzwischen ein rundes Dutzend Romane in deutscher Übersetzung vor. Und die meisten überzeugten. Als sich der Katalane allerdings an ein aktuelles politisches Thema wagte – die Veränderungen, die ein Politiker durch den Wahlkampf erfährt („Mauricios Wahl“, 2007) – kam nichts sonderlich Gutes dabei heraus. Sein neuer Roman befasst sich wieder mit der aktuellen Politik, mit dem Einfluss
Read More Posted On September 18, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Litmag
36 Stunden, 125 Wochenend-Trips, 644 Seiten – Ein Starker Reiseführer auch für weniger bekannte europäische Locations. Von Peter Münder. Ein Wochenende in Barcelona, eine Woche Schottland, eine fünftägige Radtour an der Donau – keine Frage: Touristische Kurztrips sind schon seit Jahren beliebt und der Trend hält weiter an. Die „New York Times“ hat mit ihren Reise-Tipps für „Thirty Six Hours“ einen so enormen Erfolg, dass man die Empfehlungen für Weekend-Trips seit 2006 auf Europa ausdehnte und die 2011 in Buchform veröffentlichten Kolumnen über Kanada und die USA nun sogar in
Read More Posted On September 18, 2013By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag
30 Jahre danach gegen das Vergessen – Farben, Formen, Töne und Körperspuren, Schweigen und Schuld spielen in dem Roman der brasilianischen Autorin Adriana Lisboa eine zentrale Rolle. Die Schwestern Maria Inês und Clarice werden in ihrer unterschiedlichen Umgangsweise mit einer traumatischen Vergangenheit begleitet. Dreißig Jahre nach dem Ereignis, das erst Bildfragment für Bildfragment in seiner ganzen Abscheulichkeit offenbar wird, treffen sie sich wieder an dem Ort, wo das Unaussprechliche stattgefunden hat. Von Christiane Quandt. Wege der Erinnerung Spiralförmig nähert sich der Erzähldiskurs diesem Ereignis an, man erahnt immer mehr, dass
Read More Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Im Mittelalter starben viele Kinder sehr früh, weil die Hüpfburgen noch aus Stein waren. — Peter Breuer (@peterbreuer) September 11, 2013 Was soll nur aus einer Generation werden, die nie die Oberfläche des Kaffees ohne Milchschaum gesehen hat. — Ute Weber (@UteWeber) September 12, 2013 Ich weiß nicht, wie das passieren konnte, aber beim Aufwachen lag die Knopfleiste der Bettecke oben. Zählt
Read More Die Autos 1 bild / 100 worte Nachkommen, Freunde, Anverwandte: Das sei Euch hinterlassen – ein Kinderbett von Grand-Maman, diverse Pappschachteln (Behälter verschollener Turnschuhe), Schreibtischlampe, brauchten die Nachbarn nicht mehr, Starwars-Figuren, stammen aus Plastikeiern, die Zimmerpflanze, die nicht aufhören will zu wachsen, der Tisch aus der Kneipe, gibt es sie noch? die Kollegen hinten im Garten. Dies ist ein Testament: Vergesst nicht den Teppich, sein Rot das Blut von Minderjährigen, und den leicht ausgefransten Regenmantel. Und ja: Die Ewigkeit ist ein Gerücht, wir kehren zurück zum Kreis. Die Kinder Abrahams
Read More gedichte fange ich mit dem schmetterlingsnetz im morgengrauen auf den donauklippen sing ich die schiffer herbei die bunte wäsche auf den kähnen bezaubert mich sie erschrecken nehmen mich nicht mit ans schwarze meer mein buchstabenzelt schlage ich auf in der wüste sie blüht ich rase auf einer weißen schüssel durch die landschaft blumen wiesen kühe spritzen links und rechts weg Als Nachtrag zum Sprachsalzfestival (siehe Bericht) vier Gedichte der Lyrikerin Waltraud Haas zum Selbstlesen und Nachspüren ihres einzigartig meditativen Zaubers. Sie stammen aus dem Band „Selbstporträt
Read More Wolfram Schütte über die große Enttäuschung Barak Obama, die USA als tobender, ohnmächtiger, taumelnder militärischer Goliath, vorgeführt von zwei Davids und über Cees Nootebooms deutsche Übersetzerin Helga van Beuningen. Obama revised. Man scheut sich, es zuzugeben: der derzeitige usamerikanische Präsident ist für alle, die mit ihm sympathisiert haben, die größte Enttäuschung auf diesem Posten in diesem Jahrhundert. Der Verdacht, er sei nur wiedergewählt worden, weil die Republikaner so dumm & verbohrt waren, einen bereits schon wieder vergessenen politisch-gesellschaftlichen Extremisten ihres rechten Flügels zu nominieren, ist nicht von der Hand zu
Read More Posted On September 11, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Literatur, die auf’s Ganze geht – Clemens Meyer hat den Sprung auf die Shortlist des „Deutschen Buchpreises“ geschafft, mit einem Roman, der sich wenig schert um Konventionen oder Erwartungshorizonte. Karsten Herrmann ist gepackt, fasziniert – und ein wenig genervt. In einem Interview bezeichnete sich der 1977 in Halle an der Saale geborene Clemens Meyer selber einmal als „Kind der Straße“, das „in der Gosse rumkrebste“. Auch später, während seines Studiums am Literaturinstitut Leipzig, schlug er sich als Bauhelfer, Wachmann und Möbelpacker durch und landete sogar einmal im Jugendarrest. Die Annahme
Read More Posted On September 11, 2013By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, Clemens Meyer hat den Sprung auf die Shortlist des „Deutschen Buchpreises“ geschafft, Karsten Herrmann ist von dieser „Literatur, die auf’s Ganze geht“ gepackt, fasziniert – und etwas genervt. Isabel Bogdan hat wieder was angestellt, diesmal war sie laufen. 10 Kilometer, rund um die Alster: „Sachen machen: Alsterlauf“. Lena Blaudez hat eine Reihe praktischer und doch ganz modester Vorschläge, dem allgemeinen Wahnsinn der Welt zu begegnen. Diesmal gibt sie ornithologische Warnhinweise. Das Gastland in diesem Jahr bei der Frankfurter Buchmesse ist Brasilien. Christiane Quandt stellt Ihnen den Roman „Antonio“
Read More Zehn Kilometer! Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Diesmal war sie laufen. Blogeintrag vom 8. August: „In einem Augenblick geistiger Umnachtung – oder vielleicht auch in einem Augenblick besonderer Klarheit und Weitsicht, wer weiß das schon immer so genau, und vielleicht ist es auch das gleiche – habe ich mich zum Alsterlauf angemeldet. Der findet am 8. September statt und geht über 10 km. ZEHN! KILOMETER! Das ist ganz schön krass. So weit bin ich noch
Read More „Voll das Hippieding“ – Karl Schmidt, das ist der eher unscheinbare Typ, der in Sven Regeners Erfolgstrilogie um Frank Lehmann immer mal wieder auftaucht, aber nicht weiter auffällt, und den „Herr Lehmann“ dann in der Nacht des Mauerfalls mit einem akuten Nervenzusammenbruch im Berliner Urban-Krankenhaus abliefert. In „Magical Mystery“ spielt Schmidt nun die Hauptrolle. Von Tina Manske Sven Regener hat einmal gesagt, er hege eigentlich schon immer mehr Sympathie für Karl Schmidt (auch Charlie genannt) als für Frank Lehmann, weil der Erstere ein größeres Herz habe. Nun schlägt sich diese
Read More Lena Blaudez hat eine Reihe praktischer und doch ganz modester Vorschläge, dem allgemeinen Wahnsinn der Welt zu begegnen. Diesmal gibt sie Ornithologische Warnhinweise – Jüngste wissenschaftliche Studien lassen aufhorchen, die Population einer gewissen Raben-Art wächst rasant – und man muss sagen, mit nicht unerheblichen Risiken für die Umwelt. Wie jedem Naturliebhaber, Umweltfreund, Angler oder Jäger bewusst ist, gefährdet die Überhandnahme einzelner Tierarten das Gleichgewicht der Umwelt und damit die Harmonie des Großen und Ganzen. Gemeinhin wird – zum Wohle aller – dann dazu aufgerufen, eine nötige Anzahl der überschüssigen Art
Read More Posted On September 11, 2013By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag
Vielfältige Familienstimmen und –geheimnisse – Die brasilianische Autorin Beatriz Bracher, deren Name auf ihre deutschen Wurzeln verweist, hat in Brasilien bereits, neben etlichen Erzählungen und Drehbüchern, vier Romane publiziert. Ihr drittes größeres Werk, wurde im Zuge der Frankfurter Buchmesse als bislang einziger ins Deutsche übersetzt. Und kann sich durchaus sehen lassen, findet Christiane Quandt. Haroldo hat fünf Kinder, aber eines davon ist tot. Mit dieser enigmatischen Aussage beginnt sich eine komplexe und verschlungene Familiengeschichte voller Geheimnisse zu entspinnen. Antonio, die titelgebende Figur kommt hierbei nur am Rande vor, hat tatsächlich
Read More Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Liebeszauber im Mittelater. (Alle Folgen hier). Einundfünfzigste Ausfahrt Die Kunstkarte „Liebeszauber“ habe ich von einer meinen Reisen in die „Deutsche Demokratische Republik“ mitgebracht, aus dem „Museum der bildenden Künste“ Leipzig. Das kräftige Orange der Schrift hinten auf der Karte war eine
Read More Black ’n‘ White 1 bild / 100 worte Robert Carlyle, der in dem Promo-Video von Johnny Walker läuft und läuft und läuft, als wolle er der Kamera davonlaufen… Was die Whiskyfirma uns im Zuge ihres Kurzfilms aus dem Jahr 2009 noch mitgab: Carlyle wuchs auf der Straße auf, wurde jedoch von seinem Vater liebevoll dazu ermuntert, ein international gefeierter Schauspieler zu werden. WAY TO GO! „Er ist unser De Niro!“ sagt Regisseur Jamie Rafn (who the dickens??). Die Botschaft bleibt kryptisch, und Carlyle ein Star, in Schwarz & Weiß &
Read More Selbst die Bäume Selbst die Bäume draußen spüren es, die feinen Zweige ihr sechster Sinn der Gnade, sie biegen sich in den Wind hinein und bitten um Verzeihung, die in einem Sturm kommen soll, und treten der Versammlung des Schweigens bei; dem großen Zeugen. Ein Mann, an einem Baum gebunden und ausgepeitscht, arbeitete nie wieder auf den Baumwollfeldern. Im frühen Licht, dem zarten Knochenlicht, das Herzen brach, fegte ein Lied von Feld zu Feld; das Gedächtnis einer Frau schritt Jahrhunderte ab, tiefer und tiefer, ein blaues Lied im Klopfen ihres
Read More Posted On September 4, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Litmag
Ist das Kunst oder kann man damit auch fahren? Anmerkungen von Peter Münder zu Ulf Poschardts Porsche 911-Studie anlässlich des 50jährigen 911-Jubiläums. Zuerst ein Prolog für rasende Praktiker, dann die Exegese für sensible Ästheten: PROLOG: Als der Hamburger Proktologe Erik Brandenburg sich mit seinem Porsche 911-Safari, Baujahr 1975, vor zwei Jahren auf die 6000 km lange, durch Mauretanien nach Dakar führende Afrika–Eco-Rallye vorbereitete, bretterte er erstmal durch meterhohes Schilfgras und abgelegene Steinbrüche in Hamburgs Außenbezirken. Er donnerte über schmale Waldwege und steile Autobahnböschungen und fand auch nichts dabei, mit seinen
Read More Im Falschen Film – Eigentlich sollte es zum Handwerk des Schreibens gehören, gerade auf höchstem Niveau, eine Geschichte gut zu erzählen, also so, dass man dranbleibt und weiterliest. Leider ist dies nicht immer der Fall. Anne Schüßler ist eine kompetente Leserin, die viel und gerne und unterschiedlich liest. Und trotzdem nicht die richtige Zielgruppe für die Longlist des Deutschen Buchpreises? Ein Praxistest… Nichts über irgendetwas zu wissen, hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Eins ist aber sicher: Man sollte diesen Zustand nutzen, denn er vergeht. Demnächst weiß man schon wieder
Read More Death of a Showman – David Frost, legendärer britischer TV- Moderator und Interviewer, ist tot. Er wurde 1962 mit seinem satirischen TV-Wochenrückblick „That was the week that was“ berühmt, moderierte später seine eigene „David Frost Show“ und war ab 2009 bei Al Jazeera als Moderator tätig. Ein Nachruf von Peter Münder. „Warum zur Hölle hast Du das nun wieder gesagt?!“ wurde Premier Tony Blair von seinem Pressesprecher und Spin-Doctor Alaistair Campbell meistens angeblafft, wenn er mal wieder von David Frost interviewt worden war und unabsichtlich irgendwelche unangenehmen oder parteipolitisch unerquicklichen
Read More Posted On September 4, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Glanzstücke des rasenden Reporter – Der rasende Reporter Egon Erwin Kisch ist eine journalistische Legende. Mit seinen Berliner Reportagen brachte er in den ersten Dekaden des letzten Jahrhunderts die Symphonie der nie schlafenden und einem neuen Zeittakt folgenden Großstadt zum Erklingen. In einer feinen und in edles rotes Leinen gebundenen Ausgabe des Wagenbach-Verlags sind jetzt einige Glanzstücke seiner Reportagen (wieder) zu entdecken. Von Karsten Herrmann. In ebenso geschliffener wie flotter Prosa nimmt Kisch in seinen Reportagen das Berliner Leben in seinen schillernden und auch abseitigen Ausprägungen in den Fokus –
Read More Zügig im Rechtsgalopp – Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Diesmal hat sie Pferden und Reitern beim Polo zugesehen. Elisabeth und ich, wir kennen uns kaum, wir sind uns nur einmal kurz begegnet und seitdem Facebookfreundinnen. Und jetzt schreibt sie, ob ich Lust habe, zum Polo mitzugehen. Zum Polo! Abgefahren. Mache ich natürlich. Das ist überhaupt nicht meine Welt, und Reiche-Leute-Gucken ist mir auch einigermaßen egal, aber mit schönen Pferden kann man mich schon kriegen. Nicht,
Read More Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Wohnzimmer in Kalifornien, 1940, Modellstube der Mrs. James Ward Thorne. (Alle Folgen hier). Fünfzigste Ausfahrt Mehr als dreißig Jahre sind seither vergangen, doch die Erinnerungen an diesen Mittag im Art Institute von Chicago, einem der großartigsten Museen, die ich kenne, sind
Read More Thomas Braschs zärtlicher Ziegelstein – Gesamtausgaben nerven. Sie sind schwer, kleingedruckt und gerade im Lyrikbereich erschlagen sie einen. Thomas Braschs gesammelte Gedichte „Die nennen das Schrei“ sollte man sich trotzdem zulegen. Einmal wäre es schade, wenn die Gedichte des 2001 viel zu früh verstorbenen Dramatikers vergessen würden. Zum anderen lässt der von Martina Hanf und Kristin Schulz hervorragend recherchierte Anhang das enge Geflecht von persönlichen Beziehungen und politischem Hintergrund entstehen, auf dem Braschs Gedichte über 40 Jahre gewachsen sind. Von Jörn Borges. Brasch, Kind kommunistischer Führungskader der DDR, begehrt gegen
Read More Ein „Mohr Music“-Glam-Spezial zur Frankfurter Schirn-Ausstellung „Glam. The Performance of Style“ und drei Neuerscheinungen rund um Mode, Kunst und Glamour. Glam Yourself! Noch bis Ende September läuft in der Frankfurter Schirn die Ausstellung „Glam. The Performance of Style“, die zuvor in Liverpool zu sehen war. Kurator Darren Pih will anhand der Exponate – angefangen mit Bryan Ferrys und Brian Enos Bühnenoutfits über Andy Warhols Filme und Fotos von Nan Goldin – zeigen, dass Glam als popkulturelles Phänomen bedeutender und offener war als Punk. Diese Behauptung mag angesichts schriller Make-up-Kreationen auf
Read More Posted On September 4, 2013By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag
Verfranzt im Ring-Zyklus – Hier in Leipzig weiß man: 2013 ist Wagner-Jahr! Richard Wagner und sein Schatten sind seit Neuestem als Denkmal zu bewundern, seine Musik spielt in allen Gassen und immer wieder finden auch seine Werke einen Weg ins Jetzt. Anlässlich der Münchner Opernfestspiele schrieb die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ihren Beitrag zum Wagner-Jahr: Die Paraphrase „Rein Gold.“ Mit ihr nimmt Jelinek den „monumentalen“ Ring-Zyklus aus Wagners „Walküre“ auf, versetzt ihn in die Gegenwart des Kapitalismus und bleibt dennoch nah am Originaltext Wagners. Gedacht für die Bühne, bei Wagner gestärkt
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