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Im munteren Plauderton – Michael Maar blättert sich durch große Tagebücher von Viktor Klemperer bis Rainald Goetz. Von Joachim Feldmann. Eigentlich stand der Vorsatz fest. Nie wieder würde man sich von einem Subskriptionsangebot für die Gesamtausgabe eines legendären Tagebuchs verführen lassen, oder, sagen wir mal, man würde zumindest so lange warten, bis wenigstens einer der (bislang) acht prachtvollen rotleinenen Bände des Harry Graf Kessler’schen Diariums, die seit geraumer Zeit einen Ehrenplatz im Bücherregal einnehmen, in Gänze gelesen worden wäre. (Ehrenplatz heißt übrigens, dass man auf eine kleine Leiter steigen muss,Read More

Posted On März 19, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Random TV V 1 bild / 100 worte Er sollte nach London, in den Tower geschickt werden, aber ob das hier der Fall – Please, don’t stop! Der Schlachthof in Bad Bramstedt ist, the music! Und ihre Oma hat sich seit gut drei Wochen gesperrt. Das ist ja eine richtige – Guten Tag. Ich kann’s gar nicht fassen, dass ich auch mal Glück habe im Leben. Ja, wo sind wir denn hier? Sofort bestellen! Mit den erwähnten Zugangsbeschränkungen. Die Fundstätte ist dann wahrscheinlich schon verschwunden. Ein großes Thema. Aber dankRead More

Posted On März 19, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Lese gerade auf dem Infoscreen am S-Bahnsteig: Österreich annektiert! Stelle dann fest: das war aus der Rubrik Geschichte. Uff… — Stephan Roth (@_StephanRoth) 12. März 2014 Sich bei der Verleihung des Buchmessenpreises zu den Journalisten umdrehen und sagen: „Den kriegt er nur, weil ich abgelehnt habe.“ — André Herrmann (@nnamrreherdna) 13. März 2014 Jedes Volk, hat die Kommasetzung die es verdient. —Read More

Posted On März 19, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Pablo Neruda

Ode an das Danke Dank an das Wort, das Dank sagt. Dank an das ‚Danke‘, weil das Wort Schnee schmilzt oder auch Eisen. Bedrohlich sah die Welt aus, solange nicht das ‚Danke‘ mild wie eine helle Feder oder süß wie ein Blütenblatt aus Zucker von Lippe zu Lippe sprang, mal groß, aus vollem Mund, mal kaum hörbar geflüstert, so war das Wesen wieder Mensch und kein Fenster, so fiel ein wenig Licht in den Wald, und unter den Blättern ließ es sich singen, ‚Danke‘, du bist die Pille gegen denRead More
Die Selbstverführte – Eine Bemerkung zu Lewitscharoffs Rede nebst einer Erinnerung an Claus Koch. Von Wolfram Schütte Peinlich, peinlich: da ist man gerade dabei, den mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren verbreiteten “Unsinn” zurückzuweisen, den der Quälgeist Sarrazin in seinem jüngsten geplanten Bestseller über den angeblichen “Tugendterror” der deutschen Political Correctness behauptet, den er mit seinen beiden Bestsellern habe erleiden müssen, da erhebt sich ein Entrüstungsturm im Feuilleton wegen “einer irritierenden Rede über künstliche Befruchtung” (SZ), die Sibylle Lewitscharoff in Dresden eben gehalten hatte. Die für ihre kapuzinerpredigerhafte Rhetorik bisherRead More
Reines Glück des Montage-Kinos – Ein Nachruf auf den großen französischen Filmregisseur Alain Resnais von Wolfram Schütte. Alain Resnais war der älteste unter den Regisseuren der Nouvelle Vague, aber neben dem Welschschweizer Jean-Luc Godard auch der kreativste, ästhetisch wagemutigste unter den französischen Filmregisseuren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er ist „jung“, sprich: experimentell geblieben bis in sein 91. Lebensjahr, in dem sein jüngster bzw. nun letzter Film entstand, der auf der diesjährigen Berlinale lief & dort mit dem Alfred-Bauer-Preis ausgezeichnet wurde („Aimer, boire et chanter“). Am besten verstehtRead More
Fragen eines arbeitenden Lesers – Von Joe Paul Kroll Die Feuilletondebatte der Saison umkreist die Frage nach der (privilegierten) sozialen Herkunft jüngerer deutscher Autoren und der damit zusammenhängenden unterstellten Langweiligkeit und Gleichförmigkeit ihrer Hervorbringungen. In den Debattenbeiträgen konnte man immer wieder mehr oder weniger offen vorgetragene Verwerfungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur lesen, nicht selten zugunsten ihres anglo-amerikanischen Pendants. So auch bei einer Podiumsdiskussion zum Thema, die ich unlängst verfolgte. In der Diskussion wurde jedoch auch die These laut, es mangele durchaus nicht an guter Literatur in deutscher Sprache, sondern vor allemRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Die schönärschige „Venus Callipigia”. Am liebsten nackt Der wöchentlich geübte Zehnerschritt hat mir diesmal einen besonders aufregenden GastRead More

Posted On März 5, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Jean Echenoz: 14

Auf einer Blockflöte orgeln – Jean Echenoz fasst auf 125 Seiten den Ersten Weltkrieg erzählerisch zusammen. Von Wolfram Schütte Die Zahl „14“ ist der Titel des jüngsten der Romankonzentrate, mit denen der 1947 im provenzalischen Orange geborene französische Erzähler Jean Echenoz bei uns – zuletzt immer in der Übersetzung H. Schmidt-Henkels – bekannt wurde. Es waren kurz gefasste biografische Verdichtungen, deren unterschiedliche „Helden“ der französische Musiker Ravel, der tschechische Langstreckenläufer Zatopek & der serbische Allround-Erfinder Tesla waren. Was dabei biografischen Spuren folgte oder der Fantasie des recherchefreudigen Autors zu verdankenRead More

Posted On März 5, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Film: Alfonso Cuaron: Gravity

Alles wird gut, wenn man weiß, wo der Wodka ist. Alfonso Cuaróns intimes Kammerspiel in der endlosen Weite des Weltraums ist der Abräumer der Oscarverleihung 2014. Christopher Werth hat es sich angesehen. Wie gut Country-Songs im Weltraum funktionieren, hat schon John Carpenter in seinem ersten Spielfilm „Dark Star“ gezeigt. Aus dem üblichen Kitsch-Kontext gelöst, erzählt das Erdverbundene, Sehnsuchtsvolle der Musik ganz einfach die Einsamkeit eines Menschen in den unendlichen Weiten des Weltraums. Während in „Gravity“ der Astronaut Matt Kowalski (George Clooney) noch glaubt, seinen letzten Weltraumspaziergang zu machen und erRead More

Posted On März 5, 2014By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag

Ryad Assani-Razaki: Iman

Flucht oder Zukunft in der Heimat? – Ein namenloses afrikanisches Land, das allem Anschein nach Benin ist, aber auch viele andere sein könnte, ist Schauplatz des beinahe 40 Jahre umfassenden Romans „Iman“. Der Autor Ryad Assani-Razaki nimmt den Leser mit in die Welten dreier junger Menschen, Figuren, die Allegorien und doch Individuen sind. Von Sophie Sumburane Es beginnt mit Toumani, einem zu Beginn 6-jährigen Jungen, der für knapp 23 Euro von seinem Vater verkauft wird. Vom Lande in die Hauptstadt gebracht, fristet er seine Tage im Haus der Kinderhändlerin, lerntRead More

Posted On März 5, 2014By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Peter Buwalda

Eine „Great Dutch Novel“ – Mit einem starken Debüt, in dem er den mitreißenden Aufstieg und Fall einer Familie beschreibt, betritt der Niederländer Peter Buwalda die internationale Literaturbühne – und wird dafür schon jetzt mit den Größten seiner Zunft wie Jonathan Franzen oder Patrick Roth verglichen. “Bonita Avenue” war für neun Buchpreise nominiert und gewann davon vier. Gegenüber Videoredakteurin Britta Behrendt verrät Buwalda, wie man sich eine Geschichte ausdenkt und dabei die eigene Biographie durch die Hintertür hereinlässt und wie man über Schulnoten für einzelne Kapitel den perfekten Roman erschafft.Read More

Posted On März 5, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, Sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Zu The Ting Tings' "That's Not My Name" tanzen, ohne die Ladenfliesenfugen zu berühren. Aber so würde es ja jeder machen. — Kalle (@Kropunder) February 26, 2014 ein lehrbuch bestellen wollen und über folgende rezension stolpern: "Das Buch ist schon groß, was ich persönlich toll finde." na dann! — m. (@ohaimareiki) February 27, 2014 Kafkas Geschichte über den Käfer handelt gar nichtRead More

Posted On März 5, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Poltergeist 1 bild / 100 worte Hallo. Wie siehst du denn aus? Gar nicht. Kann dich nicht sehen. Hören auch nicht. Sprich lauter. WIMP. Ein bisschen Schwerkraft, sonst ist da nix. Genug um Planeten zu lenken. Genug um Sterne zu verschieben. Genug um das ganze Universum zu halten, aber nicht ausreichend, um einen Schönheitswettbewerb zu gewinnen. Dazu muss man schon sichtbar sein. Dazu braucht’s Licht. Ist nicht. Sorry. Anderseits. Wer will schon eine Wiederauflage der Schöpfung. Unser Weltsystem, recap, nach dem nächsten Urknall: Tag/Nacht, Wasser/Luft, Flora, Himmelskörper, Fische/Vögel, Tiere/Menschen, Pause.Read More

Posted On März 5, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Kurt Marti

fünfziger syndrom und kaum war das kleine Land dem grossen krieg ohne zerstörung entkommen begannen seine bürger beflügelt vom fleiss der ihnen schon immer nachgesagt wurde friedlich und freudig mit der zerstörung des landes.   Aus aktuellem Anlass ist es mal wieder geboten, an die „andere Schweiz“ zu erinnern… In der Schweiz finde, so vernehmen wir es von den Umfrageinstituten, der chauvinistische Populist Blocher ganz besonders bei der älteren Generation Unterstützung. Es seien gerade die älteren Eidgenossen, die sich trotzig gegen eine weitere Weltöffnung der Schweiz sperren und einem BlocherRead More

Posted On Februar 26, 2014By Senta WagnerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Bericht vom 7. Literaturwettbewerb Wartholz

Lesen in milder Bergluft – Rückschau auf den 7. Literaturwettbewerb Wartholz (14.–16. Februar 2014). Von Senta Wagner. Reichenau an der Rax kann weit weg sein – am weitesten hatten es die Autoren aus Berlin und Hamburg, einer kam sogar aus London, hinein in den tief in den ostösterreichischen Landen gelegenen Marktflecken. Links und rechts und rundherum stehen bewaldete, kahle und schneebedeckte Berge still. Die Luft muss die beste sein, Reichenau hat eine lange Tradition als heilklimatischer Luftkurort. Stichwort: Sommerfrische. Aus dem Kurort ist mit ein paar Buchstaben schnell ein KulturortRead More
Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Seit Januar 2013 befindet er sich auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Heute: Die Entdeckung der Supernova 1987A. Die magellansche Biografieverwirrung Am Abend vor meiner ersten Nacht mit dem “Very Large Telescope” stehe ich vor dem Hotel, das in die Wüste eingegraben ist. Zwei Wolken am Westhimmel. “Wolken”, denke ich, und dann “was soll das”. Eine Weile später haben sich die Wolken in Richtung Horizont weiterbewegt. Relativ zuRead More
Das Sein und der Schaum – Michel Gondry hat sich ein französisches Nationalheiligtum vorgenommen – das Kultbuch von Boris Vian „Der Schaum der Tage“(„L’écume des jours“). Von Christopher Werth Wenn ein berühmter Roman verfilmt wird, dann nimmt jeder Zuschauer seine eigenen Bilder, seinen eigenen Film im Kopf mit ins Kino. Gondry weiß natürlich, dass so ein Buch irgendwie allen gehört. Es gibt deshalb eine Rahmenhandlung, die in einer Fantasiefabrik spielt. Hier wird das Buch kollektiv von vielen Arbeiterinnen und Arbeitern gemeinsam an Fließbändern getippt. Jeder darf dabei immer nur einenRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Johann Anton Feuchtmayer: „Kreuzwegstation 13”. Muschelwerk Eine Woche lang hatte ich jetzt diesen schreienden Gegensatz vor Augen undRead More

Posted On Februar 26, 2014By Anne SchuesslerIn Bücher, Litmag

Jennifer Egan: Black Box

Viele Versionen einer Geschichte – Auf knapp hundert Seiten versucht Egan das Experiment des Twitterromans. Kein Satz, oder in diesem Fall eher keine Informationseinheit darf hier länger als 140 Zeichen sein, der maximalen Länger eines Tweets. Als Twittersachverständige vom Dienst konnte Anne Schüßler also gar nicht an Jennifer Egans “Black Box” vorbeikommen.  “Deine eigenen Feldinstruktionen werden in einem Chip unter deinem Haaransatz gespeichert.” Satz für Satz könnte man so den Roman im Internet veröffentlichen, Baustein für Baustein hintereinander, wie Egan es auch zunächst über den Twitteraccount des New Yorker (@NYerFiction) getanRead More

Posted On Februar 26, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Andelfingen 1 bild / 100 worte Gespräch eines Mannes mit seinem Fiat Uno. – O du Blechkiste. Zu unbeholfen, um mein Elend am Lenkrad zu mildern und doch nicht bereit, mich dem Pannenstreifen zu übergeben: Versüße mir die Fahrt nach Andelfingen. Denn alles Leben ist nur Übergang, selbst Sterne verglühen. Und ich bin diese Landstraße leid, etc. – Verkürzte Fortsetzung! Nach einigem Hin und Her: Der Fiat Uno will nicht. – Diese Himmelskuh! Wie sie die Sonne ausspuckt, unter ihrem Bauch durchlaufen lässt und in ihre Vulva wieder einsaugt! – Außerhalb, woRead More

Posted On Februar 26, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, Sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Ich habe im Quizduell gegen Peter Handke gewonnen. Er beantwortet nur Fragen zu seiner Person und seinem Werk. — stephan porombka (@stporombka) 19. Februar 2014   Wenn einem der Shuffle zum Heimweg aus Moabit „Leaving Las Vegas“ einspielt, ist das schon sehr kontextsensitiv. — M4gnu5 N13m4nn (@grindcrank) 20. Februar 2014 Ob sich Mitarbeiter einer Bibliothek auch so oft verschreiben, wenn sie Bilbiothek,Read More

Posted On Februar 26, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Les Murray

The Sleepout Childhood sleeps in a verandah room in an iron bed close to the wall where the winter over the railing swelled the blind on its timber boom and splinters picked lint off warm linen and the stars were out over the hill; then one wall of the room was forest and all things in there were to come. Breathings climbed up on the verandah when dark cattle rubbed at the corner and sometimes dim towering rain stood for forest, and the dry cave hunched woollen. Inside the forestRead More
Wir freuen uns, Ihnen eine Geschichte aus Gerhard Köpfs neuem Erzählband „Das Glück beim Krähenfüttern“ als Exklusivabdruck anbieten zu können. Die zehn Geschichten des mehrfach ausgezeichneten Schriftstellers (u.a. Bachmannpreis, Wilhelm-Raabe-Preis) sind ein loser Reigen um die Welt des Theaters und Films, um Schauspielerei und alltägliche Maskenträger, um Sehnsüchte, Träume und Schlangengruben. Köpf erzählt uns von den Niederlagen und Enttäuschungen, der ungeschminkten Wahrheit und den Illusionen, die nicht sterben wollen. Dabei wird uns klar, dass Schminke, Maske und Verkleidung, große Gefühle, aber auch Niederlagen und begrabene Hoffnungen nicht nur auf derRead More

Posted On Februar 12, 2014By Hanspeter LudwigIn Comic, Kolumnen und Themen, Litmag

Essay: »Was ist eine gute Zeichnung?!«

Die gute Zeichnung – Neulich im Netz stellte sie sich für mich wieder einmal, die Frage: »Was ist eine gute Zeichnung?!« Ein Essay von Hanspeter Ludwig. Nicht Malerei, sondern die reine Zeichnung meine ich. Jene künstlerische Form, die gern als Illustration in Büchern auftaucht oder eben in Comics, dem Medium, das mich immer noch am meisten berührt. Irgendwo dort in den meinungsheischenden Weiten der weltweiten Spinnwebe las ich eine Reihe von Lobeshymnen zu den Comics von Serpieri, die – meiner Meinung nach völlig zu Unrecht – deren hohe Qualität feierten.Read More

Posted On Februar 12, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Rafael Chirbes: Am Ufer

Vor zwei Wochen hat an dieser Stelle Elfriede Müller Rafael Chirbes letzten großen Roman „Am Ufer“ vorgestellt, als „einen literarischen Genuss, der Trauer und Wut auslöst über den Zustand der Welt“. Wolfram Schütte sieht Vieles ähnlich, findet das Buch „als umfassendes Herbarium der Gesellschaft & der Zeit großartig“, hält es aber „erzählerisch leider nicht für gelungen“. Deshalb ein kleines P.S. Ein kritisches Nachwort zu Rafael Chirbes‘ literarischer Totalabrechnung. Von Wolfram Schütte Das Oeuvre Rafael Chirbes‘ kennen wir durch die großartige Übersetzerin Dagmar Ploetz & die findige Verlegerin Antje Kunstmann, die seitRead More