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Porträts aus einem “Totenhaus” – Swetlana Alexijewitschs Berichte vom “Leben auf den Trümmern des Sozialismus”. Von Wolfram Schütte Fjodor Dostojewski, der über seinen Aufenthalt als politischer Gefangener in einem sibirischen Straflager “Aus einem Totenhaus” geschrieben hat, soll damit sogar den Zaren zu Tränen gerührt haben. Und seine abgründige Parabel des “Großinquisitors” aus den “Brüdern Karamasoff“ ist wohl die unheimlichste Vorahnung der sowjetrussischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Wenn in der heutigen russischen Literatur jemand die bewegende Empathie des Autors von u.a. “Der Idiot” in seinem Oeuvre fortsetzt, dann die 1948 inRead More

Posted On April 9, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Kolumnen und Themen, Litmag

Zum Tod von Anja Niedringhaus

Eine Pazifistin als Kriegsphotographin –Die Anfang April in Afghanistan ermordete Photographin Anja Niedringhaus war seit vielen Jahren auch Mitglied in dem Verein „Journalisten helfen Journalisten„. Da sie oft wie eine Getriebene von einem Kriegsschauplatz zum anderen flog um dort Aufnahmen zu machen, war es schwer, sie einmal in Ruhe an irgendwelchen „friedlichen“ Orten zwischen Genf (ihrem Wohnsitz) und einem deutschen Ort persönlich zu treffen. Allerdings hatten wir einige Male einen Mail-Kontakt, in dem sie mir ihre jeweiligen Aufenthaltsorte kurz mitteilte. Zuletzt hatte sie mir kurz vor ihrem Abflug nach AfghanistanRead More
Intoleranz, Autoritätsfixierung und Radikalisierung? – Vor vier Jahren erregte Hamed Abdel-Samad großes Aufsehen mit seiner kritischen Analyse „Der Untergang der islamischen Welt“. Inzwischen gab es Fatwa-Aufrufe gegen ihn, doch der Deutsch-Ägypter lässt nicht locker: Er geht im neuen Band „Der islamische Faschismus“ der extremen Intoleranz, Autoritätsfixierung und Radikalisierung des Islam nach. Von Peter Münder Nicht nur Abdel-Samads stoische Gelassenheit und sein Mut angesichts der gegen ihn von fanatischen Mullahs verhängten Todes-Fatwa sind bewundernswert. Es ist schon beeindruckend, mit welchem analytischen Scharfblick der 1972 in Kairo geborene Historiker und Islamwissenschaftler (MitgliedRead More

Posted On April 9, 2014By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Lucas Palm: Weg von hier

Padam … Padam … Padam – Ja, und? Sechzehn sein, raus aus der Schule und nichts wie weg. Am besten Weg von zu Hause. Nichts Neues in einem Alter, wo sich die ersten Schuppen der Adoleszenz zu lösen beginnen. Lucas Palm weitet diesen Drang in seinem Debüt gewitzt aus auf grundlegende Fragen nach der eigenen Identität. Von Senta Wagner Besagter Sechzehnjährige ist Christian, die Hauptfigur des handlichen Romanerstlings „Weg von hier“ mit dem dürftigen Cover. Der gebürtige Wiener Autor Lucas Palm ist Jahrgang 1988, nur um wenige Jahre älter alsRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Nikifor: „Zwei Kirchenräume”. Die heilsame Quelle Zwei Räume übereinander, Kirchenräume. In beiden finden religiöse Handlungen statt, mit reichlichRead More

Posted On April 9, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

23 Steckdosen 1 bild / 100 worte Blick in die Nacht, Hügelketten am Horizont, Planeten hängen obenauf und einer davon ist die Erde: Lady Curiosity grüßt vom Mars. Pling, zirpelt die Meldung; wir grüßen zurück. Ah, Twitter… Englisch bleibt die Verkehrssprache. Boom Chakachak Peng Brrzzlrrzl! Ohne Bilder geht gar nichts (nicht erst beim Rover ist das so), Bilder von der Welt und dem Himmel… die hat uns die Schrift verdrängt. Ich aber wollte von Steckdosen berichten, und der Enttäuschung von Kindern, die feststellen, dass „richtige“ Bücher keine Abbildungen haben! Maler,Read More

Posted On April 9, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Ich habe noch nie verstanden, warum das Leben ein Ponyhof sein soll. Da stinkt es und Ponys sind gruselig! — eingenickt (@eingenickt) April 2, 2014 Im Kaffeehaus hat einer seinen Thomas Pynchon mit Latte macchiato übergossen und flucht vor sich hin, das Buch sei nun völlig unlesbar. — Naum Burger (@Naum_Burger) April 3, 2014 Wenn man Kinder hat, ist der einzige Ort,Read More

Posted On April 9, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltylrik: Lindita Arapi

Die Dinge, die ich anders sehe denn der morgen ist kein wunderbares erwachen sondern neues leid in einem kerker aus licht … ich seh den himmel nicht mehr blau sondern rot ich stehe auf und beginne den tag … die frisch gewaschenen finger werden schlangen, winden sich auf dem leib. ich breche auf und geh … mein weg ist ein tiefer werdender fluss. mich zu begrüßen kommen die menschen auf mich zu … doch ich lächle die steine an mit händen und füßen. Übersetzt von Joachim Röhm   Von WilliamRead More
Die Gondel der Preisträgerin – Bericht von den 44. Rauriser Literaturtagen (26.3.–31.03.2014) – Rauriser Literaturpreis 2014 für Saskia Hennig von Lange; Förderungspreis für Renate Aichinger. Von Senta Wagner Der Besuch einer Veranstaltung irgendwo auf der Welt, auch in der österreichischen Bergwelt, verlangt zuallererst eine kleine Landeskunde. Rauris ist eine 3100-Seelen-Marktgemeinde im Salzburger Land und Sitz der regional und weit fort strahlenden jährlich stattfindenden Rauriser Literaturtage. Ein Dreitausender ist auch der Rauriser Sonnblick, er thront über dem sonnenbeschienenen Tal. Alle Tage lang. Es hatte frisch geschneit, die höheren Lagen waren weiß.Read More
Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Seit Januar 2013 befindet er sich auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Heute: Steinzeitastronomie. Der vollautomatische Radio-Emu Wir haben den Himmel zerstört. Natürlich nicht jeden Himmel, aber doch fast alle. Ich war nie besonders traurig über den Verlust der griechischen Mythen, die wir heute manchmal noch wie alberne Hüte über den Himmel stülpen. Andromeda, die Prinzessin, Tocher von Kepheus und Kassiopeia, dem Walfisch geopfert, vom Helden Perseus befreit,Read More
Natur wird Laut – Bernie Krause lehrt uns hören. Von Wolfram Schütte. Als ich vor Jahren zum erstenmal in Bruce Chatwins ”Traumpfaden“ von den “Songlines” las, an denen sich die australischen Ureinwohner geographisch orientierten, wenn sie sich quer durch den riesigen Kontinent bewegten, konnte ich mir nichts darunter vorstellen. Erst nachdem ich jetzt Bernie Krauses Buch “Das große Orchester der Tiere” gelesen habe, habe ich mir von den akustischen Wegzeichen, die Chatwin den Aborigines zuschrieb, ein “Bild machen” können. Das für uns Unvorstellbare ist eben die Vorstellung – die MetapherRead More

Posted On April 2, 2014By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag

Christopher Mlalazi: Wegrennen mit Mutter

Literarische Aufarbeitung eines Massakers – Der Autor Christopher Mlalazi aus Simbabwe ist in englischsprachigen Feuilletons schon länger bekannt. Durch verschiedenste Veröffentlichungen, beispielsweise von Kurzgeschichten aber auch Theaterstücken und Romanen, welche vor allem in seiner Heimat stark polarisierten. „Wegrennen mit Mutter“ ist nun sein erster auf Deutsch erschienener Roman und gleichzeitig Auftakt der neuen Afrika-Reihe des Horlemann Verlags. Von Sophie Sumburane. Eines fällt direkt zu Beginn des Buches auf: Mlalazi reiht sich nicht ein in die Tradition der Vorgängergeneration aus Simbabwe um Chenjerai Hove oder Shimmer Chinodya, die sich mit politischenRead More
Quicklebendig – Könnte man es bei diesem Buch nicht mit einem Verweis auf einen bekannten Bibel-Spruch belassen? „Lass die Toten ihre Toten begraben“ (Mt 8,22). Warum soll man sich heute denn noch die Zeit nehmen, sich mit der Lebensgeschichte eines kommunistischen Intellektuellen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu beschäftigen? Das ist doch etwas für heute „politisch Tote“ die sich in der Erinnerung an längst verstorbene Kämpfer für die Weltrevolution an den vergangenen besseren Zeiten ihr Herz erwärmen wollen. Antonio Gramsci aber, der 1891 auf Sardinien geborene und 1937Read More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Braunschweiger Dom, Gruft Heinrichs des Löwen”. Die Blendung „Braunschweiger Dom, Gruft Heinrichs des Löwen“ – mehr steht nichtRead More
Das vierteljährliche Preisrätsel – finden Sie die gesuchte Spruchweisheit und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More

Posted On April 2, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Nach Jahren des Bombenbaus… 1 bild / 100 worte Vorschlag, die Buchweize zu ehren, aus deren Mehl diverse Köstlichkeiten herstellbar sind, Blini, Pizzoccheri, all so was. Das bringt uns zu Richard Feynmann, der eines Tages beschloss nicht mehr zu trinken, und an dem Beschluss auch weiter festhielt. Nach Jahren der Fronarbeit und des Bombenbaus war ihm danach, nur noch zu erforschen, was ihm Spaß bereitete, und kurz darauf schon erweiterte sich die Physik um mehrere Grundfesten erschütternde Einsichten. Darin steckt eine Lehre. Nachtrag: Auch der Nobelpreis klopfte an Feynmanns Tür.Read More

Posted On April 1, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Ihr könnt alle zurücktreten. Hier im Zug sind zwei ältere Herren die ALLES wissen. — ˙ ͜ʟ˙Jean-Paul Hinz (@JePaHi) March 26, 2014 Füllwörter finde ich indes nun freilich eigentlich aber nunmehr letztendlich geradeheraus gesagt nichtsdestowenigertrotz sozusagen schön. — der_handwerk (@der_handwerk) March 27, 2014 Als Hommage an die gute alte Schreibmaschine schiebe ich am Ende der Zeile die Tastatur immer wieder ganz nach links.Read More

Posted On April 1, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Josè Emilio Pacheco

Hochverrat Ich liebe mein Vaterland nicht. Sein abstrakter Glanz ist ungreifbar. Aber ich würde ( obwohl es schlecht klingt) mein Leben geben für zehn seiner Orte, für bestimmte Leute, Häfen, Wälder, Wüsten, Festungen, für eine zerstörte, raue, monströse Stadt, für einige Gestalten seiner Geschichte, für Berge und – drei oder vier seiner Flüsse. Übersetzt von Leopold Federmair   Ende Januar 2014 ist in Mexiko-Stadt der Schriftsteller, Essayist und Poet José Emilio Pacheco gestorben. In Deutschland war es eine Nachricht, die irgendwo versteckt in den Feuilletons platziert war. In der spanischsprachigenRead More
Viele offene Fragen & einige gewagte Spekulationen. Von Wolfram Schütte “Alle Putin-Freunde von ganz rechts bis ganz links (was vielleicht dasselbe ist)”, beginnt Ihr, liebe Kollegen des “Perlentaucher”, eine Eurer Meldungen zur Ukraine/Krim-Krise. Es ist nicht die erste in dieser Sache, die Euch – die Ihr so stolz gewesen seid, keinem politischen Vorurteil, geschweige denn einer Ideologie zu folgen – an einem prekären Standpunkt zeigt. Von ihm aus ist jeder, der nicht bedingungslos die offiziellen politischen Einschätzungen & Wertungen teilt, die von der Bundesregierung, “dem Westen” & den schreibenden AußenpolitikernRead More

Posted On März 19, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Navid Kermani: Große Liebe

Es war einmal die erste große Liebe – Navid Kermanis autobiographisch-reflexiver Essay-Roman. Von Wolfram Schütte Der 1967 in Siegen geborene & in Köln lebende Navid Kermani ist unter den deutschsprachigen Autoren gewiss einer der eigenartigsten. Seine Eltern sind iranische Emigranten, er selbst ist nicht nur Belletrist & Essayist, sondern auch habilitierter Orientalist. Seine erzählerische Prosa bewegt sich zugleich in essayistischem Fahrwasser. Die Leser seines Oeuvres wurden sowohl mit seinen akademischen Interessen als auch mit der Intimität seines privaten Lebens (vornehmlich zuletzt in dem großen jeanpaulinischen Roman “Dein Name”) bekannt –,Read More

Posted On März 19, 2014By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAg, Ausgabe vom 19.3.2014

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Im LitMag warten diesmal jede Menge Buchempfehlungen auf Sie. Wolfram Schütte ist begeistert von Navid Kermanis „Große Liebe“; Joachim Feldmann blättert sich mit Michael Maars „Heute bedeckt und kühl“ angeregt durch große Tagebücher von Tagebücher von Samuel Pepys bis Virginia Woolf; Tina Manske ist beeindruckt von Brigitte Kronauers Weltabbildungsbuch „Gewäsch und Gewimmel“; Karsten Herrmann gefällt Jonathan Lethems Familienchronik „Der Garten der Dissidenten“ und Gisela Trahms findet, dass Wolfgang Herrndorfs „Arbeit und Struktur“, dieses Tagebuch in Romanform, in seiner Aufrichtigkeit nochRead More

Posted On März 19, 2014By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur

An der Weser, Unterweser: Blog und Buch – Wer Wolfgang Herrndorfs Blog folgte, wusste, womit es enden würde. Wer die Seite aufrief und keinen neuen Eintrag fand, wurde nervös. Schon in der Absicht, die Seite aufzurufen, steckte das Wissen: Er stirbt, die Hoffnung: Aber jetzt, in diesem Augenblick, lebt er noch. Herrndorf lesen drückte den Wunsch nach Teilnahme aus und entsprang einem Gefühlsgemenge, das zu analysieren man keine Lust hatte. Bestimmt würde eines Tages ein Buch aus dem Blog werden, aber zwischen 2010 und 2013 zählte das nicht. Stattdessen: Jetzt,Read More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Akseli Gallen-Kallelas „Keitele-See”. Der Lichte Sang des Nordens Ein lichtes Bild, von kühler Klarheit. Wenn die Augen über diesenRead More

Posted On März 19, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Jonathan Lethem: Der Garten der Dissidenten

Subversion und Differenz als Maxime – Jonathan Lethem hat sich mit seinen großen Romanen wie „Die Festung der Einsamkeit“ oder „Chronic City“ als bedeutender literarischer Kartograph und Chronist New York Citys etabliert. Nun erzählt er eine mit Europa und seinen Weltkriegsschlachtfeldern fest verbundene amerikanische Familiengeschichte.  Von Karsten Herrmann. Ob Brooklyn, Manhattan oder Queens wie jetzt im „Der Garten der Dissidenten“: Lethem zeigt die Metropole als brodelnden Kosmos voller Gegensätze und Vitalität. Seine Helden sind Exzentriker, Avantgardisten, Hippies und Hipster, die sich mit Rauschmitteln aller Art beflügeln. In einer von denRead More

Posted On März 19, 2014By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Brigitte Kronauer: Gewäsch und Gewimmel

Vertrautheit durch Verfremdung – Was ist die Welt? Eine Ansammlung von kleinen und großen Geschichten, ungeordnet, verwirrend, teilweise unverständlich. Brigitte Kronauer versucht in ihrem neuen großen Roman nicht weniger als ein Abbild genau dieser unserer Welt zu schaffen. Von Tina Manske „Gewäsch und Gewimmel“ ist genau das: ein Wimmelbild voller Menschen, die ihr Gewäsch unter die Leute zu bringen, die ihr Leben in den Griff zu bekommen versuchen. Alle tummeln sich um die Hauptfigur (wenn man in diesem Gewimmel von einer Hauptfigur sprechen kann) namens Elsa Gundlach, eine Krankentherapeutin, dieRead More

Posted On März 19, 2014By Kerstin CarlstedtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Hilal Sezgin

Engagierte Tierethik: Wir Konsumenten müssen umdenken! – Vor sieben Jahren zog es Hilal Sezgin von der Großstadt aufs Land. Seither ist die Tierschützerin und – inzwischen – Veganerin noch näher an einem ihrer Lebensthemen dran: Ist es moralisch vertretbar, Tiere auf engstem Raum zu halten, ihnen ein qualvolles Leben zu bereiten und sie zu töten, weil wir sie essen wollen? Dürfen wir so mit Lebewesen umgehen, die uns ausgeliefert sind? Die Antworten sind unbequem und radikal. Im Video-Gespräch fässt die studierte Philosophin die wichtigsten Erkenntnisse ihrer Recherchen für ihr BuchRead More