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Posted On Mai 28, 2014By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Die Paris Review Interviews. Teil 2

„Warum nicht mal blasphemisch sein?“ – Die spannenden, extrem ausführlichen „Paris-Review“-Interviews mit prominenten Autoren gibt es nun auch in einer deutschen, sehr liebevoll gestalten Ausgabe – ein echtes Lese-Abenteuer. Von Peter Münder Als der „Paris Review“ 1953 von amerikanischen Künstlern und Autoren um Peter Matthiessen und George Plimpton in Paris gegründet wurde, gehörten ausführliche Autoren-Interviews (neben Kurzgeschichten und Lyrik )von Anfang an dazu und wurden schnell zum Markenzeichen des vielseitigen Kultur-Magazins. Denn die Interviewer wollten alles genau über das Handwerk des Schreibens wissen, sie ließen sich nicht mit saloppen FloskelnRead More

Posted On Mai 28, 2014By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Dragan Velikic: Bonavia

Auf der Suche nach dem besseren Leben – Der serbische Romancier Dragan Velikic erweist sich einmal mehr als Chronist seiner Heimat – und der Menschen, die sie bewohnen. Von Andreas Pittler Vor weniger als 30 Jahren war Belgrad die Metropole eines Staates, dessen Bürger von vielen beneidet wurden. Der jugoslawische Pass galt als der begehrteste der ganzen Welt, denn nur mit ihm konnte man überall ohne Visum hinreisen. Dann aber begann ein rascher Niedergang, der nur allzu schnell in eine Katastrophe mündete, die weitere Katastrophen nach sich zog. Mochten dieRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Julian Opie: „I Dream I Was Driving My Car”. Fahr’n, fahr’n, fahr’n auf der Autobahn So würde ichRead More

Posted On Mai 28, 2014By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Michael Köhlmeier

Ein charmanter Lügner – Mit jemandem sprechen, der die Lüge zur Kunstform erhoben hat und seine Romanfiguren sagen lässt, „dass es bei der Beantwortung einer Frage nicht darauf ankommt, die Wahrheit zu sagen, als viel mehr, den Frager in Erstaunen zu versetzen, indem man genau das sagt, was er hören will“, ist eine Herausforderung. Michael Köhlmeier macht in seinem neuesten Roman “Die Abenteuer des Joel Spazierer” einen Lügner und Mörder zum Helden. Ganz nebenbei passieren dunkle und weniger dunkle Kapitel der jüngsten europäischen Geschichte Revue, der Ungarnaufstand, der kalte KriegRead More

Posted On Mai 28, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, Sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Der menschliche Körper besteht zu 80% aus Schokolade. — Hinderkasser. (@HerrVanBohm) May 21, 2014 Was soll das heißen „im Bett liegen kann man nicht beruflich machen“?! — die verhuschte (@FrauSieben) May 22, 2014 Gerade hat mich ein Typ verschwörerisch "MVS?" gefragt und ging weiter, als ich verneinte. Mein Gehirn spielt jetzt Wortkombinationen durch. — Sebastian Baumer (@noemata) May 23, 2014 Zu mirRead More

Posted On Mai 28, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Uralte Monster 1 bild / 100 worte Da hängen sie, im Himmel über der Salzach, und werden partikular (Quanten-Magie) vom Wind aus den Bergen als Sternenstaub oder was anderes (etwas mit –onen hintendran), auf diese Terrasse getragen; dann wieder sind solche schwarzen Löcher mit ihrem Ereignishorizont fünfmal Neptun, mindestens, so unfassbar riesig, uralte Monster, dass dein kleines Menschenhirn darüber übergehen wollte, könnte es sich nicht im letzten Moment festklammern an den nackten, überschlagenen Beinen einer Dame, die unter dem klassisch dunkelblauen Ministrick TATSÄCHLICH einen Seidenunterrock mit schwarzem Spitzensaum trägt, ichRead More

Posted On Mai 28, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Lars Gustafsson

Das Mädchen Eines Tages steht das Leben sanft lächelnd wie ein Mädchen plötzlich auf der anderen Seite des Baches und fragt (auf seine spöttische Art) Aber wie bist Du da gelandet. Aus dem Schwedischen von Verena Reichel Lars Gustafsson gehört zu den Schriftstellern, die mit ihren Arbeiten kein großes Massenpublikum erreichen, aber unter den Kritikern einen großen Ruf genießen. Geboren wurde er 1936 und hat in Uppsala/ Schweden und im renommierten Oxford Literatur, Geschichte und Philosophie studiert. Neben Schwedisch spricht er auch ein exzellentes „Oxford-Englisch“ und ebenso perfekt die deutsche Sprache.Read More

Posted On Mai 21, 2014By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Woody Guthrie: Haus aus Erde

Es gibt den Willen des Volkes –Woody Guthries „Haus aus Erde“ ist fast 70 Jahre alt – und dennoch aktueller denn je. Von Andreas Pittler Die Vereinigten Staaten Mitte der 30er Jahre. Das ganze Land ist fest in den Klauen der großen Depression, und wenn auch der neu gewählte Präsident Roosevelt versucht, mit ein paar Arbeitsprogrammen wenigstens einen Teil des Elends zu mildern, so spürt die Landbevölkerung von diesen kosmetischen Retuschen gar nichts. Kleinstbauern wie Tike Hamlin und seine Frau sind gezwungen, von der Hand in den Mund zu lebenRead More
Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Seit Januar 2013 befindet er sich auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Heute: Das Nebelproblem. Was innendrin ist in den Nebeln Was innendrin ist in den Nebeln, Ist wie ein Schaltpult mit zwei Hebeln. Der eine Hebel ist fürs Licht. Der andere Hebel: Weiß man nicht. (Kathrin Passig)   Astronomie bestand bis Mitte des 20. Jahrhunderts im Wesentlichen aus drei Problemen. Das Planetenproblem. Warum bewegen sich Planeten aufRead More

Posted On Mai 21, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Im Kino: Godzilla

Godzilla Come Home – Wenn Städte zerfallen und Gedankengebäude einstürzen – dann ist er zurück: der Alleszermalmer. Natürlich nicht Philosoph Immanuel Kant,sondern der King of the Monsters: Godzilla, der kategorischen Imperativ des Trashkinos. Von Christopher Werth Zurzeit gibt es in Berlin mindestens zwei Arten, sich mit den Folgen der Nuklearkatastrophe von Fukushima auseinanderzusetzen. Intellektuell: im Theater Hebbel am Ufer mit dem sehenswerten Festival Japan Syndrom (hier der Link zum Programmheft). Oder mit einem krachenden Blockbuster: Zu Godzillas 60. Geburtstag gibt es jetzt den 30. Film. Regisseur und Monster-Fan Gareth EdwardsRead More

Posted On Mai 21, 2014By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Hilal Sezgin: Artgerecht ist nur die Freiheit

Ein wichtiges Buch – So, Jan Fleischhauer, Harald Martenstein und Konsorten, ihr müsst jetzt hier nicht weiterlesen, sonst regt ihr euch nur wieder auf über die Öko-Faschisten, die den Leuten vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben. Schont also lieber euer Herz und denkt im stillen Kämmerlein darüber nach, warum es mit dem Feminismus jetzt aber auch mal wieder gut is… Tschüssi! … Fein, nachdem wir jetzt wieder unter uns sind, können wir ja ganz unpolemisch von einem schönen, guten, wichtigen Buch sprechen, nämlich von Hilal Sezgins „Artgerecht ist nurRead More

Posted On Mai 21, 2014By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag

Dietmar Dath: Feldeváye. Roman der Letzten Künste

Das Zurückholen der Geschichte –Von Elfriede Müller Die Beziehungen zwischen Utopie, Anti-Utopie, Dystopie und Science Fiction gehen weit zurück. Je nach politischer Haltung oder Weltanschauung dient das Genre der Science Fiction dazu, Kulturpessimismus auszuagieren, Utopien zu beschreiben und Gesellschaftskritik zu formulieren. Vor allem die moderne Science Fiction ab H. G. Wells verliert sich gerne in technischen Spielereien und deren Auswirkungen auf das soziale Leben. Die Literatur der Science Fiction ist vom Begehren nach technologischem und sozialem Fortschritt wie auch der Angst davor durchdrungen. Die literarische Beschreibung einer fiktionalen Welt, dieRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Albrecht Dürer: „Der Feldhase”. Eine frühe Botschaft Dürers Feldhase von 1502 – ein fester Wert in der deutschenRead More

Posted On Mai 21, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Alexandrien 1 bild / 100 worte Die Schreiblüste und Schreibmühen, das Sachliche und das Fiktionale, die Reiseberichte, die Zahlenreihen, die Lebensbeichten und Krankheitsgeschichten, Frau Merkels Videobeiträge, die Kaufvorschläge von Amazon, Gute Fragen nicht alle beantwortet und die Comments von Zweiflern, sämtliche Zugangs-Daten zur Bank und zum Fahrkartenschalter der Bahn, und meine Post an euch, und eure Post an mich und alle andern, Träume, Liebe, Hass und was wir sonst noch in den Himmel schreiben ­– und was, wenn die Mongolen kämen und dieses ganze Schriftwerk wie einst in Alexandrien inRead More

Posted On Mai 21, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Ben Okri

WILD There’s a surprise at the end. Everything should connect With everything. The brain Cools the blood, and the blood Cools thought. Those ancients saw The world as it is, A system of co-operation, Where things are both themselves And symbols and correspondences. Might it not be that a movement Of paint here on plain wood Is a retreat on a distant Battlefield; or that a child Moving counters on a blue Tarpaulin is an upward curve In the moment of a sleeping civilisation? The strumming of a guitar movesRead More

Posted On Mai 14, 2014By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag

Dokumentarfilm: Alphabet – Angst oder Liebe

Killing Creativity –Nicht nur die Polkappen schmelzen, nicht nur die Okapis und Pandabären sterben aus – nach Erwin Wagenhofer leidet die Welt auch unter einem dramatischen Abbau von Fantasie. Der österreichische Dokumentarfilmer schließt nach We feed the World und Let’s make Money mit Alphabet seine Kapitalismus-Trilogie ab und prangert eine der dramatischsten globalen Ressourcenvernichtungen unserer Zeit an. Seine These: Bildungseinrichtungen weltweit zerstören systematisch die Kreativität von Kindern. Von Christopher Werth Dabei war doch das Projekt PISA von der OECD so gut gemeint. Mehr Vergleichbarkeit, mehr Wettbewerb, mehr Standardisierung. Ein modernerRead More

Posted On Mai 14, 2014By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Saša Stanišić: Vor dem Fest

Alles richtig gemacht –Saša Stanišić zeichnet ein ernüchterndes Porträt der Provinz. Von Andreas Pittler Also damit eines von vornherein gleich klar ist: Saša Stanišić neuer Roman „Vor dem Fest“ ist gut geschrieben. Wirklich gut sogar. Ein zweites Mal beweist sich hier das enorme Talent und das große sprachliche Potential, über das der 35jährige verfügt. Das ist allerdings nur eine Seite der Medaille. Hat sich Stanišić bei seinem Debüt vor mittlerweile acht Jahren mit dem Elend seiner früheren Heimat (er stammt ursprünglich aus Jugoslawien) auseinandergesetzt, so wendet er sich in seinemRead More
Lach-Loyalität –Über eine Genialität der CSU & das Vergnügen des Bayernvolks. Von Wolfram Schütte Nur wenige werden sich heute noch an den einst oft zitierten Satz von Max Frisch über den „gefährlichen politischen Agitator“ Bert Brecht erinnern: „Brecht hat die durchschlagende Wirkungslosigkeit eines Klassiker“. Als erklärter Klassiker, behauptete der Schweizer Brecht-Verehrer, sei der Augsburger leider nachhaltig politisch „stillgestellt“. Sein als „eingreifend“ gedachtes „Episches Theater“ bleibe politisch folgenlos. Daran musste ich jetzt wieder denken, als ich die Übertragung des Maibockanstichs im Hofbräuhaus im Bayrischen Fernsehen sah. Nach der „Fränkischen Fassnacht“ &Read More

Posted On Mai 14, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Javier Cercas: Outlaw

Der zerplatzte Mythos –In seinen Romanen und Essays wie „Die Soldaten von Salamis“ oder „Anatomie eines Augenblicks“ setzt sich Javier Cercas mit der von der Franko-Diktatur und Putschversuchen gezeichneten jüngeren Vergangenheit seines Heimatlandes Spanien auseinander. In „Outlaws“ zeichnet er nun ein Bild der spanischen Gesellschaft ab den späten Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts. Von Karsten Herrmann Franko ist zum Start der Erzählung schon drei Jahre tot, aber sein düsterer Schatten hängt noch immer über dem Land und der Schauplatz Girona ist „ein düsteres Kaff fest im Griff der Kirche“. Die StadtRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Die Kaiser Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin”. Wunder in Blau Blau, tiefes Blau. Und Dunkelheit. Dämmerlicht umfängt dich, sobald du eintrittstRead More

Posted On Mai 14, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Feuerball 1 bild / 100 worte Solcher Besuch auf der Erde: Selten gerne gesehen. Trifft das Geschoss den blauen Planeten, dann heißt es Ade Dinosaurier, hallo Eiszeit, und was dergleichen mehr an Unruhe zu stiften wäre. Im Fernsehen laufen post Einschlags-Visite nur noch Tierfilme, und irgendwann läuft auch der Fernseher nicht mehr. Wer dächte da nicht an die Chinesen? Ein beliebter Fluch in dieser Jahrtausende alten Kultur lautet angeblich: Mögest du in aufregenden Zeiten leben. Kinder, dies nebenbei, leben oft in aufregenden Zeiten. Deswegen sind sie nicht verflucht, nur unbewandert.Read More

Posted On Mai 14, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, Sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Herr Tutorial wird Viva Moderator. Wenn ihr jetzt nicht wisst, wen oder was ich meine, habt ihr alles richtig gemacht. — Madame Tam Tam (@madame_tam_tam) May 7, 2014 Die Sache mit den Werbeunterbrechungen hatte ich ja ganz vergessen. Das ist also dieses Fernsehen? Und das macht ihr öfters? — frau schnips (@Heikeschmidt) May 8, 2014 This Pharrell song is catchy. Why notRead More

Posted On Mai 14, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Giovanni Quessep

Diamant Könnt ich das Licht dir geben, unsichtbar im tiefen Blau der Fische. Könnt ich einen Apfel dir geben ohne verlorenes Paradies, eine Sonnenblume ohne Blüten oder Kompass aus Licht, das trunken sich aufschwingt zum Abendhimmel; und diese leere Seite, die du lesen könntest, wie man die klarste Hieroglyphe liest. Könnt ich ‚Flügel ohne Vogel‘ dir geben, so wie man schöne Verse singt, wär ein ‚Flug ohne Flügel‘ stets meine Schrift, wie Diamant vielleicht, Lichtstein ohne Flamme, unendliches Paradies. Aus dem Spanischen von Petra Strien Poema Diamante Si pudiera yoRead More

Posted On Mai 7, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Colm Tóibín: Marias Testament

Verratene Mutter & Verräterin des Sohnes – Colm Tóibíns antichristlicher Monolog „Marias Testament“. Von Wolfram Schütte Im vergangenen Herbst brachte der Hanser-Verlag drei etwa gleich kurze Romane in dem kleinen Format heraus, das sich gut dazu eignet, als literarisches „Mitbringsel“ bei einer Einladung zu dienen. Es waren höchst unterschiedliche Bücher, jedes aber auf seine Art sehr eigen & alle drei von einer jeweiligen geistigen Dringlichkeit: Navid Kermanis „Große Liebe“, Jean Echénoz’ „14“ (LitMag-Rezensionen hier und hier), diese paradigmatische Suggestion des Ersten Weltkriegs, und „Marias Testament“ des irischen Schriftstellers Colm Tóibín. SeineRead More

Posted On Mai 7, 2014By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Leila Guerriero: Strange Fruit

Einblicke in den Abgrund ‒ Leila Guerrieros Reportagen legen den Finger in die zahllosen Wunden unserer Gesellschaft. Von Andreas Pittler Auch Südamerika hat sein NS-Problem. Das sogar noch weit aktueller ist als das unsere, da die faschistischen Diktaturen in Lateinamerika noch bis in die 80er Jahre an der Macht waren. Jorge Videla, Augusto Pinochet, Alfredo Stroessner und Konsorten mochten vielleicht keinen Holocaust angerichtet und keinen weltumspannenden Krieg vom Zaun gebrochen haben, doch das Leid, das sie ihren eigenen Völkern zufügten, reicht allemal. Allein in Argentinien sind bis zu 50.000 MenschenRead More

Posted On Mai 7, 2014By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Martin Lechner: Kleine Kassa

„Wissen Sie nicht, dass Sie heute früh tot aufgefunden worden sind?“ – Gisela Trahms hat Martin Lechners Roman gelesen. Mit dem Titel fängt er schon an, der halsbrecherische Spaß: Was, bitte, macht eine österreichische „Kassa“ in der niedersächsischen Heide?! Georg, der 17-jährige Lehrling, muss des Öfteren einen Koffer dorthin transportieren, den ihm sein Chef, ein leidenschaftlicher Verteidiger des Eisenwareneinzelhandels namens Spick, unter allerlei Beschwörungen in die Hand drückt. Georg wüsste gern, was in dem seltsam leichten Koffer drin ist, andererseits dämmert ihm dunkel, dass es sich mit dem Nichtwissen gefahrloserRead More