Aus dem Schatten des Kinos –The Sopranos, Lost, Breaking Bad und Battlestar Galactica: Alan Sepinwall widmet sich der oft postulierten Serienrevolution im amerikanischen Fernsehen. Dabei schreibt er keine Kulturgeschichte, aber eine vielschichtige Medienanalyse. Von Kerstin Schoof. Alan Sepinwall kennt sich aus mit der Materie: Als Blogger und Serienjunkie im Hauptberuf war er bereits ab 1996 als Fernsehkritiker für The Star Ledger engagiert, seitdem verfasste er unzählige Serienkritiken für seinen Blog „What’s Alan watching?“. In einer Zusammenstellung und neuen Aufbereitung seiner Texte vertritt er jetzt – in einer Reihe mit einer,
Read More MONTEBANKS & USEFUL IDIOTS (clockwise from top left): Bill Kristol, right-wing dunce and shill for the U.S. armaments industry; Paul Wolfowitz, architect of the disastrous (first) Iraq war and creepy personal hygienist; Paul Bremer, clueless envoy to Baghdad in 2003; ex-Vice President Dick ‘Shooter’ Cheney, famous for firing buckshot into a hunting companion’s face; Fox TV harridan and gubernatorial quitter Sarah Palin; a posse of ‘ammo-sexuals’ on the march in Texas, with sweethearts slung over their shoulders; bumbling cocktail lounge habitué and Republican Tea Party headman John Boehner. ‘Descent into
Read More Letzte Runde –Wolfram Schütte über Jorge Sempruns „Überlebensübungen“. Aus dem Nachlass des 2011 in Paris im hohen Alter von 88 Jahren gestorbenen Jorge Semprun stammt das Fragment „Überlebensübungen“. Man muss seinem deutschen Verlag dankbar sein, dass er auch diese „letzteste“ (Goethe) seiner autobiographischen Fiktionen, mit denen der Resistance-Kämpfer, Buchenwald-Häftling & antifrankistische Agent als Schriftsteller berühmt & bekannt wurde, in der tadellosen Übertragung Eva Moldenhauers deutschen Lesern nun vorlegt. Das nennt man: Autorenpflege & spricht für die Qualität des Verlags. Denn diese eineinhalb Erzählungen, an denen Semprun, wie aus einer Bemerkung
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „ Phantastische Vision” von Francisco de Goya. Schwefel der Hölle Dieses fahle giftige Gelb, das sich über die
Read More Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Eines Tages wird das Essen zurückfotografieren. — Mann vom Balkon (@MannvomBalkon) July 16, 2014 Menschen und Stimmbänder, eine furchtbare Allianz. — Olebix (@__ole__) July 17, 2014 Im interstellaren Raum entnimmt gerade eine gallertartige Kreatur die Chuck Berry-LP aus der Voyager-Kapsel und stellt sie auf eBay ein. — Peter Breuer (@peterbreuer) July 18, 2014 Mineralwasser ist wie Wasser, nur krasser. — Robot Redford
Read More Das vierteljährliche Preisrätsel – finden Sie die gesuchte Redensart und gewinnen Sie einen Buchpreis!
Read More Frühstückskultur 1 bild / 100 worte Es frühstücke jede, wie sie möge. Ooo. Sheee. Sackmolition! Und wir gingen hin und gvätterletten mit der Apple TV-Box, die keinen Kontakt zum Radio-Mutterschiff herstellen wollte, auf dass sich der Kontakt doch herstelle und, dum, dum, dum. Kimya Dawson! Schon brettert ihr Duett über den Tisch mit der Landkarte aus Flecken, wo das Schwarz abgeblättert ist. Weiße, weiße Löcher, wie sie auch die Physiker suchen, ist das Universum denn so dualistisch eingerichtet, oder ist das Gedöns von Schwarz und Weiß nur in our heads?
Read More Wenn ein Dichter Wenn ein Dichter an Gittern rüttelt, sage nicht: wie anders klingen Harfen! Und die ihn früher…. Und die ihn früher verfolgt hatten brüsteten sich danach nicht ohne Grund: sie wären seinen Spuren Übersetzt aus dem Polnischen von Karl Dedecius. Kann man das poetische, das experimentelle wie auch politische Potential von Lyrik in wenigen Worten besser, treffender, überzeugender zur Sprache bringen als in diesen zwei kurzen Gedichten – oder handelt es sich um Aphorismen – von Stanislaw Jerzy Lec? Der 1909 in Lemberg geborene und 1966 in
Read More Planet Stella Sinatra 1 bild / 100 worte Aufregend! Die Internationale Astronomische Gesellschaft hat sich gemeldet. Aufgrund von mangelndem Sexyness in der Namensgebung von Himmelskörpern, OGLE-05-390L b und dergleichen, wollen sie von uns einen Namensvorschlag für einen von ausgewählten 305 Exoplaneten haben. Denn: Wer bricht schon auf um OGLE-05-3… (ach vergiss es), zu erkunden! Da klingt, hmm, „Planet Stella Sinatra“ schon besser. – Moment. Darf kein Eigenname sein! – Ist es auch nicht! – Und der Vorschlag muss von einer gemeinnützigen Organisation mit verbrieftem astronomischem Interesse kommen. – Leser, weiset
Read More Ein Aufschrei geht durchs Stadion 1 bild / 100 worte Freistoß nach diesem Schubser – es war einer jener hellen Nächte, Frechheit im durchaus positiven Sinn, in welchen das Sternenfirmament so ausladend und verzweigt ist, als ob es, ein Aufschrei geht durchs Stadion!, zerfallen, zerbrochen und in ein Labyrinth einzelner Himmel unterteilt wäre. Traumzeit. Langweilig ist das überhaupt nicht. Die bunte Landkarte des Himmels vergrößerte sich zu einer unendlichen Kuppel, auf der phantastische Länder, Ozeane und Meere mit den Linien astraler Wirbel und Strömungen funkelten. Nicht ungefährlich. Die Luft zum
Read More Kirchenmalerei 1 bild / 100 worte Als der Abt auf die Baustelle kam (18. Jh., die Kirche stand, nur die Innenausstattung fehlte), da sah er, dass dieser vertrackte Kirchenmaler alle für Malereien vorgesehenen Flächen mit Szenen aus dem Leben der Heiligen Familie gefüllt hatte. Dabei hatte der Abt sich doch so den Kosmos gewünscht! „Denn wo“, sagte er, „erleben wir Gottes Unergründlichkeit inniger als im Blick in den Nachthimmel?“ Planeten, Sterne, Meteoriten, es hätte so schön sein können. Stattdessen: Frontansicht Tempel. Die Figuren steif, die Räume unerheblich, von atemberaubenden Weltraumsichten
Read More Wat nu? Von Wolfram Schütte Der überraschende Tod des 54jährigen Frank Schirrmacher hat vielerlei Schocks ausgelöst. Nicht nur seine Familie & seine engsten persönlichen Freunde werden ihn äußerst schmerzvoll vermissen. Verwaist ist aber auch die FAZ, deren prominentester, um nicht zu sagen herausfordernster Herausgeber er war, und die sonntägliche FAS, der seine besondere Zuneigung galt. Mögen manche dort unter seinem autoritären Führungsstil (u.ä.!) gelitten & ihn zu seinen Lebzeiten mehrfach (natürlich nur insgeheim) verflucht haben – ab nun gilt dort: de mortuis nil nisi bene. Beide Blätter heben ihn in
Read More Werdendes Leben 1 bild / 100 worte Meeresrauschen, das Flüstern der Sandkörner: Vergesst die Goldene Schallplatte, die Erde selbst ist das Medium und redet unentwegt durch die Tiefe des Weltalls mit Kometen und Sternen und Milchstraßen, wenn man bloß die Botschaft verstünde… von uns handelt sie nicht. Aber die Ungeborenen, geborgen im Bauch ihrer Mütter (grad schaukelte eins vorbei, es lag satt und träge im Fruchtwasser, ich sah es nicht, ich dacht es mir)) – sie lauschen den heimlichen, heimeligen Chorälen, aufgespielt in einer Frequenz weit oberhalb des Zwitscherns der
Read More Ein geistesgegenwärtiger bürgerlicher Konservativer Von Wolfram Schütte Auch wer manchen seiner vielfältigen Aktivitäten reserviert gegenüberstand, kam nicht umhin, das außerordentliche Talent Frank Schirrmachers, den deutschen Kultur-Journalismus aufzuwirbeln, mit Respekt (auch im Widerspruch) anzuerkennen. Er war außergewöhnlich; weniger als Literaturkritiker, denn als hellwacher, passionierter Redakteur & Intellektueller. Er ist sehr früh sehr viel geworden, war der jüngste Herausgeber der FAZ & bald schien er der einzige – so sehr überstrahlte seine allgegenwärtige Aktivität die älteren neben ihm. Schirrmacher: das war „die FAZ“ – zumindest jene FAZ, die wahrhaft „geistesgegenwärtig“ & up-to-date
Read More Spielanordnung für das letzte Glück – Julio Cortazar und Carol Dunlop auf dem Archipel der Autobahn-Parkplätze. Von Wolfram Schütte Auf das wohl bizarrste seiner Bücher haben die hiesigen Kenner & Liebhaber des 1984 in Paris im Alter von 70 Jahren gestorbenen Julio Cortázar lange warten müssen. 1993 haben der Übersetzer Wilfried Böhringer und der Suhrkamp-Verlag Cortazars deutschen „Leser-Komplizen“ das exzentrische Buch erstmals vorgelegt. Diese humoristisch-melancholische Abschiedsvorstellung für zwei Liebende (in Leser-Begleitung) liegt nun wieder allen, die den großen Argentinier kennen & lieben lernen wollen, in der „Bibliothek Suhrkamp“ offen vor
Read More Posted On Juni 11, 2014By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, *aktualisiert am 12.6., 22:00 Uhr: Wolfram Schütte mit einem Nachruf auf Frank Schirrmacher. Herzlich willkommen zur letzten Ausgabe vor der Sommerpause (die bis Mitte Juli dauern wird)! Bei Suhrkamp ist ein ganz und gar außergewöhnliches Buch in der Neuauflage erschienen, das nichts von seiner Einzigartigkeit verloren hat: Julio Cortázar und Carol Dunlops „Die Autonauten auf der Kosmobahn“, das Ihnen Wolfram Schütte ans Herz legt. Gleich drei Neuerscheinungen stellt Ihnen Christina Mohr vor – es sind Bücher von Karla Bilang, Whitney Chadwick und Andrea Weisbrod, die einen sehr unterschiedlichen
Read More Unterhaltsame Sprachkunststückchen – Sie nennen ihn „Monocle“. Ob der Koch, den alle nur „Rassisten-Dave“ nennen, eigentlich das schöne Wort „mortarboard“ meinte, mit dem sowohl ein Mörtelbrett als auch der typische Doktorhut, den sich Absolventen amerikanischer und britischer Unis zum erfolgreichen Abschluss aufs Haupt pflanzen, bezeichnet wird, bleibt ein Geheimnis. Es spielt auch keine Rolle. Mehr als einen blöden Spitznamen hat man nämlich nicht von einem Studium der englischen Literaturwissenschaft, wenn man mangels Alternative als Küchenhilfe arbeiten muss. Und bliebe es bei verbalen Peinigungen, könnte der ansonsten namenlose Ich-Erzähler in Simon
Read More Drei neue Bücher werfen einen sehr unterschiedlichen Blick auf die Rolle der Frauen in der Kunst. Christina Mohr mit einer thematisch breit gefächerten Bücherschau. Frauen im „Sturm“ Trotz nahender WM: In Karla Bilangs Buch geht es nicht um Damenfußball. DER STURM hieß die legendäre Kunstzeitschrift, die Herwarth Walden – der seinen Namen übrigens von seiner ersten Ehefrau Else Lasker-Schüler verliehen bekam und eigentlich Georg Lewin hieß – 1910 in Berlin gründete. Walden präsentierte im STURM aktuelle expressionistische und avantgardistische Werke (Zeichnungen, Grafiken, Malerei und Texte von Essays über Manifeste und
Read More Wo liegt eigentlich Tschetschenien? – Kamelhaarmantel trifft grobe Strickweste mit Foulard an einer schmucklosen Garderobe. Das erzählt jedenfalls der Umschlag des Romans „Emma schweigt“ der österreichischen Schriftstellerin Susanne Scholl. Darin schreibt sie die Geschichten zweier Frauen aufeinander zu, die kaum unterschiedlicher sein könnten als die aufgehängten Kleidungsstücke. Von Senta Wagner Tatsächlich stoßen in dem schmalen Roman Welten aufeinander. So liegen nicht nur die aufgespannten geografischen Räume höchst weit auseinander, sondern auch die Erlebnis- und Gefühlssphären, die Erinnerungen und Wahrnehmungen der Figuren. Scholl entfaltet diese erzählerisch mühelos und unterhaltend in changierenden
Read More Kühn, kultig, komisch – Zu seinem 50. Geburtstag hat der Wagenbach-Verlag fünf junge Autoren aus fünf Ländern in sein Programm genommen, die frische Prosa versprechen und einen frischen Blick auf ihre Welt werfen sollen. In seinem Kurzroman „Wojna“ erzählt der Franzose Arthur Larrue so von einem anarchistischen Künstlerkollektiv in Sankt Petersburg, über Repression und Rebellion im Russland unter Putin. Von Karsten Herrmann Der 1984 in Paris geborene Arthur Larrue unterrichtete vier Jahre lang an der Universität von Sankt Petersburg und verlor nach der Veröffentlichung seines auf eigenen Erlebnissen basierenden Roman
Read More Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku Rezension von Friederike Moldenhauer zu Alexander Poschs Roman „Sie nennen es Nichtstun“ und Besprechungen von David Abulafia („Das Mittelmeer. Eine Biographie“), Joachim Lottmann („Endlich Kokain“) und Martin Pollack („Kontaminierte Landschaften“) – geschrieben von Joachim Feldmann und Carl Wilhelm Macke (CWM) (FM) Haiku-Rezension Totes Eichhörnchen Wohin mit Philosophie Im Vorortgarten? Alexander Posch: Sie nennen es Nichtstun. Langen-Müller 2014. 17,99 Euro. 136 Seiten. Fundierte Biografie des Mittelmeeres (CWM) Es wird vielleicht einmal Zeit, der Geschichte und der Gegenwart des Mittelmeers wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nahm
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Die Inneneinrichtung der Nikolaikirche Leipzig von Carl Friedrich Dauthe. Unterm Paradieshimmel Fremd war mir zunächst dieser aufgebaute Wald
Read More Kugelblitz 1 bild / 100 worte FAUST meets Kugelblitz: Es war unser Pfingstvergnügen, dies in München zu erleben. Da knallte es mächtig auf der Bühne und die Hitzewellen schlugen weit über die neunte Reihe ins Parkett. Doch Halt: Kugelblitze kennen keine Hitze. Es war wohl etwas anderes gemeint, eine Supernova vielleicht, deren Gase beim Eintritt ins schwarze Loch Gluthitze erzeugen, o Theater, o Metapher, o Mephisto in allen Dingen… Unterdessen wurde geschossen. Faust: Wie gerne sah man dich sterben, doch dann standst du wieder auf, soviel zum Tod auf dem
Read More Manchen blendenden Ruhm gibt’s, der so blendet wie das heftige Aufgleißen der Blitze und gleich diesem zucken erlischt im Dunkel, ohne eine Spur seines Lichts zu hinterlassen. Lieber als dieser Augenblicksglanz ist mir die triste Einsamkeit, in der ich kämpfe und in der nie das nichtssagende Rauschen von Beifallsstürmen meinen Geist verwirrt. Aus dem Spanischen von Fritz Vogelsang Merkwürdig irritierend sind das Leben und das Werk der 1837 in Santiago de Compostela geborenen Schriftstellerin Rosalìa de Castro. Liest man ihre Gedichte, die von Fritz Vogelsang sehr gut ins Deutsche
Read More Interkulturelles Lehrstück – Die gebürtige Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie gehört wie ihr Landsmann Teju Cole, der Dominikaner Junot Diaz oder der Pakistaner Mohsin Hamid zu einer neuen Generation von Kosmopoliten und „Weltliteraten“. Sie sind Grenzgänger zwischen den Ländern und Kulturen und schöpfen aus ihrer gebrochenen Identität und einem scharfen Blick für die Differenz einen enormen literarischen Mehrwert. Von Karsten Herrmann. In ihrem Roman „Americanah“, der vergangenes Jahr in die „Top Five“ der New York Times gewählt wurde, erzählt Ngozi Adichie über den Aufbruch in eine neue Welt, den Preis des
Read More Wie wird deutschsprachige Literatur eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf aktuelle Neuerscheinungen. Lucy Renner Jones übersetzt (u.a.) deutschsprachige Literatur ins Englische – und klopft für uns in unregelmäßigen Abständen Neuerscheinungen interessanter Autoren auf Ihre Aussichten auf dem englischsprachigen Markt ab. Diesmal hat Sie Feridun Zaimoglus Roman „Isabel“ gelesen. Something’s missing Feridun Zaimoglu is no newcomer to German literature. In fact, you could almost call him an old hand. Isabel (Kiepenheuer & Witsch, 2014) is his ninth novel in addition to a collection of short stories, Zwölf Gram
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