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Posted On August 20, 2014By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Ulrich Nollers Bestseller-Check

Geschichte, Geschichten und Geschichtchen – Neues aus den literarischen Bestsellerlisten: Volker Weidermann nähert sich deutschen Exilautoren, die im Sommer 1936 in Ostende Urlaub machten; Marc Elsberg zeichnet ein so düsteres wie plakatives Bild der digitalen Überwachung; Stewart O’Nan seziert Szenen einer Ehe; Jojo Moyes liefert eine Sozialschmonzette, die mit allen Mitteln auf Gerührtheit setzt; Ildikó von Kürthy schreibt zum x-ten Mal die gleiche Geschichte; Hanns-Josef Ortheil ist mit einer ganz persönlichen Berlin-Reise erfolgreich und Leonardo Padura reißt als heimlicher Bestseller am Ende alles raus … Von Ulrich Noller Stefan Zweig,Read More

Posted On August 20, 2014By Susanna MendeIn Bücher, Litmag

Ilona Stölken: Das Deutsche New York

New York – ein Stück deutschamerikanische Geschichte – New York galt im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Ort der Hoffnung und des Neubeginns für Millionen Auswanderer, vor allem aus Europa. Weniger bekannt ist, dass der Anteil der Deutschen, die den Aufbruch ins Ungewisse wagten, bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts sprunghaft anstieg, mit dem Ergebnis, dass New York bereits im Jahr 1855 mit 154.000 Deutschamerikanern nach Wien und Berlin die drittgrößte deutschsprachige Metropole war. Von Susanna Mende Wie stark die Deutschen die neue WeltRead More

Posted On August 20, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Said Sayrafiezadeh: Kurze Berührungen mit dem Feind

„Ich träumte von Größe und Ruhm“ – In acht stilistisch glanzvollen Kurzgeschichten gibt der 1968 in Brooklyn geborene Said Sayrafiezadeh ungeschönte Einblicke in den amerikanischen Albtraum der absoluten Durchschnittlichkeit. Von Karsten Herrmann Sayrafiezadehs Protagonisten sind ausgesprochene Durchschnittstypen mit Aushilfs- und Bürojobs, mit kleinen Bäuchlein und Haarausfall. Sie sind dort gelandet, wo sie nicht hinwollten, wo weit und breit kein Ausweg in Sicht ist und nur der plakative „Traum von Größe und Ruhm“ bleibt. Sie leben in einem Amerika der Depression, in einem Land, das zu Anfang des Buches kurz vorRead More
Frerk in der Schule – Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1b an der Grundschule Hoheluft hatten zum ersten Mal Zeugnisse bekommen und der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten: Finn-Ole Heinrich hatte sich angekündigt, um sich den Fragen seiner jungen Fans zu stellen: „Wie alt warst du, als du mit dem Schreiben anfingst?“ oder „Warst du früher gut in der Schule?“ – wollten sie wissen. Ein paar überraschend ehrliche Einblicke des preisgekrönten „Frerk, du Zwerg!“-Erfinders in seine Grundschulzeit: „Ich habe früher nicht gerne Aufsätze geschrieben und ichRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: Das Solomon Guggenheim Museum von New York. Der Architekt als Bildhauer Plastik oder Bauwerk? Der Gast in meinerRead More

Posted On August 20, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Besitzübergabe 1 bild / 100 worte Mit sauberen und gepflegten Fingernägeln spricht er die Liturgie der Besitzübergabe, als da sind, zwei kleinere Monde, ein Asteroidengürtel, ein schwarzes Loch. Wir verstehen nicht. „Fragen Sie ruhig nach, ich stehe Ihnen zur Verfügung.“ Sanfte braune Augen streichen über unsere Verwirrung. „Sind die Monde bewohnbar?“ Wir wollten etwas anderes fragen, das rutschte uns nur so raus. „Selbstverständlich, solange Ihr Stoffwechsel mit Methan statt Sauerstoff auskommt.“ Da hilft auch kein Kreuz, es ist alles ein gigantischer Irrtum. Wer will schon einen Asteroidengürtel, außer vielleicht einRead More

Posted On August 20, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Giorgos Seferis

Nur ein Weniges noch und wir werden die Mandeln blühen sehen den Marmor in der Sonne leuchten und das Meer sich wiegen nur ein Weniges noch, um ein Weniges lasst uns höher hinauf. Aus dem Griechischen von Christian Enzensberger   Gedichte gibt es, die sind von einer ergreifenden Nüchternheit, fast möchte man sagen Schlichtheit, und gerade deshalb erstrahlen sie in einer den Leser sprachlos machenden Schönheit und Vollkommenheit. „Nur ein Weniges noch“ von Giorgos Seferis (1900 – 1971) gehört für mich dazu. Veröffentlicht wurde es zum ersten Mal 1935 inRead More

Posted On August 13, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Henry James: Washington Square

Tragische Verblendung, Mitgiftjäger & väterliche Fürsorge – Wolfram Schütte über den kapitalen Roman „Washington Square“ von Henry James. Der hauptsächlich im „Alten Europa“ lebende Bostoner Schriftsteller Henry James (1842/1916) war einer der produktivsten Autoren seiner Zeit, wenn nicht gar aller Zeiten. Was dem regelmäßigen Besucher der großbürgerlichen Abendgesellschaften in London und andernorts als Klatsch & Tratsch zu (weit offenen) Ohren kam, hat er gesammelt & als Bretter angesehen, die ihm die Welt bedeuteten. Er brauchte alle die Stoffe aus dem Gesellschaftsleben dringend, um sich daraus die Plots seiner literarischen ArbeitenRead More

Posted On August 13, 2014By Christopher WerthIn Litmag, Porträts / Interviews

Nachruf auf Robin Williams

Warum für ihn auf die Tische gestiegen wird – Robin Williams bewegt Menschen. Nicht nur Caren Miosga in den Tagesthemen hat es getan – Twitter und Facebook sind voll mit Selfies von Menschen, die für ihn auf ihre Tische geklettert sind. Was muss ein Schauspieler können, dass so etwas passiert? Christopher Werth findet drei universelle Gründe und lässt dabei [FREIRAUM]* für unsere persönlichen Erinnerungen. Zuerst einmal: Robin Williams konnte sich selbst bewegen. Er konnte mit seinem Körper alles machen [SZENE EINFÜGEN] und sogar auch noch tanzen [ROLLE EINFÜGEN]. Genauso mitRead More

Posted On August 13, 2014By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (72): Charles Mellin

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „ Bildnis eines Mannes” von Charles Mellin. Wucht und Klage Europa um 1630 – der Dreißigjährige Krieg stehtRead More

Posted On August 13, 2014By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Theodora Bauer: Das Fell der Tante Meri

Vorschusslorbeeren – Eine Studentin legt im Alter von 23 Jahren ihr Debut vor, das in Österreichs Medien hymnisch gefeiert wird. Damit tut man ihr nichts Gutes. Von Andreas Pittler Theodora Bauer erzählt in ihrem Romanerstling „Das Fell der Tante Meri“ von drei Personen, die in unterschiedlichen Epochen leben. Während Ferdl 1986 angesiedelt ist, agieren Anni 1943 und „Karl“ unmittelbar nach Kriegsende. Ziel der Autorin war es offensichtlich, eine Art Familiensaga zu entwerfen, denn es stellt sich im Verlauf der Handlung natürlich heraus, dass die Schicksale der drei Menschen miteinander verwobenRead More

Posted On August 13, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, Sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: In der Zeit zurück reisen, um Franz Kafka zu erzählen, dass seine Sätze in der Zukunft auf Busse gedruckt werden. Bestimmt freut er sich. — Jan Gronenthal (@jangronenthal) August 6, 2014 Ich bin nicht melancholisch. Ich bin naturtrüb. — Honig Suess (@honigsuess) August 7, 2014 Früher, als man die Handschrift seiner Freunde kannte. — 'ne Ratte (@ne_ratte) August 8, 2014 Samstags öffne ichRead More

Posted On August 13, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Fliege 1 bild / 100 worte Ich werfe Netze aus, doch nur wenige Fliegen verfangen sich darin. Liegt es daran, dass ich selbst leicht wie eine Fliege bin? Das macht der Sommer, und das träge Licht, und meine Facettenaugen, in denen sich die Welt zehntausendfach bricht: Ich bin ein Photon in einem Vakuum, ich bin das Bruderkind, das beim Nachbarn turnt, ich bin Fledermäuse auf Mückenjagd nachts über der Mühle. Ich bin Curiosity, und vor meiner Linse blinkt Sonnenschlick, oder der Bergbach, der aus der stillen Nacht aufsteigt, oder derRead More

Posted On August 13, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Mario Luzi

Wir versuchen manchmal es zu sein, treu der Anweisung, fügsam der Mahnung, wach also, aufmerksam auf die vielen Täuschungen, sehr wachsam. Die Signale sind leuchtend und dunkel. Die Papiere klar zu lesen, aber undeutbar. Nimmt wahr oder nicht die Epoche dieses ans Licht Kommen ihres verborgenen Teils?- es fragt sich einer schärfer und dringender: und mittlerweile sind wir fortwährend andere, fortwährend verändern wir uns, wir die Zeugen, wir die Täter. Aus dem Italienischen von Guido Schmidlin   Vor einhundert Jahren wurde Mario Luzi in Castello bei Florenz geboren. Er starb hochbetagtRead More
Shakespeare und der Killerblick – Unter den Neuerscheinungen zum 450. Geburtstag Shakespeares ist der Band des Science Fiction-Großmeisters Issac Asimov bemerkenswert – ein Kompendium der besonderen Art. Von Peter Münder Präludium: An den großartigen, vor kurzem verstorbenen Schauspieler Gert Voss, der nicht nur im Thomas-Bernhard-Land („Ritter, Dene, Voss“) zu Hause war, sondern sich auch mit beängstigender Intensität in seine Shakespeare-Rollen hineinsteigerte, möchte ich hier anlässlich der Shakespeare-Diskussionen zum 450. Geburtstag des Dramatikers aus Stratford (1564–1616) und etlicher Neuerscheinungen noch einmal erinnern. In seiner fabelhaften, amüsanten und bewegenden Autobiographie „Ich binRead More

Posted On August 6, 2014By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Mia Couto: Das Geständnis der Löwin

Menschenfressende Löwen Wenn man nach seinem Lieblingsbuch von Mia Couto gefragt wird, tut einem die Wahl wirklich weh. Der Mosambikaner (*1955, Beira) schreibt seit drei Jahrzehnten literarische Werke verschiedener Gattungen auf gleichbleibend hohem Niveau bei offenbar unerschöpflicher Kreativität. Doris Wieser hat alle gelesen. Der soeben erschienene Roman „Das Geständnis der Löwin“ steht in Sachen poetischer Dichte, sprachlicher Knappheit bei gleichzeitiger inhaltlicher Komplexität und psychologischer wie kultureller Tiefe den Vorgängerwerken in nichts nach. Als weißer Sohn portugiesischer Siedler und seit der Unabhängigkeitserklärung von 1975 mosambikanischer Staatsbürger verfügt Mia Couto über eineRead More

Posted On August 6, 2014By Brigitte HelblingIn journaille. der zeitschriftencheck, Litmag

Kultur & Gespenster 14: RADIO

Wer sendet? Wer empfängt? Seit 2006 erscheint die Kulturzeitschrift „Kultur und Gespenster“ unregelmäßig, telefonbuchdick, ein Forum für den Ab- und Nachdruck von Essays und Vorträgen, Bild-Kunst-Strecken und Schwerpunktthemen. Die neuste Ausgabe befasst sich in einem Dossier mit „Radio“ und wandert damit von Italien bis ins Totenreich. Wer leichte Lektüre sucht, ist bei „Kultur & Gespenster“ nicht richtig; für die Hamburger Publikation ist Ernsthaftigkeit die message. Unterhaltsamkeit schließt das nicht aus, im Gegenteil. Von Brigitte Helbling Als Herausgeber von „Kultur & Gespenster“ zeichnet eine kleine Gruppe von Philosophen und Literaturwissenschaftlern. EinerRead More

Posted On August 6, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Ruth Ozeki: Geschichte für einen Augenblick

Das Geheimnis von Zeit und Raum – In ihrem neuen Roman erzählt Ruth Ozeki die Geschichte zweier Familien aus Japan und Kanada, die durch eine Flaschenpost über die Kontinente hinweg verbunden werden. Die Autorin, Filmemacherin und Zen-Priesterin spürt dabei auch dem Rätsel der „Seins-Zeit“ und der Magie des Augenblicks nach. Karsten Herrmann weiß mehr. Ozekis Hauptfigur ist die 16-jährige Nao, die in Japan ein Tagebuch für einen imaginären Empfänger schreibt. Nao ist aus Amerika, wo ihr Vater nach dem Platzen der Dotcom-Blase seinen Job verlor, in ihr Heimatland zurückgekehrt undRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Ein seltsamer Garten” von Józef Mehoffer. Was lesen die Maler eigentlich so? Der polnische Maler Józef Mehoffer stammtRead More

Posted On August 6, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Such den Einstein 1 bild / 100 worte Es war früh im 20. Jahrhundert, als wir begannen, die wahre Unendlichkeit des Kosmos zu begreifen. Fotografie und Spektroskopie waren Spiel-Wechsler in der Astronomie! Durch Messung von Sternparallaxen in fotografischen Umfragen begannen wir, die Entfernungen einer großen Anzahl von Sternen nahe der Sonne zu sichern. Im Jahr 1924 veröffentlichte Frank Schlesinger, ein US-amerikanischer Kollege und Pionier der Fotomethode, einen Katalog mit den Positionen von knapp 2000 Sternen in einer Genauigkeit von etwa 1/100stel einer Bogensekunde. Mit dieser Präzision, die dem Durchmesser desRead More

Posted On August 6, 2014By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

Sieben Tage, Sieben Tweets

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets der Woche. Jeden Tag einen, rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: 'Das ist U2, nicht David Bowie.' 'ALTER, KLAR IST DAS DAVID BOWIE!' 'U2, DU TROTTEL!' Ob ich kurz einwerfe, dass es die Simple Minds sind? — Sushi Su (@StereoSushisu) July 23, 2014 Ich fühle mich ausgeruht, frisch und unternehmungslustig. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und warten, bis das vorbeigeht. — Elle-Feu (@07elfe) July 24, 2014 Gelernt: Wenn eine Frau dir tief inRead More

Posted On August 6, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

Litmag-Weltlyrik: Tadeusz Dabrowski

Vor langer Zeit schuf der Mensch sich seine Identität. Jetzt sucht er sie. Auch ich suche – hin und wieder finde ich etwas, das danach aussieht. Dieses Etwas schaut (mich an?) mit Spiegelaugen: immer dasselbe Entsetzen, dieselbe Hoffnung, dass die Wahrheit zwischen uns ist. Übersetzung aus dem Polnischen von Renate Schmidgall.   Von Tadeusz Dabrowski noch nie etwas gehört und gelesen? Die Ausrede, von diesem Autor sei ja bislang noch nichts aus dem Polnischen übersetzt worden, gilt nicht. Das Buch „Schwarzes Quadrat auf Gold“ ist bereits 2010 erschienen und hatRead More

Posted On August 1, 2014By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Porträts / Interviews

Oskar Negt wird 80

Mit bleibender Kindheitsneugierde –Carl Wilhelm Macke zum 80. Geburtstag des Sozialphilosophen Oskar Negt am 1. August 2014. Es wird einmal Zeit, gegen das durch die Feuilletons, Talkshows und Buchverlage herumvagabundierende „68er-Bashing“ selbstbewusst zu bekennen: Ja, man ist in den späten sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts politisiert worden. Das ist, konfrontiert mit den bis dahin noch überall wie Mehltau über der deutschen Gesellschaft abgelagerten Nazi-Erbschaften, auch gut so… Und noch besser ist es, wenn man in den Jahren das Glück hatte, mit einem Lehrer wie Oskar Negt in eine andere deutscheRead More
Einzelkämpfer, Nestbeschmutzer, Patriot –Begegnung mit einer Legende: Pulitzerpreisträger Seymour Hersh beim Hamburger Jahrestreffen der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. Von Peter Münder „You´ll never walk alone“ war das Leitmotiv der Hamburger Netzwerk Recherche-Jahrestagung in diesem Jahr – für den berühmtesten Muckraker aller Enthüllungs-Journalisten, den amerikanischen Einzelkämpfer und Pulitzerpreisträger Seymour Hersh, der zu Diskussionen über den Stand des Investigativ-Journalismus eingeladen war, muss das eigentlich wie Hohn klingen. Schließlich hat der 77jährige Reporter und Autor von acht Büchern nur vorübergehend als festangestellter Journalist (bei der Agentur AP und bei der New York Times) gearbeitet.Read More
Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Seit Januar 2013 befindet er sich auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Heute: Der Krieg der Dinge im Weltraum. Die Schrott-Abhandlung Am 7. April 2012 beendet der russische Satellit Molniya-1-89 seine sechzehnjährige Dienstreise. Die tonnenschwere Kapsel, zu groß, um beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu verglühen, donnert geradewegs in den Pazifik. Es war nicht der einzige Satellit, der in dieser Zeit im Meer verschwand. In den Monaten vonRead More

Posted On Juli 23, 2014By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Mia Couto: Jesusalem

»Glück ist eine Frage des Zielens.« (67) Doris Wieser über die poetische Welt des Mia Couto. Der Mosambikaner Mia Couto gehört zu den derzeit renommiertesten Schriftstellern der portugiesischsprachigen Welt. Sein mittlerweile rund 25 Bände umfassendes Werk, bestehend aus Lyrik, Erzählungen, Romanen, Essays und Kinderbüchern, wurde mit zahlreichen hochkarätigen Preisen ausgezeichnet, allen voran dem Prémio Camões 2013 (der „portugiesische Nobelpreis“) und jüngst mit dem Neustadt-Literaturpreis 2014. Seine Werke waren bisher in Deutschland wenig bekannt, da nur vereinzelt Übersetzungen vorlagen, doch 2014 wird sein Jahr: Es erscheinen sogar drei seiner Romane aufRead More