Auf E-Tour (2): Zeit für was Kurzes – Neue digitale Originalausgaben, frisch durchgewischt von Sophie Sumburane. Diesmal mit Pippa Goldschmidt („Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen”) und Georg Friedrich Kammerer („Alles kaputtschlagen. Eine Schöpfungsgeschichte”). Inzwischen ist meine jüngste Tochter beinahe acht Monate alt. So langsam mache ich nicht mehr den ganzen Tag bubu und baba und mutiere wieder zu einem denkenden, in ganzen Sätzen sprechenden Wesen, das wieder öfter am Schreibtisch sitzt, als hinterm Wickeltisch zu stehen. Denn jetzt wickelt sich mein Baby selbst (Ihres nicht?) und ich freue mich
Read More Bartwuchs aus zeitkritischer Perspektive – Das fällt schon auf, wie viele junge Männer wieder volle Barttracht tragen. Auch in der Werbung tauchen sie auf: die Vollbärte, die ein Männergesicht komplett umranden oder sollte man eher sagen: umranken? Der Bart hat seit Beginn der Geschichtsschreibung Höhen und Tiefen, Wellen und Zäsuren, ja: Scherenterror erleben müssen. Von Dominik Irtenkauf Die Frage, warum man sich mit Barthaar beschäftigen sollte, begrenzt sich vorwiegend auf die tägliche Morgentoilette. Dabei haben nicht nur Männer das „Problem“ des Bartwuchses. Nein, auch Frauen leiden (zumindest teilweise) an einem
Read More Und dennoch – Zu den Aufzeichnungen von Philippe Jaccottet. Von Carl Wilhelm Macke. In einem frankfurter Nobel-Hotel anläßlich der jährlichen Buchmesse. Man sieht dort „ausschließlich korrekt gekleidet Herren mit Krawatte, niemand grüßt irgendwen im Aufzug oder sonstwo. Man braucht keinen Personalausweis mehr: die Bankkarte ist der einzig gültige Reisepass.“ Hier hat der Dichter – und nicht nur er – das Gefühl, „dass die Poesie tausend Meilen von all dem entfernt ist, auch vom Jahrmarkt der Eitelkeiten literarischer Salons.“ Und liest man die Aufzeichnungen von Philippe Jaccottet, dann glaubt man sich
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Selbstbildnis vor grünen Hintergrund mit blauer Iris” von Paula Becker-Modersohn. Parler Peinture Paris, Frühling 1906, im Atelier von Paula Becker-Modersohn.
Read More Heiterkeit 1 bild / 100 worte Die Heiterkeit des Kiffer-Lachens, mit einer Spur Hysterie, sie gehört den jungen Männern. Dreh dich nach ihnen um. Dreh dich, dreh dich, dreh dich… Langsam! Eine Stufe nach der andern, der Aufstieg ist endlos… Und doch: Mit 80 Jahren ist einiges möglich, eine Wanderung zu einem Nuklearwaffen-Depot, zum Beispiel, um Transparente anzubringen und dann die US-Regierung ihr Ding machen lassen. Es hilft der Glaube, es hilft die Heiterkeit, die im Gefängnis nicht abnimmt, im Gegenteil. Dahin bringt dich deine Leidenschaft: 3 Jahre als Terroristin, absurd
Read More O Taste and See Die Welt ist nicht genügend in uns. o Taste and See sagte das Bibelplakat in der Untergrundbahn, und meinte den HERRN, meinte, wenn irgend etwas, alles Leben, das für die Sprache der Phantasie geschaffen, Kummer, Gnade, Worte, Mandarine, Wetter, sie zu atmen, beißen, schmecken, kauen, herunterzuschlucken und zu verwandeln unser aller Sterben in unser Fleisch, die Straße kreuzen, Pflaume, Quitte, hungrig sein, und die Frucht pflücken. Übersetzung von Christa Langenscheidt O Taste and See The world is not with us enough O taste and see the
Read More Grauzonen zwischen Trivialität und Trauma – Salinger und kein Ende: Fünf Jahre nach seinem Tod sind neue Biografien und ein Band mit frühen Kurzgeschichten erschienen. Das selbstfabrizierte Image vom einsamen Eremiten, der sich in Cornish, New Hampshire, angeekelt von der schnöden Welt einigelte, muss übrigens korrigiert werden. Von Peter Münder „Nichts zu veröffentlichen bedeutet wunderbaren Frieden. Veröffentlichungen sind grauenhafte Verletzungen meiner Privatsphäre. Ich liebe das Schreiben. Aber ich schreibe nur für mich selbst und mein eigenes Vergnügen“. JD Salinger (1919-2010), zitiert in der „New York Times“ vom 3. November 1974
Read More Wo sind denn deine Kinder? Es war die Studie einer israelischen Soziologin, die eine Debatte anstieß, die seit einigen Wochen durch Medien, Social Media und sogar das Heute Journal ihre Kreise zieht. 23 Mütter berichteten darin, sie würden es bereuen, Mutter geworden zu sein. Viele andere Mütter offenbaren unter dem Hashtag #RegrettingMotherhood ihre eigenen „Beichten“. Und ich als Mutter? Ich glaube ihnen allen das gern. Sophie Sumburane über überzogene und unerfüllbare Mutterrollen. Es ist ein Tabu zu sagen: Ich bin unglücklich als Mutter. Man hat glücklich zu sein, die Welt
Read More Posted On April 29, 2015By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Wundertüte Nicholson Bakers einzigartige meditative Essays „So geht´s“. Von Wolfram Schütte Es würde wohl kaum einer der literarischen Kenner & Liebhaber widersprechen, wenn man den US-Schriftsteller Nicholson Baker zu dem originellsten Kopf der gegenwärtigen US-Literatur erklärte. Obwohl der noch nicht ganz Sechzigjährige mit dem weißen Vollbart (mit dem er die Fußsohle seines Sohnes kitzelt) ein lupenreiner Quäker aus dem amerikanischen Nordosten ist, wo der studierte Fagottist heute in einer Kleinstadt des Bundesstaates Maine lebt, ist seine literarische & intellektuelle Leidenschaft derart eigenartig, dass man wegen ihrer exzentrischen literarischen Ausschläge, seiner
Read More Posted On April 29, 2015By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Mitleid und Mit-Leiden – Zweigs „Ungeduld des Herzens“: Es gäbe doch nun wirklich eine ganze Reihe neuerer und aufregenderer Bücher, die es zu lesen lohnt, als gerade diesen 1938 zum ersten Mal erschienenen Roman über die Gewissensskrupel eines K.U.K.-Leutnants gegenüber einem körperlich behinderten jungen Mädchen ‚aus den besseren Kreisen’ zur Zeiten der alten ‚Habsburger Monarchie’. Oder? Von Carl Wilhelm Macke Gut, Zweig ist ein glänzender Schriftsteller mit Sinn für Umgangsformen und für den ‚Suspense of a story’. Sein Verhalten in der Epoche des Nationalsozialismus war vorbildlich. Wes Anderson, der Regisseur
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Gartenlaube” von Aleksander Gierymski. Nächtige Feier des Lichts Lichtdurchflutet und dunkel zugleich – das muss ein Maler erst mal schaffen!
Read More Posted On April 29, 2015By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Literarisches Schneegestöber – Nach zwanzig Jahren legt der insbesondere als Dramatiker und Lyriker bekannte Ulrich Zieger einen neuen Roman vor, in dem er sich auf höchst eigenwillige Weise Märchen der Gebrüder Grimm anverwandelt und den Leser dabei vor eine große Herausforderung stellt. Von Karsten Herrmann „Durchzug eines Regenbandes“ gleicht einem Triptychon, dessen Teile von links nach rechts angeordnet sind: Im ersten Teil entführt Ulrich Zieger den Leser mit einer altertümlich wirkenden Prosa aus verschachtelten Sätzen voller Einschübe, Erläuterungen, Präzisierungen und Unterbrechungen in eine kafkaesk-surreale Welt. Hier sucht ein Migrant aus
Read More Morgenlektüre 1 bild / 100 worte Wenn Eltern kurz hintereinander sterben, der Nachwuchs aber noch minderjährig ist, dann wird eine Berner Tochter schauen müssen, wo sie bleibt, selbst wenn sie, wie Tante Cecilia, im Pensionat in Lausanne überaus beliebt und als Gast und Lehrerin dort weiter willkommen war. Kaum las ich „Lausanne“, fiel mir ein, dass die Mutter C. F. Meyers sich einst aus übergroßer Melancholie in einem welschen Gewässer ertränkte. War’s der See bei Montreux? Wer unschuldig im Gefängnis sitzt, stirbt, wenn er nicht erleuchtet wird. Transcend or die!
Read More Mir träumte: Traurig schaute der Mond, Und traurig schienen die Sterne; Es trug mich zur Stadt, wo Liebchen wohnt, Viel hundert Meilen ferne. Es hat mich zu ihrem Hause geführt, Ich küßte die Steine der Treppe, Die oft ihr kleiner Fuß berührt Und ihres Kleides Schleppe. Die Nacht war lang, die Nacht war kalt, Es waren so kalt die Steine; Es lugt‘ aus dem Fenster die blasse Gestalt, Beleuchtet vom Mondenscheine. Heinrich Heine Nicht Heinrich Heine, der Autor dieses Gedichts aus dem Zyklus „Die Heimkehr“ (1823/24), steht im Mittelpunkt
Read More Eine europäische Muslimin – Die bosnische Exilautorin Safeta Obhodjas stößt im deutschen Kulturbetrieb auf Vorurteile und Unverständnis. Sie soll die Geschichten über das, was sie erlebt hat, den Marktgepflogenheiten anpassen. Vor allem unerwünscht sind ihre selbstbestimmten muslimischen Frauenfiguren. Ein Erfahrungsbericht. Bei CulturBooks ist gerade der Roman „Die Bauchtänzerin“ von Safeta Obhodjas erschienen, die Geschichte der jungen, talentierten Schneiderin und Designerin Vildana. Sie ist eine Muslimin unter vielen in Bosnien und lebt eine europäische Variante des Islam. Wie emanzipiert und frei sie ist, merkt sie, als sie Bekanntschaft mit einer geflohenen
Read More „Wer ist hier der Illegale?“ Im Berliner Literaturhaus Lettrétage fand gestern Abend die Lesung „Flucht nach Europa“ statt, auf der drei eBooks vorgestellt wurden, die dazu einladen, sich mit den Beweggründen und vielfältigen Schicksalen der Flüchtlinge vor Europas Grenzen – und denen, die bereits bei uns sind – auseinanderzusetzen. Sophie Sumburane war für uns vor Ort. Lampedusa. Wir alle haben mehr oder weniger deutliche Bilder im Kopf, wenn wir diesen Namen hören. Lampedusa ist zum Synonym geworden – für Flüchtlinge, Tod und gescheiterte Träume, für EU Außenmauern, Bürgerkriegsfolgen und (verfehlte)
Read More Posted On April 22, 2015By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Vorträge eines Avantgardisten über die weltliterarische Moderne – Von Wolfram Schütte Claude Simon, der französische Literaturnobelpreisträger von 1985, ist bei uns wohl nur unter Kennern & Liebhabern der avantgardistischen Literatur bekannt. Und zwar als Autor eigenwillig erzählter & montierter Romane. Des Öfteren kreisen sie um das traumatische Kriegserlebnis des Kavallerieoffiziers Simon. Er überlebte, zusammen mit einem anderen, als einziger die Vernichtung seiner gesamten Kompanie durch die deutschen Truppen am 17. Mai 1940. Die vier Vorträge, die jetzt der Berenberg-Verlag vorgelegt hat, stammen aus dem Nachlass des 2005 gestorbenen Schriftstellers. Er
Read More Geschichte in lebendigem Vollzug – Es gibt wohl kein ergiebigeres Thema für einen Literaten als die Kindheit: zurückzugehen an die Wurzeln unseres Lebens. Jede Geschichte einer Person fängt dort an, und damit endet sie auch, ironischer Weise, im Alter. Die ersten Eindrücke, die ein Mensch in der Welt erfährt, sind die bleibenden, und das Leben scheint nichts anders zu sein als ihre Entfaltung über die Jahrzehnte hinweg, die uns gegeben sind. Von Michael Zeller Es ist beileibe keine Eitelkeit, kein Akt von Selbstverliebtheit, wenn sich Schriftsteller gerade im Alter über
Read More Posted On April 22, 2015By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Auf der Suche nach Grenzenlosigkeit – Die unbedingte Lebensgier und verzweifelte Suche nach dem letzten Kick der oberen Gesellschaftskreise in sinnentleerter Welt steht im Zentrum von Anne Philippis Debut-Roman „Giraffen.“ Von Karsten Herrmann Anne Philippis Ich-Erzählerin ist dank ihres reichen Freundes Henry aus dem Nichts der gesellschaftlichen Mitte in die Glamour-Welt und Boheme Berlins aufgestiegen. Auf der Suche nach Grenzenlosigkeit und dem ultimativen Kick sind sie und ihre Freunde schon längst über die rote Linie der Sucht getreten und bringen sich ab Nachmittags mit Weißwein und Weizen, später mit Wodka,
Read More Posted On April 22, 2015By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Wie man früher dachte – Es muss irgendwann in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gewesen sein. Da trafen sich in einem Frankfurter Volksbildungsheim linke Studenten, Hochschullehrer, Sozialarbeiter, Gewerkschaftssekretäre, Lehrer, Ärzte und sozialrevolutionär bewegte protestantische Pfarrer zu einem großen kapitalismuskritischen Palaver. Und am Rande des Saals hatte auch Peter Gente seinen mobilen Büchertisch mit Broschüren, Pamphleten und merkwürdig monochrom gestalteten Paperbacks aufgebaut. Es wimmelte da nur so von Titeln und Autoren, die allesamt der radikalen intellektuellen Linken in Italien und Frankreich zuzuordnen waren. Texte deutschsprachiger Autoren fand man nicht auf
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Circle in Huesca a 5 Day Walk in the Pyrenees” von Richard Long. Tagtraum in den Pyrenäen „So ‘nen S-tein
Read More Hirnströme 1 bild / 100 worte Hans Berger fiel vom Pferd und wurde quasi von einem Artilleriegeschütz überfahren. In derselben Nacht träumte seiner Schwester, der Bruder habe sich beim Reitunfall das Bein gebrochen. Sofort ließ sie telegraphieren, die Nachricht erreichte Berger im Lazarett. Elektrische Gedankenübertragung? Unmöglich, sagt die Forschung, so weit kommen „Hirnströme“ nicht. Ich aber, forschungsfern, denke an die „spukhafte Fernwirkung“ jener Elektronen und Protonen, etc., welche, wenngleich weit voneinander entfernt, zeitgleich die Gestalt wechseln. Einstein mochte sie nicht, er hoffte, das gebe sich wieder (hat aber nicht) und
Read More Alles in Butter Ist Schönheit einmal hergestellt, sind Dichter überall glücklich, Obwohl sie weinen. Ich war einmal ein Dichter. Sie entdecken das Haupt, das ein Dichter zu sein vorgibt wie es immer noch das Gedicht vorträgt. Gerade soweit kann der Dichter gehen. Everything in Butter Once beauty is produced poets everywhere are happy, though they weep. I was a poet once. They find the head pretending to be a poet still reciting the poem. That’s as far as the poet can go. Übersetzt von Christoph König Kann es sein, dass
Read More Originell, tapfer, eigensinnig –Notizen eines Nachrufs auf Günter Grass. Von Wolfram Schütte Er hatte unter deutschen Kollegen & Kritikern nicht viele Bewunderer (oder gar Freunde). Dafür umso mehr Leser. Sein Oeuvre ist vielgestaltig, umfangreich & befremdlich; letzteres vor allem für den in Deutschland vorherrschenden literarischen Geschmack des sogenannten „Psychologischen Realismus“ & der Vorliebe für ein möglichst „umstandsloses Erzählen“. Nicht verwunderlich, dass er in dem unkommunistischen Lukacsianer Marcel Reich-Ranicki seinen entschiedensten Feind unter den Kritikern fand. Im Ausland sieht das ganz anders aus. Z.B. zwei der größten Autoren der modernen Weltliteratur
Read More 50 Schatten über Grey Nein, der dritte Roman von Inger-Maria Mahlke macht es seinen Lesern nicht leicht. Wer historische Romane im Stil der „Päpstin“ schätzt, dürfte schnell irritiert sein angesichts einer zersplitterten Erzählperspektive und der Diskrepanz zwischen historischem Setting und moderner Sprache. Und wer die ersten beiden Romane von Inger-Maria Mahlke kennt, die beide Gegenwartsthemen verhandeln, dürfte sich verwundert die Augen reiben. Die Autorin führt uns ins Jahr 1571 an den englischen Hof. Was also ist „Wie ihr wollt“, dessen Titel nicht von ungefähr auf Shakespeare anspielt? Auch wenn auf
Read More Gegen das Eis in uns Alf Mayer über Camille Seamans Bildband über Eisberge. Sie hat Wolken gejagt („The Big Cloud Series“) und geriet 1999 eher zufällig nach Kotzebue, Alaska. Zwischen 2003 und 2011 war sie dann jedes Jahr als Expeditionsfotografin an Bord von Forschungs- und Handelsschiffen in der Arktis und der Antarktis unterwegs. 2011 kündigte sie auf der „M/V Fram“, dem modernsten Forschungsschiff und Stolz Norwegens, sie hatte noch nie so wenig Eis erlebt bei einer Fahrt, es brach ihr das Herz – und sie kehrte in eine Welt zurück,
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