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Posted On November 4, 2015By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag, News

Essay: Die zehn besten Comics…

Die zehn besten Comics die mir gerade so einfielen. Von Brigitte Helbling. Die Bücherfrauen Stuttgart luden mich ein, über Graphic Novels zu reden, und natürlich sagte ich zu. Die Veranstaltung fand in der neuen Stadtbibliothek statt, und auf dem Weg dorthin erzählte mir eine der Bücherfrauen, eine Buchhändlerin, dass sie diesen Ort (eröffnet 2010) lange gemieden habe. Die frühere Stadtbibliothek war in einem Palaisgebäude untergebracht gewesen, die neue dagegen sah aus wie eins dieser Häuser, die Chris Ware gerne in seine Städteansichten zeichnet: Lauter rechteckige Fenster in einem monumentalen WürfelbauRead More

Posted On November 4, 2015By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Roman: Jonathan Franzen: Unschuld

Die neurotischen Schuldkomplexe hypersensibler Solipsisten — Mit der verbissenen Ausdauer eines Marathonläufers hechelt Jonathan Franzen seiner Vision der „Great American Novel“ hinterher: Nach „Korrekturen“, und „Freiheit“ soll nun der 800 Seiten starke, zwischen Oakland, Denver, Berlin und Bolivien spielende Roman „Unschuld“ seine Variante eines opus magnum mirabile verwirklichen. Von Peter Münder Im „Kraus-Projekt“ (2014, zur CM-Rezension) verwies Jonathan Franzen, 55, in mehreren Anmerkungen auf seine Berliner Studienzeit an der FU 1982/83, die ihn stark geprägt und auch neurotisiert hatte: Der junge amerikanische Germanist wurde nämlich während der reaktionären Reagan-Epoche vonRead More

Posted On November 4, 2015By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag, News

Im Gespräch: Stefan Etgeton („Rucksackkometen“)

Expressive Feier des Lebens — Mit „Rucksackkometen“ legt der 27jährige Stefan Ferdinand Etgeton ein ebenso cooles wie furioses Debüt vor, das von der Suche nach Sinne und Menschlichkeit erzählt. Karsten Herrmann hat sich mit dem Autor über seinen Roman, der zum deutschen „On The Road“ des 21. Jahrhunderts werden könnte, unterhalten. Etgetons Ich-Erzähler Fiete hat gerade frisch promoviert und hangelt sich von prekärem Job zu Job als Volontär oder Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Köln, Halle und Berlin. Doch aufgrund mangelnden Engagements und häufiger Blaumacherei verliert er sie alle bald wieder undRead More

Posted On November 4, 2015By Sonja HartlIn Film/Fernsehen, Litmag, News

Film: Macbeth

„Macbeth“ und die Bilder von Adam Arkapaw — Von Sonja Hartl. In der Rezeption des Films gibt es in der Regel eine klare Aufmerksamkeitshierarchie: Am meisten wird über die Schauspieler gesprochen und geschrieben, danach folgen die Regisseure, die weithin als namensgebende Urheber des Werkes gelten. Der neue Film von Quentin Tarantino. Von Naomi Kawase. Oder eben von Justin Kurzel. Nur bei wenigen Filmen scheint diese Regel außer Kraft gesetzt zu sein – beispielsweise werden bei sehr großen Blockbustern wie den neuen Batman-, Superman-, X-Men-, Avengers-Streifen Story und Besetzung gleichermaßen diskutiertRead More
Danke! Bitte! Setzen! Vielleicht hat der eine oder andere Leser an dieser Stelle zuletzt Mara Brauns Kolumne vermisst. Die hatte das runde Leder zum Thema, den Fußball also, und ein wenig auch die Frage, wie alles mit allem zusammenhängt. So, wie das CULTurMAG selbst sich seit dem Sommer in völlig neuem Gewand präsentiert, ist es inzwischen auch besagter Kolumne ergangen, weshalb diese nun nicht mehr bereits vor dem Spieltag hinter die Ergebnislinie schaut, sondern jeweils im Rückblick ausgewählte Highlights jedes Fußballmonats beleuchtet. Danke. Bitte. Setzen. Tor des Monats Man konnteRead More

Posted On November 4, 2015By Die RedaktionIn Bücher, Litmag, News

LitBits: Besprechungen neuer Bücher, Oktober 2015.

Sammelrezension – diesmal mit Besprechungen von Tomi Ungerer („Incognito“), Kathrin Hartmann („Aus kontrolliertem Raubbau“), Gary Shteyngart („Kleiner Versager“), Claudia Erdheim („In der Judenstadt“), Cornelia Travnicek („Junge Hunde“), Niq Mhlongo („Way back home“), E.L. Doctorow („In Andrews Kopf“), Jakob Hinrichs, Hans Fallada („Der Trinker“), Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki („Tumor linguae“), Joe J. Heydecker, Johannes Leeb („Der Nürnberger Prozess“), Ronen Steinke („Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht“), Isabella Feimer („Trophäen“), David Signer (Hg.) („Grenzen erzählen Geschichten“) und Stefan Wimmer („Das große Bilderbuch der Vulkanvaginas“) – geschrieben von Alf Mayer (AM), Michael Höfler (MH), Karsten Herrmann (KH),Read More
Filmgattung mit Regenbogenspektrum — Das Wort „Standardwerk“ sollte spärlich verwendet werden. Alf Mayer findet es mehr als angebracht für ein zweibändiges, beinahe 950seitiges Filmbuch aus einem kleinen, mutigen Verlag. Es beschäftigt sich mit etwas halbwegs Verfemtem – mit der Filmkomödie. Das Erhabene und das Niedrige liegen bei keinem Filmgenre, bei keiner Filmgattung, so nah nebeneinander wie bei der Filmkomödie. Alles, was immer schon die Naserümpf-Distanz zwischen U und E ausmachte, findet hier Spielfelder, Fallstricke und vor den Kopf genagelte Bretter. Nur die mutigsten Filmkritiker wagen sich auf dieses Terrain vor,Read More

Posted On November 4, 2015By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Clemens J. Setz: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

Bewusstseinserweiternde Literatur — Clemens J. Setz, der permanent zwischen den Genres Roman, Gedicht und Erzählung pendelt, ist einer der faszinierendsten und irrwitzigsten deutschsprachigen Schriftsteller. Jetzt ist sein fulminantes Mammutwerk „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ erschienen. Von Karsten Herrmann Der Ausnahme-Autor Setz ist ein manischer Wortkünstler, der Kritiker wie Leser ebenso begeistert wie verwirrt. Neben den regelmäßigen Nominierungen seiner Romane für den Deutschen Buchpreis wurde der Grazer in diesen Tagen für „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ mit dem hochdotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet – zu Recht, denn er bietet bewusstseinserweiternde LiteraturRead More
„Asterix – Der Papyrus des Caesar“: (M)Ein Kommentar — Für Boris Grimm, meinen Mentor, einen Lateinlehrer aus Leidenschaft! Cäsar Wann begegnete mir zum ersten Mal Caesar? Der Caesar! Es war keineswegs im Lateinunterricht, bei der obligatorischen, vollkommen unzutreffend als einfach charakterisierten Anfangslektüre seines Gallischen Krieges (Bellum Gallicum), nein, es war bei: Asterix! Unbeugsame Gallier machen es dem großen Rom und seinem fast unbesiegbaren Diktator schwer – mit Zaubertrank, Witz, Humor und Ironie. Manchmal hilft sogar das Trio um Asterix, Obelix und Idefix dem Feind Caesar, verschafft ihm beispielsweise den SiegRead More

Posted On November 4, 2015By Doris WieserIn Film/Fernsehen, Litmag

Film: Horse Money

Aufruf zum kritischen Erinnern Doris Wieser über Pedro Costas Dokufiction „Horse Money“. Ein Film über kapverdische Immigranten in Lissabon. Seit Kurzem ist der Film „Horse Money“ (Cavalo Dinheiro) des Portugiesen Pedro Costa in deutschen Kinos zu sehen. Es handelt sich um ein komplexes, künstlerisch anspruchsvolles Doku-Drama, das sich dem Zuschauer erst nach mehrmaligem Sehen erschließt; und selbst dann bleiben noch einige Stellen unklar. Besonders außerhalb Portugals, wo den Zuschauern die historischen Hintergründe weniger präsent sind, verlangt der Film nach einem Erklärungsgerüst. Er reiht sich in eine Serie von Lang- undRead More
Der Untergang — Die letzten Stunden im Leben des Muammar Gaddafi hatten etwas von Hitlers Götterdämmerung im Bunker unter der Reichskanzlei in Berlin. Und Yasmina Khadra hat sie genial eingefangen. Von Andreas Pittler 42 Jahre lang lenkte Muammar Gaddafi das Schicksal Libyens, eines Landes, das es vor ihm in dieser Form gar nicht wirklich gab. Erst von den Osmanen beherrscht, dann eine italienische Kolonie, zuletzt von einem korrupten Operettenkönig in den Abgrund getrieben, erlebte Libyen erst durch Gaddafis Revolution anno 1969 so etwas wie einen Nationswerdungsprozess. Gaddafis sozialistisch angehauchter Islam,Read More

Posted On November 4, 2015By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Roman: Thees Uhlmann: Sophia, der Tod und ich

Der Postkartenmann, der Tod auf dem Beifahrersitz und der ganz normale Scheiß — Keine Frage: Thees Uhlmann ist ein begnadeter Erzähler – das kann jeder bezeugen, der einmal auf einem seiner Konzerte erleben konnte, wie Ansagen ungeahnte Haken schlagen und nicht selten zu kleinen Kurzgeschichten werden, voller Herz und Humor. Nun hat der Sänger und Songwriter seinen ersten Roman geschrieben und es tatsächlich geschafft, diesen sympathischen, etwas schnoddrigen, so beiläufig wirkenden Plauderton auch auf Papier zu bannen. Von Frank Schorneck Als der Tod an der Tür des Ich-Erzählers klingelt, wirdRead More

Posted On November 4, 2015By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Roman: Shumona Sinha: Erschlagt die Armen!

Strandende Schicksale, unendliche Geschichten – Wo liegt die Wahrheit, gibt es sie überhaupt? In ihrem Roman „Erschlagt die Armen“ verzweifelt Shumona Sinha an der Flut an Geschichten der „Asylanten“. Beinahe zumindest. Von Ulrich Noller Paris, eine überfüllte Metro, ein Disput – eine junge Frau zerschlägt eine Weinflasche auf dem Kopf eines Mannes. Beide sind Migranten, sie stammt wohl aus Asien, er aus einem afrikanischen Land. Die Frau war versehentlich an den Mann gestoßen, von hinten, er hat sich umgedreht – sie erkannt und dann sofort heftig bedrängt und beschimpft. WasRead More

Posted On November 4, 2015By Alf MayerIn Bücher, Litmag

Sachbuch: Philip Jodidio: Architecture Now. Vol. 10

Referenzbauwerke — Architektur, das ist das Blühen der Geometrie, meinte der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson. Seit dem Jahr 2001 wird die ganze Vielfalt dieser sehr besonderen Blütenwelt von einem Pflanzenführer begleitet, dessen Titel Bestandsaufnahme, Aufforderung und Programm zugleich ist: „Architecture Now!“ Her mit der guten, beispielhaften und avancierten Architektur! Von Alf Mayer Gerade nun ist Band Zehn dieser außergewöhnlichen Reihe erschienen. Zehn Bände, zehn Mal Bestandsaufnahme der modernen Architektur. Pflanzenführer eben, in Sachen Architektur. (Einem Botanikbuch würde man niemals Nachlässigkeit unterstellen, deshalb bewusst dieser Vergleich.) Architekturbücher können ein VermögenRead More

Posted On November 4, 2015By Baerbel ReinkeIn Litmag, Vermischtes

81. P.E.N. Kongress in Québec

Eine Deklaration, ein Abschied, ein Erfolg — Es ist zwar jetzt schon wieder zwei Wochen her, aber es ist immer noch aktuell, über den letzten P.E.N. Kongress, der hier in Québec vom 13. Bis zum 16. Oktober stattgefunden hat, zu reden. Die Abschlussveranstaltung des Festivals Québec en toutes lettres am 18. Oktober war ein langes Gespräch zwischen Bernard Gilbert, Direktor des Festivals und dem Maison de la littérature, John Ralston Saul, dem ausscheidenden Präsident des P.E.N. International, kanadischer Essayist und Romancier und Émile Martel, dem ausscheidenden Präsidenten des P.E.N. Québec,Read More

Posted On November 4, 2015By Philipp OttoIn Film/Fernsehen, Litmag

Kino: Democracy – Im Rausch der Daten

Der Knoten meines Lebens — Der erste Versuch klappt nicht, erst beim zweiten sitzt die Krawatte. Er ist bereit für einen schwierigen Kampf. Getragen von der Überzeugung, diesen Kampf bestehen zu müssen, geplagt von Zweifeln, ob das überhaupt möglich ist. Einer gegen alle, einer der plötzlich in der Mitte der europäischen Aufmerksamkeit steht. Der Auftrag, erteilt mit knapper Mehrheit vom Europäischen Parlament, ist der Job des Berichterstatters für die Reform eines gemeinsamen europäischen Datenschutzes. Er, der Bürgerrechtler und einer der jüngsten Abgeordneten im Parlament, mit einer Frisur, die die ParteizugehörigkeitRead More

Posted On November 4, 2015By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Roman: Will Self: Leberknödel

Joyces Heiligsprechung in Zürich — „Roman“ steht auf dem neuen Buch von Will Self – dabei handelt es sich bei dem auch im englischen Original „Leberknödel“ betitelten Text eher um eine Novelle. Ursprünglich wurde er veröffentlicht in einem Band mit vier Prosatexten, die sich dem größten unserer inneren Organe widmen, der Leber. Dass der deutsche Verlag diese inhaltliche Klammer aufgebrochen und sich dazu entschieden hat, „Leberknödel“, den mit Abstand längsten Text des Bandes, einzeln zu veröffentlichen, ist schade – nicht zuletzt wird dem deutschsprachigen Leser so unter anderem eine StoryRead More

Posted On November 4, 2015By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Roman: Feridun Zaimoglu: Siebentürmeviertel

Wenn Wolf zu Kurt wird — Feridun Zaimoglus neues Epos entführt uns in eine fremde Welt, in der sich auch der Protagonist erst einmal zurechtfinden muss. Von Andreas Pittler Wolf ist ein kleiner Junge, als er Hals über Kopf aus Deutschland fliehen muss, da die Nazis hinter seiner Familie her sind. Er landet im Haus eines Geschäftspartners seines Vaters im Istanbul des Jahres 1939, wo er, in bizarrer Umkehrung der Realität, als Nazi wahrgenommen wird. „Hitlersohn“ und „Arier“ sind daher die Spitznamen, die Wolf erst einmal bekommt, und es wirdRead More
Nach dem Verschwinden — Jeden Monat präsentiert das LitMag einen interessanten Primärtext. Im November ist es ein Ausschnitt aus dem Roman »Die Mädchen« der CM-Autorin Brigitte Helbling, der bei CulturBooks erschienen ist. Zürich Ende der 1970er. Vier 17-Jährige sind verschwunden, alle vier waren Schülerinnen am städtischen Mädchengymnasium. Wurden sie entführt? Sind sie verunfallt? Haben sie sich einer revolutionären Bewegung angeschlossen? Ein Polizist ermittelt. Eltern sorgen sich. Ein jüngerer Bruder wird zum Detektiv, ein Schriftsteller sucht Material für seinen nächsten Roman, und ein Lehrer verzweifelt an seinem Beruf. Nur die Klassenkameradinnen,Read More

Posted On November 4, 2015By Anne SchuesslerIn CULTurTWEETS, Litmag

CulturTweets im Oktober

Annes CULTurTWEET-Sammlung – Anne Schüßler sammelt für uns die schönsten Tweets des Monats rund um das Thema Kultur. Hier ist die nächste Fuhre. Diesmal dabei: Zu offiziellen Anlässen wird heute nur noch die dritte Strophe vom Lied der Schlümpfe gesungen. — Torsten Gaitzsch (@cactus_chef) October 3, 2015 „Die Möwen sehen alle aus, als ob sie Emma hießen.“ – „Das sind Schwanzmeisen.“ — Brrrte (@nichtschubsen) October 4, 2015 Wie die Neunziger waren? Man musste eine WG betreten und ‚David Lynch‘, ‚Ang Lee‘ oder ‚Jim Jarmusch‘ sagen & schon konnte man knutschen.Read More

Posted On November 4, 2015By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Stevan Tontić

Meine Platane in Berlin Diese Platane aus der Zeit im Berliner Exil, Unter meinem Fenster, wachend, zu finden, Ein Koloss, den Fuß im Beton, und dem Ziel Sich mühend, den Boden, die Sterne zu binden. Von Donnerschlägen um ein Haar zerspellt, Gab sie die Lektion, sich aufrecht zu halten, Viele verschwanden, in ihren Schatten gestellt, In der Krone zu Gast: selbst Rabengestalten. Ich starre ins All, durchs All dieser Krone gereist, Stürz’ in den Schlund, mir Schlaf zu verschaffen, Wo die Angst nicht Zunge, Herz, Hoden vereist … Der DämonRead More

Posted On Oktober 29, 2015By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Cool Fool 1 bild / 100 worte Okay, die Cassini-Sonde, und das schreibe ich hier noch „avant la lettre“ (oder: „les fotos“), steht kurz davor, in schock-gefrostete Meerwasser-Fontänen über dem Saturn-Mond Enceladus einzutauchen. Lala-lala tin can! Enceladus, naturellement, war ein Gigant. Wer könnte vergessen, wie Pallas Athena im Kampf einst mit ganz Sizilien nach ihm warf. Wir alle würden mit Ländern um uns werfen, wenn wir Göttinnen wären, so aber werfen wir höchstens mit Gläsern, und ich weiß nicht, soll ich jetzt um 20:15 ESA-Zeit, NASA-Zeit oder Saturn-Zeit meine GedankenRead More

Posted On Oktober 7, 2015By Die RedaktionIn Litmag

Editorial, LitMag, Oktober 2015

Liebe Leserinnen und Leser, die Oktoberausgabe des LitMags ist da und es ist wieder jede Menge los in LitMag und MusikMag. Da sind unsere Buchbesprechungen: Peter Münder folgt Steffen Kopetzky mit seinem großen Roman „Risiko“ begeistert in den Hindukusch; Ulrich Noller lobt die gesellschaftliche Relevanz von Jenny Erpenbecks Roman „Gehen, ging, gegangen“, einem der Kandidaten für den deutschen Buchpreis. Auf der Shortlist steht auch Ulrich Peltzer und sein Roman „Das bessere Leben“ – Karsten Herrmann mit einer Besprechung. Begeistert ist Andreas Pittler von Umberto Ecos Mediensatire „Nullnummer“, enttäuscht dagegen DanaRead More

Posted On Oktober 3, 2015By Peter MuenderIn Bücher, Litmag, News

Roman: Steffen Kopetzky: Risiko

Kaiserliche Dschihad-Planspiele am Hindukusch Steffen Kopetzkys historischer Roman „Risiko“ beschreibt die geheime deutsche Hindukusch-Expedition von 1915: Diese 60 Mann starke Niedermayer-Hentig-Expedition sollte während des Ersten Weltkriegs in Afghanistan einen Dschihad anzetteln und das Deutsche Reich als dominierende Großmacht gegen die Russen und Engländer im „Great Game“ positionieren. Von Peter Münder „Es war ein Bürokratenplan, trotz seiner sachkundigen Details. Die Durchquerung der persischen Wüste war für sie nur ein Satz: Die Wüsten Persiens werden durchquert… So sehr Niedermayer die britische Weltherrschaft verabscheute und alles dafür tun wollte, sie zu beenden, mitRead More
Lyrical, humane, amused and precise A Lee Harwood Obituary by John Harvey. I’m still in shock after hearing of Lee Harwood’s death. A friend for a good number of years, Lee was a singular and fine poet, one whose work synthesised the early influences of American writers of the New York School, John Ashbery in particular, and the European surrealism of Tristan Tzara, into something that somehow embraced the breadth of the world while maintaining, it seemed to me, something quintessentially British, English even, at its heart. I first came acrossRead More
Buch mit Herzschlag-Faktor Die Geschichte der Buchkunst mag ein Orchideenfach sein, die Kunst der Buchgestaltung eine aus scheinbar zweiter Reihe, weil sie ja nur „angewandte Kunst“ ist. Ja, es gibt sogar Bibliothekare und Leser, die Buchumschläge für überflüssig halten. Sie mögen sich fernhalten von einer Schatzkammer, in der Alf Mayer sich umgesehen hat. Schon länger träume ich von einer Halle auf der Frankfurter Buchmesse, in der die Uhren auf die Jahre 1919 bis 1933 zurückgestellt worden sind. Zu sehen und nur gaaanz vorsichtig anzufassen gäbe es dort NUR jene 1000Read More