Posted On Februar 2, 2009By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
In Sweeneys Irlandgedichten, von Jan Wagner genau und gefühlvoll übersetzt, regieren weder Klischee noch Folklore, sondern konkrete, alltägliche Dinge und erstaunliche Details. Von Gisela Trahms
Read More Selim Özdogan über das Schreiben, die Musik, den Rausch, das Netz, die Liebe und seinen Roman "Zwischen zwei Träumen". Das Gespräch führte Ulrich Noller
Read More Über den Rhythmus seiner Sprache, über die Dynamik seiner Worte, über mal poetische, mal hart-realistische Momente bringt Selim Özdogan seine Geschichte so zum Pulsieren, dass man sich in ihren besten Momenten fast im Reich eines der Träume wähnt, um die es in der Story geht. Von Ulrich Noller
Read More Petra Vesper ist von Hanif Kureishis Roman, dem unkonventionellen Erzählstil und den schrägen Charakteren im multikulturellen London begeistert – auch wenn, oder gerade weil die Lektüre große Konzentration erfordert.
Read More Posted On Januar 26, 2009By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Thomas Podhostnik, Leipziger Regisseur und Autor, beschreibt in seinem Debütroman seine Kindheitserfahrungen in einer Migrantenfamilie. Eine wunderbar gelungene Geschichte, findet Frank Schorneck
Read More Vor fast 20 Jahren starb Thomas Bernhard. Nun spricht er wieder, zart und bissig und in keiner Weise überholt. Von Gisela Trahms
Read More Von der Territion zur Garotte – Lorenzen setzt seine Hauptfigur Claus Jordan direkt ins Zentrum des Geschehens einer beängstigenden Gesellschaft. Und beinahe wäre dieser bemerkenswerte Roman im Zuge des allgemeinen kulturhistorischen Gedächtnisverlustes untergegangen. Dass dem nicht so ist, freut Tina Manske. Der Kunsthändler Claus Jordan und seine Frau Susanne kommen von einer Reise zurück und machen auf dem Heimweg nach Frankfurt noch einen kurzen Zwischenstopp in Bad Walden, einem Kurort im Hochschwarzwald. Doch der Aufenthalt wird alles andere als erholsam. Die Einwohner von Bad Walden verhalten sich äußerst merkwürdig, sie
Read More Die Arbeiten der Fotografin und Schriftstellerin Monika Bulaj geben uns Anstöße, wieder das suchende, geduldige Sehen zu lernen. Ein Porträt von Carl Wilhelm Macke
Read More „Und und und, oder oder oder“ – Mit Verve werden hier Selbsthass, Verbitterung, Trostlosigkeit und kaum von Nostalgie abgeschwächte Melancholie zutage gehoben. Von Tina Manske Nach seinem Bestseller Fleisch ist mein Gemüse (mittlerweile verfilmt) ist Die Zunge Europas bereits Strunks zweiter lesenswerter Streich. Zu erzählen gibt es eigentlich nichts (und so ist auch die Gattungsbezeichnung „Roman“ auf dem Umschlag nur Irreführung), denn die sieben Tage aus dem Leben des Markus Erdmann, seines Zeichens ziemlich erfolgloser Texter und Gagschreiber, verlaufen relativ ereignislos. Die Zunge Europas ist vor allen Dingen eine Folie,
Read More Fremdsprachige Buchtitel werden oft nicht übersetzt, sondern überdichtet. Hartleys Roman trat als "Der Zoll des Glücks" vor deutsche Leser, das war 1955 und wir lassen es lieber unkommentiert. Jetzt heißt die Neuausgabe wie das Original "The Go-Between", und mit Recht. Kein Begriff könnte plastischer ausdrücken, was der Protagonist Leo Colston tut: Er geht zwischen einem Mann und einer Frau hin und her. Von Gisela Trahms
Read More Posted On Dezember 29, 2008By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Pletzinger packt seinen Roman voll mit Querverweisen (ohne ihn zu überfrachten) und nimmt alle erzählerischen Hürden mit Bravour. Von Frank Schorneck
Read More Dass heute gute Zeiten für Lyrik herrschen, weil gute Gedichte entstehen, wird oft und lobend anerkannt. Jedoch: „wir wollen weniger gepriesen und häufiger gelesen sein“, wünscht sich wohl mancher Autor (frei nach Lessing). Und nicht nur häufiger, sondern mit Genuss und innerem Gewinn – dies ist das Ziel der Reihe „Neuer Wort Schatz“, die jede Woche ein Gedicht vorstellt. Lesen Sie mit!
Read More Ulf Stolterfoht: lyrikbedarf 2: thesaurus (9). – Sieh mal, der Verschwindibus! Ein schwarz gekleidetes Männlein aus dem Stummfilm, blass und blasser und schließlich durchsichtig werdend, und dann ist er durch die Wand davon, man weiß nicht wie. Gruß und Kuss, Verschwindibus! Und das wars dann.
Read More Durchs Butzenfensterchen – So interessant die Geschichte Gsellmanns und seiner wundersamen Maschine auch ist, SO möchte man sie garantiert nicht erzählt bekommen, findet Tina Manske. Im Jahr 1958 fährt ein Bauer namens Franz Gsellmann aus der österreichischen Provinz nach Brüssel zur ersten Weltausstellung nach dem Krieg. Die Reise kostet den armen Mann drei Tage Zeit und eine Unmenge Geld, aber er muss sie antreten, denn in der Zeitung hat er das Bild des Wahrzeichens der Ausstellung gesehen: das Atomium. Seit diesem Zeitpunkt weiß er, dass das das Ding ist, nach
Read More Posted On Dezember 19, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Einen Tag in Moskau, der russischen Metropole, dem Moloch, in dem Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Einsamkeit so nahe beieinander liegen, schildert Jewgenij Grischkowez in seinem Debütroman, den Karsten Herrmann gelesen hat.
Read More Konstantin Ames: eune zîtung. – Es geht um Amerika, um den Kapitalismus, und auf sehr trickreiche Weise. Wie klingt denn „shington“? Nicht fast so koreanisch wie „Pjöngjang“? Und was macht das in Klammern eingeschobene, bestimmt nicht aus dem Zeitungstext stammende „fischtag“?
Read More Heftige Liebeserkrankung – Jochen Schmidt nimmt uns hautnah mit in Gefühlszustände, die wir alle kennen, und tritt dabei dem Klassiker unbelastet von zu viel Hintergrundwissen entgegen. Von Tina Manske Im Jahr 2006 unternahm Jochen Schmidt, bekannt insbesondere durch seine Tätigkeit bei der von ihm mitbegründeten Berliner Lesebühne („Chaussee der Enthusiasten“) das Experiment, täglich 20 Seiten der Recherche von Marcel Proust zu lesen und darüber zu schreiben, ganz so, als wäre er der erste Leser, also ohne Rückgriff auf irgendwelches Wissen aus der Sekundärliteratur. Daraus entstand zunächst ein Blog. In leicht
Read More Posted On Dezember 15, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Geschmack von Brot und Jenever Endlich liegt nun auch eine deutsche Übersetzung von Gedichten eines der derzeit wichtigsten Lyrikers der Niederlande vor. Von Carl Wilhelm Macke. Verwunderung und Erstaunen. Da liest man in einer neueren Geschichte der niederländischen Literatur, dass die Gedichte von Rutger Kopland bereits in fast alle Weltsprachen übersetzt worden seien. Nur im Deutschen, immerhin die Nachbarsprache der Niederländer, waren sie bislang noch nicht lesbar. Dank der nicht genug zu lobenden Edition Lyrik Kabinett bei Hanser unter der Federführung von Michael Krüger, Raoul Schrott und Ursula Haeusgen ist
Read More Kleine Weltgeschichte des Vergessens: Stefan Beuse über Stefan Merrill Blocks fast beängstigend perfektes Debüt, das dem Autor in den USA jede Menge Vergleiche mit anderen Wunderkindern eingebracht hat.
Read More Posted On Dezember 11, 2008By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag
Schwarz-Weiß-Werbung Joachim Zeller erzählt die Geschichte des Kolonialismus mit bunten Bildern und erhellenden Kommentaren. Von Jörg von Bilavsky Hätte der Deutsche Werberat schon um die Jahrhundwertwende das Sagen gehabt, wären die „kolonialen Reklamesammelbilder“, wie wir sie in dem hervorragenden Bildband von Joachim Zeller sehen, vielleicht nie in Druck gegangen. Verstößt die Darstellung der als roh, naiv und grotesk gezeichneten Kolonialvölker doch gegen die heutigen Vorstellungen von Anstand, Sitte und Moral. Um 1900 aber war der Rassismus nichts Anstößiges. Ganz im Gegenteil. Er war fester Bestandteil im Wertesystem des „Herrenmenschen“. Er
Read More Mara Genschel: FLEISCH einfach. – Was ist denn das? Ein Gedicht? Ein Rezept? Soll einem der Appetit vergehen? FLEISCH lautet das erste Titelwort, EKEL ist wohl die spontane Reaktion. „pantsch“, „Schlamm“, „zerklatsch“, „Schleim“, „Innerei“ – man sieht und hört und fühlt es ja, wie unter den Händen die Pampe entsteht und ist froh, dass man es nur liest.
Read More In seiner exzellenten Studie über den „Deutschen Herbst“ 1977 beleuchtet Hanno Balz die konformistische Rolle der Medien im Zeitalter der terroristischen Bedrohung. Von Jörg Auberg
Read More Posted On Dezember 8, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
Früher, in der Schule, wollten wohl die meisten von uns bei der Ankündigung „Gedicht!“ am liebsten die Klasse verlassen. Aber um wieviel Vergnügen und Weisheit brächte man sich, wollte man diesen Fluchtreflex aufrecht erhalten bis zum Grabe! Eine vorweihnachtliche Kaufempfehlung von Steffen Rizz.
Read More Posted On Dezember 8, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Noch einmal deine Gedichte Roberto Cotroneo hat es verdient, im deutschsprachigen Raum endlich die Aufmerksamkeit zu erhalten, die er in Italien als Schriftsteller wie als Kulturpublizist längst genießt. Von Carl Wilhelm Macke Seit vielen Jahren schon läuft im italienischen Fernsehen eine beliebte Sendung mit dem Titel: „Chi l’ha visto?“ Die Zuschauer werden da in regelmäßigen Abständen gefragt, wer ihn gesehen hat ( so die Übersetzung ), der ganz plötzlich eine Familie oder einen Freundeskreis verlassen hat. Der Verschwundene wird von einem Fernsehmoderator genau in seinen körperlichen Eigenarten, seinen Vorlieben, seinen
Read More Katrin Marie Merten: auf taggellen Fluren. – Ein Metrum findet seine Wörter: Der Walzerschritt treibt das Gedicht voran in unterschwelliger, durchgehender Bewegung, so dass es nur natürlich scheint, von Füßen und Schritten und ihren Geräuschen auf Dielen zu hören.
Read More Björn Kuhligk: Hausach. Die Eisenbahnstraße. – Björn Kuhligk ist in Berlin geboren und lebt dort. Krass erscheint die Stadt in seinen Texten, abgeschrammt, voller Extreme, was Menschen und Szenerien betrifft. Sie füllt seine Gedichte sozusagen zum Bersten und reizt den Autor zu deutlichen Worten.
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