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Posted On Oktober 6, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Neuer Wort Schatz I

Neuer Wort Schatz (6): Ron Winkler

Ron Winkler: Atlas der Stiche. – Absurd!, ist vielleicht die erste, spontane Reaktion auf das, was das Du tut. Dabei wird doch nur ein Verfahren geschildert, das jeder täglich vollzieht: Sich selbst abzubilden in Reden, Gedanken und Bildern und sich damit zur Welt aufzubauschen. Read More

Posted On Oktober 6, 2008By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Gerhard Falkner: Bruno

Nachsommer – Gerhard Falkner hat mit „Bruno“ dem Bären gleichen Namens und seiner traurigen Geschichte ein würdiges Denkmal gesetzt – und dabei eine wundervolle Künstlernovelle geschaffen, meint Tina Manske. Wir alle erinnern uns an den Sommer 2006, als ein verirrter Braunbär Mitteleuropa in Atem hielt. Viele Menschen empfanden das durch heimische Wälder und Wiesen stapfende Tier als ökologisches Geschenk, mindestens ein Bayer aber verlor jeglichen Halt und hielt unverständliche Vorlesungen über Normal- und Problembären, die uns noch heute zu amüsieren vermögen, und ein paar von Stoibers Landsleuten schossen schließlich scharf.Read More

Posted On Oktober 6, 2008By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Igor Stiks: Die Archive der Nacht

Igor Stiks Roman lüftet das stattliche Geheimnis um das Schicksal eines Schriftstellers vor der Kulisse des Balkankriegs einerseits, den Schatten der historischen Katastrophen des letzten Jahrhunderts andererseits. Von Senta WagnerRead More

Posted On Oktober 2, 2008By Joerg AubergIn Bücher, Litmag

Ein Schritt weiter. Die n+1 Anthologie

Eine Anthologie der New Yorker Zeitschrift n+1 zeugt von der Lebendigkeit der intellektuellen Kritik der herrschenden Zustände jenseits des stromlinienförmigen Kulturmarktes. Jörg AubergRead More

Posted On September 29, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Neuer Wort Schatz I

Neuer Wort Schatz (5): Uljana Wolf

Uljana Wolf: auf einen alten tornister. – Der alte Tornister! Da liegt er im Winkel der Abstellkammer, verstaubt und eingedellt, und sein Anblick schwemmt eine Flut von Kindheitserinnerungen heran, bittere und süße… So denken wir uns das, wenn wir den Titel lesen, und täuschen uns gründlich. Read More

Posted On September 29, 2008By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag

Aravind Adiga: Der weiße Tiger

Scharfes Sittenbild Aravind Adiga wirft in seinem Romandebüt „Der weiße Tiger“ einen bitter-ironischen Blick auf die Gesellschaft des Globalisierungsgewinners Indien. Von Jörg von Bilavsky Genetisch gesehen gibt es zwischen den indischen Kasten kaum einen Unterschied. So die überraschenden Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Forschungsstudie. Vor sieben Jahren behaupteten andere Wissenschaftler noch, die höheren Kasten seien eher mit den Europäern verwandt. Doch wie Anthropologen und Genetiker das indische Erbgut auch auseinanderdröseln, die indische Gesellschaft teilt sich noch immer in Herren und Diener. Daran scheinen weder die Gene noch die Globalisierung etwas geändertRead More

Posted On September 27, 2008By Stefan BeuseIn Bücher, Litmag

Chuck Palahniuk: Snuff

Die Queen hat meine Scheiße gefressen: Stefan Beuse über Chuck Palahniuks "Snuff", die originellste Familiengeschichte seit den Buddenbrooks.Read More

Posted On September 26, 2008By Stefan BeuseIn Litmag, Vermischtes

Der Baader Meinhof Komplex

Doppelstunde Geschichte mit Uli und Bernd: Der Film wirkt wie ein Spiegel, und es ist gerade in den letzten Tagen interessant zu beobachten, wie genau die empörten Äußerungen aus den verschiedenen Lagern jeweils exakt diejenigen porträtieren, die sich zu Wort melden. Read More

Posted On September 22, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Neuer Wort Schatz I

Neuer Wort Schatz (4): Jürg Halter

Jürg Halter: Ereignis, das kommen mag. – Dieses Gedicht sollte man ungelesen ausdrucken und ein leeres Blatt darauf legen, das man Zeile für Zeile nach unten verschiebt. Das wäre die beste Methode, um dem Bild, das in einem einzigen Satz entfaltet wird, Schritt für Schritt auf der Spur zu bleiben und die Überraschungen zu schmecken, die sich aus den nicht eingelösten Erwartungen ergeben.Read More

Posted On September 22, 2008By Nele HoffmannIn Bücher, Litmag

Marion Poschmann: Hundenovelle

Marion Poschmann, Jahrgang 1969, ist keine Unbekannte. Sie war 2005 mit ihrem Schwarzweißroman für den Deutschen Buchpreis nominiert und gilt als vielversprechendes Talent unter den nicht mehr jungen, aber immerhin noch jüngeren Poetinnen. Nach zwei Romanen und einem Gedichtband erscheint nun ihre Hundenovelle. Von Nele Hoffmann Read More

Posted On September 22, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Porträts / Interviews

Zum 120. Geburtstag von T.S. Eliot

Als das TIME-Magazine zum Millennium eine Liste der einflussreichsten Männer und Frauen des 20. Jahrhunderts zusammenstellte, war für „poetry“ nur ein einziger Platz vorgesehen, und wer ihn einnehmen würde, stand außer Frage: Thomas Stearns Eliot, der Europäer aus St. Louis, Missouri. Zum 120. Geburtstag von T.S. Eliot und der Neuübersetzung von The Waste Land ein Porträt des Autors von Gisela Trahms.Read More

Posted On September 22, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Niccolò Ammaniti: Wie es Gott gefällt

In seinem Roman "Wie es Gott gefällt" erzählt Niccolò Ammaniti auf furiose Weise von Menschen, die am untersten Ende der gesellschaftlichen Leiter leben und davon träumen, auch einmal einen Zipfel des Glücks zu erhaschen. Von Karsten HerrmannRead More

Posted On September 15, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Neuer Wort Schatz I

Neuer Wort Schatz (3): Monika Rinck

Monika Rinck: bitte wie geht vorbereiten. – Dies ist ein Meister- und Funkelstück, blitzend vor Ironie und überdrehter Munterkeit. Eine weibliche Stimme schwebt heran und erkundigt sich höflich: „wie geht vorbereiten?“ Ja, was denn vorbereiten? NUR vorbereiten geht schon mal nicht. Und wie, bitte, soll Bräunungscreme „gehen“?Read More

Posted On September 13, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Pete Dexter: Paris Trout

Mit seinem Roman "Paris Trout" ist Pete Dexter (nach der sehr freundlichen Aufnahme von Train) nun auch hierzulande als einer der wichtigsten amerikanischen Gesellschaftschronisten zu entdecken – obwohl er schon lange auf dem deutschen Buchmarkt präsent ist. Im Original erschien das packende Südstaatendrama bereits 1988 und wurde mit dem National Book Award ausgezeichnet. Gelesen hat ihn für uns Karsten Herrmann.Read More

Posted On September 11, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik

Björn Kuhligk / Jan Wagner (Hg.): Lyrik von Jetzt 2

Neue Stimmen, neue Verse: Nach fünf Jahren wird das Panorama der ersten Lyrik-Anthologie um fünfzig junge Autoren bereichert. Von Gisela TrahmsRead More

Posted On September 8, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Neuer Wort Schatz I

Neuer Wort Schatz (2): Jan Wagner

Jan Wagner: ikone. – Grässliches ist dem Arbeiter, der hier spricht, geschehen: Die Säge ist in seine rechte Hand gefahren und hat drei Finger abgerissen. Trotzdem arbeitet er noch immer im Sägewerk, schneidet Bretter zu, Stück für Stück, unermüdlich, ja besessen. Denn er sehnt das Brett herbei, in dessen Maserung sich ein Gesicht abbildet.Read More

Posted On September 8, 2008By Gisela TrahmsIn Kolumnen und Themen, Litmag

Akzente: Themenheft Roman

In einem ziemlich fernen Früher waren Romane ein Echoraum für die Seufzer unbeschäftigter Frauenzimmer, also Schwachsinn. Heute werden Romane auch von Männern gelesen und überfluten die Büchertische. Ob sich der Schwachsinn vermindert hat, darf bezweifelt werden. Von Gisela TrahmsRead More

Posted On September 8, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Ray Robinson: Lily

Eine echte literarische Entdeckung ist der 37-jährige Brite Ray Robinson: In seinem Debütroman "Lily" erzählt er sinnlich, kraftvoll und avanciert die Geschichte einer außergewöhnlichen Heldin. Von Karsten HerrmannRead More
Die Anthologie „Amerikanisches Erzählen nach 2000“ möchte eine Bestandsaufnahme der amerikanischen Gegenwartsliteratur liefern, scheitert jedoch an ihrem Anspruch, da sie mehr mit dem Aufspüren vorgeblich neuer Trends als mit einer kritischen Analyse der realen amerikanischen Literaturproduktion in all ihren widersprüchlichen Facetten beschäftigt ist. Von Jörg AubergRead More

Posted On September 1, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Neuer Wort Schatz I

Neuer Wort Schatz (1): Marcel Beyer

Marcel Beyer: Wespe, komm. – Die Wespe im Mund: Ein Alptraum, lebensgefährlich, und bei der Vorstellung, wie sie einem über den Gaumen krabbelt, fühlt man schon den Brechreiz. Aber das Ich, das hier spricht, bittet darum, fordert, befiehlt: „mach“, sagt es und noch einmal „mach“ und schließlich „mach es mir“. Read More

Posted On September 1, 2008By redaktionIn Litmag, Porträts / Interviews

Raymond Federman im Porträt

„Surfiction“ hat Federman seinen Schreibstil getauft, jenes wilde Vermischen von Fakten und Fiktion, von Autobiographie und Münchhausiade - Ein Porträt des großen amerikanischen Avantgardisten von Frank Schorneck.Read More

Posted On August 25, 2008By Gisela TrahmsIn Bücher, Litmag

Gerbrand Bakker: Oben ist es still

„Ich bin allein.“ Das wäre, als erster Satz eines Romans, ein aussichtsreicher Beginn. Aber als letzter Satz, so wie hier? Klingt das nicht trübselig? Überraschender Weise kein bisschen. Von Gisela Trahms Read More

Posted On August 21, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Ulrich Teusch: Die Katastrophengesellschaft

Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe Neun Tage – länger dauert keine Katastrophe. Jedenfalls in den Medien. Neun Tage, so versichern uns Medienforscher, könne man die Nachrichten von einem Skandal oder einer Katastrophe in der Öffentlichkeit am Kochen halten. Nach diesem Zeitlimit würde die allgemeine Aufmerksamkeit für einen dramatischen Katastrophenfall spürbar nachlassen. Neun Tage Betroffenheit und Aufklärung in allen Ehren, aber dann: „The show must go on“. Von Carl Wilhelm Macke Nach der Maßeinheit von ‚Neun Tagen’ organisieren inzwischen Parteistrategen ihre Kampagnen. Hat man es in dieser Zeit nichtRead More

Posted On August 18, 2008By Joerg AubergIn Bücher, Litmag

Thomas Pynchon: Gegen den Tag

Thomas Pynchon will in seinem Roman Gegen den Tag die Vorgeschichte der Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts erzählen und verliert den Blick für die historische Realität. Von Jörg AubergRead More

Posted On August 18, 2008By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Martina Brandl: Glatte, runde Dinger

Sehr durchsichtig, wie Martina Brandl mit einer Mischung aus mainstreamigen Kalauern, häufchenweise portionierter Erotik a la Feuchtgebiete und einer homöopathischen Prise Frauenroman versucht, den Erfolg ihres ersten Romans Halbnackte Bauarbeiter zu toppen. Von Ulrich Noller Read More

Posted On August 11, 2008By Stefan BeuseIn Bücher, Litmag

Peter Stamm: Wir fliegen

All the things we are: "Wir fliegen" versammelt ausnahmslos Liebesgeschichten. Einige von ihnen funktionieren gewissermaßen über Bande, aber sie gehen immer, wenn auch auf unterschiedliche Art, zu Herzen.Read More