Es gibt sie, die jungen Autoren, die sich nicht auf Selbstbespiegelung beschränken, die sich über den Horizont ihres Alltagslebens weit hinauswagen und Berlin nicht zum Nabel der Welt und ihres Schreibens erklären.
Von Frank Schorneck
Read More Posted On August 4, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
In seinem Debüt-Roman erzählt Willy Vlautin eine klassische Underdog-Geschichte, die in ihrer ganz und gar schlichten und doch ergreifenden Art zu überzeugen vermag. Von Karsten Herrmann
Read More Das Zimmermädchen ist die konsequente Weiterentwicklung von Orths’ Kurzgeschichten, in denen er immer wieder die Grenzen der Realität zum Surrealen auslotet. Von Frank Schorneck
Read More Mit "Sieben Tage" legt Johnny Glynn einen Roman vor, bei dem das Bemerkenswerteste ist, dass er überhaupt verlegt und in England sogar zum Debüt des Jahres 2007 gekürt wurde.
Von Karsten Herrmann
Read More Schrecken, Schönheit, Rausch – Ein Porträt des Regisseurs, der heute seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte. Von Gisela Trahms
Read More In einer fünfzigteiligen CD-Edition von hundert Hör-Features stellt der renom-mierte Filmkritiker Peter W. Jansen ausgewählte Meisterwerke der Filmgeschichte vor. Neue Perspektiven und Ansätze sind dort jedoch nicht zu finden. Von Jörg Auberg
Read More In seinem Buch „Mediapolis“ versucht der 2006 verstorbene englische Medienwissenschaftler Roger Silverstone eine ökologische Philosophie der „zivilen Weltöffentlichkeit“ zu entwickeln, der es jedoch an einer politischen Dimension mangelt.
Von Jörg Auberg
Read More Diese unstillbare Gier nach Leben
Klar: Man hat das alles schon gehört, gesehen, gelesen. Man kennt sie auswendig, die Coming-of-age-Geschichten, in denen das Leben einen Jungen zum Mann formt, die Geschichten über eine Freundschaft, die zur erbitterten Rivalität wird, und natürlich kennen wir auch Dreiecksgeschichten mittlerweile bis in die letztmögliche dramaturgische Verästelung hinein.
Read More Posted On Juli 10, 2008By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag
Wa(h)re Kunst Eine kompakte Biographie über Leben, Werk und Wirkung der Pop-Ikone Andy Warhol. Von Jörg von Bilavsky Nie war mit zeitgenössischer Kunst mehr Geld zu verdienen als heute. Die Preise für die aberwitzigen Werke eines Damien Herst sind schwindelerregend und nicht nur er profitiert vom Kunsthype der letzten Jahre. Viele fragen sich indessen fassungslos: Ist das wirklich Kunst? Ist sie diese Unsummen überhaupt wert? Doch darauf kommt es schon lange nicht mehr an. Spätestens seit Pop-Ikone Andy Warhol in den 1960er Jahren systematisch damit begann, die Kunstszene mit seriell
Read More Die kanadische Erzählerin Alice Munro wird 77. Von Gisela Trahms
Read More Was verbindet eine Zwölfjährige und eine über fünfzigjährige Concierge, außer dass sie die gleiche Pariser Luft atmen? So viel, dass Muriel Barbery darüber einen zauberhaften Roman geschrieben hat, der 2007 in Frankreich literarischer Besteller war. Von Senta Wagner
Read More Moralische Unordnung ist ein persönliches Buch: keine Autobiographie im eigentlichen Sinne, eher der Versuch, Erinnerungsfragmente vor dem Vergessen zu bewahren.
Von Petra Vesper
Read More Ob erotische Inszenierungen, Dirty-Talk oder Penis-Beschaffenheit: Diese Frau redet Tacheles. Manchem Mann mögen da die Ohren klingeln – doch spätestens seit Sex and the City sollten die Herren der Schöpfung eigentlich wissen, dass Sex nicht nur ein Thema ist, das Männer bewegt. Von Petra Vesper
Read More Exquisite Augenlust, visuelles Tai-chi: Das Frankfurter Städel Museum zeigt Kostbarkeiten aus der Blütezeit des Stilllebens. Von Gisela Trahms
Read More Die Fahrt ist ein nicht nur wegen seiner zahllosen Orts- und Personenwechsel ungeheuer vielschichtiger Roman – vielleicht sogar Sibylle Bergs bislang reifster.Von Frank Schorneck
Read More In Budd Schulbergs Hollywood-Roman Was treibt Sammy an? verharrt die Kritik der Filmindustrie an der Oberfläche. Von Jörg Auberg
Read More In seinem Debütroman "Widerstand" erzählt Jo Stretch auf furios-provokante Weise von einem Zeitalter, in dem die Liebe ausgemustert und die Lust zum einzigen Lebenselixier mutiert ist.
Von Karsten Herrmann
Read More In seinem satirischen Roman Cocksure nimmt Mordecai Richler den Konformismus der Swinging Sixties ins Visier. Von Jörg Auberg
Read More Zeige- und redefreudig „Feuchtgebiete“ ist ein äußerst gelungenes und abseits des Ekel-Hypes, der darum getrieben wird, überzeugendes Debüt. Von Tina Manske. Die junge Helen Memel hat sich bei einer missglückten Analrasur eine schmerzhafte Analfissur zugezogen und muss nun operiert werden. Danach liegt sie als Schmerzensmädchen mit viel Watte und Mull im Hintern im Krankenhausbett und hat genug Zeit, sich über den ihrer Meinung nach nicht existierenden Gott und ihre eigenen sexuellen Erlebnisse Gedanken zu machen sowie über ihre verkorkste Familie. Schon früh merkt man, dass sie bei ihren monologischen Schilderungen
Read More Posted On Mai 29, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Plastikbeutel, Stoffreste, Leichen Die Tragödie der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer. Von C.W. Macke Man kann es natürlich prosaisch formulieren. „Der Strom der Geschichte“, schreibt der Triestiner Schriftsteller Claudio Magris, „schwemmt die kleinen Geschichten der Individuen fort und läßt sie untergehen, die Woge des Vergessens löscht sie aus dem Gedächtnis der Welt; Schreiben bedeutet unter anderem auch, am Ufer entlanggehen, stromaufwärts fahren, schiffbrüchige Existenzen auffischen und Strandgut wiederauffinden, das ich andren Ufern verfangen hat, um es zeitweilig auf einer Arche Noah aus Papier unterzubringen“. Wesentlich nüchterner heißt dagegen am Endes des
Read More Der Tausendprozentige
David Foster Wallace kann eigentlich alles. Aber anders als die meisten Alleskönner kann er alles nicht nur ein bisschen, sondern auch noch ein bisschen besser als alle anderen.
Read More Anlässlich seines hundertjährigen Bestehens legt rowohlt William Faulkners Roman Licht im August in einer Neuübersetzung vor. Von Jörg Auberg
Read More Der Begriff „Stellenliteratur“ bezeichnet ja eigentlich Werke, die ausschließlich ihrer sexuell expliziten Szenen wegen durchblättert werden. Die Leser von "Stellenliteratur" hangeln sich, Inhalt und Struktur vollkommen missachtend, einzig des Effekts wegen von Stelle zu Stelle; das Drumherum ist ihnen ebenso lästig wie die Handlung bei Pornofilmen.
Read More Spurensuche und Vergangenheitsbewältigung in einem: eine junge Frau will wissen, wer ihr wahrer Vater ist, sucht ihre Mutter und kommt am Ende bei sich selbst an. Die amerikanische Jungschriftstellerin Vendela Vida hat einen schönen, traurigen Roman geschrieben. Von Senta Wagner
Read More Posted On April 28, 2008By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag
Charismatischer Chaot Stefan Wimmer schreibt süffisante Episoden aus dem Leben des Tunichtguts Ingo Falkenhorst. Wer sich bei dieser Lektüre nicht amüsiert, ist entweder strenger Antialkoholiker oder radikale Feministin. Nein, das würde ihm ganz und gar nicht gefallen. Das jüngst erlassene Rauchverbot in Mexiko Citys Cantinas. Ingo Falkenhorst würde seine Tequilas im „Tiburcia“ oder im „Centenario“ nie ohne Glimmstängel runterkippen. Lieber nähme er die für besonders hartnäckige Qualmer angedrohte Strafe von 36 Stunden Gefängnis in Kauf. Das wäre allemal erträglicher, als das, was er während seiner Trips in der mexikanischen Metropole
Read More Der Kubaner José Manuel Prieto wird international als einer der großen Hoffnungen für eine eigenständige und avancierte lateinamerikanische Literatur gehandelt. In seinem neuen Roman Rex versteigt er sich jedoch in literarische Hochstapeleien und verliert den Leser aus dem Blick. Von Karsten Herrmann
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