Posted On August 17, 2009By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Fast alle der 21 Storys kreisen um zerbrechende oder bereits zerstörte Familienstrukturen und um die Aufgabe jeglicher Kommunikation. Wenn geredet wird, dann zumeist aneinander vorbei. Von Frank Schorneck
Read More Posted On August 10, 2009By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Der erste Roman des Autors Daniel Zahno, der bereits durch seine Kurzgeschichten („Doktor Turban“) oder Stilspielereien („Im Hundumdrehen“) von sich reden machte, ist eine sehr ruhige, unaufgeregte Liebesgeschichte traditioneller Prägung. Eine Sommerbuch-Empfehlung von Frank Schorneck.
Read More Hvorecky zeichnet einen unsympathischen, gleichwohl spannenden Anti-Helden, der im Nachhinein, von der großen Krise aus betrachtet, sogar fast zu einer Symbolfigur der kurzen Zeit werden könnte, in der alle (Markt-) Gesetze ad absurdum geführt wurden. Von Ulrich Noller
Read More Was für ein starker, vorbildlicher Mensch, Diplomat und Citoyen war doch dieser Adam von Trott zu Solz, für seine liberalen, weltoffenen Ideen verurteilt und gehängt von den miesesten Figuren der jüngeren deutschen Geschichte. Carl Wilhelm Macke erinnert an den Widerstandskämpfer.
Read More Amedeo Modigliani – das sind nicht nur die langen Hälse und die leeren Lidspalten. Eine Werkschau in Bonn differenziert unser Bild des Künstlers und macht es leicht, ihn zu lieben. Gisela Trahms hat sich die Ausstellung angesehen.
Read More Posted On August 3, 2009By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
Diese Worte kritzelte Hölderlin kurz vor seinem Verstummen in einen Gedichtentwurf. Für ihn selbst allerdings gilt das Gegenteil: an kaum einem anderen Dichter haben die Deuter so oft die eigene Feder erprobt. Dieses Mal höchst erfolgreich, findet Gisela Trahms.
Read More Holm ist wieder da! Felix Holm, der vor rund drei Jahren zum ersten Mal aufs Komischste die Probleme des modernen Mannes verkörperte. Auch in der Fortsetzung ist Holm kein Held, dessen Abenteuer in exotischer Ferne oder schwindelerregendem Tempo stattfinden, sondern einer, der schon an den Tücken des Alltags vor seiner Haustür zu scheitern droht. Von Frank Schorneck
Read More Ein 68er – na und? In den Denktraditionen, auf die sich Oskar Negt mit seinen unermüdlichen Interventionen zum Lauf der Dinge bezieht, sind trotz vieler zeitabhängiger Positionen, Versprechen enthalten, die noch ihrer Einlösung harren. Carl Wilhelm Macke gratuliert dem Sozialphilosophen Oskar Negt zum 75. Geburtstag. Es wird einmal Zeit, gegen das durch die Feuilletons, Talkshows und Buchverlage herumvagabundierende „68er-Bashing“ selbstbewusst zu bekennen: Ja, man ist in den späten sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts politisiert worden. Das ist , konfrontiert mit den bis dahin noch überall wie Mehltau über der deutschen
Read More Dieser Roman kommt nicht so recht in Gang, Boyles komplexe Erzähltechniken führen ins Nichts, umkreisen die Hauptfigur in immer gleichen Schleifen, ohne wirklichen Erkenntnisgewinn – und sind auf Dauer schlicht langweilig, ärgert sich Petra Vesper.
Read More Diese manischen Aufzeichnungen sind auch Betrachtungen aus einem inneren Exil, in dem das, was nicht gesagt oder geschrieben werden darf, herausbricht wie ein Beben. Matthias Penzel über Hans Falladas intensives Gefängnistagebuch "In meinem fremden Land"
Read More Ein Comedyroman? Oder eher ein banaler Schwank mit Multikultitouch? Ulrich Noller sortiert die Genres.
Read More Urban Priol legt mit der „Box“ seine Soloprogramme aus den Jahren zwischen 1997 und 2005 vor - eine kurze persönliche Geschichte des politischen Kabaretts. Von Jörg Auberg
Read More Eine wundervoll spleenige, herzzerreißend neurotisch und abgrundtief traurige, schräg-schöne Liebesgeschichte, findet STEFAN BEUSE.
Read More Trotz eines umfangreichen, in zahlreichen Ländern erschienenen Werkes ist Raymond Federman auch im Alter von über 80 Jahren immer noch ein Geheimtipp. Der Avantgardist versucht in Pssst! eine autobiografische Annährung an das Trauma seiner Kindheit, voller Sprünge, Volten und Brechungen – ganz im Stil der von ihm entwickelten „Surfiction“. Von Frank Schorneck
Read More Mit achtjähriger Verspätung präsentiert der Verlag Nagel & Kimche die Übersetzung der „Originalversion“ von William S. Burroughs’ Naked Lunch und muss sich die Frage gefallen lassen, inwieweit man bei Burroughs’ Textproduktionen überhaupt von einer „ursprünglichen Fassung“ geschweige denn von „unterdrückten Textpassagen“ sprechen kann. Jörg Auberg über marktschreierische Transparente eines ignoranten Verlagsmarketings.
Read More Am 16. Juli wäre Jörg Fauser 65 Jahre alt geworden. Der Dichter unter den Romanciers, der Schriftsteller unter den Journalisten. Matthias Penzel über einen der wichtigsten Nachkriegsautoren Deutschlands.
Read More Belgrader Zen Die Serbin Barbi Markovic ist Germanistin und Thomas-Bernhard-Fan. Sie hat sich den Bernhard-Klassiker Gehen vorgenommen und daraus einen literarischen Remix gemacht. Von Tina Manske Anders als beim österreichischen Vorbild geht es bei Ausgehen denn auch nicht um einen Hosenkauf und um das Gespräch über verrückte Mitmenschen, sondern um das Clubben in der Hauptstadt Belgrad, über Locations, die „flashen“ und solche, die eher zum Selbstmord animieren. Markovic kopiert und modifiziert Bernhards Erzählung Satz für Satz, und es ist schon erstaunlich, dass dabei nicht völliger Murks oder pseudointellektueller Wittgenstein-Schwachsinn herauskommt,
Read More Posted On Juli 13, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Göran Sonnevi schreibt Gedichte auf der Höhe der ungeheuren Informationsflut unserer Tage. Er wendet sich nicht ab von den Schreckensnachrichten aus allen Teilen der Welt, sondern versucht ihnen Poesie schreibend standzuhalten. Carl Wilhelm Macke über die mitreißenden Langgedichte des schwedischen Lyrikers.
Read More Der Debütroman Verlangen nach Drachen ist eine irrwitzige Groteske in üppigen Bilderfluten. Frank Schorneck hat sich in Rossbachers schillernd wuchernde Prosa versenkt.
Read More Gleich für sein Romandebüt "Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao" erhielt der US-Autor Junot Díaz den renommierten Pulitzer-Preis – zu Recht, denn der Sohn eines dominikanischen Einwanderers erweist sich als literarische Urgewalt und erzählerisches Naturtalent, der in diesem Roman auch ein eigenes Stück Geschichte verarbeitet. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Juli 2, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Arjun Appadurai versucht, die neue Gewalt auf der Welt zu verstehen – jenseits hochspekulativer Terrorexpertisen. Von Carl Wilhelm Macke
Read More Tunnelblick
Man schwankt während der Lektüre immer wieder zwischen dem Gefühl, etwas wirklich Großes zu lesen und dem Eindruck, dass hier jemand, der es noch besser kann, sein Thema nicht wirklich gefunden hat. Von STEFAN BEUSE
Read More In seinem Debütroman kreiert Mark Sarvas einen Typen, der versucht, sich dem modernen Leben mit dantèsker Heldengröße zu stellen. Und das macht er ziemlich unterhaltsam. Von Senta Wagner
Read More Diese Rilke-Biographie changiert zwischen künstlerischer Würdigung, psychologischer Forschung und Erinnerungsarbeit. Von Tina Manske
Read More Reisen, Abenteuer, Männerfreundschaft ohne Worte: Carola Ebeling fragt sich, ob Hermann Mensing mit Poplife einen klugen Männerroman geschrieben hat.
Read More Posted On Juni 22, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
„Schreiben, damit es vor sich hin summt.“ Carl Wilhelm Macke über Philippe Jaccottets Augenblicksskizzen "Notizen aus der Tiefe".
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