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Grass im Szturm-Pelz In Zeiten, in denen jedes zweite Durchschnitts-TV-Sternchenso, über den Daumen gepeilt, damit liebäugelt, einen Knaller-Roman auf den Markt zu bringen, und somit in den verschiedenen talk shows des Landes coronabedingt durch eine saubergewienerte Plexiglasscheibe von anderen Gesprächsgästen getrennt nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Autor reüssiert, ist es schwer, gut von schlecht gemachter Literatur zu unterscheiden. Ein Königreich f­ür denjenigen, der in diesem schon längst ausgeuferten Thrash-, Kuriositäten- und Gütesiegel-Pool den Überblick behält und in der Lage ist, die wirklich lesenswerten Bücher herauszufischen. It‘s ein bisschenRead More

Posted On Mai 1, 2021By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Markus Pohlmeyer: Corona 11

1 AmbiguitasUnd selbst wenn der Teufel dieWiederherstellung der GrundrechteFordern sollte, würde ich ihm zustimmen:Der Sache nach, auch wenn mir sehr bewußt ist,Dass er immer eine andere Agenda hat. 2 ChiasmusManche opfern bewusst ihr Leben für Demokratie.Andere geben mal so ihre Demokratie auf, nur um zu überleben. 3 Hyperbaton Verantwortungs-Das wird doch schon längst jemand gemacht haben müssen?Da wäre doch ein anderer/eine andere zuständig gewesen!Das hätte doch schon längst jemand anderes zuständig gemachtHaben gewesen sein müssen. „Ich dachte, da hätte jemand mitgedacht.Oder die Arbeit erledigt.“ Es muss einfach transparenter werden, dieseRead More

Posted On Mai 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Bloody Chops Mai 2021

Kurzbesprechungen von fiction – Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Ulrich Noller (UN), Hans Helmut Prinzler (hhp), Frank Rumpel (rum), Jan Christian Schmidt (jcs)  und Thomas Wörtche (TW) über: Bernhard Aichner: DunkelkammerRaymond Chandler: Die kleine SchwesterStephen Greenall: Winter TrafficChan Ho-Kei: Die zweite SchwesterChris Lloyd: Die Toten vom Gare d’AusterlitzIan McGuire: Der AbstinentColin Niel: Nur die TiereGeorge Orwell: Tage in BurmaSarah Paretsky: Landnahme Unnachahmliche Erzählstimme (JF) V. I. Warshawski kann eine kolossale Nervensäge sein. Und das ist auch in Ordnung so. Wäre die altgediente Privatermittlerin aus Chicago zurückhaltender, würden die Bösen dieser Welt nämlich nochRead More

Posted On Mai 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

non fiction, kurz – Mai 2021

Alf Mayer (AM), Hans Helmut Prinzler (hhp) und Thomas Wörtche (TW) über: 35 Millimeter (Nr. 40): Schwerpunkt Studio Warner BrosGuenther Anders: Schriften zu Kunst und FilmSabine Börchers: Der PalmengartenChristina Clemm: AktenEinsichtJulia Hörath: „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ in den Konzentrationslagern 1933 bis 1938Klaus Mann: Der Kaplan. Ein DrehbuchBeat Presser & Danit: Film Stills. Berliner Kinos im LockdownBarbara Tänzler: Vico Torriani Sehnsuchtsorte (AM) Ein schönes Buch, ich mag es gar nicht aus der Hand legen. Eine Fotogeschichte von A bis Z nennt sich der wunderbare, aber eben auch wunderbar traurige Fotoband Film Stills von Beat PresserRead More

Posted On Mai 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Schatzsuche: Crime-Neuerscheinungen

Eine Vielzahl Krimi-Neuheiten … … erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays. Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe von: Kaliber.38 und der befreundeten Buchhandlungen Chatwins (Berlin), Wendeltreppe (Frankfurt) und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin. Empfehlungen für DVDs, BluRays und Comics geben Katrin Doerksen und Thomas Groh.  Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokale Buchhandlung(en) besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. – Claudia Denker von der Krimiabteilung im Chatwins in Berlin-Schöneberg: Auch wenn man bemüht ist, so positiv wieRead More

Posted On Mai 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Krimibestenliste – Mai 2021

Veröffentlichungstermin: Freitag, 7. Mai 2021 – hier auch als praktisches PDF. Die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur finden Sie jetzt je ab dem ersten Freitag des Monats auch bei uns. 1 (-)    David Peace: Tokio, neue Stadt (Liebeskind) 2 (8)   Simone Buchholz: River Clyde (Suhrkamp) 3 (-)    Colin Niel: Nur die Tiere (Lenos) 4 (3)   Matthias Wittekindt: Vor Gericht (Kampa) 5 (2)   S.A. Cosby: Blacktop Wasteland (Ars Vivendi) 6 (-)    Louisa Luna: Tote ohne Namen (Suhrkamp) 7 (1)   Merle Kröger: Die Experten (Suhrkamp) 8 (10) James McBride: Der heilige King Kong (btb) 9 (6)   Patrícia Melo: Gestapelte Frauen (Unionsverlag) 10 (-)  Kate Atkinson: Weiter HimmelRead More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und manchmal Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6, Nr.7, Nr. 8 und Nr.9, Nr. 10 und Nr. 11, Nr. 12 und Nr. 13 und Nr. 14 und Nr. 15 und Nr. 16 und Nr. 17. Außerdem: Nr. 18, Nr. 19, Nr. 20, Nr. 21,und Nr. 22 und Nr. 23 und Nr. 24 und Nr. 25 und Nr. 26 und Nr. 27 und Nr. 28 und Nr.Read More
Die Geister des Anderswo Thomas Wörtche über einen aufschlussreichen Fotoband Pracht ist ja schon was Feines, kluge Pracht ist noch besser. Fünf Jahre hat sich der französische Journalist und Autor Frédéric Chaubin in Europa herumgetrieben und über 200 Burgen fotografiert. Und eine europäische Burgenkarte gibt es auch noch dazu. Diese Fotos der steinigen Monster sind schon überwältigend gut, einfach als Bildsensationen genommen. Soviel stolz-aufragende, in die Landschaft geschmiegte, fast verborgene, ästhetisch-geometrische, formal-reine, verwinkelt-hybride, trutzig-klotzige Burgen, zierlos oder verziert, majestätisch, bedrohlich, schutzbietend oder herausfordernd – Burgen sind nicht nur Burgen. BurgenRead More
Grandioser Abgesang Es muss 1974 oder 1975 gewesen sein, da schrieb mir Michael Hopp einen Brief. Er war damals noch keine zwanzig und bereits Redakteur des aufmüpfigen österreichischen Jugendmagazins „Neue Freie Presse“. Ich war drei Jahre jünger und Abonnent dieses Periodikums, dessen Mischung aus linker Politik, sexueller Provokation und ungekünstelten Nacktfotos jugendlicher Amateurmodelle beiderlei Geschlechts (jeweils unter dem Motto „30 Stunden sind genug!) kein Pendant in der Bundesrepublik hatte. Es gab zwar gesellschaftskritische Alternativen zur kommerziellen „Bravo“, aber weder die gewerkschaftliche Jugendzeitschrift „ran“ noch das DKP-nahe Magazin „Elan“ waren soRead More
Die ledrigen Schwingen der Vergangenheit Die Fledermaus auf dem Cover und das vorangestellte Bram Stoker-Zitat lassen keinen Zweifel aufkommen: Diejenigen, die im neuen Roman der 1979 in Bukarest geborenen Dana Grigorcea nicht sterben, sind Vampire. Doch wer einen Schauerroman und Gänsehaut erwartet, wird möglicherweise enttäuscht. Zwar geht um niemand Geringeren als Vlad Dracul selbst, den transsilvanischen „Pfähler“, der Inspiration für Stokers Klassiker gewesen sein soll, und auch unheimliche Elemente finden sich einige, doch die eigentlichen Untoten sind andere – und sie ziehen immer noch die Fäden in einem postkommunistischen Rumänien.Read More
Wahn, Wirklichkeit, Wiederholungszwang Der 1967 in Yorkshire geborene David Peace macht keine Kompromisse: Sein Intimfeind ist der gefällige Mainstream, der dem Leser nur noch bekannte Erzählmuster mit berechenbaren Figuren serviert. Wie seine grandiosen Fußball-Dramen/ Biographien über die englischen Trainer Bill Shankley („Red or Dead“) und Brian Clough („The Damned United“) sowie das Bergarbeiter-Epos „GB 84“ demonstrierten, konzentriert er sich auf manische Charaktere, düstere Yorkshire-Ripper-Szenarien („The Red Riding Quartet“) und Verhaltensmuster, die Therapeuten wegen ihrer Zwanghaftigkeit begeistern dürften.  Auch als Zahnarzt wäre David  Peace extrem erfolgreich: Denn er bohrt und bohrt und bohrtRead More

Posted On Mai 1, 2021By Hazel RosenstrauchIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Hazel Rosenstrauch über Kapka Kassabova

Beeindruckendes Ineinander von historischer, persönlicher und politischer Geschichte Über das Buch „Am See, Reise zu meinen Vorfahren in Krieg und Frieden“  Ist es ein Buch über Identität oder Polyamour, handelt es von Wurzelsuche oder Multikulti? All das spielt eine Rolle und dazu kommt die weit zurückreichende Geschichtde von Völkermischungen, Grenzziehungen, dem Neben- und Gegeneinander dort unten am Balkan. Die Autorin befragt bei ihrer Recherche rund um den Ohrid-See Verwandte und Straßenbekanntschaften, sie sammelt Geschichten und erzählt von den unterschiedlichen Religionen, von Kriegen und Fluchten und gemischten Ehen, Freund- und VerwandtschaftenRead More

Posted On Mai 1, 2021By Lisette BuchholzIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Lisette Bucholz: Berlin um 1800

Welch geistiges Leben Über den Band Jüdische und christliche Intellektuelle in Berlin um 1800 Berlin um 1800 muss ein auf- und anregendes Pflaster gewesen sein! Der vorliegende Band ist das Resultat einer Tagung, die 2016 im Berliner Jüdischen Museum stattfand. Den Herausgebern geht es um die Darstellung „sozialer Öffnung“, um das „Hereinholen der jeweils anderen Seite in das spezifisch Eigene“. Aktueller kann ein Thema nicht sein. Eine kleine Auswahl dessen, was sich an Diskussionen, Streitgesprächen, Lebensentwürfen und Standortbestimmungen in dieser Epoche entdecken lässt, tritt uns in den fünfzehn Beiträgen lebendigRead More
Davon braucht es mehr 111 Kilometer – das ist in etwa die Entfernung von Leipzig nach Erfurt oder von Leipzig nach Dresden. Diesen Umfang erreichen die Akten, die im Stasi-Unterlagen-Archiv zur Recherche lagern. Weitere 60 Kilometer waren nach der Wende unsortiert gefunden worden und sind noch immer nicht vollständig erschlossen. Mehr als 7,3 Millionen Menschen haben bisher Anträge auf Akten-Einsicht gestellt; zahlenmäßig ist das nahezu die Hälfte der damaligen Bevölkerung in den letzten Jahren der DDR. Der Geheimdienst war tief in der Gesellschaft verankert und hat das Leben von unzähligen Familien zerstörtRead More

Posted On Mai 1, 2021By Markus Metz/ Georg SeesslenIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Georg Seeßen/ Markus Metz „Beute und Gespenst“

Der arbeitende Kunde – und die Maschine als Agent und Spion Ein Textauszug aus:Markus Metz / Georg Seeßlen: Beute & Gespenst: Lebenswelten im Neoliberalismus. Bertz + Fischer, Berlin 2021. 192 Seiten, 14 Euro. Die Beziehung von rich image und poor image ähnelt dabei der neuen Beziehung zwischen Produzenten und Konsumenten. Die Unternehmen lagern seit etlicher Zeit Arbeiten aus, die früher in einem Face-to-Face-Gespräch oder einer Aktion zwischen Menschen verliefen, um sie durch Automaten erledigen zu lassen, die der Kunde selber bedient. Das ist eine Quelle immerwährenden Verdrusses, da man als arbeitender Kunde mit schönerRead More
„Ein Myrrhenbeutelchen ist mir mein Geliebter,das zwischen meinen Brüsten ruht.“[1] In dieser Liedersammlung kommt das Wort Gott nicht vor. Oh, dieses Wort mag zwar nicht vorkommen, Gott aber schon, denn Gott ist überall in der Liebe.[2] Und wer hat überhaupt diese Gedichte geschrieben? Auch Frauen? Warum nicht. „Siehe, du (bist) schön, meine Freundin,siehe, du (bist) schön.Deine Augen (Blicke) (sind) Tauben.Siehe, du (bist) schön, mein Geliebter,ja lustvoll.Ja, unser Lager (sei) frisches Grün […].“[3] Dass dieser Text mit verteilten Rollen, männlichen und weiblichen Stimmen, vorgetragen werden kann, liegt geradezu im dialogischen CharakterRead More
Monumentaler Ausflug in die Digitalisierung des Kinos Und ich hatte mich schon gewundert, was Paul Duncan eigentlich macht. Jetzt wissen wir es. Pünktlich zum „Star Wars Tag“ – was es damit auf sich hat, erfahren Sie ganz unten – erscheint „Das Star War Archiv II 1999–2005“. Wieder ein raumschiffbreiter, meteoritenschwerer, planetenschöner XL-Prachtband aus dem TASCHEN Verlag. Gebunden ist der 6,9 Kilo schwere Band in prunkvoll rotes Halbleinen, mit Goldpunkten durchsetzt. Kinovorhang-Rot. Oscar-Teppich-Anmutung. Sternenstaub. Milchstraße. Universum. In diesem Buch hebt man ab. Es wird Zeit, dass die Academy of Motion PictureRead More

Posted On Mai 1, 2021By Michael WuligerIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Mike Wuliger: Bye Bye Bernie

Der größte Betrüger aller Zeiten: Zum Tod von Bernard Madoff  Ob Bernard Madoff auf dem Totenbett vielleicht kurz gegrinst hat?  Immerhin hatte der größte Finanzbetrüger aller Zeiten gerade mal 12 Jahre seiner Haftstrafe abgesessen, als er am 14. April 82-jährig im Bundesgefängnis von Butner (North Carolina)  das Zeitliche segnete. Macht im Schnitt einen Tag Knast pro 16 Millionen geklaute Dollar. Andere Verbrecher kommen auf einen wesentlich geringeren Tageslohn. Bernard Madoff war eine Kriminallegende. 65 Milliarden Dollar Kundengelder waren verschwunden, als der führende New Yorker Investmentbanker 2008 wegen Betrugs festgenommen wurde. Die ListeRead More
Eine DDR-Besonderheit: „Drei Quadratmeter Vergänglichkeit“ Wer immer an der Konzeption und Ermöglichung dieses Bandes beteiligt war hat alles richtig gemacht. Großes Kompliment.  Im Impressum lese ich eine alarmierende Zahl: „Privatdruck der Universität Erfurt in Kooperation mit der DEFA-Stiftung Berlin in 600 Exemplaren. Vertrieb: Bertz + Fischer Verlag Berlin.“ Ein Filmbuch wie dies, Format 27,5 x 25 cm, Hardcover, durchgängig farbig, 184 Seiten, für 29 Euro im Verkauf, geht also mit 600 Exemplaren an den Start, dies in einem Land mit 83,02 Millionen Einwohnern und 118,6 Millionen Kinogängern im Vor-Corona-Jahr 2019. Die im gleichenRead More

Posted On Mai 1, 2021By Constanze MatthesIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Robert Moor „Wo wir gehen“

Welch eine Einladung in die Welt Constanze Matthes über das Buch von Robert Moor Zugegeben: Obwohl mir die ausgiebigen Strandtouren auf der Insel Usedom aus meiner Kindheit bestens in Erinnerung sind, vor allem dieses Durchhalte-Mantra „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“, bin ich erst in den vergangenen Jahren zu einer leidenschaftlichen Wanderin und Flaneurin geworden. Kilometerweit am Meer entlang, durch Wälder oder die Straßenschluchten der Großstädte. Gehen ist existenziell, bewusstseinserweiternd, vereint das Gefühl der Freiheit mit dem Drang zur Entdeckung. Dass seit einiger Zeit dieses Thema auch in der LiteraturRead More

Posted On Mai 1, 2021By David PeaceIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

David Peace „Tokio, neue Stadt“

Tokio Redux Ein Textauszug aus dem letzten Band der Tokio-Trilogie von David Peace Vorspann nochMit dem lange erwarteten „Tokio, neue Stadt“ ist sie nun abgeschlossen, die Trilogie, mit der David Peace sich so lange beschäftigt hat. „Tokio, besetzte Stadt„, 2010, und „Tokio im Jahr Null„, 2009, gehören dazu. Sie bildet einen Gegenpol zum ebenfalls im Verlag Liebeskind in bester Ausstattung erschienen Yorkshire-Quartett „1974„, „1977„, „1980“ und „1983„. David Peace: Tokio, neue Stadt (Tokio Redux, 21). Aus dem Englischen von Peter Torberg. Liebeskind Verlag, München 2021. 432 Seiten, 24 Euro. 1DerRead More

Posted On Mai 1, 2021By Tommie GoerzIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Tommie Goerz: Meier

Lakonie mit Schuss Zwei wiederaufgelegte Rezensionen und ein Textauszug, aus gegegebenem Anlass Der Glauser geht dieses Mal nach Franken: an Tommie Goerz für „Meier“. Günther Grosser (GG) und Frank Rumpel (rum) haben das Buch für uns letztes Jahr besprochen. (GG) Lakonien ist die Gegend um Sparta. Bei einer Belagerung erhielten die Spartaner die Botschaft: “Wenn wir die Stadt einnehmen, geht´s euch allen an den Kragen!“ Die Antwort der Spartaner lautete: „Wenn!“ Das ist Lakonie. Lakonisches Roman-Schreiben ist eine Kunst für sich. Der Franke Tommie Goerz erzählt in „Meier“ mit sehrRead More

Posted On Mai 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Mai 2021

Krimigedicht von Tom Jones

Tom Jones‘ „Delilah“ von 1968 ist einer der ewigen Ohrwürmer. Zum Mitschunkeln und Mitsingen. Aber vielleicht fällt heute auf, bei was alle immer fröhlich mitsingen …  I saw the light on the night that I passed by her windowI saw the flickering shadows of love on her blindShe was my womanAs she deceived me, I watched and went out of my mind My, my, my, DelilahWhy, why, why, DelilahI could see, that girl was no good for meBut I was lost like a slave that no man could free AtRead More
Herzlich willkommen! Wenn Sie keine Ausgabe von uns mehr verpassen wollen, abonnieren Sie doch gerne unseren Newsletter – einfach hier anmelden.Ab sofort finden Sie bei uns jeden Monat die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur. Und beachten Sie bitte auch weiterhin unsere Standards Schatzsuche und die (gar nicht so kurzen) Kurzkritiken der Bloody Chops und von non fiction, kurz. Eines haben diese eingeschlossenen Tage ja wenigstens: nämlich mehr Zeit zum Lesen. Und wir sorgen für Nachschub. 33 Beiträge sind es diesen Monat. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock sieht „Maniacs & Traitors“ in Trumps Gefolge, unsere Kolumnistin Iris Boss outet den alten weißen MannRead More

Posted On April 1, 2021By Thomas AdcockIn Crimemag, CrimeMag April 2021

Thomas Adcock: Maniacs & Traitors

By Thomas Adcock Copyright © 2021 – Thomas Adcock NORTH CHATHAM, New York — U.S.A. Finally, spring has eclipsed the long winter of our discontent. Normally at this time, our mood lightens with the sunshine of a warming season, with bright blue skies and sweet-smelling rain and greening trees. Normally. But even as the coronavirus plague is a fading fear, even as the Muttering Malodor of Mar-a-Lagois largely gone from center stage—Alas, I understate my contempt horribly—our days here are not wholly uplifting. In fact, we seesaw between hope andRead More
Opfer oder nicht Opfer, das ist hier die Frage … Seit einem Jahr erscheint hier jeden Monat ein Text von mir, und es wird Zeit für ein Geständnis: Kein Wort von alldem habe ich selbst geschrieben. Also geschrieben im Sinne von getippt natürlich schon – der tollste Mann der Welt hat ja überhaupt keine Hand frei. Er sitzt in einem mit Familienwappen bestickten, seidenen Morgenmantel breitbeinig in seinem Cis-Mann-Sessel – in der einen Hand ein Glas Whisky, in der anderen eine Zigarre – während er mir seine neusten, höchst genialenRead More