Kim Müller hat ein Internet-Radio gekauft. Das ist einerseits eine gute Nachricht, denn es beschert der Firma, bei der ich arbeite, einen Umsatz, andererseits ist es aber schlecht, denn ich kann nicht auf Anhieb erkennen, ob Kim Müller eine Frau oder ein Mann ist. Womöglich ist der Name Kim auch ein Hinweis auf eine diverse Geschlechtsidentität. Für den Umsatz ist das unerheblich, aber ich muss den Kauf dokumentieren, sprich einen Datensatz in der Warenwirtschaftssoftware anlegen und die kennt einerseits nur Herr/Frau im Feld „Anrede“, andererseits ist eine Angabe notwendig. Wenn
Read More Der Fernsehkrimi im deutschen Fernsehen boomt. Ungezählt all die Verbrechen, die jeden Tag auf dem und für den Bildschirm begangen und die fast ausnahmslos in maximal 89 Minuten aufgeklärt werden. Dietrich Leder, der viele Jahre für die „Medienkorrespondenz“ über das Fernsehen schrieb, ehe dieses zweiwöchentliche Periodikum im Dezember 2021 eingestellt wurde, nimmt sich jeden Monat eine Erscheinung des laufenden Krimi-Programms vor und seziert, wie es die Darsteller der Pathologinnen und Pathologen in den Serien versprechen. Wie ein faules Ei dem anderen: Plots wie mit KI Zwischen den beiden Ereignissen besteht ein
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Spiegel II Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Es hatte auch Dutzende Spiegel gegeben, doch die waren versteckt worden, damit die Männer nicht sehen konnten,
Read More Alltägliche Gewalt, gegen Mensch und Natur Kaum eine Graphic Novel der letzten Jahre wurde so oft ausgezeichnet wie „Ducks. Zwei Jahre in den Ölsanden“ von der Kanadierin Kate Beaton, gerade als Zusammenarbeit von Zwerchfell Verlag und Reprodukt in einer sorgfältigen deutschen Ausgabe erschienen. Geholfen haben mag dabei, dass Ex-Präsident Barak Obama das 444-Seiten-Buch als ersten Comic überhaupt auf seiner öffentlich immer sehr beachteten Leseliste hatte. Das bärenstarke, ziegelsteinschwere Werk aber spricht für sich selbst. Solch eine Geschichte aus der Arbeitswelt ist selten – sie verdient Beachtung. Sie ist autobiographisch und
Read More Ohne Bandagen Virginie Despentes macht keinen halben Sachen. Mit ihrem neuem Roman nimmt sie sich die klassische Form des Briefromans vor – und zerstört sie mit Genuss. In Liebes Arschloch lässt sie zwei extreme Charaktere gegeneinander antreten, die der Form entsprechend ungefiltert giftige Bewusstseinsströme von sich geben, bis sie sich selbst zersetzen. Ring frei für die Hauptfiguren In der blauen Ecke haben wir Oscar, 43 Jahre. Ein bisher recht erfolgreicher Schriftsteller. Sein Handicap: Er hat die Verlagsassistentin Zoe so heftig gestalkt, dass er jetzt einen #MeToo Skandal an der Backe hat und damit
Read More „Der russische Camus“ Nicht nur Debüts und Neuerscheinungen bekannter Autoren sorgen Jahr für Jahr für gespannte Aufregung. Erwartungsvoll schaue ich immer wieder in die Vorschauen mit der Hoffnung auf Wiederentdeckungen. Welche Schätze in den vergangenen Jahren gehoben werden konnten und welche Folgen sie auf den Buchmarkt haben, wären wohl ein interessantes Thema für eine wissenschaftliche Arbeit; wenn es sie vielleicht nicht schon gibt. 2012 trat ein Autor ins Rampenlicht, dessen Werke nach und nach wieder ins Bewusstsein gebracht worden sind: der russische Schriftsteller Gaito Gasdanow (1903-1971), der den neuerlichen Ruhm
Read More Ein Essay von Markus Pohlmeyer „Packen wir’s an. Wir müssen noch vor dem Frühstück einen Planeten retten. Ich liebe diesen Job.“ (Captain Pike) Das sind die Abenteuer einer genialen und so was von durchgeknallten Enterprise-Crew, wie das Universum sie noch nicht gesehen hat. Am Steuer: Erica – „Kabumm!“ Spock hat eine Verlobte und … (Spannungspause) küsst Schwester Christin Chapel. Uhura kann sich nicht so richtig entscheiden, was sie denn auf der Enterprise soll, voll die Jobfindungskrise usw. Und Christopher Pike, durch die Berührung mit einem klingonischen Zeitkristall-was-auch-immer, weiß um seine
Read More Jens Müller, Julius Wiedemann: The Computer. A History from the 17th Century to Today. Dreisprachige Ausgabe: Englisch, Deutsch, Französisch. Verlag Benedikt Taschen. Hardcover, Format 24,6 x 37,2 cm, 3.89 kg, 472 Seiten, 60 Euro. Eine Skizze von Markus Pohlmeyer historein (gr.) = forschen computare (lat.) = berechnen Es ist wieder eines dieser so reichhaltigen und großen Bücher aus dem TASCHEN Verlag. Stichwort Größe: den raumfüllenden Umfang der ersten Computer – der Name Colossus sagt spricht für sich – machen schon die ersten Seiten eindrücklich deutlich. Und ein weiteres Beispiel: „Der frühere Intel-Mikroprozessor 4004 aus dem Jahre 1970 enthielt 2.300 Transistoren auf einem Quadratmillimeter,
Read More Fetziges für die Mopett Community Überwiegend sonnig, kaum Wolken. Schon seit Tagen – nur gutes Wetter. Ideal für alle Mopedfahrer, wie die Motorradfahrer hier im Pott liebevoll genannt werden (sprich: Mopett mit wenigstens zwei „t“ am Ende). Von der nahegelegenen Bundesstraße kann man sie besonders gegen Abend gut hören. Wie ein Bienenschwarm, wenn eine ganze Gruppe unterwegs ist. Ein schriller Schrei, wenn mal wieder jemand zeigen muss, was seine Japanschüssel hergibt. Das sonore Röcheln der Harleys. Das Klopfen des Moto Guzzi Motors oder der Sound einer Ducati – der Kenner
Read More 22 Gründe, die Demokratie zu mögen Demokratie: nur eine Staatsform unter vielen? Oder die Staatsform schlechthin? Das scheint mir begründungsdürftig. Denn Macht lässt sich unterschiedlich legitimieren. Jede Staatsform kann umschlagen,[1] selbst in ihr mörderisches Gegenteil. Wie kann also eine Demokratie sich nicht nur z.B. vor Diktaturen, sondern auch vor sich selbst schützen? Die fatalistische Antwort: Freiheit kann und wird immer missbraucht. Demokratie scheint mir darum ein ehrliches Gebilde, das immer wieder aufgebaut werden muss, aus Menschen und nicht mit Waffen. ‚Ehrlich‘ insofern, weil wir alle nicht-unfehlbar, fragmentarisch und scheiternd sind. (Was beispielsweise, wenn
Read More „Ende der Demokratie“? – Neubeginn unserer Demokratie Feststellungen über die Angst bundesdeutscher Politiker vor dem „Volk “ Beobachtungen Görlitz September 2022 – Juni 2023 Für gut dreißig Jahre meines Lebens bin ich in Bayern daheim gewesen. Seit September letzten Jahres wohne ich an der Neiße, in Görlitz. Freunde hatten mich vor meinem Umzug nach Sachsen gewarnt. Wegen der häufigen gewaltsamen Umtriebe dortiger Neo-Nazis. Wegen der Gefahren für die Demokratie durch die rechtsextreme AfD, die sich im Leben von Kommunen, Landkreisen und auf Landesebene politisch einnisten könnte. Wegen der Ossis mit ihrer
Read More I Have To Do My Time Now I understand, why so many own happy homes today.Now I understand, why so many own happy homes today.These devils commit these crimes, then a good person’s got to pay. I’ve got twenty-five years in this hell, the doors slammin‘ night and day.I’ve got twenty-five years in this hell, the doors slammin‘ night and day.And they always comin‘, and no one goin‘ away. Mmm, this jail is a lonesome place.Mmm, the jailhouse is a lonesome place.It almost killed me, when these doors slammed in
Read More Herzlich willkommen! Heilt Zeit wirklich alle Wunden?, fragt unser USA-Korrespondent Thomas Adcock und erinnert an Charles Whitman, den ersten amerikanischen Amokschützen, damals 1966 in Austin, und an das Massaker von Uvalde. Anna Hoffmann war zu einem Poetik-Festival in Bagdad eingeladen und berichtet uns davon. Thomas Wörtche befasst sich mit dem Geschäft mit der Angst, erklärt die Mechanik des Thrillers „Seventeen“ von John Brownlow und warum der Klima-Roman „Sturz in die Sonne“ von C.F. Ramuz als Wiederentdeckung lohnt. Für Tony Hillerman, dessen Navajo-Kriminalromane gerade wieder aufgelegt werden, haben wir Frank Göhre
Read More Mit 30 bis manchmal sogar 40 Beiträgen jeden Monat, unsere Kurzbesprechungen dabei gar nicht mitgezählt, ist es oft ziemlich viel Lesestoff, den wir Ihnen Monat für Monat servieren. Der besseren Zugänglichkeit wegen finden Sie künftig regelmäßig diese Rubrik. Unsere Homepage hat übrigens auch eine Suchfunktion (außen rechts). Und mit culturmag + Buchtitel oder Autor*in in der Suchzeile finden Sie uns zielführend schnell im Netz… Unsere Kolumnen: von unserem USA-Korrespondenten Thomas Adcock, von Robert Rescue (jedes Mal eine Kurzgeschichte), Nick Kolakowski (Smoking Gun), Dietrich Leder (Crime im TV), Ingrid Mylo (3 x 11
Read More Time Heals All Wounds? Pride of Texas: God, Guns & Greg ‘America is a gun’ by Thomas Adcock copyright © 2023 — Thomas Adcock TORONTO, Ontario – Canada We always remember the first time. When it happened; where it happened; how it felt bearing witness to mass murder, from however afar. And now, each news report of a fresh massacre south of here—down in the United States of America—our dreams are creeped with flashbacks of that very first time. Again and again and again over the years the madness strikes;
Read More Die Reisevorbereitungen für das internationale Babylon-Festival, das von der UNESCO gefördert wurde und nun zum 10. Mal stattfinden würde, waren getroffen, die ausgewählten Gedichte von Fouad Al-Auwad übersetzt, meine Ängste, sprich Reisedaten, im ELEFAND Programm des Auswärtigen Amtes hinterlegt, der Koffer für respektable 30 °C gepackt, fehlten nur am Freitag die Informationen und Flugtickets für Sonntag oder Montag. Ruhe bewahren und Tee trinken, kein leichtes Vorhaben im Land der Checklisten und Terminplaner. Natürlich kamen die Ticketinformationen, die Deutsche Bahn von Berlin nach Frankfurt fiel nicht aus, sondern traf pünktlich ein, was
Read More Angst! Wieder mal aufgewärmt … „Ich verdiene mit Ängsten mein Geld“, sagte jüngst Sebastian Fitzek in einem Interview, und rekurriert damit auch auf ein früheres Gespräch von 2019 für ze:tt, das mit den Worten: „Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek weiß, wovor sich die Menschen am meisten fürchten“ angefeatured wurde. Auch wenn wir bei diesem letzteren Gespräch eher an eine gegenseitige Product-Placement-Aktion innerhalb der Holtzbrinck-Gruppe denken müssen (Fitzeks Verlag Droemer gehört dazu, ebenso wie DIE ZEIT, deren Online-Ableger ze:tt ist – Werbung für Fitzek, Clicks für ze:tt), ist klar, was eigentlich immer schon
Read More Alf Mayer über „Komplizin“ von Winnie M Li Noch wach? Wenn Männer die Welt erklären, hat das immer noch viel zu viel Zulauf. Der angebliche „Schlüsselroman“ von Benjamin Stuckrad-Barre – als erster deutscher MeToo-Roman lanciert, propagiert und nachgeplappert – durchbrach hierzulande geradezu mit Schallgeschwindigkeit die Schwelle von mehr einer Million verkauften Exemplaren. Wetten wir, dass das hundertprozentige Gegenteil dieses Romans, den Iris Radisch eine „Lachnummer“ nennt, mit nur einem einzigen Prozent dieser Verkaufe, also 10.000 Exemplaren, ein mehr als achtbares Ergebnis vorzuweisen hätte. Winnie M Li und ihre „Komplizin“ gegen
Read More Seelenlandschaft – oder Tage der Erinnerung Bei den Navajos wird nicht viel Aufhebens um einen Toten gemacht. Der Tod nimmt dem Körper seinen Wert. Selbst die Identität geht mit dem letzten Lebenshauch verloren. Und was vom Geist zurückbleibt, muß so gründlich wie eben möglich ausgemerzt werden, damit die Lebenden nicht Gefahr laufen, sich mit dem Übel des Bösen zu identifizieren. Denn das Böse hat jeder Mensch in sich, egal ob nun Navajo oder sonstwer. Selbstverständlich ist es für die Navajos auch, daß man nicht über einen Toten hinweg steigt und
Read More Engelfrikassee – Eine Kurzgeschichte von Timo Blunck Mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Autor, hier vorab exklusiv ein Auszug aus: Jan Karsten (Hg.): Hamburg Noir: 14 Originalgeschichten von Ingvar Ambjörnsen, Zoë Beck, Timo Blunck, Robert Brack, Bela B Felsenheimer, Frank Göhre, Brigitte Helbling, Kai Hensel, Nora Luttmer, Till Raether, Jasmin Ramadan, Katrin Seddig, Tina Uebel, Matthias Wittekindt. Paperback. CulturBooks, Hamburg 2023. Circa 300 Seiten, 18 Euro. – Erscheinungsdatum: 24.06.2023. Timo Blunck, geboren 1962 in Hamburg, ist Musiker, Sänger, Komponist, Produzent und Autor. Ab 1981 war er Bassist der international erfolgreichen Avantgarde-Punkband Palais Schaumburg. Zur gleichen
Read More Drei Kinder im neuseeländischen Busch – allein und von der Welt verlassen … „Das Auto mit den drei schlafenden Kindern verließ die Erde. Vom Rand der bewaldeten Steilküste, an der sich die vom Regen glatte Straße in die so tückische Kurve krümmte, bis hinab zum reißenden Fluss am Fuß der Klippen waren es fast zwanzig Meter. Es schien kein Mond in dieser Nacht, niedrige, bleierne Wolken verdeckten den Himmel. Für den Bruchteil – eines Bruchteils – eines Augenblicks hing das Auto wie schwebend in der Luft. Sehr bald würden die
Read More „Seventeen“, der Debutroman des britisch-kanadischen Drehbuchautors John Brownlow, ist ein Phänomen: Ein Roman, der bei leidlicher Genre-Kenntnis Schritt für Schritt voraussagbar ist, aber dennoch aufs Vergnüglichste unterhält. Seventeen, die Hauptfigur ohne Namen, ist Auftragskiller für eine Auftragskiller-Agentur. Er ist der Top-Mann der Branche, seit Sixteen, sein Vorgänger auf der Position, spurlos verschwunden ist. Durch geschickte Manipulationen und die finstere Ranküne us-amerikanischer Geheimdienste, die unbedingt einen Krieg gegen den Iran anzetteln wollen, ist Seventeen gezwungen, Sixteen aufzuspüren und zu liquidieren. Nebenbei erfahren wir in Rückblenden, wie unser Ich-Erzähler zum Profikiller wurde,
Read More Zum koreanischen Roman „Knochensuppe“ von Youngtak Kim „Mit einem Erdbeben beginnen – und dann langsam steigern.“ Diese Maxime, Hollywood-Produzent Samuel Goldwyn zugeschrieben, erzeugt heute kaum mehr als ein Jaja-schon-klar–Gähnen. Gut eingesetzt funktioniert sie aber natürlich immer wieder. Wie im ersten Kapitel von Knochensuppe, dem zweiteiligen Roman des 1976 geborenen koreanischen Filmregisseurs Youngtak Kim. Er setzt im Jahr 2063 in der Küstenstadt Busan ein, der zweitgrößten nach Seoul. Ein Tsunami mit hunderte Meter hohen Wellen hatte die Stadt zu großen Teilen vernichtet. Wer überlebte und reich war, zog in die Berge. Wer
Read More Old Man with a Stick überschrieb der Brite John Harvey seinen Jahresrückblick auf 2022 bei uns. Er ist einer der Großen der Kriminalliteratur. Seinem Inspektor Charlie Resnick sind wir durch die 90er Jahre gefolgt, „darkness, darkness“, der letzte Resnick-Roman, der den Bergarbeiterstreik 1984/85 zum Thema hat, war das bisher letzte übersetzte Buch bei uns. Charlie Resnick hört gern Jazz, hat es etwas übrig für Poesie, ganz wie sein Autor, der mehrere Instrumente spielen und Gedichte schreiben kann. Wir haben bei John Harvey, immerhin Jahrgang 1938, nachgefragt, wie es ihm inzwischen geht. Ah, yes
Read More Donald Westlake’s One Amazing Trick I started working on a new novel about a month ago. It’s a heist tale set in Manhattan in 1962, with brief sojourns to upstate New York and beyond. Originally, I had every intention of keeping my main character’s backstory to a minimum—or not mention it at all. I wanted to emulate Donald Westlake writing as Richard Stark, who managed to complete 24 novels about Parker, the epitome of a brutal thief, without giving the character any kind of history to speak of. As I
Read More Gemeinsame Wurzeln in Brooklyn Eines der entscheidendsten Ereignisse in meinem jungen Leserleben war, dass mir auf dem väterlichen Dachboden „Clockers“ von Richard Price in die Hände fiel. Seit dreißig Jahren habe ich meinen Vater nicht mehr gesehen und auch damals, als er meine Mutter und mich verließ, um in Jersey eine neue Familie zu gründen, und ich ihn dort an den Wochenenden besuchte, standen wir uns nicht besonders nahe, aber ich bin ziemlich sicher, dass ich die Leidenschaft fürs Lesen von ihm geerbt habe. Unter den wild übereinandergestapelten Büchern auf
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