Vergangenes Jahr begannen die Diez Negritos einen online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist…
Read More DU – Brrrr, Literatur: Das Buch ist ein Megahype – Friedemann Sprenger war neugierig. Literatur entsteht unter anderem durch künstlerische Operationen, durch literarische Verfahren, durch ästhetische Arrangements von Text. Besonders unter Literaturverdacht, und auch von jedem, aber auch wirklich jedem Leser sofort und ohne Anhieb zu erkennen, steht ein Text (wir reden von Prosa) dann, wenn ein einzelner Kunstgriff überdeutlich hervortritt. Sich mehr oder weniger immer wieder brüllend bemerkbar macht und vor allem das einzige literarische Verfahren ist, das der Autor aufbietet. So wie in Zoran Drvenkars Roman „DU“ die
Read More Zeitgleich zum Erscheinungstermin des Kriminalromans „Celik & Pelzer“ des Autorenduos Ulrich Noller und Gök Senin, kann man die erste von mehreren Hörspiel-CDs gleichen Titels erwerben – der Stoff der Geschichte scheint nur auf den ersten Blick der gleiche. Ein Gespräch mit den SKI-Autoren von Christina Bacher.
Read More In der Schmattesbranche nennt man so was verramschen. Die ARD hat am Freitag die letzten drei Folgen der Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ ab 21:45 Uhr hintereinander versendet. Die preisgekrönte Geschichte aus dem Milieu der Russenmafia in Berlin, in der– selten genug im deutschen TV – Juden ganz unspektakulär vorkommen, macht nicht genügend Quote. Ein zorniger Nachtritt von Michael Wuliger
Read More Allerspätestens seit John Zorns „Spillane“-Projekt haben Jazzmusiker aller Couleur viel Freude, kleine scénes noires in Musik zu fassen – Minihörspiele mit geringem Wortanteil sozusagen.
Read More Elfriede Müller über Dominique Manotti („Letzte Schicht“ sowie „Bien connu des services de police“ (Der Polizei gut bekannt)) und den politischen roman noir.
Read More Heute haben zum Beilchen gegriffen: Joachim Feldmann (JF), Jörg von Bilavsky (JvB), Senta Wagner (SeWa) und Kirsten Reimers (KR)
Read More Vergangenes Jahr begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist ... Doris Wieser hat für uns übersetzt.
Read More Posted On November 11, 2010By Thomas WoertcheIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von CrimeMag, das es ab dem 20.11.2010 jeden Samstag neu für Sie zu lesen gibt! Heute lesen Sie – exklusiv bei uns – den ersten Teil des Fortsetzung- und Kettenromans „Ein ekelhafter Leichnam“ aus der Produktion des Diez Negritos! Lassen Sie sich überraschen, wen Sie da treffen werden! Und dann gibt es jeden Samstag ein neues Kapitel … Bei Carlos vierzehntäglicher Kolumne finden Sie die passenden Kommentare zum Irrsinn unserer Zeit – das ist nicht immer schön, aber immer sehr komisch. Henrike Heiland
Read More Carlo ist wieder da, seiner Krimischmiede entlaufen und free wheeling durch die Gegend tobend! Alle 14 Tage! Enjoy!
Read More Wie man eine Biografie versaut Die Biografin Laura Thompson nimmt sich Agatha Christie vor. Herausgekommen ist eine Mischung aus „Fleißarbeit“ und „Thema verfehlt“. Von Henrike Heiland Kein Autor außer Shakespeare hat so viele Bücher verkauft wie sie, nur wenige sonst stehen mit ihrem Namen so prägnant (und penetrant) als Synonym für den Detektivroman, zwei ihrer Detektive sind ebenso weltberühmt geworden wie ihre Erfinderin und und und. Man kann über Agatha Christie denken, was man will. Man kann geteilter Meinung über ihre schriftstellerischen Qualitäten sein, sie und ihre Werke umarmen oder
Read More „The Wire“ ist jetzt endlich auch hierzulande für alle zu haben.
Schnell, intelligent, spannend, lustig, vielschichtig – die amerikanische Krimiserie „The Wire“ ist eine der herausragenden Fernsehproduktionen der letzten Jahre. Jetzt endlich kann man die erste Staffel auf DVD kaufen. Von Ulrich Noller
Read More Posted On November 11, 2010By Friedemann SprengerIn Comic, Crimemag
Spekulieren wir mal nicht über den Aufschwung des Crime-Comics, sondern freuen uns, dass auch wir Menschen, die mit dem Lesen zusammenhängender Texte so ihre Schwierigkeiten haben (ja, ist gut …), mit vielfältigstem Stoff versorgt werden – in allen möglichen Subgenres und auf allen ästhetischen Niveaus. Von Friedemann Sprenger
Read More Kriminalromane in kleine Häppchen zerlegt – heute von Kirsten Reimers (KR), Frank Rumpel (rum), Klaus Kamberger (KK), Doris Wieser (DW) und Anna Veronica Wutschel (AVW).
Read More Beim Kaffeekränzchen wohlhabender Lateinamerikanerinnen wird ein Thema selten ausgespart: das Elend mit dem Hauspersonal. Da geht es dann um Unpünktlichkeit, zähe Steaks oder Brandflecken in teuren Seidenblusen. Dass es die dienstbaren Geister sind, die ihren Arbeitgeberinnen den Vollzeitjob trotz Kindern und anspruchsvollem Gatten oder das tägliche Vergnügen auf dem Golfplatz ermöglichen, wird meist vergessen. Von Eva Karnofsky
Read More Ein Rebell ist nicht gleich kriminell, sollte man meinen – dass politischer oder künstlerischer Widerstand im Laufe der Geschichte nicht selten kriminalisiert wurde, machen Ramón Chao und Ignacio Ramonet in ihrem Kulturführer durch die rebellische Tradition der französischen Metropole deutlich. Von Kerstin Schoof
Read More Joachim Feldmann unternimmt seit einiger Zeit Streifzüge durch die Welt der Krimis, die sonst nicht allzu viel Beachtung finden, auf der Suche nach Perlen im Meer des Mittelmaßes. Manchmal wird es schlimm, dann muss die Lektüre abgebrochen werden, und manchmal muss Joachim Feldmann grundsätzlich werden. Erfahrungsberichte aus der Arbeitswelt eines Kritikers. Fortsetzung demnächst …
Read More Ein etwas schwermütiger Kriminalroman ist das Debüt des Finnen Marko Kilpi, der eine durchaus raffinierte Geschichte liefert, die allerdings nicht so richtig zünden will. Frank Rumpel ist nicht so recht zufrieden …
Read More Der Mysterious Bookshop, einer der ältesten und größten auf Kriminalliteratur spezialisierten Buchhandlungen der USA, befindet sich in der Warren Street im eher beschaulichen New Yorker Stadtteil TriBeCa (Triangle Below Canalstreet). Zwei große Schaufenster eröffnen den Blick auf einen hohen und tiefen Raum, dessen Wände ringsherum bis unter die Decke mit Regalen bedeckt sind. SUSANNA MENDE war zu Besuch …
Read More Nichts als Lügen Michael Connelly ist einer der erfolgreichsten Autoren der USA – gleichermaßen geschätzt von Lesern und Kritikern. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Edgar Award for Best First Novel und der Shamus Award for Best Novel. Jetzt ist sein neuster Roman So wahr uns Gott helfe in deutscher Übersetzung erschienen und CLAUS KERKHOFF ist beeindruckt. Der erste Satz lautet: „Alle lügen. Polizisten lügen. Anwälte lügen. Zeugen lügen. Die Opfer lügen. Ein Prozess ist ein wahrer Lügenwettstreit.“ Damit steckt Michael Connelly den Rahmen seines neuen Romans
Read More Politische Peinlichkeiten von Schriftstellern aller Sortierung ist man ja grundsätzlich gewöhnt. Eigentlich sagt das nur, dass Intellektuelle per se keine moralischen und politischen Instanzen sind, auch wenn sie das gerne glauben möchten. Selten aber trifft politische Peinlichkeit (siehe die FREE GAZA-Nummer in türkischem Dienst und zu Gefallen der Hamas) und schriftstellerisches (Un-)Vermögen so deckungsgleich aufeinander wie bei Henning Mankell. Thomas Wörtche hat seinen angeblich letzten Wallander-Roman tatsächlich ganz durchgelesen …
Read More Der Sommer hat auch in der Krimischmiede Einzug gehalten. Es wird unerträglich heiß, man muss mal raus, Pause, Insel oder so … Eine Checkliste fürs Kofferpacken …
Read More Hoffentlich wird aus Adrian McKinty kein Hype. Der Autor ist zu gut, als dass man ihn sofort allzu schreiend hochjubelt. Denn ein paar Macken hat der erste Band um Michael Forsythe, dem Iren in New York, durchaus. Aber Joachim Feldmann ist gerecht …
Read More Wer sich dem harmlosen Vergnügen des Fernsehschauens konzentriert hingibt, macht viele verblüffende Beobachtungen. Und manchmal möchte man dann seine Lehren daraus ziehen und die Früchte ernten. Klaus Hamberger hat viel ferngesehen und zieht die richtigen Konsequenzen. Hier Teil I eines höflichen Anschreibens.
Read More Ja, so was verkauft sich wie das berühmte „geschnitten Brot“ … Thriller-analoge Bücher zum Passivdenken, hergestellt von Schreibomaten, auch und vor allem maschinenlesbar. Unterhaltung für ein breites Publikum, das es so saublöd in Wirklichkeit sicher nicht gibt, wenn es denn so etwas je lesen würde. Mit anderen Worten – erfolgreich, aber absolut schauderhaft. Henrike Heiland hat sich durch Patterson/Marklund gequält, ihr Resümee ist erschöpfend:
Read More Horacio Castellanos Moya, 1957 in Tegucigalpa/Honduras geboren, wuchs in El Salvador auf und ist zurzeit nicht nur der bekannteste salvadorianische Schriftsteller, sondern auch derjenige, der die Geschichte seines Landes am umfassendsten und überzeugendsten fiktionalisiert. Von Doris Wieser
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