Posted On März 19, 2011By Zoe BeckIn Crimemag
KickAss – Bloody Splinters aus dem Branchenwahnsinn Zoë Beck erzählt von einem Erlebnis der mindestens vierten Art: Der Buchhändler als natürlicher Fressfeind des Autors Letztens zum Beispiel, da freute ich mich ganz wahnsinnig. Da gab es nämlich irgendwo in einer deutschen Stadt eine Buchhandlung, die ein ganzes Schaufenster mit meinem Buch dekoriert hatte. Ich dachte: Hey, wenn sie schon ein ganzes Schaufenster mit meinem Buch dekoriert haben, könnte ich ja mal reingehen und Dinge sagen wie, danke, dass Sie ein ganzes Schaufenster mit meinem Buch dekoriert haben! So was mache
Read More Views from Bangkok Kriminalität und Kriminalität sind unterschiedliche Dinge, wichtig ist, WER kriminell ist. Bei uns und in Thailand —- Christopher G. Moore aus Bangkok (Übersicht der bisherigen Teile.) CRIME AND CLASS It’s all in the fine print Like most economic activities in life the opportunity available is often linked with class. This is true in legal transactions. The acquisition and merger deals aren’t being conducted by people living in walkup projects in the Bronx or those living in the middle-class ‘burbs. Big deals are reserved for the big boys.
Read More Stack O‘ Lee Mississippi John Hurt Police officer, how can it be? You can ‚rest everybody but cruel Stack O‘ Lee That bad man, oh, cruel Stack O‘ Lee Billy de Lyon told Stack O‘ Lee, „Please don’t take my life, I got two little babies, and a darlin‘ lovin‘ wife“ That bad man, oh, cruel Stack O‘ Lee „What I care about you little babies, your darlin‘ lovin‘ wife? You done stole my Stetson1 hat, I’m bound to take your life“ That bad man, cruel Stack O‘ Lee …
Read More Weinende Kerle – Ein Killer wird von seinen Opfern heimgesucht. Sie wollen, dass er seine Auftraggeber umbringt. Und das alles vor einer IRA-Kulisse. Prima Idee! Erst mal. Von Henrike Heiland. Gerry Fegan tötete für die IRA, damals, als es in Belfast auf den Straßen noch brannte und sich Protestanten und Katholiken gegenseitig abmurksten. Dann saß er einige Jahre im berüchtigten Maze Prison. Nun ist es 2007, Belfast ist ganz anders und er schon wieder ein paar Jahre draußen. Es gibt viele Gründe, warum er das Trinken angefangen hat: weil ihm
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, Sie lesen heute Henrike Heiland über Stuart Neville und einen nicht so ganz gelungenen Roman. Bei Carlos gibt es den lange erwarteten Kurzgeschichtenwettbewerb für anständige deutsche Grimmis. Überraschung bei den Diez Negritos – die wollten eigentlich nach dem Kapitel von letzter Woche eine Pause machen. Machen sie aber nicht, unsere Anarchos – hier also Kapitel N° 15 des „Ekelhaften Leichnams“, geschrieben von Cristina Fallarás, übersetzt von Carina Nehring. Weiter geht es mit Bill Moody, der seine Serie über Jazz & Kriminalliteratur heute ohne „Kriminal“ fortsetzt. Matthias Penzel hat
Read More Gute, saubere, anständige deutsche Kriminalliteratur in einfacher, aber kernhafter Sprache! Nichts für Hirnis und Intellektuelle. Wer wollte sich diesem Trend verschließen? Deswegen schreibt Carlos heute einen Wettbewerb aus. Spitzen Sie Ihren Computer, fahren Sie Ihre Bleistifte hoch … Nun also, wie eigentlich schon vor 14 Tagen geplant: Ein Krimiwettbewerb. Preis: Mitwirkung in einer Anthologie zu den ersten Pfalz-Elsass-Krimitagen. Titel: Kleiner Grenzverkehr. (Aber bitte kein Schweinkram! Carlo Schäfer soll eine Geschichte veröffentlicht haben, in der ein Hund und ein Romajunge zum gemeinsamen Geschlechtsakt gezwungen werden. So was wollen wir nicht. Deutschfranzosen
Read More Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – 2009 begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist … Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten Plan
Read More Bill Moody ist Jazzprofi mit erheblichen Meriten und Kriminalschriftsteller von Rang. Seine Romane um den Jazzpianisten Evan Horne, der hin und wieder in kriminelle Malaisen rutscht, genießen Kult-Charakter. Jazz & Kriminalliteratur gehören anscheinend fast organisch zusammen. Bill Moody setzt heute aber noch grundsätzlicher an – bei Jazz & Literatur en general … Jazz in Fiction: It Don’t Mean a Thing If It Ain’t Got That Swing The basic difference between classical music and jazz is that in the former the music is always greater than its performance—whereas the way jazz
Read More Kriminalliteratur hat viele Inkarnationen. „Krimi“ ist nur eine davon. Vermutlich nicht die Wichtigste. Matthias Penzel hat sich mit einem Text beschäftigt, über den man sagen kann, dass er Kriminalliteratur ist. Aufzeichnungen aus einer blutlosen Zeit Ob dies nun ein Krimi ist oder nicht: Auch nach 230 Seiten plus Nachwort ist es nicht ganz klar, auch mehr als fünfzig Jahre nach seiner Entstehung ist nicht eindeutig zu beweisen, was für ein corpus delicti hier vorliegt. »In den Tiefen der Hölle« ist androgyn. Es gibt Leichen; die erste gleich nach den ersten
Read More Unwiderstehlicher Sog – Nach dem hochgelobten New York-Roman „Cash“ von Richard Price hat der S. Fischer Verlag nun auch dessen schon 1992 erstmalig auf Deutsch erschienenen und lange vergriffenen Roman „Clockers“ wieder aufgelegt – eine grandiose (Wieder-) Entdeckung! Es schwärmt Karsten Herrmann. Richard Price, der sich insbesondere auch als Drehbuchautor von Filmen wie „Die Farbe des Geldes“, „Sea of Love“ oder „Kiss of Death“ und für einzelne Folgen der Kult-Serie „The Wire“ einen Namen gemacht hat, siedelt seinen Roman in der heruntergekommenen Roosevelt-Siedlung in Dempsy und damit vor den Toren
Read More Bloody Chops, heute als Solo von Thomas Wörtche. Schauerroman – Wie bekommt man einen arg gealterten Auguste Dupin, Geister auf Droge, Anubis, Grand Guignol, Herrn Beyle (Hugo, nicht Henry) und grünes Ektoplasma (oder so) spuckende Medien zusammen? Am einfachsten unter dem Schlagwort „Schauerroman“, wie eine Figur des ziemlich lustigen Auftaktcomics zur Serie „PIK AS. Die Fantastische Detektei“ namens „Die Parapsychologin“ meint, als die herausgeschnittenen Augen einer medialen Zwergin in einem Kristallglas gefunden werden. Zeichner Jacques Lamontage und Texter Thierry Gloris treiben Scherz und Frohsinn mit den Standardrepertoires aller Crime &
Read More Views from Bangkok “Human Baby Farming” – das ist auf den Punkt gebrachte Brutalität. Baby-Zucht auf Bestellung. Menschen tun Menschen Dinge an, die nur allzu menschlich sind. Aber furchtbar … Aus Asien berichtet Christopher G. Moore… BABY 101 Two emotions that underpin a great deal of crime are a heady brew of greed stirred with desperation. Occasionally you come across a crime in which greed and desperation also are shared by the perpetrator and the victim. In this situation, it is difficult to know who is the ‘real’ criminal and
Read More Posted On März 10, 2011By Die RedaktionIn Crimemag
Stagger Lee By Taj Mahal The night was clear and the moon was yellow And the leaves came tumbling down I was standin‘ on the corner When I heard my bull dog bark He was barkin‘ at the two men Who were gamblin‘ in the dark Stagger Lee and Billy Two men who gambled late Stagger Lee threw a seven Billy swore that he threw an eight Stagger Lee told Billy I can’t let you go with that You have won all my money And my brand new stetson hat
Read More Der Regionalkrimi beschäftigt die Gemüter. Das ist klar, ist er doch eine Erfolgsformel – und deswegen gepriesen und geschmäht. Wir haben uns schon vor zwei Jahren mit dem Thema befasst, heute erklärt uns einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller, Klaus-Peter Wolf, was ihm zum „Regionalkrimi“ durch den Kopf geht, steht doch auch auf manchen seiner Bücher „Ostfriesenkrimi“. Wir freuen uns sehr, Klaus-Peter Wolf beim CrimeMag begrüßen zu dürfen … Turtles – warum viele Leser Regiokrimis lieben Das Gesicht des Oberstudienrats werde ich so bald nicht vergessen. Er wollte eigentlich Schriftsteller werden
Read More Posted On März 5, 2011By Die RedaktionIn Crimemag
Verehrtes CrimeMag-Publikum, der „Regio-Krimi“ bleibt Thema, als Ärgernis oder als positives Label. Ein Diskussionsbeitrag von Klaus-Peter Wolf, den wir herzlich begrüßen. Den Irrsinn der Welt kommentiert heute Andus, unser belesener und scharfsinniger CrimeMag-Jurist. Kein Geringerer als Raúl Argemí hat das 14. Kapitel des „Ekelhaften Leichnams“ verfasst, Doris Wieser hat es übersetzt und die „Diez Negritos“ verabschieden sich damit für ein paar Monate. Sie kommen wieder. Lesen Sie heute auch den 2. Teil von Jake Adelsteins großer Yakuza-Reportage; eine Würdigung Will Eisners von Thomas Wörtche und Bloody Chops von Frank Rumpel,
Read More Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – 2009 begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist … Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten Plan
Read More Über Jake Adelstein haben wir hier und hier berichtet, jetzt schreibt er exklusiv für CrimeMag über sein Thema, die mythenträchtige Yakuza, ganz ohne faule Mythen. Lesen Sie heute Teil 2. (Hier geht’s zu Teil 1) The Yakuza: No Longer Welcome in Japan (2) Why The Crackdown National Police Agency sources on background explain that it was a number of factors that caused the intensive crackdown but the final straw was the ruling faction of the Yamaguchi-gumi, known as the Kodo-kai, parading themselves in front of the television cameras at the
Read More Big City Blues – Will Eisner gehört zu den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Er war ein Comic-Künstler mit kaum zu unterschätzendem Einfluss. Zur Zeit ediert der Carlsen-Verlag sein Gesamtwerk, Thomas Wörtche hat sich den neuesten Band angeschaut. Pincus Pleatnik ist so unauffällig, dass sich niemand an ihn erinnern kann. Er mag das. Er arbeitet, in Dampfwolken gehüllt, als Bügler und führt ein Leben als „unsichtbarer Mensch“. Als eines Tages seine Todesanzeige in der Zeitung steht, glaubt ihm niemand, dass er noch lebt. Und so stirbt er, von der gesamten
Read More Bloody Chops, subtil, doch gleichzeitig brachial veranstaltet, von Frank Rumpel (rum), Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW) Bescheidener Titel, klasse Roman (rum). Der Arzt und Industriellensohn Robert Lubisch findet nach dem Tod des Vaters in dessen Nachlass das Bild einer jungen Frau und einen SS-Ausweis mit fremdem Namen. Die Neugierde treibt ihn herauszufinden, wer die Frau war, um so vielleicht den Vater, zu dem er ein distanziertes Verhältnis hatte und dessen Fassade nach außen so perfekt war, im Nachhinein etwas anzukratzen. Bei seinen Nachforschungen hilft ihm die Journalistin Rita
Read More Views from Bangkok Diese Woche diskutiert Christopher G. Moore Dienstanweisungen für Killer im Staatsdienst … Hier geht es zu einer Übersicht der bisherigen Teile. The Official Killers Handbook A Guide to Staying in Power This book is not available on Amazon. There is no ebook version to download. The authors don’t put their names on the spine or the cover. Yet as events in the Middle East and elsewhere have demonstrated, the Official Killers Handbook surfaces behind the news stories on the Internet, newspapers and TV. Take the case of
Read More Stagger Lee It was back in ’32 when times were hard He had a Colt .45 and a deck of cards,Stagger Lee He wore rat-drawn shoes and an old stetson hat Had a ’28 Ford, had payments on that, Stagger Lee His woman threw him out in the ice and snow And told him, „Never ever come back no more“, Stagger Lee So he walked through the rain and he walked through the mud Till he came to a place called The Bucket Of Blood, Stagger Lee He said „Mr
Read More Über Jake Adelstein haben wir hier und hier berichtet, jetzt schreibt er exklusiv für CrimeMag über sein Thema, die mythenträchtige Yakuza, ganz ohne faule Mythen. Lesen Sie heute Teil 1. The Yakuza: No Longer Welcome in Japan By Jake Adelstein The Japanese Police Crackdown – The yakuza, the 80,000 gangsters that make up the Japanese mafia are no longer welcome in Japan. The days when they made hundreds of millions, running construction firms, collecting protection money, making real estate deals, extorting companies and blackmailing civilians are fading away slowly. In
Read More Posted On Februar 26, 2011By Die RedaktionIn Crimemag
Verehrtes CrimeMag-Publikum, wir sind stolz, Ihnen heute den ersten Teil einer Reportage über den Niedergang der japanischen Yakuza exklusiv anbieten zu können. Verfasst von Jake Adelstein, der Kapazität für das Thema! Carlos erklärt, was es mit Pforzheim, einem dicken Mann und einer wunderlichen Anthologie auf sich hat. Das 13. Kapitel unseres „Ekelhaften Leichnams“ stammt von dem argentischen Autor Guillermo Orsi, übersetzt von Dorothee Calvillo. Peter Münder kümmert sich um reale Spione und Spion-Theorie. Thomas Wörtche hat einen angeblichen Schauerroman von Stefan Kiesbye gelesen und sich arg gegruselt. Bloody Chops wurden
Read More Carlos, der dicke Mann, Pforzheim und eine dolle Delta-Anthologie – sind Sie selbst erschüttert… Ich habe gestern Abend einen Mann gesehen, der in der Gaststätte Essighaus, Heidelberg-Altstadt, folgende Mahlzeit zu sich nahm: Zunächst die Tagessuppe – gestern war es Erbsensuppe – diese aber veredelte der ältere Herr sich mit einem guten Viertelliter Maggi sowie Unmengen von Parmesankäse. Beides, Maggi und Hartkäse nahm er sich selbstverständlich, ja selbstbewusst, seitens des Personals gebilligt, wenn nicht gar dazu ermuntert, vom Tresen. Nun bin ich in jenem Lokal seit geschlagenen 37 Jahren – kann
Read More Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – 2009 begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist… Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten Plan und
Read More Get Your Kicks In The MFS – Überwachen, kontrollieren, bespitzeln – und das rund um die Uhr. Das ist die Aufgabe der mit gigantischen Mitteln ausgerüsteten Geheimdienste, die dann doch alles verpatzen und verpennen, wie wir gerade am Beispiel Tunesien und Ägypten erleben konnten, wo niemand die massiven Protestbewegungen vorhergesehen hatte. So war es eigentlich schon immer, nicht nur bei der CIA oder beim britischen Auslandsdienst MI6. Auch wer für den BND oder die Stasi als Spion im Einsatz war, kann ein hübsches Potpourri an Pleiten, Pech und Pannen präsentieren,
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