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Posted On Januar 28, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: Goethe – Der Totentanz

Der Totentanz von Johann Wolfgang von Goethe Der Türmer, der schaut zumitten der Nacht Hinab auf die Gräber in Lage; Der Mond, der hat alles ins Helle gebracht, Der Kirchhof, er liegt wie am Tage. Da regt sich ein Grab und ein anderes dann: Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann, In weißen und schleppenden Hemden. Das reckt nun, es will sich ergötzen sogleich, Die Knöchel zur Runde, zum Kranze, So arm und so jung, und so alt und so reich; Doch hindern die Schleppen am Tanze. Und weilRead More

Posted On Januar 21, 2012By Roland OsswaldIn Bücher, Crimemag

Roland Oßwald über Walter Serner

Kosmos Serner – Zu einem der Fixsterne der frühen Kriminalliteratur im vernünftigen Sinne gehört Walter Serner. Auch ohne Anlass (obwohl man zu seinem Geburtstag am 15. Januar 1889 einen solchen konstruieren könnte) ist es immer sinnvoll, auf Serner und die kriminalliterarische Tradition von Eleganz und Witz hinzuweisen. Ein kleines Porträt von Roland Oßwald. „Dichtung ist und bleibt ein, wenn auch höherer Schwindel“, schreibt Walter Serner 1927 an seinen Verleger Paul Steegemann. Die Worte vom hohen Schwindel könnten an den Verleger gerichtet auf die geringen und launenhaften Honorare abzielen, die derRead More

Posted On Januar 21, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Editorial, 21.1.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, heute haben wir es ein bisschen mit Klassikern. Roland Oßwald erinnert an einen der ganz Großen der frühen Kriminalliteratur, an Walter Serner. Frank Göhre ist zu Ehren eines anderen ganz Großen der frühen Kriminalliteratur nach Zürich gefahren und hat sich einen Film über Friedrich Glauser angesehen. Henrike Heiland würdigt einen ganz großen englischen Autor, der am 12. Januar dieses Jahres gestorben ist: Reginald Hill. Corla Bauer hat sich in Galizien umgetan und bespricht einen Roman von Domingo Villar. Die Bloody Chops sind ebenfalls klassisch gestimmt: Es choppen LenaRead More
Es rumpelt – Neben Walter Serner war auch Friedrich Glauser an der Geburt des Kriminalromans aus dem Geiste des Dadaismus beteiligt. Jetzt gibt es ein neues Glauser-Biopic, also einen neuen Film über sein Leben. Glauser-Spezialist Frank Göhre ist extra nach Zürich gereist, aber o weh … Es ist Lunch Time in Zürich. Es gibt „Kino zum z´ Mittag“, Lunch Kino am Bellevue, 12.15 Uhr. Im Saal gehen die Lichter aus, und auf der Leinwand ist es Nacht. Der Film beginnt mit dem Blick aus einem Zimmer ins mondbeschienene Außen. „MünsingenRead More

Posted On Januar 21, 2012By Henrike HeilandIn Crimemag

Henrike Heiland zum Tod von Reginald Hill

Bestens unterhalten, bestens schreiben – Letzte Woche, am 12. Januar 2012, ist Reginald Hill gestorben. Eine Würdigung von Henrike Heiland. In Deutschland war er ein Geheimtipp, der es nie zum Bestseller schaffte, aber wenn ihn jemand kannte, dann wegen seiner Reihe um Dalziel und Pascoe. Da kommt er auf zweiundzwanzig Romane und einige Erzählungen, und wie viele Bücher er noch unter seinem oder anderen Namen geschrieben hat – angeblich hat er irgendwann aufgehört mitzuzählen, also zählen wir auch nicht. Immer wieder gerne zitiert wird, was er 2009 auf dem HarrogateRead More

Posted On Januar 21, 2012By Corla BauerIn Bücher, Crimemag

Domingo Villar: Strand der Ertrunkenen

Auf hohem Niveau – Das Böse ist immer und überall. Auch in Galizien. Dort spielen die Kriminalromane von Domingo Villar, aber das ist kein Aufruf, sie als Regio-Krimis zu verstehen. Corla Bauer über den „Strand der Ertrunkenen“. In dem kleinen Dorf Panxon an der galizischen Küste wird die Leiche eines Fischers angeschwemmt. Das Besondere: Die Hände des Ertrunkenen waren mit einem Plastikband gefesselt, was auf den ersten Blick wie ein Freitod nach Seemannsart schließen lässt. Doch Leo Caldas, der ermittelnde Inspektor der Polizei Vigo, glaubt aufgrund einiger Ungereimtheiten nicht anRead More

Posted On Januar 21, 2012By Die RedaktionIn Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – handlich & roh angerichtet von Lena Blaudez (LB), Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche. Mein lieber Max (LB) „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor ist ein fiktiver Briefwechsel zwischen zwei Freunden, dem amerikanischen Juden Max Eisenstein und dem Deutschen, Martin Schulse, geschrieben zwischen 1932 und 1934. Max führt in San Francisco die gemeinsame Kunstgalerie weiter, während Martin nach München zurück geht und Karriere macht. Sie wechseln relativ wenige Briefe, jeweils nur ein, zwei Seiten. In diesen kurzen Zeilen entwickelt sich eine innige Freundschaft zur tödlichen Feindschaft. Es istRead More

Posted On Januar 21, 2012By Tobias GohlisIn Crimemag, Kolumnen und Themen

KickAss

KickAss – Bloody Splinters aus dem täglichen Branchenwahnsinn Ignorant oder unverschämt? Kindler macht Reklame auf Kosten deutscher Autoren Nichts gegen Bernhard Jaumann. Bernhard Jaumann hat tolle Bücher geschrieben, er ist ein leiser Meister unter den deutschen Krimiautoren, trotz zweier Deutscher Krimipreise und zweier Glauserpreise immer noch zu wenig bekannt, zu fein, zu versponnen, ein Ästhet und kein Krawallmacher. Bernhard hat es verdient, dass man ihn lobt und seine Kunst herausstreicht, und sein Politthriller „Die Stunde des Schakals“ um den immer noch ungelösten Tod des weißen Anwalts und Swapo-Mannes Anton LubowskiRead More

Posted On Januar 21, 2012By Franziska GrafIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Tatortreiniger in Berlin

Deutschland ist auf Knochen aufgebaut „Tatortreiniger“ sind in. Spätestens seit Charlie Hustons „Clean Team“, Elisabeth Herrmanns „Zeugin der Toten“ und der neuen WDR-Serie „Der Tatortreiniger“. Alleine der Begriff  „Tatort“ erzeugt Assoziationen zu multitalentierten Polizisten, die in Fernsehserien in Null-Komma-Nichts Verbrecher aufspüren. Doch was passiert, wenn der Bösewicht gefasst wurde? Wer sind die Personen, die das Chaos beseitigen, welches der Tod hinterlässt? Christian Heistermann gilt als erster versierter Tatortreiniger in Berlin-Brandenburg und gewährt uns einen Einblick in seinen Berufsalltag. Franziska Graf war vor Ort – eine Reportage. Ein unscheinbares, weißes Haus inRead More

Posted On Januar 21, 2012By Guido RohmIn Crimemag

Kurzgeschichte: Das ist kein Krimi

Was ist Krimi? Bei der Beantwortung dieser Frage hat man sich schnell blamiert. Man kann sich aber Lösungen ex negativo vorstellen. Deswegen heute unsere Kurzgeschichte … Das ist kein Krimi von Guido Rohm Sie haben gesagt, er soll das lassen. Das sei ein Klischee. In Krimis würden sie ständig trinken. Aber nicht hier. Das sei das wahre Leben. Das sei ihm doch klar. Er hat genickt. Nur kurz und knapp. Hat sich nach einem Drink gesehnt. Klischee hin. Klischee her. Das ist mein Leben, hat er gedacht. Und in diesemRead More

Posted On Januar 21, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: Talking Heads – Psycho Killer

Psycho Killer von David Byrne, Chris Frantz & Tina Weymouth I can’t seem to face up to the facts I’m tense and nervous and I Can’t relax I can’t sleep ‚cause my bed’s on fire Don’t touch me I’m a real live wire Psycho Killer Qu’est-ce que c’est fa fa fa fa fa fa fa fa fa far better Run run run run run run run away Psycho Killer Qu’est-ce que c’est fa fa fa fa fa fa fa fa fa far better Run run run run run run runRead More
Kultur ist, wenn wo subventioniert ist; wenn wo nicht, dann Krimi. Zoë Beck hat im Treppenhaus Dr. Müller-Böhne getroffen und die beiden denken über allerlei Seltsamkeiten des Kulturbetriebs nach – ergebnisoffen, natürlich. Kulturexklusivrecht Über die Feiertage war ich in Edinburgh. Mein Nachbar, Richter Dr. Müller-Böhne, hat mich offensichtlich schon vermisst. Er steht händereibend im Treppenhaus und sieht interessiert zu, wie ich im Koffer nach meinem Wohnungsschlüssel wühle. „Na, war’s denn schön?“, will er wissen. „Super“, sage ich, darum bemüht, die Unterwäsche erst gar nicht in sein Blickfeld kommen zu lassen.Read More

Posted On Januar 14, 2012By Die RedaktionIn Crimemag

Editorial, 14.1.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, herzlich willkommen zur ersten Ausgabe des neuen Jahres! Kriminalliteratur ist Trivialliteratur und wird deswegen zu Recht nicht subventioniert, weil nur Hochkultur subventioniert wird, weil die sonst keiner zur Kenntnis nimmt? Oder so … Zoë Beck über ein kniffliges Thema … Auch bei Carlos geht es schauerlich zu, dabei kommt noch nicht mal der Wulff vor. Dafür aber der Niebel. Weia! Ein kleines Walter-Mosley-Special hat sich so ergeben: Nele Hoffmann über den McGill-Roman N° 1, „Manhattan Karma“, Elfriede Müller über McGill N° 2, „Falscher Ort, falsche Zeit“. Auch ÄgyptenRead More

Posted On Januar 14, 2012By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Das neue Jahr bei Carlos beginnt mit Hoffenheim, Bulgarien, Hera Lind und Dirk Niebel – das scheint schauerlich! Aber immerhin, there is hope – ohne Wulff! Na also, geht doch … Unlängst … … saß man familiär am Küchentisch, als plötzlich Stimmen zu hören waren. Kurze Nachfrage – nein, niemand hatte Fernseher, PC, Smartphone o. ä. an. Nach kurzem Rätseln klärte sich die Sache: Zwei Menschen unterhielten sich vor dem Fenster, darauf war keiner von uns gekommen. Meine Frau neigt manchmal dazu, recht leise zu sprechen. Wenn sie sich dabeiRead More

Posted On Januar 14, 2012By Nele HoffmannIn Bücher, Crimemag

Walter Mosley: Manhattan Karma

West coast Blues meets New York – Im vergangenen Sommer ist der erste Roman von Walter Mosleys neuer, in New York situierter PI-Serie erschienen. Eine Nachlese von Nele Hoffmann. Walter Mosleys erster Roman um Leonid McGill ist eine Hommage an die Klassiker des Genres. Ein Privatdetektiv, der immer auf der Grenzlinie von good guy und bad guy wandert, der böse Widersacher zur Strecke bringt, die Schutzlosen rettet und dabei um die Vergeblichkeit seines Tuns weiß, weil der Mob nie ausstirbt. Es gibt Faustkämpfe unter echten Männern, ein Vorzimmer ohne Sekretärin,Read More

Posted On Januar 14, 2012By Elfriede MuellerIn Bücher, Crimemag

Walter Mosley: Falscher Ort, falsche Zeit

Schlachtfeld New York – Den zweiten McGill-Roman hat Elfriede Müller gelesen, unter ganz anderen Aspekten … Hier geht’s zum ersten … Dass Walter Mosley von Bill Clinton zur Lektüre empfohlen wurde, sollte niemanden abschrecken. Mosley zu lesen, ist ein großes Vergnügen. Er hat vier Serienhelden und Reihen in der besten amerikanischen Hardboiled-Tradition geschaffen. Leonid McGill ist eine dieser Figuren, dessen zweites Abenteuer nun auf Deutsch vorliegt. Bei der Lektüre von Mosley wird deutlich, dass nicht nur Leonid an Hegel, Marx und Bakunin geschult wurde, sondern auch der in Watts großgewordeneRead More

Posted On Januar 14, 2012By Lena BlaudezIn Bücher, Crimemag

Parker Bilal: Die dunklen Straßen von Kairo

Kairo noir – Parker Bilal ist das Pseudonym des britisch-sudanesischen Schriftstellers Jamal Mahjoub. Er wurde 1960 in London geboren, wuchs in der Heimat seines Vaters, in Khartoum im Sudan auf, studierte Geologie in England, verbrachte viele Jahre in Dänemark und lebt heute in Barcelona. Sein historischer Polit-Thriller „Die Stunde der Zeichen“ erzählt die Geschichte des Mahdi-Kriege im Sudan aus afrikanischer Sicht. Sein großes Thema sind die Bedingungen des Zusammenlebens der Menschen europäischer und afrikanischer Kulturen. Dass er sich jetzt der gärenden ägyptischen Gesellschaft via Kriminalroman annimmt, ist nur logisch: „DieRead More

Posted On Januar 14, 2012By Roland OsswaldIn Bücher, Crimemag

Ken Bruen: Jack Taylor auf dem Kreuzweg

Sláinte – Was eine Hard-boiled-Privatdetektivgeschichte ausmacht, ist der Held. Blickt man auf die bekanntesten Gründungsväter dieses Genres (Chandler und Hammett) zurück, wird das Prinzip schnell deutlich. Die Größe ihrer Werke und Helden besteht unter anderem darin, eine Einheit von Heldentum und Misere aufrechtzuerhalten. Sam Spade und Philip Marlowe sind pessimistisch, häufig frustriert und erleben auf dem Weg der Lösung eines Falls persönliche Fiaskos. Eine Präskription des Handwerks könnte lauten: Den meisten Erfolgen wohnt ein Scheitern inne. Roland Oßwald über Ken Bruens „Jack Taylor auf dem Kreuzweg“. Ken Bruen setzt dieseRead More
Zum Teufel! Wir lieben alle unsere Hammer-Productions, hoffentlich. Christopher Lee als Dracula, kreischende Maiden, plüschige Ausstattungen, rotes Blut und Nebelmaschinen … Das ideale Setting für einen Retro-Roman. Der Spanier Javier Márquez Sánchez hat sich ans Werk gemacht, Corla Bauer ist aber nicht soo sehr überzeugt. „Das Fest des Monsieur Orphée“ gleicht sowohl von der Aufmachung als auch inhaltlich sowie vom stilistischen Aufbau eher einem Horrorfilm denn einem Kriminalroman. Mit schwarzem Einband, gelber Schrift und rotunterlegten diabolischen Zeichnungen mutet das Cover schon sehr mysteriös an. Schlägt man das Buch dann auf,Read More

Posted On Januar 14, 2012By Frank GoehreIn Crimemag

Klassiker-Check: Victor Headley

Am 4. August 2011 wird im Londoner Stadtteil Tottenham der 29-jährige Mark Duggan von einem Polizeibeamten erschossen. Sein Tod löst bei den Bewohnern des Bezirks Wut und Empörung aus. Es kommt zu Krawallen und gewalttätigen Ausschreitungen. Für Frank Göhre war das der Anlass, noch einmal die Kriminalromane von Victor Headley zu lesen. Tatort: Londons Randbezirke „Tottenham brennt“ titelt Spiegel Online und berichtet: „Eine aufgebrachte Menschenmenge setzte mehrere Polizeifahrzeuge, einen Doppeldeckerbus sowie mehrere Gebäude in Brand. Polizisten wurden mit Molotow-Cocktails und Ziegelsteinen beworfen, acht von ihnen wurden verletzt, einer schwer amRead More

Posted On Januar 14, 2012By Bill MoodyIn Crimemag

Bill Moody: File Under Jazz

CrimeMag freut sich, Ihnen eine neue Kurzgeschichte aus dem großen Sinnzusammenhang Jazz, Mord & schöne Frauen präsentieren zu dürfen. Natürlich von Bill Moody. File Under Jazz “Man, there it is again,” Ray says, reaching for the knob and turning up the volume. “That same damn song.” They’re in Lloyd’s car, heading down the 405 freeway toward Santa Monica, mired in lunch hour traffic. His big calloused bass player hands on the wheel, Lloyd listens for a minute and shrugs. “It’s a minor blues. What’s the big deal?” “The big deal,”Read More
Der Knabe im Moor von Annette von Droste-Hülshoff Oh schaurig ists übers Moor zu gehn, Wenn es wimmelt vom Heiderauche, Sich wie Phantome die Dünste drehn Und die Ranke häkelt am Strauche, Unter jedem Tritte ein Quellchen springt, Wenn aus der Spalte es zischt und singt, O schaurig ists übers Moor zu gehn, Wenn das Röhricht knistert im Hauche! Fest hält die Fibel das zitternde Kind Und rennt, als ob mann es jage; Hohl über die Fläche sauset der Wind – Was raschelt drüben am Hage? Das ist der gespenstischeRead More

Posted On Dezember 17, 2011By Ulrich NollerIn Bücher, Crimemag

Rita Falk: Schweinskopf al dente

Der Sarrazin-Faktor – Wenn aus Büchern Bestseller werden, hat das meistens Gründe, auch wenn man sie manchmal schwer benennen kann. Manchmal aber ist es gar nicht schwer: Rita Falk macht in „Schweinskopf al dente“ mit Fremdenfeindlichkeit Kasse. Ulrich Noller seziert den Seller. Gefühlswallungen in Großmarktdosis, Autor mit Fernsehfresse, magische Wesen samt Zauberkräften, melancholische Skandinavier, Hämorrhoiden vs. Oralsex und manchmal sogar richtig gute Literatur – die Gründe, warum Geschichten zu Büchern und dieselben dann zu Bestsellern werden, sind so verschieden. wie der Lesemarkt vielfältig ist. Allerdings funktionieren bestimmte Muster zu bestimmtenRead More

Posted On Dezember 17, 2011By Die RedaktionIn Allgemein, Crimemag

Editorial, 17.12.2011

Liebes CrimeMag-Publikum, in der letzten Ausgabe des Jahres 2011 kümmern wir uns hauptsächlich um den Zusammenhang von Politik und Kriminalliteratur, auf den verschiedensten Ebenen. Ulrich Noller untersucht die Gründe für den Bestsellererfolg des letzten Romans von Rita Falk und trifft dabei auf den Sarrazin-Faktor. Thomas Wörtche beschäftigt sich mit der Comic-Fassung des Polit-Thriller-Fragments „Blutprinzessin“ von Jean-Patrick Manchette, gezeichnet von Max Cabanes. Henrike Heiland plädiert dringend für die politischen Romane von Denise Mina. Sebastian Knauer zeigt anhand des zweiten „Tristan“-Romans von Horst Seidenfaden, wie nahe sich Fiktion und Wirklichkeit kommen können.Read More

Posted On Dezember 17, 2011By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Max Cabanes/Jean-Patrick Manchette: Blutprinzessin

Am Ende ist Krieg … Das muss man hinbekommen – aus einem sehr kompliziert geplotteten Roman, der auch noch Fragment geblieben ist, eine Comic-Fassung zu machen, die den narrativen Torso plausibel zu Ende führt: Dem französischen Zeichner Max Cabanes und dem Co-Bearbeiter Doug Headline ist dieses Kunststück gelungen. Aus Jean-Patrick Manchettes letztem, unvollendeten Roman ist ein faszinierender Comic geworden. Thomas Wörtche über „Blutprinzessin“. Jean-Patrick Manchettes letzter Roman „Blutprinzessin“ ist ein schwieriger Text. Ein Jahr nach Manchettes Tod 1995 erschien eine Fassung, die ungefähr bei der Hälfte der Handlung abbricht undRead More

Posted On Dezember 17, 2011By Henrike HeilandIn Bücher, Crimemag

Denise Mina: Blinde Wut

Psychogramm des jungen Mörders – Die schottische Autorin Denise Mina ist bei uns viel zu unbekannt. Sie ist auch kein „Geheimtipp“ oder so etwas Albernes, sondern eine wichtige Schriftstellerin. Henrike Heiland begründet, warum. Je größer die sozialen Ungleichheiten, desto gewalttätiger ist eine Gesellschaft. Aber dass die Gewaltbereitschaft, das vorbereitende Gedankengut nicht immer nur von unten kommen, kann man sich nicht oft genug bewusstmachen. Denise Mina schreibt in „Blinde Wut“ darüber. Thomas Anderson hat einen pervers reichen Vater. Er geht auf ein teures Internat in Schottland, er wird mit dem PrivatflugzeugRead More