Crimemag Category

Posted On März 10, 2012By Die RedaktionIn Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops Bloody Chops … hussa, wie sie blinken, die Hackebeilchen … Heute choppen Tina Manske (TM) über Berni Mayer,  Frank Göhre (FG) über Yves Ravey,  Roland Oßwald (RO) über Jean-Luc Bannalec, Frank Rumpel (rum) über Óscar Urran (OU) und Joachim Feldmann (JF) über Hans Koppel. Mandels Büro (TM) Aha, ich bekomme einen Krimi zugeschickt. Da die darin beschriebenen Ermittler ehemalige Musikjournalisten sind, die sich als Schnüffler ein zweites Standbein schaffen wollen, hielt man beim Verlag wohl mich für den zuständigen Experten. So weit, so gut. Die Frage ist jaRead More

Posted On März 10, 2012By Alf MayerIn Crimemag

Alf Mayers Blutige Ernte, Stephen Hunter, Teil V

Wenn Odysseus aus dem Krieg nach Hause kommt … Zur Kulturgeschichte des Scharfschützen und zum Thriller-Autor Stephen Hunter (Teil V) Im Krieg wie im Frieden, auf dem Schlachtfeld wie in der Zivilgesellschaft,  ist der Scharfschütze eine unheimliche, alle terrorisierende Gefahr. Um ein Wort des Philosophen Günter Anders abzuwandeln, ist er es, der verkündet: „Alle Menschen sind tötbar.“ Er ist eine im 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert verfeinerte „smarte“ Waffe, als Mensch ein Außenseiter, schwerlich ein Held. Dennoch gibt es Fiktionen, die genau das zu Wege bringen. Stephen Hunter ist solchRead More

Posted On März 10, 2012By Thomas PrzybilkaIn Crimemag

About Crime Fiction – Pick of the Week N° 3

Pick of the Week N° 3 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS  (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag ab heute jede Woche ein paarRead More

Posted On März 10, 2012By Rosa Ribas und Sabine HofmannIn Crimemag, Rubriken

Rosa Ribas/Sabine Hofmann: Arbeitsjournal (IV)

Zwei Schrifstellerinnen schreiben zusammen einen Roman. Das ist nicht unbedingt etwas Neues. Die eine ist Spanierin, die andere ist Deutsche. Da wird’s schon ungewöhnlicher. Und dann wird der Roman auch noch zweisprachig – ab da wird’s richtig spannend. Über den Prozess des Schreibens und Übersetzens mit allen möglichen Implikationen, Problemen und Chancen, über ein Projekt mit open end auf jeden Fall – der Roman hat bis jetzt noch nicht einmal einen Namen – führen die beiden Autorinnen ein Arbeitsjournal. CrimeMag freut sich, das Projekt begleiten zu dürfen und präsentiert dieRead More

Posted On März 10, 2012By Christopher G. MooreIn Crimemag

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Heute geht es Christopher G. Moore um die Frage, wer denn so alles Verbrechen begehen kann und begeht und ob Körperschaften Personen sein können und was das wiederum heißt, wenn man (legal?) Verbrechen begehen will. Wonderland There is something Alice in Wonderland like about asking whether a corporation is a person. It is unclear whether the United States Supreme Court might be taking a page out the Mad Hatter’s book of logic when it comes to corporate ‘personhood.’ “Mad Hatter: “Why is a raven like a writing-desk?” “Have you guessedRead More

Posted On März 10, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: Bauhaus – Bela Lugosi´s dead

Bela Lugosi’s dead von  Bauhaus White on white translucent black capes Back on the rack Bela Lugosi’s dead The bats have left the bell tower The victims have been bled Red velvet lines the black box Bela Lugosi’s dead Bela Lugosi’s dead Undead undead undead Undead undead undead The virginal brides file past his tomb Strewn with time’s dead flowers Bereft in deathly bloom Alone in a darkened room The count Bela Lugosi’s dead Bela Lugosi’s dead Bela Lugosi’s dead Undead undead undead Undead undead undead Undead Oh Bela Bela’sRead More

Posted On März 3, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Oliver Harris: London Killing

Der obdachlose Bulle – Ein paar Bemerkungen zum Verhältnis von Polizei und Crime Fiction, anlässlich Oliver Harris´ Debut „London Killing“. Von Thomas Wörtche. Bei gefühlten 80 Prozent der Kriminalliteratur könnte man den Eindruck haben, sie sei in cleveren PR-Abteilungen von Polizeipräsidien entwickelt worden. Die ganzen CSI-Allmachtsphantasien (egal, wie ihr´s anstellt, wir kriegen euch doch), all die knorzigen Kommissare und ihre flippigen Assistentinnen und all die bedenkentragenden Kommissarinnen mit ihren grämlichen Assistenten, die witzischen Forensiker und Leichenschneider, die skurrilen Staatsanwälte und die putzigen Mordfälle – egal, ob Tod auf dem Klo,Read More

Posted On März 3, 2012By Die RedaktionIn Crimemag

Editorial, 3.3.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, willkommen zu unserer ersten März-Ausgabe. Der Bücherfrühling ist mit Macht losgebrochen, deswegen sind wir heute ein wenig rezensionslastig. Aus England kommt ein aufregendes Debüt, „London Killing“ von Oliver Harris, das Thomas Wörtche gleichzeitig zu ein paar grundsätzlichen Gedanken über die Rolle von Polizei in Kriminalromanen angeregt hat. Henrike Heiland forscht nach, warum die sonst in aller Welt so erfolgreiche Sophie Hannah bei uns nicht so recht etwas wird. Zumindest nicht mit ihrem Roman „Totes Herz“. Spannend wäre auch ein gelungener Kriminalroman aus der nicht gerade kriminotorischen Slowakei. „TodRead More

Posted On März 3, 2012By Henrike HeilandIn Bücher, Crimemag

Sophie Hannah: Totes Herz

Totes Holz – In ihrem Heimatland Großbritannien ist sie eine gelobte Größe ihres Genres, die Deutschen tun sich schwer mit ihr: Sophie Hannah, vielfach ausgezeichnet und in dreißig europäische Länder verkauft (laut Verlagsangaben). „Totes Herz“ ist der vierte ins Deutsche übersetzte Roman und ein guter Anlass, sich genauer anzusehen, ob hier jemand zu Unrecht verschmäht wird. Henrike Heiland hat sich´s angesehen … Die Ausgangskonstellation lässt hoffen: Ruth, die noch mit einem traumatischen Ereignis in ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, liebt Aidan, einen etwas zurückhaltenden, wortkargen Kerl Marke Heathcliff, aber FrauenRead More

Posted On März 3, 2012By Stefan LinsterIn Bücher, Crimemag

Michal Hvorecký: Tod auf der Donau

Tödliche Kreuzfahrt auf einem trostlosen Narrenschiff – Slowakische Kriminalliteratur gehört nicht unbedingt zu der bekanntesten des Genres. Umso freudiger wird sie begrüßt, umso gespannter sind wir – und dann das! Stefan Linster is not amused … Um gleich mit der Schwimmweste an Bord zu springen: Was uns der slowakische Autor Michal Hvorecký mit seiner Geschichte um eine Donaukreuzfahrt und deren Tourmanager tatsächlich erzählen wollte, mochte sich zumindest mir nicht mit Sicherheit erschließen. Und tatsächlich hätte ich den relativ dünnen, gefühlt jedoch nicht endenden Band sicher aus der Hand gelegt, wollteRead More

Posted On März 3, 2012By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Marko Leino: In der Falle

Stachliger Witz – Man sollte nicht den Fehler machen und die Finnen den anderen nordischen kriminalliterarischen Kulturen zuschlagen. Zumindest nicht automatisch. Finnische Kriminalromane sind vor allem oft komisch, eine Qualität, die den meisten schwedischen Depri-Schmökern abgeht. Frank Rumpel findet zumindest dieses positive Vorurteil bei Marko Leino bestätigt. Einiges in Marko Leinos Kriminalroman „In der Falle“  mag einem von anderen finnischen Romanen einigermaßen bekannt vorkommen. In diesem Fall sind das finnische Kleinkriminelle, die von einem etwas unbestimmten, besseren Leben träumen und dabei an ziemlich ungemütliche, russische Großkriminelle geraten. Ganz nebenbei wirdRead More
Das Lied des Blutes – Die TV-Serie „Hautnah – Die Methode Hill“ bietet übersteigerte Grausamkeiten, raffinierte Serienmorde und ein stimmiges Konzept. Kirsten Reimers ist etwas unwillig angetan. 1995, als die Kombination von Serienmörder und Profiler noch nicht ganz so ausgelaugt und plattgewalzt war wie heute, erschien Val McDermids Roman „The Mermaids Singing“ (deutsch „Das Lied der Sirenen“, 1997). Darin hat der klinische Psychologie Tony Hill, spezialisiert auf die Arbeit mit Sozio- beziehungsweise Psychopathen, seinen ersten Auftritt. McDermid erhielt für ihren Roman den Gold Dagger der britischen Crime Writers’ Association. EsRead More

Posted On März 3, 2012By Claus KerkhoffIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Klassiker-Check: Jim Nisbet

Abstieg in die Hölle vs. Transzendenz – Der amerikanische Kriminalautor Jim Nisbet ist (leider) immer noch ein Geheimtipp. Nun sind innerhalb von zwei Jahren zwei seiner Romane im Pulp Master-Verlag Berlin erschienen, die die Bandbreite und Wandlung des Autors in den letzten Jahrzehnten belegen. Der im Dezember 2009 auf Deutsch erstmals veröffentlichte Roman „Dunkler Gefährte“ war für den Hammett Award 2007 nominiert. Der jetzt im Dezember 2011 erschienene Roman „Tödliche Injektion“ ist eine Wiederveröffentlichung. Frank Nowatzki hatte diesen Roman bereits vor mehr als zwanzig Jahren in der von ihm herausgegebenenRead More

Posted On März 3, 2012By Henrike HeilandIn Crimemag, Film/Fernsehen, Spotlight, die TV-Kritik

Spotlight: Die Chefin, ZDF

Ein bisschen verjüngt – Henrike Heiland über die neue Krimiserie Die Chefin, die freitags ab 20:15 Uhr im ZDF zu sehen ist. Keine Frage, es gibt so richtig großartige Krimiserien wie Kommissarin Lund oder Gefährliche Seilschaften, Life on Mars oder State of Play, um mal in Europa zu bleiben und nicht gleich wieder die großen US-Produktionen zu bemühen. In Deutschland gibt es auch bemerkenswerte Projekte abseits der Schmunzelkrimis. Im Angesicht des Verbrechens zum Beispiel. KDD. Beides vielfach gelobt und mit Preisen ausgezeichnet. Die Quote hingegen – na ja bis schlimm.Read More
Heute Teil 4 des Hunter-Porträts  – die Fortsetzung des Exkurses zum Sniper: Den Lauf der Welt mit einer Kugel ändern Zur Kulturgeschichte des Scharfschützen und zum Thriller-Autor Stephen Hunter (Teil IV) Den Tyrannen zu töten, bedarf eines einzigen, entschlossenen Mannes, das weiß schon das Altertum. „Zu Dyonis, dem Tyrannen, schlich Damon, den Dolch im Gewande …“, erzählt Schillers Ballade „Die Bürgschaft“. Hitler auf dem Obersalzberg im Fadenkreuz eines Scharfschützen – dieses Bild hat es tatsächlich gegeben: im Juni 1941 als damals atemberaubendes Kinobild, sechs Monate vor dem Kriegseintritt der USA.Read More

Posted On März 3, 2012By Thomas PrzybilkaIn Bücher, Crimemag

About Crime Fiction – Pick of the Week N° 2

Pick of the Week N° 2 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der  Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS  (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig-regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag jede Woche ein paar Titel aus dieserRead More

Posted On März 3, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: Dave van Ronk – Last Call

Last Call von Dave van Ronk And so we’ve had another night of poetry and poses, and each man knows he’ll be alone when the sacred ginmill closes. And so we’ll drink the final glass each to his joy and sorrow and hope the numbing drink will last `til opening tomorrow. And when we stumble back again like paralytic dancers each knows the question he must ask and each man knows the answer. And so we’ll drink the final drink that cuts the brain in sections where answers do notRead More
Moaning and groaning – (Luther’s Lament I:) Idris Elba ist ausgezeichnet worden mit dem Golden Globe 2012 für den besten Schauspieler in einer Miniserie – zu Recht. Diese Miniserie heißt „Luther“ – und ist tatsächlich ziemlich mini. Das sollten die wissen, die sich die DVD leisten wollen. Die erste Staffel hat sechs Folgen, die zweite nur vier. Die Anschaffung lohnt sich für alle, die diese Serie ungekürzt und inklusive aller Vor- und Abspänne sehen wollen. Denn im ZDF schneiden sie lieblos jeweils zwei Fälle aneinander, obwohl die Musik des AbspannsRead More

Posted On Februar 25, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Editorial, 25.2.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, nach der technischen Pause herzlich willkommen zur neuen XL-Ausgabe! Im ZDF läuft sonntags abends die BBC-Serie „Luther“ – Christiane Geldmacher hat für unser kleines Luther-Special schon mal beide Staffeln im Original angeschaut, Thomas Wörtche das Prequel, das als Roman von Neil Cross daherkommt, gelesen. Good news gibt es von Carlos – nämlich die neuen, inzwischen kultisch verehrten „Schwurbnews“ aus dem großartigen Schwurbverlag! Frank Rumpel bespricht Donald Ray Pollocks Debüt „Das Handwerk des Teufels“, Eva Karnofsky den Erstling von Bo Sanders: „Die Maya Prophezeiung“. In den Bloody Chops hackenRead More

Posted On Februar 25, 2012By Thomas WoertcheIn Crimemag

Neil Cross: Luther. Die Drohung

Erotische Laktation, Nekrophilie und andere Zerstreuungen oder Cool ist out – (Luther’s Lament II:) Romane und Fernsehserien haben eine unterschiedliche DNA, ihre produktionsästhetischen Voraussetzungen differieren erheblich, auch wenn sie Teil ein und desselben Narrativs sind: In unserem Fall fungiert ein Roman als Prequel zu einer schon entwickelten TV-Serie: „Luther“ von Neil Cross. Kann das gutgehen? Thomas Wörtche über den Roman „Luther. Die Bedrohung“. Roman/Drehbuch – Drehbuch/Roman? Neil Cross ist davon überzeugt: „Luther. Die Bedrohung“ ist nicht etwa eine ex-post-novelization eines nie gedrehten Prequels zur Serie, sondern ein „richtiger Roman“. AufRead More

Posted On Februar 25, 2012By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Endlich, endlich, sie sind wieder da – Carlos’ Schwurbnews I/ 2012 Noch, liebe Freunde des Schwurbverlags, lässt der Frühling auf sich warten. In unserer schönen Römerstadt Osterburken pfeift jedenfalls noch ein grimmiger Wind durch beide Gassen der historischen Altstadt. Das hindert uns freilich nicht, der Witterung zu trotzen und hiermit unser Frühjahrsprogramm vorzustellen! Das Wichtigste vorab: Es ist uns gelungen, potente Partner an unseren Verlag zu binden. Keinen Geringeren als den Fußballverein TSG-Hoffenheim, unser nordbadisches „Barca“ (Zwinker!), und unsere ortsansässige medizintechnische Weltfirma Badenkrücken und -prothesen GmbH (ehemals Blinden- und Irrenmanufaktur Osterburken).Read More

Posted On Februar 25, 2012By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Donald Ray Pollock: Das Handwerk des Teufels

Wuchtig, intensiv, melancholisch – Frank Rumpel ist sehr beeindruckt. Wer einen schlechten Tag hat, sollte besser die Finger von Donald Ray Pollocks Roman „Das Handwerk des Teufels“ lassen, denn besser wird der Tag davon sicherlich nicht. Das liegt keineswegs an der Qualität des Textes, sondern ganz allein an der nachtschwarzen Geschichte, die der 1954 geborene Pollock in seinem Romandebüt so perfekt mitleidlos erzählt, dass man ohne Weiteres auf den Gedanken kommen könnte, die Menschheit sei ein ziemlich hoffnungsloser Fall und jener Ausschnitt des Mittleren Westens der USA, wo Pollocks GeschichteRead More

Posted On Februar 25, 2012By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Bo Sanders: Die Maya-Prophezeiung

Schön schaurig – Bekanntlich geht ja bald die Welt unter, spätestens im kommenden Dezember. Anlass zu allerlei Unfug, nicht nur auf dem Buchmarkt. Eva Karnofsky hat die Probe aufs Exempel gemacht und war positiv überrascht: Nicht selten kommt Krampf dabei heraus, wenn ein Roman auf ein Datum hin geschrieben wird. Bo Sanders ist jedoch mit ihrer „Maya Prophezeiung“, die für den 21. Dezember 2012 den Weltuntergang vorhersagt, ein recht ordentlicher, unterhaltsamer Thriller gelungen, bei dem den Leser nicht ständig das ungute Gefühl beschleicht, dass der Verlag lediglich ein Ereignis „besetzen“Read More

Posted On Februar 25, 2012By Die RedaktionIn Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – heute als Häppchen zerlegt: Arne Dahl und Buddy Giovinazzo von Joachim Feldmann (JF) und Thomas Bodström von Thomas Wörtche (TW). Kolportage à la mode (JF) Beim Showdown in den Räumen einer Berliner Bank fließt reichlich Blut. Dabei geht der Schnitt, mit dem ein wahnwitziger Finanzcoup verhindert wird, nicht in menschliches Fleisch, sondern trennt schlicht ein Kabel durch, das eine Tastatur mit einem Computer verbindet. Angesichts der komplexen Handlung, mit dem Arne Dahls Thriller „Gier“ seine Leser rund 500 Seiten lang in Spannung hält, ist diese Lösung verblüffend simpel.Read More
Der dritte Teil des Stephen-Hunter-Porträts hat sich beim Schreiben gewandelt – heraus kommt eine kleine Kulturgeschichte des Scharfschützen. Heute Teil I, in den nächsten Wochen mehr … Zur Kulturgeschichte des Scharfschützen – Teil I „Wie vom Blitz getroffen niedergestreckt“ Der Scharfschütze ist keine Erfindung der Neuzeit. Dennoch ist er es, mit dem die Moderne zutiefst im Mark getroffen und in Frage gestellt wird. Er ist die Rückkehr des Atavistischen: der Jäger als tödlicher Gegner von uns Zivilisten und Sammlern. Im Tun des Scharfschützen – ein Schuss, ein Treffer; eigentlich einRead More

Posted On Februar 25, 2012By Rosa Ribas und Sabine HofmannIn Crimemag

Rosa Ribas/Sabine Hofmann: Arbeitsjournal (III)

Diario 3: Grau/Gris – Welche Farbe hat die Nachkriegszeit? Wir sind uns sofort einig: Nachkriegszeiten sind grau. Das gilt für die deutsche ebenso wie für die spanische. Zwei Unterschiede springen allerdings sofort ins Auge: In Spanien ist die Nachkriegszeit die Zeit einer Diktatur. Und: Die spanische Nachkriegszeit dauert wesentlich länger, sie beginnt 1939 nach dem Bürgerkrieg und endet Mitte der 50er Jahre. In dieser langen Zeitspanne verändert sich – langsam, langsam – die Schattierung. Sind in Spanien die 40er Jahre fast genauso schwarz wie die drei Jahre des Bürgerkrieges, sindRead More