Posted On März 3, 2012By Die RedaktionIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, willkommen zu unserer ersten März-Ausgabe. Der Bücherfrühling ist mit Macht losgebrochen, deswegen sind wir heute ein wenig rezensionslastig. Aus England kommt ein aufregendes Debüt, „London Killing“ von Oliver Harris, das Thomas Wörtche gleichzeitig zu ein paar grundsätzlichen Gedanken über die Rolle von Polizei in Kriminalromanen angeregt hat. Henrike Heiland forscht nach, warum die sonst in aller Welt so erfolgreiche Sophie Hannah bei uns nicht so recht etwas wird. Zumindest nicht mit ihrem Roman „Totes Herz“. Spannend wäre auch ein gelungener Kriminalroman aus der nicht gerade kriminotorischen Slowakei. „Tod
Read More Totes Holz – In ihrem Heimatland Großbritannien ist sie eine gelobte Größe ihres Genres, die Deutschen tun sich schwer mit ihr: Sophie Hannah, vielfach ausgezeichnet und in dreißig europäische Länder verkauft (laut Verlagsangaben). „Totes Herz“ ist der vierte ins Deutsche übersetzte Roman und ein guter Anlass, sich genauer anzusehen, ob hier jemand zu Unrecht verschmäht wird. Henrike Heiland hat sich´s angesehen … Die Ausgangskonstellation lässt hoffen: Ruth, die noch mit einem traumatischen Ereignis in ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, liebt Aidan, einen etwas zurückhaltenden, wortkargen Kerl Marke Heathcliff, aber Frauen
Read More Tödliche Kreuzfahrt auf einem trostlosen Narrenschiff – Slowakische Kriminalliteratur gehört nicht unbedingt zu der bekanntesten des Genres. Umso freudiger wird sie begrüßt, umso gespannter sind wir – und dann das! Stefan Linster is not amused … Um gleich mit der Schwimmweste an Bord zu springen: Was uns der slowakische Autor Michal Hvorecký mit seiner Geschichte um eine Donaukreuzfahrt und deren Tourmanager tatsächlich erzählen wollte, mochte sich zumindest mir nicht mit Sicherheit erschließen. Und tatsächlich hätte ich den relativ dünnen, gefühlt jedoch nicht endenden Band sicher aus der Hand gelegt, wollte
Read More Stachliger Witz – Man sollte nicht den Fehler machen und die Finnen den anderen nordischen kriminalliterarischen Kulturen zuschlagen. Zumindest nicht automatisch. Finnische Kriminalromane sind vor allem oft komisch, eine Qualität, die den meisten schwedischen Depri-Schmökern abgeht. Frank Rumpel findet zumindest dieses positive Vorurteil bei Marko Leino bestätigt. Einiges in Marko Leinos Kriminalroman „In der Falle“ mag einem von anderen finnischen Romanen einigermaßen bekannt vorkommen. In diesem Fall sind das finnische Kleinkriminelle, die von einem etwas unbestimmten, besseren Leben träumen und dabei an ziemlich ungemütliche, russische Großkriminelle geraten. Ganz nebenbei wird
Read More Das Lied des Blutes – Die TV-Serie „Hautnah – Die Methode Hill“ bietet übersteigerte Grausamkeiten, raffinierte Serienmorde und ein stimmiges Konzept. Kirsten Reimers ist etwas unwillig angetan. 1995, als die Kombination von Serienmörder und Profiler noch nicht ganz so ausgelaugt und plattgewalzt war wie heute, erschien Val McDermids Roman „The Mermaids Singing“ (deutsch „Das Lied der Sirenen“, 1997). Darin hat der klinische Psychologie Tony Hill, spezialisiert auf die Arbeit mit Sozio- beziehungsweise Psychopathen, seinen ersten Auftritt. McDermid erhielt für ihren Roman den Gold Dagger der britischen Crime Writers’ Association. Es
Read More Abstieg in die Hölle vs. Transzendenz – Der amerikanische Kriminalautor Jim Nisbet ist (leider) immer noch ein Geheimtipp. Nun sind innerhalb von zwei Jahren zwei seiner Romane im Pulp Master-Verlag Berlin erschienen, die die Bandbreite und Wandlung des Autors in den letzten Jahrzehnten belegen. Der im Dezember 2009 auf Deutsch erstmals veröffentlichte Roman „Dunkler Gefährte“ war für den Hammett Award 2007 nominiert. Der jetzt im Dezember 2011 erschienene Roman „Tödliche Injektion“ ist eine Wiederveröffentlichung. Frank Nowatzki hatte diesen Roman bereits vor mehr als zwanzig Jahren in der von ihm herausgegebenen
Read More Ein bisschen verjüngt – Henrike Heiland über die neue Krimiserie Die Chefin, die freitags ab 20:15 Uhr im ZDF zu sehen ist. Keine Frage, es gibt so richtig großartige Krimiserien wie Kommissarin Lund oder Gefährliche Seilschaften, Life on Mars oder State of Play, um mal in Europa zu bleiben und nicht gleich wieder die großen US-Produktionen zu bemühen. In Deutschland gibt es auch bemerkenswerte Projekte abseits der Schmunzelkrimis. Im Angesicht des Verbrechens zum Beispiel. KDD. Beides vielfach gelobt und mit Preisen ausgezeichnet. Die Quote hingegen – na ja bis schlimm.
Read More Heute Teil 4 des Hunter-Porträts – die Fortsetzung des Exkurses zum Sniper: Den Lauf der Welt mit einer Kugel ändern Zur Kulturgeschichte des Scharfschützen und zum Thriller-Autor Stephen Hunter (Teil IV) Den Tyrannen zu töten, bedarf eines einzigen, entschlossenen Mannes, das weiß schon das Altertum. „Zu Dyonis, dem Tyrannen, schlich Damon, den Dolch im Gewande …“, erzählt Schillers Ballade „Die Bürgschaft“. Hitler auf dem Obersalzberg im Fadenkreuz eines Scharfschützen – dieses Bild hat es tatsächlich gegeben: im Juni 1941 als damals atemberaubendes Kinobild, sechs Monate vor dem Kriegseintritt der USA.
Read More Pick of the Week N° 2 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig-regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag jede Woche ein paar Titel aus dieser
Read More Last Call von Dave van Ronk And so we’ve had another night of poetry and poses, and each man knows he’ll be alone when the sacred ginmill closes. And so we’ll drink the final glass each to his joy and sorrow and hope the numbing drink will last `til opening tomorrow. And when we stumble back again like paralytic dancers each knows the question he must ask and each man knows the answer. And so we’ll drink the final drink that cuts the brain in sections where answers do not
Read More Moaning and groaning – (Luther’s Lament I:) Idris Elba ist ausgezeichnet worden mit dem Golden Globe 2012 für den besten Schauspieler in einer Miniserie – zu Recht. Diese Miniserie heißt „Luther“ – und ist tatsächlich ziemlich mini. Das sollten die wissen, die sich die DVD leisten wollen. Die erste Staffel hat sechs Folgen, die zweite nur vier. Die Anschaffung lohnt sich für alle, die diese Serie ungekürzt und inklusive aller Vor- und Abspänne sehen wollen. Denn im ZDF schneiden sie lieblos jeweils zwei Fälle aneinander, obwohl die Musik des Abspanns
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, nach der technischen Pause herzlich willkommen zur neuen XL-Ausgabe! Im ZDF läuft sonntags abends die BBC-Serie „Luther“ – Christiane Geldmacher hat für unser kleines Luther-Special schon mal beide Staffeln im Original angeschaut, Thomas Wörtche das Prequel, das als Roman von Neil Cross daherkommt, gelesen. Good news gibt es von Carlos – nämlich die neuen, inzwischen kultisch verehrten „Schwurbnews“ aus dem großartigen Schwurbverlag! Frank Rumpel bespricht Donald Ray Pollocks Debüt „Das Handwerk des Teufels“, Eva Karnofsky den Erstling von Bo Sanders: „Die Maya Prophezeiung“. In den Bloody Chops hacken
Read More Posted On Februar 25, 2012By Thomas WoertcheIn Crimemag
Erotische Laktation, Nekrophilie und andere Zerstreuungen oder Cool ist out – (Luther’s Lament II:) Romane und Fernsehserien haben eine unterschiedliche DNA, ihre produktionsästhetischen Voraussetzungen differieren erheblich, auch wenn sie Teil ein und desselben Narrativs sind: In unserem Fall fungiert ein Roman als Prequel zu einer schon entwickelten TV-Serie: „Luther“ von Neil Cross. Kann das gutgehen? Thomas Wörtche über den Roman „Luther. Die Bedrohung“. Roman/Drehbuch – Drehbuch/Roman? Neil Cross ist davon überzeugt: „Luther. Die Bedrohung“ ist nicht etwa eine ex-post-novelization eines nie gedrehten Prequels zur Serie, sondern ein „richtiger Roman“. Auf
Read More Endlich, endlich, sie sind wieder da – Carlos’ Schwurbnews I/ 2012 Noch, liebe Freunde des Schwurbverlags, lässt der Frühling auf sich warten. In unserer schönen Römerstadt Osterburken pfeift jedenfalls noch ein grimmiger Wind durch beide Gassen der historischen Altstadt. Das hindert uns freilich nicht, der Witterung zu trotzen und hiermit unser Frühjahrsprogramm vorzustellen! Das Wichtigste vorab: Es ist uns gelungen, potente Partner an unseren Verlag zu binden. Keinen Geringeren als den Fußballverein TSG-Hoffenheim, unser nordbadisches „Barca“ (Zwinker!), und unsere ortsansässige medizintechnische Weltfirma Badenkrücken und -prothesen GmbH (ehemals Blinden- und Irrenmanufaktur Osterburken).
Read More Wuchtig, intensiv, melancholisch – Frank Rumpel ist sehr beeindruckt. Wer einen schlechten Tag hat, sollte besser die Finger von Donald Ray Pollocks Roman „Das Handwerk des Teufels“ lassen, denn besser wird der Tag davon sicherlich nicht. Das liegt keineswegs an der Qualität des Textes, sondern ganz allein an der nachtschwarzen Geschichte, die der 1954 geborene Pollock in seinem Romandebüt so perfekt mitleidlos erzählt, dass man ohne Weiteres auf den Gedanken kommen könnte, die Menschheit sei ein ziemlich hoffnungsloser Fall und jener Ausschnitt des Mittleren Westens der USA, wo Pollocks Geschichte
Read More Schön schaurig – Bekanntlich geht ja bald die Welt unter, spätestens im kommenden Dezember. Anlass zu allerlei Unfug, nicht nur auf dem Buchmarkt. Eva Karnofsky hat die Probe aufs Exempel gemacht und war positiv überrascht: Nicht selten kommt Krampf dabei heraus, wenn ein Roman auf ein Datum hin geschrieben wird. Bo Sanders ist jedoch mit ihrer „Maya Prophezeiung“, die für den 21. Dezember 2012 den Weltuntergang vorhersagt, ein recht ordentlicher, unterhaltsamer Thriller gelungen, bei dem den Leser nicht ständig das ungute Gefühl beschleicht, dass der Verlag lediglich ein Ereignis „besetzen“
Read More Posted On Februar 25, 2012By Die RedaktionIn Crimemag
Bloody Chops – heute als Häppchen zerlegt: Arne Dahl und Buddy Giovinazzo von Joachim Feldmann (JF) und Thomas Bodström von Thomas Wörtche (TW). Kolportage à la mode (JF) Beim Showdown in den Räumen einer Berliner Bank fließt reichlich Blut. Dabei geht der Schnitt, mit dem ein wahnwitziger Finanzcoup verhindert wird, nicht in menschliches Fleisch, sondern trennt schlicht ein Kabel durch, das eine Tastatur mit einem Computer verbindet. Angesichts der komplexen Handlung, mit dem Arne Dahls Thriller „Gier“ seine Leser rund 500 Seiten lang in Spannung hält, ist diese Lösung verblüffend simpel.
Read More Posted On Februar 25, 2012By Alf MayerIn Crimemag
Der dritte Teil des Stephen-Hunter-Porträts hat sich beim Schreiben gewandelt – heraus kommt eine kleine Kulturgeschichte des Scharfschützen. Heute Teil I, in den nächsten Wochen mehr … Zur Kulturgeschichte des Scharfschützen – Teil I „Wie vom Blitz getroffen niedergestreckt“ Der Scharfschütze ist keine Erfindung der Neuzeit. Dennoch ist er es, mit dem die Moderne zutiefst im Mark getroffen und in Frage gestellt wird. Er ist die Rückkehr des Atavistischen: der Jäger als tödlicher Gegner von uns Zivilisten und Sammlern. Im Tun des Scharfschützen – ein Schuss, ein Treffer; eigentlich ein
Read More Posted On Februar 25, 2012By Rosa Ribas und Sabine HofmannIn Crimemag
Diario 3: Grau/Gris – Welche Farbe hat die Nachkriegszeit? Wir sind uns sofort einig: Nachkriegszeiten sind grau. Das gilt für die deutsche ebenso wie für die spanische. Zwei Unterschiede springen allerdings sofort ins Auge: In Spanien ist die Nachkriegszeit die Zeit einer Diktatur. Und: Die spanische Nachkriegszeit dauert wesentlich länger, sie beginnt 1939 nach dem Bürgerkrieg und endet Mitte der 50er Jahre. In dieser langen Zeitspanne verändert sich – langsam, langsam – die Schattierung. Sind in Spanien die 40er Jahre fast genauso schwarz wie die drei Jahre des Bürgerkrieges, sind
Read More Posted On Februar 25, 2012By Christopher G. MooreIn Crimemag
… Christopher G. Moore heute über Datensammlungswut, Religion, Bombenlegen und die Zukunft. Data Mining in the Age of Terrorism Thai police arrested two terrorist suspects and were searching for a third man after three reported bombings in Bangkok on 14 February 2012. The Bangkok Post reported that bombings took place on Sukhumvit Road (Soi 71) in a crowded residential area of Bangkok. It appears a bomb went off in the alleged terrorists’ living quarters. One terrorist was arrested at Suvarnbhumi Airport, Bangkok’s main airport, as he was about to board
Read More Posted On Februar 25, 2012By Thomas PrzybilkaIn Crimemag
Pick of the Week N° 1 – Seit Jahren bibliographiert, archiviert und kommentiert der designierte Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag ab heute jede Woche ein
Read More Die Rache von Ludwig Uhland Der Knecht hat erstochen den edlen Herrn, Der Knecht wär selber ein Ritter gern. Er hat ihn erstochen im dunklen Hain Und den Leib versenket im tiefen Rhein. Hat angeleget die Rüstung blank, Auf des Herren Roß sich geschwungen frank. Und als er sprengen will über die Brück‘, Da stutzet das Roß und bäumt sich zurück. Und als er die güld’nen Sporen ihm gab, Da schleudert’s ihn wild in den Strom hinab. Mit Arm, mit Fuß er rudert und ringt, Der schwere Panzer ihn niederzwingt.
Read More Mega-Mania Adler-Olsen „Das Alphabethaus“ ist ein Bestseller auf Biegen und Brechen … Krimi macht’s möglich: mit ollen Kamellen ganz nach vorn an der Wühltischfront. Nach dem fetten Erfolg seiner Kriminalromane prescht unser aller liebster Däne Jussi Adler-Olsen auch mit seinem nachgelieferten Debütroman „Das Alphabethaus“ an die Spitze der Verkaufscharts. Ein Buch wie ein Brikett, das aus den fernen Zeiten der Ofenheizungen erzählt; rückblickend in die Kriegs- und Nachkriegszeit. Schon zu seinen Debützeiten, also in den Neunzigern, hat Jussi Adler-Olsen auf Klotzen statt Kleckern gesetzt. Ulrich Noller, der „Das Alphabethaus“ für
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, Jussi Adler-Olsen verkauft Bücher, verkauft Bücher und verkauft Bücher – warum eigentlich? Ulrich Noller hat sich daraufhin den neuesten Seller angeschaut, obwohl der schon ziemlich alt ist: „Das Alphabet Haus“. Carlos hat an den Folgen einer einfachen Busfahrt schwer zu kauen, denn es erscheinen ihm Gestalten wie V. Bouffier und J. Fliege und viel Schlimmes mehr. Thomas Wörtche erfreut sich an einem Klassiker in neuem Gewand – an der Comic-Fassung von Joe Haldemans Roman „Der ewige Krieg“ – gezeichnet von Mark Marvano, koloriert von Bruno Marchand und zum
Read More Carlos ist Bus gefahren, das hätte er seiner geistigen Gesundheit zuliebe vielleicht nicht tun sollen, aber natürlich erfreuen wir uns dankbar an den Folgen: Gespräch eines greisen Ehepaars im Bus, ich direkt daneben. Sie: Da fährt noch ein 33er. Er: Das ist aber der andere. Sie: Der andere? Er: Nicht der, in dem wir sitzen. Sie: Wie hieß das Schuhgeschäft? Er: Welches? Sie: Das in der Pfalz. Er: — Sie: Feininger oder nein: Becker! Er: Kuck, der biegt ab. Das ist der andere. Sie: Weißt du, die Gisela, die lässt
Read More Schöne Bilder vom ewigen Krieg – Die Comic-Fassung von Joe Haldemans Vietnamkrieg-Parabel „Der ewige Krieg“ (1974/1988) ist als Gesamtausgabe zusammen mit Bonus-Material in einem Prachtband erschienen. Ein Klassiker-Check von Thomas Wörtche. Wie direkt politisch Science Fiction sein kann, ohne an literarischer Qualität und SF-Spezifik einzubüßen, lernte (nicht nur) ich 1977, als „Der ewige Krieg“ von Joe Haldeman (das Orginal, „The Forever War“, stammt von 1974) auf Deutsch erschien. Ein Vietnam-Veteran, dessen Kriegserfahrung permanent präsent ist, beschäftigt sich mit dem Thema „Universal Soldier“ und den sozialpolitischen Folgen nicht nur für die
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