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Posted On Dezember 11, 2010By Thomas WoertcheIn Crimemag, Vermischtes

Kickass – Bloody Splinters

Blutige Splitter – Die sicherlich kurioseste Nummer der letzten Tage stammt von Dörte Graul. In einem Fragebogen des Buchmarkts ärgert  sich die Pressefrau von Ariadne bei Frage 2: „Worüber haben Sie sich 2010 am meisten geärgert? Über Vertreter der Presse, die mir auf meine Nachfrage, ob sie rezensieren, genervt und larmoyant von den übergroßen Bücherstapeln vor ihnen berichteten.“ Was ärgert Sie da genau? Dass andere Verlage auch Bücher schicken? Dass nicht alle sofort und pausenlos Ariadne-Bücher rezensieren? Dass Sie mit solchen Aktionen nicht die einzige Pressedame sind? Oder dass wirRead More

Posted On Dezember 11, 2010By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: Ludwig Rubiner – Der Festschmaus

Der Festschmaus von Ludwig Rubiner Vergiftet sind die gelben Berberfische, Eh noch der Wagen mit den Trustherrn naht. DETEKTIV GREIFF erfährt dies durch Verrat. FRED schleppt den Fallschirm in die Schloßturmnische. DER FREUND – das keiner aus dem Haus entwische Vom prassenden Getreidesyndikat – Legt um den runden Saal Elektrodraht. Die Gäste stürzen sterbend auf die Tische. GREIFF hat das Schloß mit Militär umstellt. Der Luftschirm trägt die Freunde fort und fällt. Man dringt ins Haus. GREIFF tritt auf den Kontakt. Spät birgt man Leichen, blutig und zerhackt. FRED fälschtRead More

Posted On Dezember 8, 2010By Die RedaktionIn Kunst, Litmag, Online-Galerie

Online-Galerie (1): Dieter Glasmacher

In unserer Online-Galerie stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Arbeiten interessanter Künstlerinnen und Künstler vor. Zum Auftakt zeigen wir Ihnen fünf Bilder des Malers Dieter Glasmacher. Oral History. Verschiedene Materialien auf Holz. 200 x 150 cm Fehlversuch. Acryl auf Holz. 200 x 150 cm Verzerrter Blick. Acryl auf Holz. 200 x 150 cm Wer spricht kriegt Licht. Acryl auf Holz. 200 x 150 cm Expecto Eso. Acryl auf Holz. 200 x 150 cm Ein erzählender Maler Dieter Glasmacher wurde 1940 in Krefeld geboren und lebt heute in der Nähe vonRead More

Posted On Dezember 8, 2010By Tina ManskeIn Musikmag, Porträts / Interviews

Dave Brubeck zum 90sten

Am 6. Dezember ist die Jazz-Legende Dave Brubeck 90 Jahre alt geworden, und noch immer steht er auf der Bühne als agiler Musiker. Tina Manske bringt ein kleines Ständchen.Read More

Posted On Dezember 8, 2010By Die RedaktionIn Litmag

Editorial, 08.12.10

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zum heutigen Double-Feature von LitMag und MusikMag, wir haben ein volles Programm: Am 6.Dezember wurde Dave Brubeck 90 Jahre alt, Tina Manske gibt ein kleines Ständchen. Einmalig in der deutschen Verlagslandschaft sind die erzählten Hörbücher des supposé-Verlags. Gisela Trahms hat mit Verleger Klaus Sander über dessen „Forschungsarbeit im weiten Bezirk des Mündlichen“ gesprochen. Wir freuen uns über den Start einer Kooperation: CULTurMAG und das Literaturmagazin MACONDO präsentieren in Zukunft regelmäßig ausführliche Ausschnitte aus Lesungen interessanter Autoren. Die Reihe beginnt mit Melinda Nadj Abonji, die in diesem JahrRead More

Posted On Dezember 8, 2010By Frank SchorneckIn Litmag, Porträts / Interviews

Live-Lesung: Melinda Nadj Abonji

Die Ton-Trägerin – Für ihren Auftritt anlässlich des Macondo-Festivals 2010 in Bochum hat die Buchpreisträgerin Melinda Nadj Abonji einen Ausschnitt aus ihrem Roman „Tauben fliegen auf“ gemeinsam mit dem Beatboxer Jurczok 1001 einstudiert. Der gleichmäßig schwingende Sprachfluss Abonjis wird zunächst dezent untermalt von Windhauch und fernem Eisenbahngeratter, auch die Violine unterstützt die Dramaturgie des Textes. Die Lesung wurde von Thomas Frank für den WDR mitgeschnitten; Macondo und CULTurMAG präsentieren exklusiv Auszüge aus der Veranstaltung. Melinda Nadj Abonji – Live (1) Während Deutschland sich angeblich abschafft, schafft die Schweiz demnächst aus,Read More

Posted On Dezember 8, 2010By Gisela TrahmsIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Porträt: Verleger Klaus Sander

Klaus Sander und supposé: Die Reize der Mündlichkeit – Klaus Sander lebt in Berlin, in einer jener Altbauwohnungen des alten Westens, in die man sofort einziehen möchte. Hohe Räume, Regale bis an die Decke, bestückt mit Büchern, vor allem aber natürlich mit den eigenen CDs. Klaus Sander ist das Audio-label supposé. Ein Porträt von Gisela Trahms supposé ist ein Solitär, denn es produziert keine Hörbücher, sondern erzählte Welt. Jede CD ist Teil des umfassenden Projekts, das vergängliche gesprochene Wort in eine ihm gemäße Kunstform zu überführen. Aber jede CD stehtRead More
Autos, Autos, Autos … – „Objekte im Rückspiegel sind oft näher, als man denkt“ – und ein Buch über Autos, das diesen Titel führt, ist kein bisschen so, wie man denkt. Oder dann doch: Denn schon Roland Barthes bestand in seiner Mutter aller kultursemiotischen Analysen mit Witz und in lesbarer Prosa darauf, gegen das sich überall manifestierende „Selbstverständliche“ zu opponieren. Nicht, dass Matthias Penzel gleichmal opponieren möchte – das kriegen wir später, auch da frei nach Barthes, nach der „Feinanalyse“. Aber eine Kulturgeschichte des Autos derart unsystematisch zu schreiben, umRead More

Posted On Dezember 8, 2010By Joerg AubergIn Bücher, Litmag

Philip K. Dick: Stimmen der Straße

Rasende Mitläufer aus der Vorstadt – In seinem zu Lebzeiten unveröffentlichten Roman „Stimmen der Straße“ versucht sich der Science-Fiction-Autor Philip K. Dick an der realistischen Beschreibung des von Paranoia und Bedrohung gezeichneten Lebensgefühls der 1950er-Jahre, scheitert aber an seinen zu hohen Ambitionen. Von Jörg Auberg Als Philip K. Dick 1982 mit 53 Jahren an den Folgen eines Schlag- und Herzanfalls starb, galt er als Geheimtipp für Eingeweihte, der einem Mainstream-Publikum weitgehend unbekannt war. Erst als seine Science-Fiction-Romane von Regisseuren wie Ridley Scott oder Steven Spielberg als Vorlagen für Filme wieRead More

Posted On Dezember 8, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Adam Thirlwell: Flüchtig

Virtuoses Blendwerk – Adam Thirlwell wurde nach seinem hochgelobten und international erfolgreichen Debüt „Strategie“ (2004) als „Wunderkind der britischen Literatur“ gefeiert. Sein jetzt auf Deutsch erschienener zweiter Roman „Flüchtig“ hinterlässt allerdings einen zwiespältigen Eindruck. Von Karsten Herrmann Adam Thirlwell erzählt hier die Geschichte von Haffner, einem schillernden Geschäftsmann, Schöngeist, Jazz-Liebhaber und Bewunderer der Antike. Vor allen Dingen aber lebte und lebt dieser Haffner für die Frauen, „war lüstern, egoistisch, eitel – ein ganz normaler Mann“. Wie von selbst und fast zwangsläufig scheint er sich mit seinen Affären dabei immer wiederRead More

Posted On Dezember 8, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag, Lyrik

Michael Krüger: Ins Reine

Wo der Irrtum beginnt – Michael Krügers neue Gedichte der Ungewissheit und Unsicherheit, die einen schwer loslassen. Von Carl Wilhelm Macke „Lyrik“, so hat es einmal Literaturnobelpreisträger Joseph Brodsky gesagt, „schult einen enorm in Unsicherheit und Ungewißheit.“ Als Motto passend zu jedem Gedichtband von Michael Krüger, Verleger und Freund von Brodsky. Nehmen wir das Titelgedicht seines neuesten Bandes als Beispiel: „Wir haben meine Kindheit nachgestellt/ mit unscheinbaren Dingen./ Einem Tannenzapfen, Brotkrumen,/ Schlüsseln, einem schwarzgeäderten Stein,/ alles, was zur Hand ist und beweglich./ Nur haben die Dinge die Neigung,/ nach eigenemRead More

Posted On Dezember 8, 2010By Christina MohrIn Kolumnen und Themen, Musikmag

Mohr Music – Im Caféhaus

In dieser Woche unternimmt unsere Autorin Christina Mohr einen literarischen und musikalischen Streifzug durch die Caféhauskultur vergangener Tage. Und apropos vergangen, eines ist klar: Loungemusik im Café ist total Neunziger, aber echt!Read More

Posted On Dezember 8, 2010By Tina ManskeIn Musikmag

Tame Impala: Innerspeaker

Das Debüt-Album der vier Australier steht mit seiner Wucht ziemlich solitär in der heutigen Musiklandschaft, findet Tina Manske.Read More

Posted On Dezember 8, 2010By Die RedaktionIn Musikmag

Blitzbeats

Christina Mohr und Thomas Wörtche haben die neuen Alben von Duffy und Parov Stelar gehört - mit unterschiedlichem Ergebnis...Read More

Posted On Dezember 6, 2010By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Außerirdische – 1 bild / 100 worte – Wenn sich die Küche nachts um zwei in ein Raumschiff verwandelt und mit uns in den Weltall fliegt, dann ist Wodka unser Pilot und wir rauchen wie die Weltmeister. Die Zigaretten gehen aus. In der Ladeluke erscheint Thomas Mann. – Meister! Bringen Sie Kippen? – Ich schmauche nicht mehr. – Hihi hi hi hi hi! – Was gibt’s da zu kichern? – Nichts. (Schmauchen!) *PRUST* Excusez! – Accepté. Stellt jetzt eure Fragen! – Wir denken nach: – Verehrter Meister, in Sachen Außerirdische:Read More

Posted On Dezember 4, 2010By Die RedaktionIn Crimemag

Editorial, 04.12.10

Liebes CrimeMag-Publikum, freuen Sie sich in unserer heutigen Kompaktausgabe am Krimigedicht, das auch als inoffzielle Hymne des CrimeMag verstanden werden darf: „I’ve seen the future, brother: it is murder“. Der vierte Teil unseres grandiosen Fortsetzungsromans um einen „ekelhaften Leichnam“ stammt von Lorenzo Lunar. Peter Münder hat die Autobiografie von Tony Blair gelesen, Steffen Richter ärgert sich über Andrea Camilleri und die Bloodys stammen heute von Joachim Feldmann, Klaus Kamberger und Thomas Wörtche! Viel Spaß im Schnee (ob schmutzig oder nicht) wünscht Ihnen Ihr CrimeMag-TeamRead More

Posted On Dezember 4, 2010By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Leonard Cohen: The Future

The Future von Leonard Cohen: Give me back my broken night my mirrored room, my secret life it’s lonely here, there’s no one left to torture Give me absolute control over every living soul And lie beside me, baby, that’s an order! Give me crack and anal sex Take the only tree that’s left and stuff it up the hole in your culture Give me back the Berlin wall give me Stalin and St Paul I’ve seen the future, brother: it is murder. Things are going to slide, slide inRead More
Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – Vergangenes Jahr begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist … Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigtenRead More

Posted On Dezember 4, 2010By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Tony Blair: Mein Weg

Lange Reise an die Macht – „What’s new, Tony?“ Hatte Tony Blair nicht schon alles gesagt über New Labour – Reformversuche und die Edelbruderschaft mit George W.?  In seinen Memoiren „A JOURNEY“ („Mein Weg“) plaudert er nun über Gott und die Welt, Liebe und Familie, Partei-Intrigen, Fingerhakeln mit Intimfeind Gordon Brown. Wenn es aber um die Unterstützung der US-Invasion im Irak und um geheime Vereinbarungen mit Bush geht, verliert sich seine Eloquenz im diffusen Orakeln. Von Peter Münder Dieses Buch sollte anders sein als die üblichen politischen Memoiren, betont TonyRead More

Posted On Dezember 4, 2010By Steffen RichterIn Bücher, Crimemag

Andrea Camilleri: Das graue Kleid

Heiliger Luigi – Früher war das mal ein Gütesiegel: Literatur aus Sizilien. Tempi passati, wie es scheint. Nun fällt auch Andrea Camilleri, obwohl – oder weil? – er Bücher im Akkord produziert, nichts Rechtes mehr ein. In seinem vorerst letzten Roman geht ein hoher Bankangestellter in Pension. Zugleich wird er mittels eines anonymen Briefchens darauf gestoßen, dass seine Frau Adele ihn seit langem betrügt. So richtig unerwartet kommt das nicht, die Dame ist immerhin 25 Jahre jünger und eine Ausgeburt von Sinnlichkeit. Allerdings, und diese Erkenntnis kommt unserem Mann schonRead More

Posted On Dezember 4, 2010By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – Heute choppen für Sie: Joachim Feldmann (JF), Klaus Kamberger (KK) und Thomas Wörtche (TW) über Kurt Palm, Christopher Reich und Pablo Tusset. Jödeldööö! (JF) Dass auf den letzten Seiten des nach seinem Handlungsort betitelten Romans ein Unwetter apokalyptischen Ausmaßes über dem österreichische Bergnest Bad Fucking aufzieht, könnte religiös orientierte Leser zu der Annahme verleiten, hier sorge ein rachsüchtiger Gott dafür, dass all die im Lauf der Handlung vergossenen Körperflüssigkeiten in einem Aufwasch hinweggespült werden. Allein – es ist doch nur der Autor Kurt Palm, der seine ausRead More
Harold Pinter 1960: Durchbruch mit dem Hausmeister – Nach den Einaktern „Das Zimmer“, „Der stumme Diener“ und seinem ersten abendfüllenden Stück „Die Geburtstagsfeier“ (1958), das auf großes Unverständnis stieß und nach nur einer Woche abgesetzt wurde, steckte Harold Pinter in einer Krise. Der große künstlerische Durchbruch gelang ihm dann vor 50 Jahren mit „Der Hausmeister“. Peter Münder mit einem Check dieses Theater(Neo)Klassikers. Was für ein Flop! Sechs Zuschauer in einer Vorstellung, Gesamteinnahmen nach einwöchiger Spielzeit der „Birthday Party“ am Londoner „Lyric Theatre“: Genau 260 Pfund, elf Shilling, fünf Pence –Read More

Posted On Dezember 1, 2010By Die RedaktionIn Litmag

Editorial, 01.12.10

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Mittwochsausgabe, dem Double-Feature von LitMag und MusikMag. Peter Münder mit einem (Neo)Klassiker-Check: Vor 50 Jahren schaffte der Dramatiker Harold Pinter seinen Durchbruch mit dem stilbildenden Stück „Der Hausmeister“. Christina Mohr hat sehr auf einen gelungenen Coup gehofft – aber leider ist die neue Platte von Take That einfach nur schlecht. Dorothee Elmiger hat mit ihrem preisgekrönten Debütroman „Einladung an die Waghalsigen“ für Aufsehen gesorgt, Charlotte von Bausznern nähert sich vorsichtig diesem spannenden und sperrigen Text. Andreas Bick ist etwas ganz besonderes gelungen, nämlich das Rieseln vonRead More

Posted On Dezember 1, 2010By Charlotte von BausznernIn Bücher, Litmag

Dorothee Elmiger: Einladung an die Waghalsigen

Einladung angenommen – Ein Erfahrungsbericht zu Dorothee Elmigers Debütroman „Einladung an die Waghalsigen“ mit einem Versuch, sie zu verstehen. Zwei Schwestern machen sich in einem Endzeitgebiet, unter dem seit Jugendgedenken ein Grubenfeuer glüht, auf die Suche nach einem vielleicht nicht existierenden Fluss, nach ihrer Geschichte und ihrer möglichen Zukunft. Für mich ist es auch eine Beschreibung der Gegenwart. Von Charlotte von Bausznern An einem Dienstag, vielleicht, erreicht mich per Post endlich ein Band in dritter (!) Auflage, dessen Titel trotz seiner Jugend bereits altbekannt in den Feuilletons ist: Es istRead More

Posted On Dezember 1, 2010By Christina MohrIn Musikmag

Take That: Progress

Christina Mohr war bereit, wirklich bereit. Zwanzig Jahre nach Take Thats ersten Tanz- und Sangesversuchen wollte sie der wiedervereinten Boygroup gern bescheinigen, dass Gary Barlow und Robbie Williams, Jason Orange, Mark Owen und Howard Donald zu richtig tollen Musikern gereift sind, deren Songwriting sich hören lassen kann. Aber aber...Read More

Posted On Dezember 1, 2010By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik

Jan Wagner: Australien

In alle Himmelsrichtungen und darüber hinaus – Kreuz und quer über den Globus, welch ein Traum! Und dann ein tiefes, tiefes Loch durch die Erde graben, bis man in Down Under wieder rauskommt… Jan Wagners vierter Gedichtband reist durch die Welt und schaut in den Zeitenschacht. In südlichen Urwäldern beginnt die Reise. „älter als der bischofsstab, / den es hinter sich herzieht“, sitzt dort das Chamäleon „auf seinem ast“. Es kann nicht nur seine Farben wechseln, sondern bewegt auch die Augen unabhängig voneinander: „mit einem blick am himmel und demRead More