Posted On Dezember 15, 2010By Peter MuenderIn Kunst, Litmag
Kunstwerke aus Polizeiklamotten – Der Künstler Peter Rösel arbeitet mit viel Witz und Fantasie – Peter Münder hat sich die Hamburger Ausstellung im Ernst Barlach Haus angesehen. Eine schrumpelige kaktusartige Dornenhecke an der Eingangstür des Barlach Hauses, prächtige grün-weiß schimmernde Seerosen im geräumigen Atrium: Man könnte das für dekoratives Beiwerk für eine dieser nervtötenden Klimakatastrophenkonferenzen halten. Doch Peter Rösel, 44, in Marokko und dem Irak aufgewachsen und in Berlin-Weißensee lehrender Kunstprofessor, fordert dem Betrachter mit seinen Installationen, Skulpturen und Bildern gern den zweiten Blick, das genauere Hinsehen ab: Die Dornenhecke besteht
Read More Einspruch gegen eine vorherrschende Stimmung – Von Carl Wilhelm Macke. Alles an dem spontan nach der Vertrauensabstimmung vom 14. Dezember geschriebenen empörten Kommentar von Ulrich Ladurner in Zeit-Online trifft ja zu. Die Verzweiflung über die jetzt schon nicht mehr zählbaren Vertrauenserklärungen von Seiten einer Mehrheit der beiden italienischen Kammern (Senat und Abgeordnetenkammer) ist gut begründet. Wieso schafft es dieser korrupte, macht- und sexgeile alte Unternehmer aus Mailand immer noch, bei den Wahlen innerhalb und außerhalb der Parlamente die Mehrheit für sich gewinnen? Können denn ‚die Italiener’ nicht lesen, nicht zur
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Die RedaktionIn Litmag
willkommen zum Double-Feature von LitMag und MusikMag, wir freuen uns über den Start einer neuen Reihe: In der Action-Kolumne „Sachen machen“ probiert Isabel Bogdan in den nächsten Monaten einige skurrile, abseitige und abenteuerliche Dinge aus. Zum Auftakt macht sie für uns den Bootsführerschein …
Read More Was braucht man vor allem fürs Übersetzen? Neben Sprachgefühl und Fachkenntnis? Neugier! Denn ohne die Fähigkeit, sich in fremde Personen und Situationen hineinzuversetzen, bleibt jede Übersetzung schal. Isabel Bogdan ist neugierig – aber ob sie deswegen Übersetzerin geworden ist, oder ob sie vom Übersetzerinsein so neugierig wurde, das wissen wir nicht. Jedenfalls wird sie für unsere neue Kolumne „Sachen machen – Isabel Bogdan probiert’s aus“ in den nächsten Monaten viel Skurriles, Abseitiges und Abenteuerliches ausprobieren, was gar nichts mit dem Übersetzen zu tun hat. In der ersten Folge wagt sich
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Joerg von BilavskyIn Musikmag
Drei Pariser Freunde fordern mit melodiösem Hip-Hop die USA heraus, wie ein begeisterter Jörg von Bilavsky zu berichten weiß.
Read More Klaus Sander und supposé (2): Die Ordnung des Feldes – Klaus Sander trifft Wissenschaftler und Künstler und bringt sie zum Sprechen. Wie er das macht, bleibt sein Geheimnis, denn man hört ihn nicht...
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Henrike HeilandIn Bücher, Litmag
Auf der Suche nach dem großen Thema – Die deutschen ledigen Väter waren begeistert: Endlich schrieb mal jemand über ihre Gefühle! Und darüber, wie schwer sie’s haben, so als entrechtete Väter eben. Aber geht’s im Roman wirklich darum? Von Henrike Heiland. Bei diesem Buch stand gleich mit seinem Erscheinen mehr das Thema Sorgerecht im Vordergrund als der Text selbst, von der Gesetzesänderung zugunsten lediger Väter, die fast zur gleichen Zeit stattfand, mal ganz abgesehen. Endlich, freute sich so mancher, endlich mal die Perspektive eines hilflosen Vaters, der nichts tun kann
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Der Sound einer neuen Generation – Mit „PLAY.REPEAT.“ hat der erst 23-jährige Marcel Maas ein bemerkenswertes Debüt geschrieben, in dem er jenseits konventioneller Genregrenzen mit Stilmitteln des Technos und der digitalen Medien ein literarisches Crossover zubereitet. Von Karsten Herrmann Als Protagonisten tauchen in diesem als „Prosa-Set“ gekennzeichneten Textwerk Carlos, Marlene, Lilly und ein Ich-Erzähler auf, dessen Ich weit entfernt ist von stiller Nabelschau. Dieses Ich ist auch kein klassisch auktorial erzählendes mehr, sondern ist durchdrungen und okkupiert von den verbalen und visuellen Bruchstücken der Konsum- und Medienkultur. Die Ich-Realität, das
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Am Ende der Worte liegt ein Haus am See – Der Calwer Hermann-Hesse-Preis, mit dem herausragende Literaturzeitschriften ausgezeichnet werden, wurde in diesem Jahr an den poet verliehen. Erwachsen ist das Magazin aus dem Internetprojekt poetenladen, das erst seit 2005 existiert, aber die Literaturszene ungemein bereichert hat. Neben dem Magazin bringt der poetenladen-Verlag nun auch vermehrt Einzeltitel auf den Markt. Das gute Gespür aus der Magazinarbeit stellt das Team um Andreas Heidtmann auch hier unter Beweis. Noch druckfrisch ist Katharina Hartwells Erzählband „Im Eisluftballon“. Katharina Hartwell, geboren 1984 in Köln, studiert
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag
Die Banalisierung des Bösen – In „Antisemit!“ kommt Moshe Zuckermanns Verzweiflung über die israelische Politik genauso zum Ausdruck wie seine Empörung über die Instrumentalisierung des Antisemitismus zum herrschaftlichen Bekenntnis in Israel und Deutschland. Von Elfriede Müller Moshe Zuckermann legt in seinen Texten und Stellungnahmen immer Wert darauf, Kritik an den herrschenden Verhältnissen auf den jeweiligen Kontext zu beziehen. Sein 1998 erschienenes Buch „Zweierlei Holocaust: der Holocaust in den politischen Kulturen Israels und Deutschlands“ setzte ideologiekritische Maßstäbe für die Diskursanalyse israelischer und deutscher Gedenk- und Erinnerungspolitik. Zwölf Jahre später hat sich
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Eva KarnofskyIn Bücher, Litmag
Kopfgeburt – Es gibt Romane, für die bin ich wohl zu schlicht, um sie zu goutieren. Bleibt mir nur, den Hut zu ziehen vor den Kritikern, die aus ihnen die klügsten Dinge herauszulesen verstehen und sich bestens mit ihnen unterhalten, während ich mich gelangweilt, ja genervt von Seite zu Seite quäle. „Geschichte der Tränen“ des Argentiniers Alan Pauls ist ein solcher Roman. Von Eva Karnofsky Der Inhalt ist schnell erzählt. Ein namenloser Mann erinnert sich – und ein allwissender Erzähler gibt es in Fragmenten wieder – an Episoden seiner Kindheit
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Lenin, Gorki und ich – Die große Gelassenheit des „grand old man“ Stanley Moss ist in jedem seiner „Gedichte“ spürbar – sie sind, in der Übersetzung von Hans Magnus Enzensberger, ein wunderbares literarisches Geschenk. Von Carl Wilhelm Macke Zum Ende des Jahres hin, vornehmlich vor den Weihnachtstagen, werden jetzt wieder die üblichen Fragen an alle (noch) Bücher lesenden Menschen gestellt: Was war für Sie das Buch des Jahres, was war Ihre größte literarische Entdeckung, was war die wichtigste neue Stimme auf dem Literaturmarkt usw. usw. Obwohl man einige Vorbehalte gegen
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Joachim LeserIn Litmag
"Die Frau mit den fünf Elefanten" porträtiert die kürzlich verstorbene Übersetzerin Svetlana Geier. Mit 67 Jahren hat sie begonnen, die grossen Romane Dostojewskijs zu übersetzen. Außerdem: zahlreiche Sendungen zu Jean Genet, Jaap Blonk trägt die "Ursonate" vor, Verleger Klaus Sander im Gespräch ...
Read More Weißer Zwerg – 1 bild / 100 worte – Auf der diesjährigen Wunschliste des Weißen Zwergsterns stehen: Ringelsocken, Kernfusionen, Kaviar. Und die Silver Surfer Moebius Statue von Attakus aus Porzellan. – Teure Stella! Hab ich Euch je von meiner Liaison mit einem Gestirn aus dem Orionnebel erzählt? Die Kleine war heiß, Novae produzierten wir am Laufmeter, jedoch sie starb. Wie, fragt Ihr? In einer lauen Planetennacht hielt ich sie umschlungen, da verpuffte sie in einer Supernova. – Auch einen Hund wünscht sich der Zwergstern. Einen Bernhardiner. Was er damit will,
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Christina MohrIn Musikmag
Zum Jahresende bewegt unsere Autorin Christina Mohr wichtige Fragen des Lebens in ihrem Herzen. Zur Hilfe eilen ihr dabei ein Band über Musiker und ihre Einflüsse sowie die Musik von Klassikern wie Elvis und Jimi Hendrix. Genau das richtige für die Pausen zwischen den Festtagsgängen.
Read More Posted On Dezember 15, 2010By Thomas WoertcheIn Musikmag
Trotzig hat er zu ihnen gehalten, auch wenn andere melancholisch den Kopf schüttelten, aber "The Beginning" bereitet auch den letzten Sentimentalitäten ein Ende - Thomas Wörtche verzweifelt am aktuellen Album der Black Eyed Peas.
Read More Posted On Dezember 14, 2010By Thomas BacksIn Musikmag
„Krankenhaus?“ hieß tatsächlich die EP, mit der die englische Post-Punk-Band British Sea Power vor drei Jahren ein neues Album ankündigte, das da „Do You Like Rock Music?“ hieß. Thomas Backs freut sich, dass die Engländer sich weiterentwickeln und gleichzeitig an klassischen Formaten festhalten. Aktuell gibt es „Zeus“, im Januar folgt „Valhalla Dancehall“.
Read More Denise Mina: „Schreiben ist Arbeit, aber das will keiner hören“ – Denise Mina hat vor kurzem ihre dritte Krimireihe begonnen. Wieder steht mit Alex Morrow eine Frau im Mittelpunkt, die wirklich gar nichts gemein hat mit den selbstbewussten, hochintelligenten und attraktiven Ermittlerinnen, die man aus TV und Bestsellern so kennt. Und das findet die Schottin Mina sehr gut so. Zoë Beck hat sich mit ihr in Glasgow unterhalten ZB: Ich treffe dauernd Krimiautoren, die sagen, dass sie gar keine Krimiautoren sind und auch gar nicht verstehen können, warum man
Read More Posted On Dezember 11, 2010By Die RedaktionIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, heute lesen Sie ein Gespräch zwischen den Kolleginnen Denise Mina und Henrike Heiland. In Carlos Kolumne geht es um das Gesagte und das Gemeinte, um Sinn und Bedeutung, um Wahrheit und Lüge. Der fünfte Teil unseres Fortsetzungromans „Der ekelhafte Leichnam“ stammt von Jorge Moch, aus dem Spanischen übersetzt von Katharina Meyer. Carl Wilhelm Macke macht auf das Lebensrisiko von Journalisten aufmerksam, die wirklich ihrem Job nachgehen und keine Propaganda verzapfen. Anna Veronica Wutschel hat sich weitere Folgen der „Methode Hill“ angeschaut, Susanna Mende die Biographie von Marc Rich
Read More Heute ist Carlo als Sinngeber in einer rätselhaften Welt zugange, als Übersetzer und Transmitter von Schrott in wahrhaft erschütternde Bedeutung … Enjoy! Es gibt eine Maschine, die das, was Menschen sagen, in Geräusche übersetzt, die den wahren Informationsgehalt des Gesagten schlüssig wiedergeben. Darüber hinaus bezieht die Maschine auch die gesamte psychische Allgemeinbefindlichkeit respektive Verkommenheit der gesprochen habenden Person in die Geräuschbildung ein, was der Sache soundtechnisch – laienhaft gesprochen – den letzten Schliff gibt. Ich besitze diese Maschine, jawohl! Das Christkind hat sie mir gebracht, gestern. Ich sagte: „Aber Christkind,
Read More Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – Vergangenes Jahr begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist … Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten
Read More Viva Sisyphos! Journalisten gehören allerspätestens seit Eric Ambler zum Grundbestand des Polit-Thrillers. Und in der realen Welt werden sie, siehe die Vorgänge um WikiLeaks, nicht nur von tyrannischen Regimen oft ungern gesehen. Ihr Blick auf die Welt, ihre Erfahrungen, ihr Wissen lässt sich – siehe u.a. David Ignatius oder Robert Littell – nur fiktionalisieren. Aber erst einmal muss man aus dem Schlamassel wieder rauskommen. Carl Wilhelm Macke erinnert an ein paar unschöne Tatsachen. Christiane Amanpour, Starkorrespondentin von CNN, liebt die direkte Rede. „Egal ob Staaten, Paramilitärs, Aufständische – alle wollen
Read More Posted On Dezember 11, 2010By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, DVD
Ambitioniert produziert: “Hautnah – Die Methode Hill” beeindruckt auch in der 5. Staffel mit viel Experimentierfreudigkeit. Doch exakt diese Lust, auf vielfach abgelaufenen Krimiserienpfaden immer wieder etwas Neues auszuprobieren, etwas Originelles zu wagen, könnte die Macher der Serie Kopf und Kragen gekostet haben. Wurde die weltweit so erfolgreiche Reihe um den eigentümlichen klinischen Psychologen Dr. Tony Hill doch wegen zu hoher Produktionskosten nach der sechsten Staffel eingestellt. Schickte man Tony Hill also wegen zu kostspieliger Exzentrik in Frührente? Anna Veronica Wutschel hat hingeschaut und konnte zumindest keine Spuren von Altersmüdigkeit
Read More Ein gefallener König – Sie gelten als verschwiegen und pressescheu und sind die Strippenzieher im weltweiten Kampf um wertvolle Ressourcen wie Erdöl, Bauxit und das immer begehrtere Koltan: Rohstoffhändler. Wie wertvoll deren Marktkenntnisse, Analysen und Beziehungen zu den jeweiligen Ländern sind, mit denen sie Handel treiben, zeigt die von dem Schweizer Journalisten Daniel Ammann spannend geschriebene und hervorragend recherchierte Biografie über Marc Rich, der wohl schillerndsten Figur der Branche im 20. Jahrhundert. Aus der Grauzone von big business und organized crime berichtet Susanna Mende. Rich kam mit seinen Eltern 1944
Read More Pandahäppchen – Nehmen wir mal an, ein durchgeknallter Koch beschließt, Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo zu klauen und allerliebst zubereitet einer Herde devianter Gourmets zu servieren – no problem with me, aber stellen Sie sich das öffentliche Geschrei vor. Ähnliches muss sich Kurt Barcharz gedacht haben, weniger hinsichtlich Knuts als eines womöglich noch knuffigeren Pandabärchens, das man sieden, schmoren, braten … Na ja, Sie wissen schon … Aber das ist nur eine Idee unter vielen, vielen anderen seltsamen Gedankengängen, die uns Kurt Bracharz in seinem neuen Roman „Der zweitbeste
Read More Heute choppen für Sie: Kirsten Reimers (KR), Peter Münder (PM), Thomas Wörtche (TW) und Friedemann Sprenger (Frisp). Dreiundzwanzig, vierundzwanzig, fünfundzwanzig … (KR) Verstümmelte Frauenleichen in einer amerikanischen Kleinststadt – ganz klar: Da ist ein Serienmörder unterwegs. Linda Castillos Erstlingswerk hat ein beinah anrührend altmodisches Konzept, findet Kirsten Reimers. In einem verschlafenen Painters Mill im Staate Ohio wird in einer eisigen Winternacht die verstümmelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie trägt das Markenzeichen des sogenannten „Schlächters“: eingeritzte römische Ziffern. Zwei Jahrzehnte war der Killer nicht mehr aktiv. Kate Burkholder, seit kurzem
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