Die literarische Woche 3 ::: Literatur im Radio und Fernsehen vom 17. Januar - 23. Januar 2011. Podcast der Woche: André Schiffrin im Gespräch. Tipp der Woche: Zeitraffer-Videos. Literaturzeitschrift der Woche: Sprache im technischen Zeitalter.
Read More Die Zerrissenheit des dünnen Mannes – Dashiell Hammett, weltberühmter Hard-boiled-Autor des „The Maltese Falcon“, starb vor 50 Jahren am 10. Januar 1961. Ein Rückblick und gleichzeitig ein Klassiker-Check von Peter Münder. Mit dem Hammett-Experten Don Herron in San Francisco die wichtigsten Schauplätze aus dem „Malteser Falken“ zu besichtigen, ist vielleicht die amüsanteste Art, sich der Vita des berühmten dünnen Autors zu nähern. Der in Maryland geborene Hammett lebte von 1921–29 in San Francisco und schrieb hier die drei Romane Red Harvest, The Dain Curse und The Maltese Falcon (1930 veröffentlicht).
Read More Posted On Januar 15, 2011By Die RedaktionIn Crimemag
Verehrtes CrimeMag-Publikum, am 10. Januar war der 50. Todestag von Dashiell Hammett. Peter Münder nimmt dieses Datum zum Anlass, um Hammett einem Klassiker-Check zu unterziehen, der auf Noir-Unfug verzichtet und auf die etwas komplexeren Aspekte von Hammetts Werk verweist. CrimeMag hat einen neuen Kolumnisten, den alle Leuten kennen, die sich mit der großen Schnittmenge von Jazz und Crime Fiction befassen: Bill Moody, Jazzschlagzeuger und Verfasser der Jazz-&-Crime-Romane um den Pianisten Evan Horne. Bill Moody wird uns ab heute regelmäßig mit einschlägigen Texten versorgen und auf unseren Musikgeschmack aufpassen. „Der ekelhafte
Read More Bill Moody ist Jazzprofi mit erheblichen Meriten und Kriminalschriftsteller von Rang. Seine Romane um den Jazzpianisten Evan Horne, der hin und wieder in kriminelle Malaisen rutscht, genießen Kult-Charakter. Für CrimeMag kümmert sich Bill Moody unregelmäßig regelmäßig um den riesigen Bereich Jazz´n Crime – heute eher grundsätzlich und über ein Jazz Mystery, das man leider noch nicht auf Deutsch lesen kann … Have fun! What We Talk About When We Talk About Jazz When a jazz musician steps up to play a solo, the notes he plays are governed by the
Read More Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – 2009 begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist … Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten Plan
Read More Irland ist pleite, alle Iren sind Sänger & Poeten und Kriminalautoren wie Ken Bruen. Ralph Christians lebt in Irland und mag Irland und Ken Bruen und co-produziert gerade die Verfilmung des dritten Jack-Taylor-Romans fürs ZDF. Ein Stimmungsbericht … In Irland ist „MOLLS“ alles o.k. Wenn man im Bergischen Land aufgewachsen ist, versteht man die Welt besser als andere. Und es zieht einen hinaus in die Welt. Das wusste schon der Wuppertaler Friedrich Engels, der eine irische Frau hatte. Und nicht glauben konnte, was er sah, als er erstmals deren Heimat
Read More Metaphysiker des Verbrechens – Ein ganz starkes Stück Literatur legt der Argentinier Ricardo Piglia mit seinem neuen Roman „Ins Weiße zielen“ vor. Sozusagen ein weiterer Beweis, dass man über Kriminalliteratur nachdenken und selber welche schreiben kann, wenn man es kann. Karsten Herrmann hat das Buch gelesen. In den Siebzigern wird in einem kleinen Dorf der argentinischen Provinz der amerikanische Glücksritter und Spieler Tony Durán in seinem Hotelzimmer ermordet. Der mysteriöse Fremde hatte Aufsehen durch seine ménage à trois mit den lebenslustigen Belladonna-Schwestern, den Sprösslingen einer alten Dorf-Dynastie, gesorgt und war
Read More Bloody Chops – heute angerichtet von Kirsten Reimers (KR), Frank Rumpel (rum) und Joachim Feldmann (JF). Geplatzte Träume, fadenscheinige Lebenslügen (KR) In Tana Frenchs drittem Roman steht der Undercover-Ermittler Frank Mackey im Mittelpunkt, er hatte bereits in „Totengleich“ eine wichtige Rolle inne. Weil eine Frauenleiche in einem alten Abrisshaus entdeckt wird, kehrt Mackey nach zweiundzwanzig Jahren in die Straße zurück, in der er aufgewachsen ist: „Faithful Place“ (so auch der weitaus treffendere Originaltitel des Buches), eine Sackgasse in einem Dubliner Arbeiterviertel. Die Krimihandlung ist kaum mehr als ein schmaler roter
Read More Wir freuen uns, Ihnen wöchentlich Christopher G. Moores Views from Bangkok präsentieren zu dürfen. Moore hat wegen seiner großartigen Vincent-Calvino-Romane, die seinerzeit bei metro erschienen waren, in Deutschland immer noch eine große Fangemeinde, die mit neuem Stoff zu versorgen, uns Ehrensache ist. Heute beschäftigt sich Christopher G. Moore mit Wahlkampf, Lügen und Kriminalität. Themen, die uns so unbekannt nicht sein sollten! CRIME STATISTICS AND OTHER ELECTION CAMPAIGN LIES An election must be close in Thailand. The Thai government recently announced plans to reduce crime by 20%. As an election will
Read More Posted On Januar 15, 2011By Die RedaktionIn Crimemag
Enseña no ser segura política reprehende acciones, aunque malas sean, pues ellas tienen guardado su castigo von Francisco de Quevedo Raer tiernas orejas con verdades mordaces, ¡oh Licino!, no es seguro: si desengañas, vivirás obscuro, y escándalo serás de las ciudades. No las hagas, ni enojes, las maldades, ni mormures la dicha del perjuro: que si gobierna y duerme Palinuro su error castigarán las tempestades. El que, piadoso, desengaña amigos tiene mayor peligro en su consejo que en su venganza el que agravió enemigos. Por esto a la maldad y
Read More Posted On Januar 12, 2011By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag
„Die Monkey Wrench Gang“ und andere schöne Bücher – Zu Besuch beim Verlag Walde + Graf in Zürich. In diesem Bericht werden erwähnt: Reklametafeln, konstruktiver Vandalismus, zottelige Revolutionäre, die Schweiz, „die Schweiz“, Comics, Wetterpropheten und das Glück des Verlegers, das dem Glück des Lesers immer um ein Programm vorauseilt. Von Brigitte Helbling. „Die Monkey Wrench Gang“ hieß das Buch, das man im vergangenen Messeherbst sofort anfassen wollte, ach was, anfassen: mit nach Hause nehmen, in sein Zimmer schmuggeln und mit der Taschenlampe unter der Bettdecke lesen. Wir reden hier von
Read More Posted On Januar 12, 2011By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zum ersten Double-Feature von LitMag und MusikMag im Jahr 2011. Brigitte Helbling hat den Verlag „Walde + Graf“ besucht und stellt Ihnen das innovative Programm der Schweizer vor. Peter Münder hat eine Podiumsdiskussion zwischen Helmut Schmidt und dem ZEIT-Redakteur Theo Sommer verfolgt und Sommers Buch „Unser Schmidt. Der Staatsmann und Publizist“ gelesen. In der zweiten Folge unserer neuen Kolumne „Sachen machen – Isabel Bogdan probiert’s aus“ berichtet Isabel diesmal von ihrem Besuch in der Unsicht-Bar, einem Restaurant, in dem in absoluter Dunkelheit gegessen wird. Außerdem in unserem
Read More Überlebensgroß: Herr Schmidt – Wenn in diesen turbulenten Zeiten Ex-Kanzler Helmut Schmidt in einer öffentlichen Diskussion seine eigene Amtszeit Revue passieren lässt, über seine Rolle als ZEIT-Herausgeber spricht und die Euro-Krise analysiert, dann spürt man, dass die Hanseaten ihn am liebsten wieder als Kanzler oder zumindest als Bürgermeister installieren würden – Heldenverehrung ist angesagt … Von Peter Münder Bis auf den letzten Platz war Hamburgs Thalia Theater schon wochenlang vor dieser Diskussion zwischen Helmut Schmidt und dem ZEIT-Redakteur Theo Sommer (er nennt sich „Editor-at-Large“, ist also nicht auf der Flucht,
Read More Posted On Januar 12, 2011By Thomas BacksIn Musikmag
Musikalisch, lyrisch und symbolisch: In einem Album der englischen Post-Punk-Band British Sea Power steckt eine ganze Menge Inspiration. Der neue Longplayer der Engländer heißt „Valhalla Dancehall“, sein Cover verweist mit einem scheuenden dreibeinigen Pferd auch auf den tschechischen Autor Bohumil Hrabal. Krautrock-Elemente und Electro-Pop erweitern das Repertoire. „Wie wird da erst die nächste Tour?“ fragt sich Thomas Backs.
Read More Heute: In der Unsicht-Bar – Unser Kellner holt uns an der Tür ab und geht mit uns in die Lichtschleuse. Er stellt sich vor, Rohit heißt er, fragt uns nach unseren Namen, fragt, ob er uns duzen darf, sehr nett. Dann geht das Licht aus, und es ist verdammt dunkel. Schwarz. Wir machen eine Polonaise durch das Restaurant, meine Hände liegen auf Rohits Schultern, die meines Mannes auf meinen. Rohit marschiert voran, man hört Stimmen, Leute reden und lachen, erstaunlich viele Leute, scheint es, Rohit macht hier eine Kurve und
Read More Posted On Januar 12, 2011By Christina MohrIn Musikmag
In ihrer aktuellen Kolumne macht sich Christina Mohr gedanken um Punk gestern und heute...
Read More Posted On Januar 12, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Erinnerung an ein „vergessenes Ideal“ – Rob Riemens humanistisches Plädoyer „Adel des Geistes“ und die Faulheit der Kritik. Von Carl Wilhelm Macke Manchmal stolpert man in die Lektüre eines Buches hinein. Vielleicht hätte ich das Buch „Adel des Geistes“ nie gelesen, wenn der Autor Rob Riemen nicht ein im besten Sinne neugierig machendes Widmungszitat an den Anfang gesetzt hätte. „Wer wirklich wissen will, wie es um diese Welt bestellt ist, muß mindestens einmal sterben. Und da dieses das Gesetz ist, ist es besser, jung zu sterben, wenn man noch alle
Read More Posted On Januar 12, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Profane Erleuchtungen am laufenden Band – Am Ende seines Schöpfungsakts „spritzte der Herr das letzte bisschen Beton einfach auf ein abgelegenes Fleckchen Erde, als gerade keiner hinsah. So entstand unsere Siedlung“. So skurril der Anfang von Lidia Amejkos Debütroman „Die Vorstadtheiligen“ ist, so skurril und von überschäumender Fantasie ist auch sein Fortgang. Von Karsten Herrmann Ort dieser respektlosen Schöpfungsgeschichte ist eine polnische Plattenbausiedlung, die vom Rest der Welt scheint vergessen zu sein und in ihrem ganz eigenen Kosmos schwebt: „An zwei Orten wurde der Andrang quasi immer größer: in der
Read More Posted On Januar 12, 2011By Klaus KambergerIn Bücher, Litmag
Husarenritt gegen Amerikas gefährliche Infantilismen – Die Journalistin Barbara Ehrenreich knüpft sich in ihrem neuen Buch „Smile or Die. Wie die Ideologie des positiven Denkens die Welt verdummt“ die „Think-positive“-Verkünder vor und schildert und die wahrlich makabren Folgen dieser Bewegung. Von Klaus Kamberger Angela Merkels Neujahrsansprache, ganz sicher inspiriert vom viel beschworenen Weihnachtswunder, hat es gerade wieder belegt: Man muss nur an etwas glauben, dann ist alles (wieder) gut, die Krise weg, die Zukunft im Griff. Amerikas positive Denker machen es vor: Glaub nur fest daran, dass es aufwärts geht,
Read More Posted On Januar 12, 2011By Christiane GeldmacherIn Bücher, Litmag
Nach den Sternen greifen – Es ist eine heikle Sache, wenn man an den Anfang seines Debütromans das Zitat eines berühmten Autors setzt. Und dann gleich Franz Kafka. Sein „Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen“ ist ein Klassiker, ganze Generationen von Schriftstellern haben das schon irgendwo mal gebracht. Damit legt man die Messlatte hoch. Kafkahoch. Von Christiane Geldmacher. Wir erinnern uns: Kafka ist einer der berühmtesten deutschsprachigen Schriftsteller. Okay, es gibt auch noch andere. Georg Büchner, Thomas Bernhard und Friedrich Hölderlin
Read More URKNALL 1 bild / 100 worte Dass der deutschen Übersetzung der ironische Unterton fehle. Entstehung von Materie und Raumzeit als BANG (Big). Sofort danach: Beginn der Gut-Ära, Beginn der Quark-Ära, Beginn der Hadronen-Ara, Beginn der Leptonen-Ära. Die Zeit war knapp (10s), aber jede Menge Betrieb. Bunga bunga! Beginn der Nukleosynthese, Ende der Strahlungs-Ära und Beginn der Materie-Ära. Beginn der Bildung großräumiger Strukturen, Ta da, tada. Anmerkung: Dieser Artikel besteht hauptsächlich aus Listen, ein Fließtext wäre vorzuziehen. Verlinkt: „Wie schreibe ich einen guten Artikel“. Verlinkt: SPIEGEL (Anm. dazu Borges: Spiegel =
Read More Posted On Januar 12, 2011By Tina ManskeIn Musikmag
In dieser Woche hat Tina Manske vier Instrumentalplatten gehört und für gut befunden...
Read More Die literarische Woche Nr. 2 - "Martin Suter - Romancier und Gentleman-Farmer" im BR, "König der Spione - John LeCarré" auf 3sat, dazu im Radio: "Mythisch, deftig und postmodern - Das literarische Spektrum des jungen Estland" auf Deutschlandradio Kultur. Tipp der Woche: Michael Pilz' epischer Dokumentarfilm Himmel und Erde. Außerdem: Lettre Nr. 91.
Read More Im Osten nichts Neues – Verklärendes Helden-Epos oder Anti-Kriegsdokumentation? Kritische Überlegungen zu Sebastian Jungers Kriegsreportage „War“ aus dem umkämpften Afghanistan. Ein Essay von Peter Münder Den extremen Nervenkitzel vor einer entscheidenden Schlacht ließ schon Winston Churchill 1898, damals noch hoch zu Ross, intensiv auf sich wirken: „Ritten wir mitten hinein in Tausende von wartenden, wütenden aufständischen Wilden? Was würde uns oben auf dem Gipfel erwarten? Jetzt konnte jeder Schritt tödlich sein“, berichtete der Kavallerist und Kriegsreporter Churchill im September 1898 von der Schlacht im sudanesischen Omdurman, bei der 20 000
Read More Posted On Januar 8, 2011By Die RedaktionIn Crimemag
Willkommen, verehrtes CrimeMag-Publikum, zur ersten Ausgabe im neuen Jahr, das für Sie alle ein rundum gutes und grandioses Jahr werden soll! Wir beginnen mit einem Essay von Peter Münder über Sebastian Jungers „WAR“. Carlos überrascht auch 2011 mit allerlei spannenden Gedanken, heute zu Themen wie Leichenschändung und Albanien. Nach dem langen Cliffhanger geht es heute auch flott mit dem „Ekelhaften Leichnam“ weiter. Das siebte Kapitel stammt von keinem Geringeren als Paco Ignacio Taibo II, Doris Wieser hat es übersetzt. Kirsten Reimers hat sich die Gesamtedition des Kult-Klassikers „Mit Schirm, Charme
Read More Carlo denkt heute über Leichenschändung, Weltmeisterschaften, Albanien und seinen Zipadäus nach … Folgen Sie ihm andächtig. Nein, nichts zum neuen Jahr. Nein, nein, nein. Und vorläufig auch nix mehr über Guido Westerwelle. Leichenschändung verbietet sich ja dann doch. Ebenfalls tot: das Bahn-Bashen. Inzwischen wird das nämlich schon von Leuten betrieben, die kein Sekündlein unter Verspätungen gelitten haben, niemals Zug fahren. Aus demselben Grund verkneife ich mir auch das große Greinen, dass Lebensversicherungen höher besteuert werden sollen (war doch so?), die Gaunerbanken nun schon im dritten Jahr hartnäckig nicht rentabel beraten,
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