Berlinale Tag

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Umhertreiben im grundlosen Kinomeer Blick zurück auf die Berlinale 2018 von Dominique Ott (Und ganz unten die Links zu unserer weiteren Berlinale-Berichterstattung.) Wenn eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung ein Kinosaal bereits voll ist, dann muss die Berlinale-Zeit angebrochen sein. „Das einzig Gute am Berliner Winter“, habe ich immer behauptet. Eine Aussage, die ich bereits am Eröffnungstag in Frage stelle, als ich um halb elf Uhr morgens  keinen Platz mehr in einem überfüllten Kinosaal finde, während draußen bei wolkenlosem Himmel die Sonne wie sonst nur selten zu dieser Jahreszeit strahlt.Read More
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Es gibt nichts Uninteressantes auf der Welt Besser als mit dieser Überschrift lässt sich kaum sagen, wofür unsere Berlinale-Korrespondentin Katrin Doerksen wieder reiche Anschauung fand. Hier nun ihr dritter und letzter Bericht und je mit einem Klick zu Teil Eins und Zwei und zu den zwei Vorberichten. Bevor das Screening beginnt, liest Regisseur Kazuhiro Soda seine zehn goldenen Regeln des Filmemachens vor. Für gewöhnlich ist das keine besonders sympathische Geste, aber im Fall von Minatomachi kommt dabei ein derart freier Film heraus, dass man sich wünscht, mehr Filmemacher würden Sodas Regeln folgen.Read More
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Erwartungsvoll Kaum startet der Vorverkauf der Berliner Filmfestspiele, sind Tickets für Wettbewerbsbeiträge meist schon vergriffen. Übrig bleiben über 300 Filme in zwölf weiteren Sektionen – deren kategorische Unterscheidung für Außenstehende oft schwer nachzuvollziehen ist – sowie zahlreiche Talks, Walks und Parallelveranstaltungen wie die „Woche der Kritik“. Angesichts dieses Angebots scheint restlose Überforderung vorprogrammiert. Deshalb für jene, die nicht die Zeit aufbringen können, sich durch das 146seitige Berlinale Journal zu kämpfen, ein paar vereinzelte Einblicke in einige dieser Rubriken. Andauernde Classics In den Berlinale Classics kehren alte Werke aus den unterschiedlichsten JahrzehntenRead More
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Posted On Februar 18, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #3

Vom Ende der Menschheit und des Festivals -Von Katrin Doerksen. Die typischen Berlinale-Krankheiten haben sich irgendwann eingenistet: Bei mir fing es mit Halsschmerzen an, ging in Schnupfen über und schließlich bin ich bei einem trockenen Husten angelangt, den nicht wenige Kollegen in den Kinosälen mit mir teilen. Dazu kommen Knieschmerzen und Fußkrämpfe vom vielen Sitzen. Es wäre ein Elend, kämen sie nicht jedes Jahr so zuverlässig wieder, dass die berüchtigten Berlinale-Beschwerden inzwischen zu einem Klischee geronnen sind. Heiser lacht man darüber und zückt das nächste Taschentuch. Das Elend ist auchRead More
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Posted On Februar 15, 2017By Katrin DoerksenIn Crimemag, Film/Fernsehen

Berliner Filmfestspiele 2017: Berlinale-Tagebuch #2

Von ziellosen Reisen und 35mm-Melancholie  Von Katrin Doerksen Zum ersten Mal werden auf der Berlinale nicht nur die obligatorischen Festivaltaschen an die Presse verteilt, sondern auch Thermobecher. Man möchte den Verbrauch an Pappgeschirr eindämmen, heißt es. Aber mal abgesehen davon, dass der Kaffee darin den Geschmack von Blech annimmt, passen die Becher nicht unter die Automaten des Kaffeekapsel-Sponsoren. Und wenn die internationale Jury in den Pressevorführungen sitzt, teilt ein Assistent ihnen stets Mineralwasserflaschen aus, die hinterher angebrochen und noch halbvoll an den Plätzen stehen. So richtig scheint die Berlinale ihreRead More
Quelle: Senator Film

Posted On Oktober 4, 2015By Katja BohnetIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Victoria

„I’m the fucking driver.“ Für viel Aufsehen hat der Film „Victoria“ von Anfang an gesorgt: Eine einzige Kameraeinstellung, 140 Minuten. Und trotzdem kinotauglich. Mit Preisen wurde er fast schon beworfen, Jubelkritiken kamen aus dem In- und Ausland. Eine Revolution für den deutschen Kinofilm hieß es gar. Bei so viel Lob wird man skeptisch – oder? Unsere neue Kollegin Katja Bohnet sah ihn sich an – und war tatsächlich beeindruckt. Aber nicht nur wegen der einen Kameraeinstellung.  Schon nach den ersten Minuten des Films weiß ich, wer am Ende in seinem eigenenRead More
TAXI TEHERAN

Posted On September 5, 2015By Christopher WerthIn Film/Fernsehen, Litmag, News

Kino: Taxi Teheran

Taxi Driver in Teheran Eine 88 minütige Taxifahrt durch Teheran – zum Preis eines Kinotickets. Christopher Werth ist bei Herrn Panahi eingestiegen. Dieser Film ist eigentlich unmöglich. No budget, no Filmförderung, no Aufnahmeleiter, no Catering. Hauptbestandteil: die unfassbare Chuzpe und Trotzigkeit des Filmemachers. Trotz Arbeitsverbot, gerade abgesessenem Hausarrest und strengster Zensur durch die iranische Regierung erreicht Jafar Panahi die Weltöffentlichkeit. Der Film gewinnt nicht nur den goldenen Bären in Berlin, sondern wird auch noch weltweit begeistert besprochen. Navigationssystem: Kreativität Kreativität findet ihren Weg. Eine Kraft, die umso stärker wirkt, je mehrRead More

Posted On Februar 16, 2013By Doris WieserIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: „Terra de Ninguém“

Niemandsland – Einer unter vielen schönen Aspekten der Berlinale ist, dass man Filme anschauen kann, die man später vielleicht nicht mehr so einfach findet. Zum Beispiel den eminent politischen Dokumentarfilm „Terra de Ninguém“ der jungen Regisseurin Salomé Lamas. Doris Wieser war für „Moving Targets“ im Kino. Auch Portugal ist ein Land, das an seiner jüngeren Vergangenheit noch zu knabbern hat und dieses Knabbern und Verdauen macht zunehmend Geräusche. Der Kolonialkrieg, den Portugal seit Anfang der 1960er Jahre in Angola, Mosambik und Guinea-Bissau auszutragen hatte, ist immer noch eine offene Wunde.Read More