Benjamin Whitmer Tag

Posted On September 1, 2020By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag September 2020

Bloody Chops September 2020

Kurzbesprechungen von fiction – Joachim Feldmann (JF), Günther Grosser (gg), Sonja Hartl (SH), Alf Mayer (AM), Jan Christian Schmidt (jcs) und Thomas Wörtche (TW) über: James Anderson: Lullaby RoadParker Bilal: London BurningMax Bronski: JaguarChristian von Ditfurth: TerrorlandWilliam Gay: StoneburnerRob Hart: Knock-Out in New YorkIvy Pochoda: Visitation StreetMarcie Rendon: Stadt, Land, RaubAugustus Rose: Philadelphia UndergroundJoachim B. Schmidt: KalmannWolfgang Schweiger: Land der bösen DingeBenjamin Whitmer: FluchtLauren Wilkinson: American Spy Eine schwarze Frau bei der CIA (SH) „Ich öffnete den Safe unter meinem Schreibtisch, schnappte mir meine alte Dienstwaffe und schlicht lautlos und elegantRead More
„Ein Gefangener ist ein Prediger der Freiheit“ Zum Ausbrecherroman „Flucht“ – Essay von Alf Mayer Schon verwunderlich, angesichts von Benjamin Whitmers „Flucht“ – nach Frankreich nun auch in Deutschland, nicht aber in den USA erschienen –, dass es zwar etliche Romane vom Leben im Gefängnis gibt, etwa Chester Himes aus eigener Erfahrung gespeistes Debüt „Yesterday Will Make You Cry“, das 1937 geschrieben, als Hybrid aus Pulp-Roman und introspektiver Charakterstudie jedoch seiner Zeit voraus war, 1952 zensiert als „Cast the First Stone“ und erst 1998 in der vom Autor beabsichtigten Form erscheinenRead More
„Ich schreibe immer Tragödie. Und Arbeiterklasse.“ Der gerade im Polar Verlag erschienene Roman „Flucht“ ist nach „Im Westen nichts“ und „Nach mir die Nacht“ das dritte hierzulande veröffentlichte Buch von Benjamin Whitmer. Konzentriert auf Ort und Zeit, handelt „Flucht“ von einem Gefängnisausbruch in der Neujahrsnacht 1968 in den Bergen von Colorado. Alf Mayer, der das Buch übersetzt hat, unterhielt sich mit dem Autor. Frage: Dein Buch ist bisher nur in Frankreich erschienen, als „Evasion“ bei Gallmeister. Der Originaltitel „Old Lonesome“ ist der Name des Gefängnisses im Roman. Bezieht er sichRead More
WEB –Christopher Werth –David Whish-Wilson –Benjamin Whitmer – WEB FIRST TIME „The Favourite“ – Giorgos Lanthimos (2018). Eine schräge, makellose Posse in einem Aquarium kalkulierter Monstrosität – nach Lobster der zweite Geniestreich von Lanthimos. „Burning“ – Lee Chang-Dong (2018). Wie man aus einer kargen Short Story einen zweieinhalbstündigen Film komponiert, der buchstäblich abhebt -: schwebt.  „Stratos“ – Yannis Economides (2014).  Griechenland sieht aus wie Aserbaidschan. Und nie hat man einen unscheinbareren und unheroischeren Killer gesehen – der sich aber zugleich noch an so etwas wie Werte erinnert, und im Zweifelsfall auch an ihnen festhält. „The Sea Wolf“ – Alfred Santell (1930). Ein Ereignis.Read More
Four Authors from Southern Australia, New Zealand, Colorado and New Mexico/ Texas on the Great Outdoors and their work Home by Garry Disher I still call it home, even though I haven’t lived there since I was seventeen.  ‘I’m going home for Christmas,’ I tell my friends every year.                   Perhaps home is where the heart is.  In this case it’s the mid-north of South Australia, wheat and wool country three hours north of Adelaide and three hours south of the Flinders Ranges.  Beautiful undulating farmland—if starkly beautiful under drought conditions.  I grew up onRead More
  WEB David Whish-Wilson Benjamin Whitmer Robert Wilson Thomas Wörtche WEB Step Acrosss the Border: Auch das ist deutsches Kino! Ich kannte das Duo Nicolas Humbert und Werner Penzel und  den genialischen Anarcho-Musiker Fred Frith schon zuvor und zählte 1990 daher zu den ersten, die sich den Film reinzogen – und fortan schwelgten. Wenn auch nicht einmal annähernd genug, wie sich jetzt herausstellen sollte. Vor einem Jahr, am Tag vor Heiligabend, sahen wir uns die DVD an – und japsten schier vor Glück. Und eine Woche darauf, an Silvester, als wir unser DivertimentoRead More
WEB Christopher Werth David Whish-Wilson Benjamin Whitmer Thomas Wörtche WEB Jean-Pierre Melville: Der einsame Solitär des französischen – nein: des europäischen – Nachkriegsfilms startete seine Karriere gleich nach Kriegsende (1945) und war lediglich 55 , als er seinen letzten Film fertigstellte. Der elsässische Jude Jean-Pierre Grumbach, der sich während seiner Zeit in der Résistance über Nacht in Melville – nach dem Autor des Moby Dick – verwandelte, war alles: Genial, stur, rebellisch, hochstaplerisch, revolutionär, militant, bis zur Selbstaufgabe independent sowie ein Spieler und Hasardeur, der es geradezu darauf anlegte, aufRead More

Posted On September 19, 2017By Ute CohenIn Bücher, Crimemag

Roman: Benjamin Whitmer: Im Westen nichts

WILDROMANTISCHE, VOGELFREIE SCHEISSE Von Ute Cohen Countrysongs können einem das Hirn mindestens genauso aus dem Schädel blasen wie eine 38er. Verlierergeschichten ohne Happy End betäuben mit Galoppsound in Endlosschleife. Benjamin Whitmers „Im Westen nichts“ ist wie einer dieser Songs, die man in- und auswendig zu kennen glaubt, am liebsten wegdrücken möchte und dann doch bis zum Schluss anhört, die Wut im Bauch, der Handrücken verschämt die Tränen wegwischend. Das Setting ist nichts Neues: Pike, ein verwitterter, vom Leben gezeichneter Bulle bricht auf, den Tod seiner Tochter zu rächen. Sarah, verlassenRead More

Posted On August 15, 2017By Benjamin WhitmerIn Crimemag

Primärtext: Benjamin Whitmer: Im Westen nichts

»Ist das Ihre Tochter?« Sein „Nach mir die Nacht“ (Polar Verlag, 2016) blieb leider weithin unbeachtet und war doch eine der besten Neuerscheinungen des letzten Jahres, ein erwachsener Kriminalroman für Erwachsene. Jetzt legt Verleger Wolfgang Franßen nach und bringt Benjamin Whitmers Erstling heraus: „Im Westen nichts“ (Pike, von 2010). Machen Sie sich selbst einen Eindruck. Kapitel 1 Dana zu erkennen ist nicht schwer. Sie stößt die Tür mit einem Hüftschwung auf, trägt eine fettverschmierte rosa Winterjacke, die allem Anschein nach von einem Müllwagen überfahren wurde. Hinter ihr schleicht ein schmuddeliges,Read More

Posted On Februar 15, 2017By Alexander RothIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Essay: Alexander Roth über Contry Polar

Grenzerfahrungen Die Country Polar-Romane von Benjamin Whitmer, Matthew F. Jones und Jon Bassoff Von Alexander Roth Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Eine Tatsache, die für viele Menschen überraschend kam, aber eine Tatsache, der wir uns wohl oder übel stellen müssen. Hierbei gilt wie so oft: Wer Krimis liest, ist klar im Vorteil. In Zeiten, in denen Wählerumfragen an Aussagekraft verlieren, lohnt es sich, gut sortierte Buchhandlungen nach Antworten zu durchforsten – man findet sie dort zuhauf. Nehmen wir beispielsweise den Country Noir. Alleine beim Hamburger PolarRead More