Geschrieben am 14. März 2018 von für Crimemag, CrimeMag März 2018

Radio-Ereignis: „Sofias Krieg“ – ein Interview mit Ulrich Noller von Alf Mayer

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Sendenreihenbild des WDR für „Sofias Krieg – Der Terror in den Köpfen“ – Quelle © WDR

„Die Umsetzung als Fiktion bot sich an“

Ein Polit-Thriller mit aktuellem Stoff als Radioereignis, in 20 Teilen im Morgenmagazin von WDR 5 ausgestrahlt, in allen möglichen Podcast-Formen verfügbar und derzeit auf iTunes unter den ersten zehn Podcasts aus Deutschland – Alf Mayer hat sich dazu mit Ulrich Noller unterhalten.

„Das Material gebe ich zwei Leuten vom WDR. Bin dann erst mal weg“, heißt es in der WDR 5-Hörspielserie „Sofias Krieg – Der Terror in den Köpfen“. Eine junge Frau geht mit ihren Kindern nach Rakka und schließt sich dem Islamischen Staat an, dies unter den Augen von Staatsschutz und Polizei, ein Kommissar namens Hartmann zerbricht fast daran. „Wo hört die Tarnung auf, und wo fängt der Vorsatz an?“, fragt er sich – und uns. „Wie verrückt ist man, wenn man vor einem Terroranschlag warnt?“ Und wie weit hergeholt ist es, dass unsere Dienste, wenn es ihren Interessen zu dienen vermag, (manchmal mehr als) zuschauen, wie sich junge Menschen radikalisieren und in den Terroruntergrund gehen?

wdr5_sendereihenbild132~_v-gseagaleriexl„Die Frage ist nicht, ob ein Anschlag kommen wird – sondern wann der Anschlag kommen wird. Davon ist Kommissar Hartmann überzeugt, aber keiner glaubt ihm. Dann trifft er auf Sofia – eine IS-Rückkehrerin aus Oberhausen. Ein Polit-Thriller nach einer wahren Geschichte im WDR 5 Morgenecho“, so kündigte der Sender das in 20 Folgen à vier bis fünf Minuten zwischen 19. Februar und 16. März 2018 ausgestrahlte Hörstück an. Das Morgenecho läuft von 6.05 bis 9.45, Sendezeit war je um 8.55 Uhr.

Idee und Manuskript von „Sofias Krieg“ stammen von den Journalisten Andrea Oster und Ulrich Noller, sie unter anderem Moderatorin für das WDR 5 Morgenecho, er der WDR 5-Krimi-Experte und CrimeMag-Lesern gut bekannt (seine Texte hier). Schon seit Längerem verfolgten sie einen realen Fall aus NRW: die Geschichte eines Mannes, dessen Tochter sich samt ihrer Kinder dem Islamischen Staat zuwandte und nach Rakka ging. Die Episoden sind knackig, schnell und spannend inszeniert, äußerst professionell gemacht. Die Handlung spannt sich zwischen vier Hauptpersonen und reichlich Nebenfiguren. Redaktion: Isabel Reth, Dramaturgie: Martina Müller-Wallraf, Regie: der vielseitig erfahrene Thomas Leutzbach; Sprecher: Nina Petri, Rudolf Kowalski, Matthias Kiel und andere. Folge 1 beginnt gleich mit einem Terroralarm: „Bleiben Sie bitte ruhig und verlassen Sie das Stadium. Dies ist eine Übung …“ Hier nun dazu unser Interview.

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Sendenreihenbild für „Sofias Krieg“ – Quelle © WDR

„Ein ziemliches Wagnis, das der Sender da eingegangen ist“

Alf Mayer: Eigentlich ist das „Morgenecho“ auf WDR 5 ja ein Informationsmagazin. Und jetzt läuft hier in 20 Teilen ein Polit-Thriller. Erleben wir gerade ein wenig Radio-Geschichte? Wie neu ist so etwas?

Ulrich Noller: Zumindest im altehrwürdigen „Morgenecho“ hat es das in all den Jahrzehnten, in denen die Sendung existiert, noch nicht gegeben: dass mit den Mitteln der Fiktion gearbeitet wird. Beziehungsweise: dass Fakten und Fiktionen montiert und vermischt werden. Dementsprechend haben die Verantwortlichen auch, sagen wir, etwas gebangt, wie die Reaktionen der HörerInnen sein würden. Es gab Kritik von Info-Puristen – aber deutlich weniger, als erwartet. Glücklicherweise. Und zugleich kamen sehr viele sehr positive Reaktionen.

Diese junge Frau, die mit ihren Kindern nach Rakka geht und sich dem Islamischen Staat anschließt, wie ist die Idee zu dieser Geschichte entstanden?

Die Entstehungsgeschichte hat sozusagen zwei Ebenen. Zum einen hatte meine Co-Autorin Andrea Oster Kontakt zu einem Vater gewonnen, dessen Tochter mit den Enkeln zum IS nach Rakka gegangen ist. Unsere Story beruht im Kern auf sehr vielen Gesprächen mit diesem Mann, die über Jahre stattgefunden haben, während der er sich immer mehr geöffnet hat. Irgendwann stimmte er zu, dass wir die Geschichte bringen können – aber unter der Bedingung strengsten Persönlichkeitsschutzes. Was wäre dafür besser geeignet als eine Fiktionalisierung? Zum anderen ging es uns aber auch darum, die Stimmung der Zeit einzufangen – also die Angst vor dem Terror, die große Aufgeregtheit, die gesellschaftlichen Radikalisierungen. Wir wollten herausfinden, wie radikal eigentlich jemand selbst sein muss, der „die Gesellschaft“ vor den Radikalen schützten will. Und dafür, klar, boten sich die Mittel des Politthrillers an …

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Sendenreihenbild für „Sofias Krieg“ – Quelle © WDR

Was ist real und was Fiktion?

Alles, was mit dem Polizisten Hartmann und seiner Ermittlung zu tun hat, ist vom Plot her frei erfunden. In diesen Plot sind allerdings viele Ereignisse eingewirkt, die so stattgefunden haben. Attentate etwa, politische Entwicklungen, offene Fragen beim Fall Anis Amri und so weiter. Natürlich haben wir mit Experten gesprochen, Polizisten, Islamismus-Experten, NGO-Mitarbeitern, die nach der Befreiung von Rakka vor Ort waren. Alles, was mit der Geschichte der Tochter und ihrer Hinwendung nach Rakka zu tun hat, beruht auf Tatsachen. Die Szenen, die wir schildern, haben so stattgefunden, etwa die Diskussionen mit dem Vater oder die Auseinandersetzung mit dem Imam in der örtlichen Moschee. Und wir hatten Einblick in die Kommunikation zwischen Tochter und Vater; konnten auch einen Teil der unzähligen Sprachnachrichten aus Rakka hören, die die Tochter ihrem Vater geschickt hat. Diese Nachrichten haben wir eingebaut – und so etwas ruft natürlich geradezu nach einer Umsetzung mit akustischen Mitteln. Ich finde das übrigens psychologisch hoch interessant: Die Tochter hat sich größtmöglich radikal abgegrenzt zum Vater, indem sie „seinem“ Liberalismus Adieu sagte und ausgerechnet zur radikalen Muslimin wurde – und doch hat sie, selbst von Rakka aus, immer dafür gesorgt, dass ein enges Verhältnis erhalten blieb, indem sie ihm von den Enkeln berichtete etcpp. Erstaunlich, oder?

Es ist aber kein dokumentarisches Hörspiel geworden. Warum habt Ihr Euch bewusst für die Spannungselemente eines Thrillers entschieden? Und dass der Kommissar Hartmann heißt, ist das eine Verbeugung vor dem Dortmunder „Tatort“, wo Jörg Hartmann einen etwas eigenwilligen Polizisten spielt?

Ups! Über die Koinzidenz hatte ich noch gar nicht nachgedacht… Aber stimmt, der Hartmann – das könnte so eine Art Bruder im Geiste von Kommissar Faber sein. Ein Bruder im wirren Geiste, sozusagen. Für die Fiktionalisierung haben wir uns wegen des Quellenschutzes entschieden, wie gesagt. Es gab aber auch noch einen anderen, triftigen Grund: Die Umsetzung als Fiktion bot sich auch deshalb an, weil sich nicht alles, was wir erzählen, exakt mit Quellen belegen lässt. Im Gegenteil: Man kommt bei so einer Recherche in Bereiche, in denen man nur spekulieren kann. Etwa wenn es darum geht zu mutmaßen, warum die Tochter sich so oder so verhalten hat. Wir haben das alles mit mehreren Psychologinnen abgeklopft – aber letztlich bleibt es Spekulation. Und das ist dann erlaubt – wenn man mit den Mitteln der Fiktion arbeitet und dies auch kenntlich macht.

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Sendenreihenbild für „Sofias Krieg“ – Quelle © WDR

Wie nahe seid Ihr an der Realität?

Dazu müssten wir uns natürlich erstmal drauf einigen, was die Realität ist… Nein, im Ernst: Bei den Personen und Charakteren haben wir uns die erzählerischen Freiheiten genommen, die nötig und unabdingbar schienen. Sie erfüllen im Gesamtkontext der Geschichte ja auch „Funktionen“ und sind entsprechend gestaltet. Aber für die meisten Charaktere gibt es schon auch reale Vorbilder. Das gilt zum Beispiel auch für den „Missionierer“, der unter Verdacht steht, junge Menschen für den IS zu rekrutieren. Der Kommissar allerdings hat kein real existierendes Vorbild, er ist frank und frei erfunden.

Was hat den Vater bewogen, Euch die Geschichte seiner Tochter zu erzählen?

Zuallererst: die Zusicherung absoluter Anonymität. Er selbst will auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gehen. Trotzdem hat er ein Bedürfnis, über die Geschichte und Radikalisierung seiner Tochter zu reden – wohl auch, um andere zu warnen. Mein ganz persönlicher Eindruck, dass die Worte, die er darüber macht, auch dazu dienen, diesen großen Abgrund der Fassungslosigkeit irgendwie wenigstens ein bisschen zu füllen – der sich auftut, wenn er über seine Tochter und ihre Familiengeschichte nachdenkt.

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Sendenreihenbild für „Sofias Krieg“ – Quelle © WDR

Weiß man, wie es Sofia und den Kindern heute geht?

Seit dem Fall von Rakka gibt es keinen Kontakt mehr. Unser Gesprächspartner hofft, dass sie und die Enkel leben. Dafür gibt’s immerhin auch Indizien. Aber auch nicht mehr – was ihn sehr belastet. Der Mann, den sie in Rakka geheiratet hat, als klar war, dass der Vater ihrer Kinder nicht nachkommt nach Syrien, ist im Kampf um die Stadt getötet worden.

Ich habe bei euch auf WDR 5 eine Reportage von Bettina Papenfuß  gehört, wie 20 junge Schüler in Oberhausen die Sendung hören und erleben und darüber sprechen. Erstaunlich, muss ich sagen, wie sie reagieren. Lässt sich denn schon sagen, wie die Hörer generell mitgehen? Was gibt es für Reaktionen?

Wir haben noch keine endgültigen Abrufzahlen für die Audios und Podcasts, die der WDR online gestellt hat, das dauert immer ein Weilchen, und im Radio läuft die Serie ja noch. Was man schon sagen kann: Die Downloadzahlen sind weit überdurchschnittlich – und sie steigern sich permanent, mit den fortlaufenden Folgen der Serie. Wir bekommen viel Feedback von HörerInnen – neben gelegentlicher Kritik für die „ zu schnelle“ Machart auch viel Lob für das packende, ja doch ziemlich kontroverse Thema. Und auch für die tolle Umsetzung, für die unser Regisseur Thomas Leutzbach gesorgt hat.

Deine Co-Autorin moderiert das „Morgenecho“, du selbst bist auch beinahe jeden Tag auf Sendung. Es gibt die Nutzer, die das Radio für die Nachrichten anmachen, und es gibt den Bereich Hörspiel. Wie groß ist der noch, und wie sind Eure Reichweiten, bzw. die des Informationsradios?

Das Hörspiel führt in der öffentlichen Wahrnehmung so ein Schattendasein, was ich erstaunlich finde, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel die „Radio-Tatorte“ hundertausendfach runtergeladen werden – abgesehen von der Ausstrahlung im Radio. Und es gibt, aus den USA kommend, derzeit einen starken Trend zum Podcast, viele reden da schon von einer Renaissance des Hörens. Was die genauen Zahlen von WDR 5 angeht, so bin ich da etwas überfragt. Es heißt immer, der Sender habe in etwa so viel regelmäßige Hörer wie die FAZ Leser. Und der Morgen mit dem „Morgenecho“ ist die Radio-Primetime, da hören die meisten Menschen zu. Einen Hinweis gibt iTunes, wo „Sofias Krieg“ umsonst verfügbar ist. Da findet sich unsere Serie seit Erscheinen unter den Top 25 unter dem gesamten deutschen Angebot; mit Schwankungen, je nachdem, wie viel Neues gerade online gegangen ist. Im Bereich „Gesellschaft und Kultur“ sind wir sogar ganz vorne. Das finde ich beruhigend – denn ist ist ja doch ein ziemliches Wagnis, das der Sender mit diesem ungewöhnlichen Experiment eingegangen ist.

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Quelle © WDR

Mir kam bei der Beschäftigung mit Euch auch in den Sinn, wie mindestens dreigespalten ja das Medium Kriminal- und Spannungsliteratur ist, da gibt es die gedruckten Bücher, die eBooks, die Hörbücher und die Radiosachen. Wie eBooks und Hörbücher folgen auch viele Radiosachen den Print-Vorlagen, Ihr habt etwas Eigenes gemacht. Wie groß ist diese Welt? Kannst Du dazu etwas sagen?

Und dann gibt es ja auch noch Film und Fernsehen … :-) Um Deine Frage zu beantworten: Klar, da gibt’s vieles, was gewissermaßen dem „Leitmedium“ Roman folgt, insbesondere im Hörbuchbereich. In Sachen Hörspiele, sieht es schon wieder anders aus – da entstehen zwar auch Sachen nach Vorlagen, aber auch sehr viele eigene, originäre Projekte. Und zwar nicht bloß der „Radio-Tatort“. Ich weiß nicht, wie groß diese Welt ist – aber spannend ist sie auf jeden Fall. Und ich denke, sie hat viel Potential – wenn die Entwicklung tatsächlich so ist, dass das Hörspiel wieder mehr Bedeutung gewinnt, wie eben etwa in den USA als dicker Trend zu beobachten.

Eure Serie gibt es als Podcast. Was weiß man über die Nutzung?

Ich weiß ad hoc leider nicht so viel „Belegbares“ über Podcasts und ihre Nutzung, das müsste ich mal recherchieren. Mein Eindruck ist, dass das so eine Art „Schattenwirtschaft“ ist – ein Bereich, der gern genutzt wird, aber nicht so im Fokus der interessierten Öffentlichkeit steht. Mir begegnen jedenfalls immer wieder Menschen, die sich als leidenschaftliche Podcast-HörerInnen entpuppen. Neulich habe ich mit einem Anwalt gesprochen, der jeden Morgen seine Hunden mit dem Hund dreht und dabei Krimis hört. Der Direktor einer Gesamtschule hat mir erzählt, dass er den Kinderwagen durch den Park schiebt und sich dabei philosophische Stoffe reinzieht. Und ein Handwerker erzählte mir, dass er immer Podcasts hör beim Arbeiten. In dem Thema steckt Musike drin, scheint mir …

Gibt es Autoren, von denen Du Dir wünschen würdest, sie sollten in diesem Medium arbeiten? Und wie würdest Du dafür bei Ihnen werben?

Na ja, im Bereich des Hörspiels, das ja vor allem von den öffentlich-rechtlichen Sendern gestaltet wird, gibt es schon jede Menge sehr guter AutorInnen, die halt bloß nicht so bekannt sind. Und Du musst bedenken: Für so ein aufwändiges Projekt braucht man Strukturen und Budgets – „Sofias Krieg“ wäre „einfach so“ nicht machbar gewesen, das ging nur, weil wir Gelder aus dem Innovationstopf des WDR bekommen haben. Aber sagen wir mal so: Ich würde es jedem interessierten Autor wünschen, dass er mal die Gelegenheit bekommt, so ein Projekt umzusetzen. Denn es ist ja was ganz anderes, wenn man „für die Ohren“ schreibt, nicht „für die Augen“. Man nimmt die Geschichte anders auf, ich zumindest, das ist direkter und unmittelbarer in der Rezeptionssituation. Und wenn die Umsetzung dann so klingt, wie man sich das gewünscht hätte beim Schreiben – dann ist das schon ein sehr besonderes Vergnügen.

Danke Dir für das Gespräch. Ich habe dazugelernt.

Die Details:

WDR 5 Morgenecho – Sofias Krieg | 19.02. bis 16.3. 2018 im Radio – parallel in allen möglichen Podcast-Formen. Autoren: Andrea Oster und Ulrich Noller; Redaktion: Isabel Reth; Dramaturgie: Martina Müller-Wallraf; Regie: Thomas Leutzbach; Besetzung: Nina Petri, Rudolf Kowalski, Matthias Kiel und andere. Eine Übersicht mit je Audio-Zugang zu den einzelnen Folgen hier.

Folge 1 „Was für ein Wahnsinn!“ Kriminalkommissar Hartmann lässt die Arena auf Schalke räumen – und muss zur Psychologin. Fünf Sitzungen mindestens, sonst ist er seinen Job los.

Folge 2 „Wir schützen den Staat, nicht die Menschen, die ihn bedrohen.“ Fünf junge Frauen aus Oberhausen sind zum IS nach Syrien gegangen. Kripokommissar Hartmann ist auf 180.

Folge 3 „Ihr Kartoffeln immer mit eurem Frischluftwahn!“ Trotz Suspendierung ermittelt Hartmann weiter – in der Shisha Bar „Dream your Life“ verdichten sich die Spuren.

Folge 4 „Insgesamt kein stabiles Stimmungsbild.“ Kripokommissar Hartmann hat einen schlechten Tag. Erinnerungen. Seine vierte Sitzung bei der Psychologin: Ein Trauma. Und: Terror, allerorten!

Folge 5 „Wissen Sie, was Sie den Menschen antun?!“ Hartmann ist sicher: Es wird einen Anschlag geben. Die Frage ist nur: Wann? Im Düsseldorfer „Islamistengrill“ nimmt er Witterung auf.

Folge 6 „So viel zum Thema Freiheitsrechte in unserem Land.“ Sofia Farah, geborene Mertens, ist nach Rakka gegangen, mit den Kindern. Warum? Das fragt sich nicht nur ihr Vater.

Folge 7 „Ich denke, wir müssen was unternehmen!“ Sofias Vater hat versucht, seine Tochter zu einer eigenständigen Frau zu erziehen – sie hat sich für die Radikalisierung entschieden.

Folge 8 „Du bist eine IS-Braut!“ Über Sprachnachrichten hat Herr Mertens intensiven Kontakt zu seiner Tochter in Rakka – und direkten Einblick in das Leben im „Kalifat“.

Folge 9 „Der heißt jetzt Abu Irgendwas!“ Theo Mertens kämpft um seine Tochter, die samt der Enkel zum IS nach Syrien gegangen ist. Welche Rolle spielte der Imam von Oberhausen? Und welche „der Missionierer“?

Folge 10 „Das hat keine Zukunft da.“ Wird Sofia nach Deutschland zurückkehren? Ihr Vater hofft darauf -Kripokommissar Tobias Hartmann fürchtet das Schlimmste.

Folge 11 „Früher wusste ich nicht, was wichtig ist – heute schon.“ Sofia ist zurück – allerdings ohne die Kinder. Ihr Vater ist glücklich. Die Frage ist nur: Warum ist Sofia zurückgekommen?

Folge 12 „Der Junge wird ein großer Kämpfer.“ Eine ganz besondere Beziehung: Sofia und ihr Vater diskutieren über den Islam; Ergebnis: unentschieden. Außerdem: ein kleiner Kämpfer macht sich auf den Weg.

Folge 13 „Das ist doch eine gute Nachricht, da braucht man nicht weinen.“ Attentat in Brüssel. In den Medien heißt es, dass ein Kind beteiligt war. Sofia fürchtet um ihren Sohn.
Folge 14 „Er heißt Hartmann, der kann uns gefährlich werden.“ Nach dem Attentat in Belgien nehmen Polizei und Staatsschutz Sofia Farah ins Kreuzverhör. Was weiß sie – was will sie?

Folge 15 „Pass auf, was du sagst, Frau!“ Auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums trifft Sofia auf den Vater ihrer Kinder. Er wundert sich: Sie trägt keinen Hijab. Warum?

Folge 16 „Es ist was passiert, viel passiert.“ Kripokommissar meldet sich bei der Psychologin Theresa Niederstedt – aus dem Krankenhaus. Es ist zum Äußersten gekommen. Aber nichts ist, wie es scheint.

Folge 17 „Das stinkt doch alles zum Himmel!“ Schwere Explosion im Einkaufszentrum Oberhausen. Zeugen sind erschüttert. Es ist völlig unklar, was passiert ist.

Folge 18 „Hast ja wiedermal ein Chaos sondergleichen angerichtet.“ Kripokommissar Hartmann liegt im Krankenhaus. Er ist verletzt, aber nicht lebensgefährlich. Er ringt um einen klaren Kopf – und er zweifelt…

Folge 19 „Was passiert da in dem Hirn von dem?“ Hartmann hat sich selbst entlassen, überraschend sucht er noch einmal die Psychologin Theresa Niederstedt auf. Hartmann hat Fragen.

Folge 20 „Das haben wir alles im Griff, alles!“ Was ist wirklich passiert bei der Explosion im Einkaufszentrum? Hartmann fügt die Puzzleteile zusammen, macht sich einen Reim – und zieht die Konsequenzen.

Ulrich Noller: „Zeigen, wie eine Gesellschaft sich radikalisiert“ | audio

Ulrich Noller bei CrimeMag. Sein Blog Noller liest bei WDR 5.

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