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Posted On Mai 3, 2016By Christina MohrIn Musikmag

The Honeymoon Killers: Les tueurs de la lune de miel

Knackig-zackig unkonventionelle Mixtur – Meine erste und unauslöschliche Erinnerung an The Honeymoon Killers: Ein Foto im Musikexpress anno 1982, die Band live on stage, Sängerin Véronique Vincent trägt ein Bikini-Oberteil über ihrem Pullover – sagenhaft. Ich war Fan, ohne bis dahin einen einzigen Ton der belgischen Band gehört zu haben. Das Hörerlebnis trat etwas später ein und verstärkte meine Begeisterung immens: Eine knackig-zackige, unkonventionelle, rasante Mixtur aus französischem Chanson, Elektropop, Postpunk, No Wave und Rock’n‘Roll mit diversen Einsprengseln von Jodeln bis Jazz, irgendwo zwischen Jaques Brel und Delta 5. MitRead More

Posted On Mai 3, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Anohni: Hopelessness

Politische Lieder mit musikalischer Tiefe – Sich selbst neu erfinden – das scheint so etwas zu sein, was viele Künstler ab und an wollen (oder auch sollen), aber nur die wenigsten schaffen. Anohni, früher bekannt als Antony von Antony and The Johnsons, macht vor, wie es gehen kann. Ziel ihrer Neuerfindung ist es, die introspektiven Klagegesänge, mit denen man sie und ihre unverwechselbare Stimme assoziiert, umzuformen in politischen Protest. Bereits zu den Pariser Verhandlungen über einen neuen Klimavertrag Anfang des Jahres erschien vorab ihre Single „4 Degrees“. Darin geht esRead More

Posted On Mai 3, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Jaimeo Brown: Transcendence Work Songs

Lust am Weiterspinnen traditioneller Texte und Texturen – Der New Yorker Jazzschlagzeuger Jaimeo Brown begeisterte vor ziemlich genau drei Jahren mit seinem Album „Transcendence“ sowohl Kritik als auch Publikum. Darin beschäftigte er sich mit den Geschichten und den Sounds afrikanischer und indischer Traditionals und hob diese auf eine neue, moderne Ebene. Dieselbe Lust am Weiterspinnen traditioneller Texte und Texturen treibt ihn auch weiterhin um, und so erschien vor Kurzem so etwas wie eine Erweiterung und Fortsetzung dieses Albums. Auf „Transcendence Work Songs“ nimmt sich Brown der Lieder an, die vonRead More
Manifest gegen den Atomwahn – Als ich die Ankündigung dieses Bandes zum ersten Mal sah, war mein Interesse sofort geweckt, gehöre ich doch zur Generation der deutschen Baby-Boomer, die die Katastrophe von Tschernobyl direkt miterlebt hat. Von Hanspeter Ludwig. Der Super-Gau von Tschernobyl jährt sich in diesem April zum vierzigsten Mal und natürlich ist der Veröffentlichungszeitpunkt dieses Bandes in Deutschland – zumindest von Seiten des Marketing – genau richtig gewählt. Die Ängste, die dieses Unglück überall in der Welt, speziell aber in Deutschland auslöste, waren beträchtlich. Immerhin waren erst wenigeRead More

Posted On April 15, 2016By Katja BohnetIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Zoomania

Girlpower, Bunnylove Katja Bohnet hat sich den Disney-Animationsfilm „Zoomania“ angesehen und wundert sich, was Disney zum Trotz in der Stadt der Tiere so alles in Sachen Noir und Frauenpower geboten wird. Judy Hope hat einen Traum: Sie möchte ein Cop werden. Nicht leicht zu verwirklichen für die Jahrgangskleinste, für eine Frau. Aber wer sich keine Ziele steckt, muss auf dem Land versauern, was Judy nicht passieren wird. Während ihre Eltern noch „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ rufen, rennt Judy schon um ihr Leben im Trainingscamp der neuen Polizeianwärter. Die AusbilderinRead More

Posted On April 15, 2016By Alexander RothIn Crimemag

TV-Serie: Braquo

Verlorene Illusionen Polizeiarbeit mehr oder weniger auf Vigilanten-Basis, das ist die harte und dreckige französische TV-Serie „Braquo“ von Oliver Marchal. Das System hat auf ziemlich allen Ebenen versagt, die Polizei ist die härteste Gang. Alexander Roth stellt uns die Serie vor. „Wer hat sie zuerst gefickt, du oder dein Kumpel?“, fragt Polizist Max den zitternden Mann, der in Unterhose vor ihm im Verhörraum kniet. Es geht um die Vergewaltigung einer schwangeren Frau. Die Frage bleibt in der Luft hängen, unbeantwortet, der Täter zeigt keine Reue, möchte den Komplizen nicht nennenRead More

Posted On April 1, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Lyrhythmics – Die kleine Lyricskritik

Heute in der Lyricskritik: Asaf Avidan & The Mojos: One Day Die Geschichte tausender nicht erzählter Geschichten. Link zu den Lyrics Es macht einen wahnsinnig. Oder nicht? Drei, vier Minuten einer Lebenszeit verschleudert für das Lamentieren darüber, dass man irgendwann mal darüber lamentieren wird, die besten Geschichten, ja überhaupt alle Geschichten niemals erzählt zu haben. Sechs, sieben Mal, ja unendlich viele Male wird das wiederholt. Wie viele Geschichten man in dieser Zeit erzählt haben könnte! Zum Beispiel die von der bescheuerten Idee, nachts am Kotti auf dem Geländer spazieren zuRead More

Posted On April 1, 2016By Christina MohrIn Musikmag

Violent Femmes: We Can Do Anything

Viel Spaß! – “We Can Do Anything” ist erstmal eine fröhliche, anarchisch-vogelfreie Ansage, ganz nach dem Motto, “uns kann keiner“ – und im gleichnamigen Rumpelpolka-Song geht’s genau darum: „I could do this / I could do that / I could pull an elephant out of my hat“, grölen Gordon Gano, Brian Ritchie und Brian Viglione vergnügt im Chor, aufrührerisch und mitreißend ist das, und man macht sofort gerne mit. Klar wird aber auch: Die Violent Femmes zaubern anno 2016 keine Elefanten aus dem Hut. Genau genommen machen sie das seitRead More

Posted On April 1, 2016By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Giorgio Caproni

Abschied des förmlich Reisenden Freunde, es wird wohl besser sein, wenn ich anfange, mein Gepäck herunterzuholen. Ich weiß zwar nicht recht, wann ich eintreffen soll und welche Stationen vor meiner noch kommen, aber nach allem, was mir von der Gegend bekannt ist, sagen mir sichere Zeichen, daß ich mich bald von euch trennen muß. Bitte entschuldigt die kleine Störung, die ich verursache. Mit euch zusammen zu sein, war mir vom ersten Moment an eine Freude, und ich bin euch wirklich sehr dankbar für diese wunderbare Gesellschaft. Noch lange möchte ichRead More
Film, Verbrechen und ungleiche Mittel (5) Heute: David Millers „Executive Action“, nach einem Drehbuch von Dalton Trumbo. Von Max Annas „Executive Action“ beginnt mit dem Zoom auf ein Landgut und zwei davor stehende, sehr teure, Autos. Die Einstellung sagt: Die Leute, die wir jetzt sehen, haben Geld. Viel Geld. Der erste Schnitt führt zu Robert Ryan, immer noch mein favorisierter Schauspieler in Hollywood, vielleicht überhaupt. Er geht auf die sich zurückziehende Kamera zu, ruhig, aber entschlossen, während wir im Hintergrund einen Vortrag hören über die Kennedys und ihren Plan, dasRead More

Posted On März 15, 2016By Alexander RothIn Bücher, Crimemag

Roman: Lotte Bromberg: Auslaufgebiet

Wölfisches Grinsen, ein Buch, ein Film … von Alexander Roth „Blutige Fressattacke: Der Wolf ist zurück und er hat Hunger!“ – so lautet die Überschrift eines Online-Artikels der Berliner Zeitung vom 30. März letzten Jahres (Achtung, drastische Bilder!). Die Reaktionen auf solch eine Meldung dürften, damals wie heute, gespalten ausfallen. Einerseits die Faszination, die dieses wilde Tier auf die urbane Gesellschaft ausübt, andererseits die tief in uns verwurzelte Angst vor dem, was seine spitzen Zähne alles anrichten können. In etwa so verhält es sich auch mit den zwei vorliegenden Werken:Read More

Posted On März 15, 2016By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Raum

Über Anpassung und Über-Leben – „Raum“ ist eines der aufwühlendsten Kinoereignisse des Jahres. Sonja Hartl hat sich dem Buch von Emma Donoghue und dem gleichnamigen Film von Lenny Abrahamson beschäftigt. „Heute bin ich fünf. Als ich gestern Abend in Schrank eingeschlafen war, war ich noch vier. Aber dann wache ich im Dunkel in Bett auf und bin plötzlich fünf, Abrakadabra.“ Mit diesen Sätzen beginnt Emma Donoghues Roman „Raum“, in dem der nun fünfjährige Ich-Erzähler Jack von seinem Leben erzählt, dessen Eigentümlichkeiten anfangs vor allem sprachlich markiert sind. Er wacht „inRead More

Posted On März 15, 2016By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, DVD, Film/Fernsehen, News

DVD: Die Brücke III

Immer wieder die Familie als Angelpunkt – Anna Veronica Wutschel über die TV-Serie “Die Brücke III”. Das bewährte Erfolgsrezept voll ausschöpfen, dem Zuschauer in abgewandeltem Gewand das Gleiche, aber nicht dasselbe vorsetzen und ihn mit Gespür für die erzählten Charaktere an die Serie binden – so scheint das Konzept der Macher von “Die Brücke – Transit in den Tod”. Auch in der dritten Staffel wird der Zuschauer dementsprechend mit äußerst brutalen Morden konfrontiert, die die Polizei erst nach und nach als Serie eines Einzeltäters identifizieren kann. Erneut wird dem tödlichenRead More

Posted On März 15, 2016By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, DVD, Film/Fernsehen

DVD: House of Cards (BBC)

Warum nicht das Original? Die britische TV-Serie “House of Cards” von 1990 ist ein perfekt geschliffenes Unterhaltungsstück, hat Anna Veronica Wutschel sich überzeugt. Heutzutage macht man es sich einfach auf dem Sofa gemütlich und ruft mit ein, zwei Knopfdrücken das Programm ab, das man gern sehen möchte. Diese vermeintliche Unabhängigkeit beim TV-Schauen wird immer populärer, dabei wähnten wir uns in grauer Vorzeit bereits mit dem allwöchentlichen Besuch in einer irgendwie immer leicht schmuddlig wirkenden Videothek als autonome Geister, die sich ihr Schauprogramm lieber selbst zusammenstellten. Dann wurde es komfortabler, dieRead More

Posted On März 15, 2016By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, Film/Fernsehen

TV-Serie: Candice Renoir

Definitiv in die Flop-Kategorie Anna Veronica Wutschel über die TV-Serie “Candice Renoir”. La Vie est Belle ! Der Franzose – correspondant au cliché -, weiß mit der entspannten Laisser-Faire-Attitüde das Leben zu genießen. Und so wird auch gern das französische Kino betrachtet: Leichtfüßig kommt es daher, zuweilen schweigsam, zuweilen etwas verschwatzt, selten ohne intellektuelles Herzstück, dem die Franzosen jedoch statt mit bildungsphilistrischer Schwere das Geistreiche mit lockerer Gelassenheit abgewinnen können. Das muss nicht jeder goutieren, diesbezüglich gibt es unzählige Ausnahmen, und generell sollte niemals etwas Komplexes undifferenziert miteinander gleichgesetzt werden.Read More
Authentisch, ohne anbiedernd zu sein – Berlin wäre nicht Berlin, wenn es nicht einen aktuellen Hype um eine Band aus der Hauptstadt gäbe. Im Moment die Angesagtesten der Angesagten: Isolation Berlin. Und das aber völlig zurecht, wie deren neues Album „Und aus den Wolken tropft die Zeit“ zeigt. Sänger Tobias Bamborschke quält sich mit Depressionen, mit Schwermut und Melancholie, und statt den anderen damit auf die Nerven zu gehen, hat er sich irgendwann entschlossen, einfach Songs darüber zu schreiben – und plötzlich wollen es alle hören. Vielleicht, weil er damitRead More

Posted On März 2, 2016By Thomas WoertcheIn Musikmag, News

Marianne Dissard: Cibola Gold

Strictly im Indie-Sound – „Tucson Chanteuse wandering Europa“ nennt sich Marianne Dissard gerade. Was heißt, dass sie zwar aus Tucson weggezogen ist, aber dennoch ihre musikalischen Wurzeln im Umkreis von Howe Gelb, Calexico und in letzter Zeit dem Orkesta Mendoza hat (mehr dazu: hier). Schon alleine diese Zusammenarbeit spricht schwer für sie. Jetzt hat sie sich eine Best-of-Compilation gegönnt, gut so. Und die verweist zwar auch auf die Arizona- und TexMex-Connection („Les confettis“), unterstreicht aber auch ihre Neigung zum französischen Chanson (Les draps sourds“, „The one and only“), weil sieRead More

Posted On März 2, 2016By Tina ManskeIn Musikmag

Sarah Neufeld: The Ridge

Sehr charmant – Sarah Neufeld kennt man bisher als Violinistin und Komponistin, insbesondere aber als Teil der kanadischen Band Arcade Fire. Mit ihrem vierten Album macht sie nun auf „The Ridge“ – nach dem eher minimalistische gehaltenen „Hero Brother“ – die Violine zu einem wahren Popinstrument. Wenn man sich in diese zunächst ungewohnten Klangwelten erst einmal eingehört hat, wird man fasziniert mit offenem Mund dastehen. Über die Genialität von „We’ve Got A Lot“ zum Beispiel komme ich immer noch nicht hinweg: das sollte man mal nachts um drei in einerRead More

Posted On März 2, 2016By Karsten HerrmannIn Litmag, News, Porträts / Interviews

Janko Marklein im Interview

Janko Marklein,  1988 in Bremen geboren, studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Philosophie an der Universität Leipzig sowie der Freien Universität Berlin. Für seinen bei Blumenbar erschienenen Debütroman „Florian Berg ist sterblich“ erhielt er den ersten Preis beim open mike und das Bremer Autorenstipendium. Karsten Herrmann: Wie viel von Ihrem Leben steckt in Ihrem Debüt? Die Herkunft Ihres Protagonisten Florian Berg aus der niedersächsisch-bremischen Provinz und das anschließende Studium in Leipzig lassen starke autobiographische Bezüge vermuten – oder liege ich da falsch? Janko Marklein: Sie liegen sehr richtig.Read More

Posted On März 2, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag, News

Roman: Julie Zeh: Unterleuten

Die Gesellschaft als Kaleidoskop – Seit mehr als zwei Jahrzehnten warten die deutschen Kritiker nun auf den großen Gesellschaftsroman des wiedervereinigten Deutschlands. Mehr oder weniger gelungene Wenderomane gibt es mittlerweile zuhauf von männlichen ostdeutschen Autoren wie Ingo Schulze („Simple Storys“), Thomas Brussig („Helden wie wir“), Uwe Tellkamp („Der Turm“) oder Lutz Seiler („Kruso“). Als westdeutscher Gross-Autor musste Günther Grass 1995 für seinen in die gesamtdeutsche Geschichte eingebetteten Wenderoman „Ein weites Feld“ heftige Kritik insbesondere von Kritikerpapst Marcel Reich-Ranicki einstecken. Nun tritt die 1974 in Bonn geborene Juli Zeh in der,Read More

Posted On Februar 15, 2016By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, Film/Fernsehen

DVD: The Fall – Tod in Belfast

Machtverhältnisse von Anna Veronica Wutschel Die britische TV-Serie “The Fall – Tod in Belfast” zeigt in bislang zwei vorliegenden Staffeln – der Dreh zur dritten und letzten Staffel hat in diesem Januar begonnen – die qualvolle Jagd nach einem sadistischen Frauenmörder. Dabei erfindet weder das Drehbuch noch die filmische Umsetzung das Rad neu. Die Darstellung, die erzählerische Perspektive eines völlig verkorksten Täters, die Perspektive, die den unschuldigen Opfern und ihren Angehörigen Raum gibt, eine toughe Ermittlerin in einer Männerwelt sowie eine Polizei, die in zahlreiche kriminelle Machenschaften, die bis inRead More

Posted On Februar 15, 2016By Christopher WerthIn Crimemag, Film/Fernsehen

Kino: Spotlight

Ein Plädoyer für guten Journalismus Fast hätte man glauben können, der Journalismus-Film im Kino sei tot. Aber dann kommt Tom McCarthy und macht nach dem furchtbaren „Cobbler – Der Schuhmagier“ mit Adam Sandler mit „Spotlight“ einen der besten Filme über investigativen Journalismus, den man ohne zu zögern in eine Reihe mit „Die Unbestechlichen“ stellen kann. Gesehen von unserer noch unbestechlicheren  Mitarbeiterin Sonja Hartl. Nach einem kurzen Prolog in den 1970er Jahren setzt der Film im Jahr 2001 mit einer Feier ein, auf der ein altgedienter Journalistenkollege des Boston Globe mit KuchenRead More

Posted On Februar 15, 2016By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, Film/Fernsehen

DVD: Inspector Barnaby

Das Immergleiche immer neu Beim vierundzwanzigsten DVD-Set ist die britische Fernsehserie “Inspector Barnaby” inzwischen angelangt: 18 Staffeln mit zusammen 109 Folgen. Anna Veronica Wutschel hat sich das Geheimnis des Erfolgsrezepts dieser Serie näher angesehen. Die Immanenz des Immergleichen beruhigt die Natur des Menschen ebenso, wie sie ihr rasch Überdruss bereitet. Die Sensation des Neuen fasziniert den Mensch ebenso, wie sie ihn zuweilen überfordert. Eine erfolgreiche Serie wie “Inspector Barnaby”, die seit der Erstausstrahlung der Pilotfolge “Badger’s Drift” 1997 in Endlosschleife immer wieder überraschend erfolgreich dasselbe neu erzählt, weiß diese WeisheitRead More

Posted On Februar 15, 2016By Christopher WerthIn Crimemag, Film/Fernsehen

Kino: The Revenant

Schneewestern #1 – Regisseur Iñárritu leistet sich nach seinem Megaerfolg Birdman – einem Film voller Ironie, doppelter Böden, voller Theater auf dem Theater und voller surrealer Momente – den Luxus, etwas vollkommen anderes zu machen: einen historischen Western, der auf den Überlieferungen des Trappers Hugh Glass basiert. Von Christopher Werth. The Revenant ist ein Western, der echt sein will, der alles theatralische, maskenbildnerische und kulissenhafte ausblendet und nur mit natürlichen, 100% echten Zutaten arbeitet. Als hätte die von Edward Norton gespielte Birdman Figur Mike Shiner die Regie übernommen: Jener Schauspieler,Read More

Posted On Februar 15, 2016By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, Film/Fernsehen

DVD: Lucia – Engel des Todes?

Zum empörendsten Fehlurteil Hollands von Anna Veronica Wutschel Das Unrecht ist längst geschehen, der Täter überführt und der Gerechtigkeit, also dem Justizsystem überstellt. Da, wo die meisten Whodunnits, all die Serial-Killer-Thriller enden, spinnt das Subgenre des Justizthrillers den Faden weiter. Und auch in diesem der Spannungsunterhaltung untergeordneten Genre ist die Bandbreite weit gefächert. Charismatische, mit allen Wassern gewaschene, skrupellose oder völlig abgehalfterte, verlotterte, aber findige Anwälte steigen in die Kampfarena des Gerichtssaals und taktieren so unverschämt schonungslos mit den Gesetzen, dass der Schuldige am Ende als unschuldig freigesprochen werden muss.Read More

Posted On Februar 15, 2016By Christopher WerthIn Allgemein, Crimemag, Film/Fernsehen, News

Kino: The Hateful Eight

Schneewestern #2 – Tarantionos achter Film ist sein zweiter Western – Christopher Werth hat sich nach The Revenant auch in diesen Schneesturm gestellt. Der Guardian hat Tarantino vorgeworfen, seit Jahren nur noch seinen inneren Film-Fan Filme drehen zu lassen, anstatt eigenständige neue Filme zu drehen, wie er es noch bei seinen ersten dreien getan habe. Warum muss man ihm das vorwerfen? Ist nicht grade das der Reiz? In einen Tarantino Film gehen heißt auch bei The Hateful Eight: Zu Gast sein bei einem Kinokenner, der einem voller Begeisterung seine neuestenRead More