Der Krimi im Bildschirmformat boomt. Dietrich Leder, der viele Jahre für die „Medienkorrespondenz“ über das Fernsehen schrieb, ehe dieses zweiwöchentliche Periodikum im Dezember 2021 eingestellt wurde, nimmt sich für uns jeden Monat eine Erscheinung des laufenden Krimi-Programms vor und seziert, wie es die Darsteller der Pathologinnen und Pathologen in den Serien versprechen. Die Kolumne erscheint dieses Mal in ihrer 43. Ausgabe – herzlichen Dank dafür an unseren Kolumnisten, d. Red.. Dass ihr Anlass sich keineswegs erschöpft hat, zeigt diese Folge überzeugend. Willkommen zu einer Ermittlungsreise. Eine Titel-Verzeichnis der Kolumnen findet sich am Ende
Read More Erinnerungen an den Piloten Der Flugkapitän Jürgen Ploog sitzt im Cockpit seiner Boing 737. Er fliegt über Länder und Kontinente. Er fliegt nach San Francisco, er fliegt nach Bangkok. Es ist Tag, es ist Nacht. Die Erdplatten verschieben sich, stoßen knirschend aneinander. Risse. Schnitte. Die Bilder überlagern sich. Der Schriftsteller Jürgen Ploog notiert und schreibt. Er notiert auf handtellergroßen Zetteln. Er schreibt im Hotel auf seiner Reiseschreibmaschine: „Draußen spannte sich der ungeheuere Bogen der Erdoberfläche …Shylock Holmes konnte nicht erkennen welcher Kontinent ihm in diesen Moment gegenüber lag …ausgedehnte Wolkenfelder
Read More Der „Godfather des deutschen Underground“ Ein opulenter Reader erinnert an den Schriftsteller und Langstreckenpiloten Jürgen Ploog, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre – Von Joachim Feldmann In seiner Ausgabe vom 8. August 1971 berichtet der „Spiegel“ von einer „neuen Jugendbewegung“. Geheuer ist sie dem Nachrichtenmagazin nicht: „Zurück zur Natur und zur Manufaktur drängen die Leistungsverweigerer einer um sich greifenden Ohne-mich-Bewegung. Als Hippies suchen sie, was Deutsche speziell verlockt: apolitischen Freiraum. Nicht Wandel in Fabriken und im Staat, die eigene Wandlung gilt. Rezepte liefert die US-Drogen-Subkultur.“ Und das
Read More Es geht um mehr als alles – Relativ unbeachtet, auch der Titel in Kleinbuchstaben, ist die Tage ein Buch erschienen („ausgeschrieben. Auf der Suche nach den verlorenen Möglichkeiten von Literatur, Veränderung und Befreiung“), das reflektiert, wie der Beat nach Deutschland kam … und nicht den Marsch durch die Institutionen angetreten hat. Von Matthias Penzel. Kunst ist ja ein Trip. Ob bei einem Album, einem Bild oder Buch: Wenn es abgeht und einen mitnimmt, dann ist das wie eine Reise, bei der man sich an Bekanntem erfreut, über manches staunt –
Read More And the Beat goes on – Jürgen Ploog, Jahrgang 1935, ist einer der Autoren, die Popliteratur schon machten, als Goetz und Konsorten noch in Windeln umherkrochen. Viele Jahre arbeitete er als Pilot der Lufthansa, war sein Leben lang auf Reisen, schrieb nebenher zahlreiche Bücher und war Mitbegründer der legendären Zeitschrift Gasolin 23 (zusammen mit Jörg Fauser und Carl Weissner). Mit zwei Texten Ploogs, zusammengefasst in einem Band, begibt sich jetzt der neue Verlag [sic] aufs Rollfeld und startet unter dem Namen „Fettecke“ sein Programm für „experimentell-provokative Arbeiten“ mit Anknüpfungspunkten zur
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