Andrea Stumpf: „Projekt Visitenkarte“ Dank der BASF war Ludwigshafen einmal eine der architektonisch ambitioniertesten Städte der BRD, so meine Einschätzung, und von München aus betrachtet ist es das immer noch, wie ich während einiger Besuche in diesem Jahr feststellen durfte. Die haben es mit dem „Projekt Visitenkarte“ (Oberbaurat Ziegler) in den 50er, 60er und 70er Jahren so richtig krachen lassen. Wer schon vor 20, 30 Jahren auf die feingliedrigen Fassaden der jungen BRD und den späteren Brutalismus stand, von Industrieschlotromantikern ganz zu schweigen, dem gingen dort die Augen über. Neuerdings
Read More Julia Wagenhals: Drei Bücher mit kritischer Perspektive In 2024 habe ich so viele Sachbücher gelesen wie kaum jemals zuvor. Drei davon möchte näher vorstellen. Trotz unterschiedlich anmutenden Themen eint die Bücher, dass sie sich kritisch auseinander setzen mit der Welt und den Verhältnissen, in denen wir leben. Die Autor:innen nähern sich dem auf ganz unterschiedliche Weise – Hashemi mit einer sehr persönlichen Erzählung, Sahner und Stähr durch eine theoretische Analyse und Hirsch anhand einer unkonventionellen Geschichtsbetrachtung. Im Buch Der Tag an dem ich sterben sollte schreibt Said Etris Hashemi über
Read More Frank Schorneck: Jahr 2022 … die überleben wollen Ich weiß nicht mehr genau, wann ich zum ersten Mal den Spielfilm „Soylent Green“, der den deutschen Titel „…Jahr 2022 … die überleben wollen“ trägt, gesehen habe. Irgendwann in den 1980ern als Jugendlicher; in einer Zeit, als zwar die nukleare Bedrohung greifbar war zwischen Tschernobyl und Pershing II, das Jahr 2022 selbst aber in schier unglaublicher Ferne zu liegen schien (schon 2000 galt ja irgendwie als magische Jahreszahl). Nun befanden wir uns sich plötzlich in dem Jahr, in dem diese Dystopie spielt
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