Film Noir Tag

Können wir der Vergangenheit entkommen? Roland Keller über „Das Haus am Gordon Place“ von Karina Urbach Diese Frage drängt sich bei dem Spionageroman „Das Haus am Gordon Place“ deutlicher auf als die Antwort, wer den betagten Gerald Fraser an dieser privilegierten Adresse im Londoner South Kensington erschlagen hat. Die in Großbritannien lebende und lehrende Historikerin und Schriftstellerin Karina Urbach interessiert sich weniger für das Wer, sondern mehr für das Warum. Ihre Protagonisten, der emeritierte Historiker Professor Hunt und die MI6-Agentin Emma Spencer, lässt sie hierzu aus dem Heute weit zurückRead More
Ein Porträt von Helmut W. Pesch  Leigh Brackett (1915–1978) zählt zu den Vorreiterinnen anspruchsvoller wie abenteuerlicher Science Fiction im anglo-amerikanischen Raum. Mit ihren phantastischen Abenteuergeschichten hat sie ganze Generationen von Schriftsteller:innen maßgeblich beeinflusst. Darüber hinaus war sie eine der erfolgreichsten Drehbuchautorinnen ihrer Zeit: Ihr haben wir Filme wie Der große Schlaf, Rio Bravo und Das Imperium schlägt zurück zu verdanken. – Helmut W. Pesch, Phantastikexperte und bekennender Brackett-Fan, würdigt die Autorin eingehend.  George Lucas: Haben Sie schon mal Drehbücher verfasst? Leigh Brackett: Ja, das habe ich Rio Bravo, El Dorado, The Big Sleep, The Long Goodbye …[Pause] Lucas: Sie sind die Leigh Brackett?Brackett:Read More
Ein Interview von Alf Mayer mit Robert Zion über sein aktuelles Buch „Fritz Lang in Amerika“ Die zweibändige Erstauflage des Buches (im Schuber) ist bereits vergriffen. Achtung: Gewinnspiel. Wir konnten uns zwei Exemplare sichern, die wir unter den Einsendungen verlosen, die uns bis 30.10. per Mail erreichen. Stichwort: Fitz Lang in Amerika. Bitte an: crimemag (at) gmx.de (Und hier der datenschutzrechtliche Zusatz: Die Gewinner werden ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Mit der Teilnahme willigen Sie in die Erhebung und Verwendung Ihrer E-Mail-Adresse zur Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels ein. Im FalleRead More
Als Textauszug aus Robert Zions tief schürfender Studie „Fritz Lang in Amerika“ – siehe dazu auch hier in dieser Ausgabe nebenan das mit dem Autor geführte Interview von Alf Mayer – präsentieren wir Ihnen mit freundlicher Genehmigung des Autors das Kapitel über „The Big Heat“. Achtung: Gewinnspiel. Die zweibändige Erstauflage des Buches (im Schuber) ist bereits fast vergriffen. Wir konnten uns zwei Exemplare sichern, die wir unter den Einsendungen verlosen, die uns bis 30.10. per Mail erreichen. Stichwort: Fitz Lang in Amerika. Bitte an: crimemag (at) gmx.de (Und hier derRead More
In seinen Augen das geraubte Feuer Eine Buchbesprechung – und ein Textauszug Dieses für den Booker Prize nominierte Buch je auf Deutsch zu sehen, das hätte ich nie erwartet, umso größer jetzt die Freude. Sie ist ungetrübt, alles hier vom Feinsten. Der Übersetzerin Anne-Kristin Mittag gebührt höchstes Lob, Hanser als Verlag ein Dank. „Wie man langsam verliert“ von Robin Robertson ist ein Geschenk, wie man es nur selten bekommt. Genauer gesagt: Ich kenne kein damit vergleichbares Buch. Es ist genresprengend, unklassifizierbar. Ein Epos, eine odyssee-große Wanderung, ein Film Noir inRead More

Posted On Juni 15, 2018By Woody HautIn Crimemag, CrimeMag Juni 2018

Woody Haut: It’s A Noir World

These days we all seem to live in a noir world “It’s a screwed up, bitched up world . . .” (Lou Ford in Jim Thompson’s The Killer Inside Me) Was it always like this? The feeling that nothing is real. Not just ersatz, but a fake of a fake, a photograph of a photograph of the world falling apart. That food you’re eating, it’s probably genetically modified. The building you’re living in, most likely made from cheap, probably flammable, materials. And, most of all, that creep in the White House, aRead More
Schwärzer kann der Tann nicht sein Den Wald hat der Noir kaum je betreten. Da ist Niemandsland für seine Figuren. Umso interessanter, wenn das jetzt – 2018 – endlich jemand tut. Und zwar einer, der mit den Bildern des Noir wieder und wieder Zwiesprache gehalten, sie studiert, zerlegt, übermalt, dekonstruiert hat. Ikonen des 20. Jahrhundert in kühnen Diptychen und Triptychen neu montiert, den Flügelaltären des Mittelalters nachempfunden. Klein- und großformatig. Bigger than life. „Die Spur des Falken“ heißt eines seiner zweiteiligen Gemälde von 1995. Jetzt im Alter von 69 legtRead More

Posted On Oktober 17, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Tarik Saleh: Die Nile Hilton Affäre

Im Kampf um die Wahrheit Von Sonja Hartl Ein hartgesottener, vom Leben desillusionierter Polizist, ein korrupter Chef, eine brutal ermordete Schönheit, ein reicher Verdächtiger und ein erpressender Zuhälter. Es sind die klassischen Figuren des Kriminalfilms, die Tarik Saleh in „Die Nile Hilton Affäre“ inszeniert. Es gibt sogar eine unschuldige Zeugin – Salwa (Mari Malek), ein Zimmermädchen aus dem Sudan –, die Schutz braucht. Und eine wunderschöne Freundin der Toten, die den Polizisten in Gefahr bringt. Deshalb birgt die Handlung auch wenig Überraschungen, aber es gelingt Tarik Saleh, diese Genremuster effektivRead More
Labyrinth der Bewusstseins-Zombies. Brauchen wir noch ein Buch, noch eine Exegese, noch eine Meditation über den Film noir? Thomas Brandlmeier nennt seinen Beitrag zu einer unendlichen Diskussion „Film noir. Die Generalprobe der Postmoderne“ Doch, ja, meint Thomas Wörtche, dieses Buch brauchen wir. „Film noir existiert nicht“, so beginnt der Münchner Filmwissenschaftler Thomas Brandlmeier sein Buch über eben dieses nicht-existierende Phänomen. Er hätte auch sagen können: Kein Mensch weiß so genau, was „Film noir“ ist.  Aber natürlich erkennen wir alle einen Film noir, wenn wir einen sehen.  Diese Filme existieren, aberRead More
On Dangerous Ground: Film, Verbrechen und ungleiche Mittel (1) Max Annas über Pietro Germis „La città si difende“ Max Annas wird auf CrimeMag künftig regelmäßig je einen Film auf seine Idee von und seine Haltung zu Crime, Abweichung, Ordnung und im Zweifelsfall ihre Wiederherstellung untersuchen. Diese Serie beginnt mit einem Film des italienischen Regisseurs Pietro Germi, mit „La città si difende“ von 1951. In der BRD trug er den Titel „Jagd ohne Gnade“, in der DDR hieß er „Bis zum bitteren Ende“, auf Englisch er „Four Ways Out“ und in FrankreichRead More

Posted On Dezember 17, 2014By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Geschenktipp: Film Noir – 100 All-Time Favorites

Liebe, Tod & (meist weibliche) Teufel – Wolfram Schütte mit einem Geschenktipp für alle Cineasten: Paul Duncan und Jürgen Müllers fabelhaftes Kompendium des „Film Noir“ (siehe auch CM vom 09.08.14). Mit seinen 3,5 kg & seinen 688 (gewissermaßen brokat-) schweren schwarzen Seiten ist diese Sammlung des „Film Noir“ eines jener „Coffee Table Books“, das einen zarten Beistelltisch in die Knie zwingen könnte. Lesen, besser noch: betrachtend in ihm sich umzusehen, kann man wohl am besten, wenn der ebenso kompakte wie beeindruckende Band auf einer soliden Grundlage liegt, auf einem SchreibtischRead More