Einen Tag in Moskau, der russischen Metropole, dem Moloch, in dem Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Einsamkeit so nahe beieinander liegen, schildert Jewgenij Grischkowez in seinem Debütroman, den Karsten Herrmann gelesen hat.
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Alles Cover-Versionen – im Jazz würde man sagen: Standards. Und an Standards erweist sich das Können und die Kunst von Musikern, die ihren Authentizitätsnachweis schon längst bei den Buchhaltern der Kritik hinterlegt haben. Von Thomas Wörtche
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Swing Royal im Admiralspalast – Sie sind alle drei noch Teenager und treten live zusammen mit ihren Eltern auf – ist das uncool oder was? Von wegen, meint Tina Manske. Guten Zeiten, die man vergangen wähnt, kann man entweder nachtrauern oder sie neu aufleben lassen. Letzteres macht die Veranstaltungsreihe „Swing Royal“ im Admiralspalast. Da sieht man plötzlich Pettycoats, weite Anzughosen, Cocktailkleider, Perlenketten und Haartollen en masse – selten fühlt man sich in Jeans und Pulli so miserabel angezogen wie hier. Von Pagenköpfen aus den 20er-Jahren bis hin zu Rockabillies, an
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Konstantin Ames: eune zîtung. – Es geht um Amerika, um den Kapitalismus, und auf sehr trickreiche Weise. Wie klingt denn „shington“? Nicht fast so koreanisch wie „Pjöngjang“? Und was macht das in Klammern eingeschobene, bestimmt nicht aus dem Zeitungstext stammende „fischtag“?
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Heftige Liebeserkrankung – Jochen Schmidt nimmt uns hautnah mit in Gefühlszustände, die wir alle kennen, und tritt dabei dem Klassiker unbelastet von zu viel Hintergrundwissen entgegen. Von Tina Manske Im Jahr 2006 unternahm Jochen Schmidt, bekannt insbesondere durch seine Tätigkeit bei der von ihm mitbegründeten Berliner Lesebühne („Chaussee der Enthusiasten“) das Experiment, täglich 20 Seiten der Recherche von Marcel Proust zu lesen und darüber zu schreiben, ganz so, als wäre er der erste Leser, also ohne Rückgriff auf irgendwelches Wissen aus der Sekundärliteratur. Daraus entstand zunächst ein Blog. In leicht
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Geschmack von Brot und Jenever Endlich liegt nun auch eine deutsche Übersetzung von Gedichten eines der derzeit wichtigsten Lyrikers der Niederlande vor. Von Carl Wilhelm Macke. Verwunderung und Erstaunen. Da liest man in einer neueren Geschichte der niederländischen Literatur, dass die Gedichte von Rutger Kopland bereits in fast alle Weltsprachen übersetzt worden seien. Nur im Deutschen, immerhin die Nachbarsprache der Niederländer, waren sie bislang noch nicht lesbar. Dank der nicht genug zu lobenden Edition Lyrik Kabinett bei Hanser unter der Federführung von Michael Krüger, Raoul Schrott und Ursula Haeusgen ist
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Der Roman enthält wenig narratologische Kniffe wie Perspektivenwechsel, Vor- und Rückblenden oder harte Schnitte. Braucht er auch nicht. Der Leser kann sich bei dem großteils chronologisch gestalteten Plot ganz auf Roseros wunderschöne Prosa einlassen, die Matthias Strobel überzeugend ins Deutsche übertragen hat.
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Ob etwas komisch oder bloß witzisch oder lustisch ist, das macht schon einen gewaltigen Unterschied, findet der Co-Gründer und Redakteur der Literaturzeitschrift Am Erker (www.am-erker.de) Joachim Feldmann.
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