Verbrecherischer Versager Das perfekte Verbrechen gibt es nicht, den perfekten Verbrecher erst recht nicht. Darüber hat Richard Stark ein spannendes Stück ironischer Kriminalliteratur geschrieben. Zu Donald E. Westlake alias Stark muss man nach den Feierlichkeiten der letzten Monate nichts mehr sagen. Aber sich einfach an einem frisch erschienen Roman nach dem altbewährten Strickmuster freuen, das soll man schon dürfen. So wie Jörg von Bilavsky Welch ein merkwürdiger Titel: „Keiner rennt für immer“. Aber er mutet gar nicht mehr so seltsam an, wenn man Richard Starks kurioser Verbrecherbande bis zum bitter-ironischen
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Dada im Beat-Hop Während die Beatles brav davon sangen, wie gern sie die Hand eines Mädchens halten wollten, hatten die Monks die Dialektik von Beziehungen schon sehr viel besser verstanden und brüllten: „I hate you with a passion, baby! But call me!“ Neue Veröffentlichungen feiern eine große Band. Von Tina Manske Wir schreiben das Jahr 1966; in den deutschen Städten sind die Besatzungstruppen der Alliierten unübersehbar, abends in den Bars hängen GIs rum, während man den Mädchen eintrichtert, sich bloß nicht mit diesen Ex-Feinden zu treffen, die zur gleichen Zeit
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Operation am offenen Herzen Alle Vorschusslorbeeren aller professionellen Hyper sind ganz und gar gerechtfertigt: Anja Plaschg ist ein bemerkenswert intensives Album gelungen. Von Tina Manske Es war Ende letzten Jahres, als Redaktionskollegin Ana-Marija mich auf eine besondere Künstlerin aufmerksam machte – „hör dir das mal bei MySpace an!“ Die Gerüchte, dass da etwas ganz Großes aus Österreich kommen würde, waberten schon länger durch Blogs und Foren. Damals gab es nur einen Song auf der betreffenden Seite online, aber der hatte es bereits in sich und machte große Hoffnung auf ein
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Joseph Wambaugh, der – wie sein deutscher Verlag völlig richtig verlauten lässt – als Begründer des modernen Polizeiromans gilt, brach mit dem Erscheinen von Hollywood Station im Jahr 2006 (in deutscher Übersetzung 2008) sein jahrelanges Schweigen und ist zurück auf seinem vertrauten Posten als „Grand Master“ der Copnovel.
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Der neue John Updike: Natürlich, ein Rezensent muss ein Buch aufmerksam zu Ende gelesen haben, bevor er darüber schreibt! Wirklich? Wir denken nein: Manchmal reichen auch die ersten Seiten. Stefan Beuse nährst sich Stewart O’Nans Roman Alle, alle lieben dich - ganz ohne ihn gelesen zu haben.
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„Rudower Arschloch“ Keidtel liefert seinen Helden, dem er so lange die Stange gehalten hat, in dieser Fortsetzung gnadenlos ans Messer, ärgert sich Tina Manske. Immerhin eines hat Matthias Keidtel schon geschafft: er hat ein eigenes Romangenre etabliert. Der hier vorliegende zweite Teil seiner „Trilogie des modernen Mannes“ ist die erste Veröffentlichung, die offiziell dem Genre „Holm-Roman“ zugeschrieben wird. Ein Holm-Roman, das ist ein Roman, der von Felix Holm handelt, so wie Ein Mann wie Holm (Zur Rezension vom 1. Oktober 2006), das Buch, das Keidtel mit einem Schlag berühmt und
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Die Machenschaften krimineller Finanzjongleure, den Tod eines Tierpräparators und das Attentat auf einen prominenten Großinvestor soll der Triestiner Kommissar Proteo Laurenti in Veit Heinichens sechstem Roman aufklären – und all das kurz vor Weihnachten. Peter Münder ist begeistert.
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Wie war die Welt 1965? Liest man Lawrence Blocks Roman Falsches Herz, darf man feststellen, das unsere heutigen Sauereien auch nicht sooo originell sind, wie die verursachenden Schweinebacken und die prustend kommentierenden Sittenwächter es gerne hätten. Was wiederum auf die Aufgabe von guter Kriminalliteratur aufmerksam macht, uns Leser darauf hinzuweisen, dass Verbrechen einfach dazu gehört. Joachim Feldmann ist seltsam zufrieden.
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