Geschrieben am 1. Februar 2024 von für Crimemag, CrimeMag Februar 2024, News

250 Cover klagen an: »Outback Noir«, die neue Seuche

Streifzug durch ein wüstes Land – von Alf Mayer

Auch der Meister wird nicht verschont. »Sanctuary«, der neue Roman von Garry Disher, der Anfang April 2024 in Australien herauskommt, hat ein eindeutiges Outback-Cover – obwohl Grace, die Titelheldin, als Diebin sicher nicht Farmhäuser im roten Sand von Zentralaustralien ausraubt, sondern nahe Melbourne Beute und Zuflucht sucht. Dass Epigonen wie Jane Harper oder Chris Harper als Experten dem Meister per Blurb bescheinigen, ”der Goldstandard für rural noir“ zu sein, daran musste auch ein Garry Disher sich gewöhnen. Jetzt wird die australische Kriminalliteratur – zumindest optisch – mehr und mehr auf den Exportfaktor »Outback« getrimmt. Rote Erde, weite Himmel, einsame Hütten, dräuende Wolken, leeres Land … Hier ein kleiner Streifzug.

Ähnlich wie in der deutschen Fernsehkrimi-Flut von WaPo Bodensee bis Spree türmen sich auch im ländlichen Australien mittlerweile die Leichen. So klein, staubig und entlegen der Ort auch sei (wahlweise verregnet, wenn wir in Tasmanien sind), es kann das winzigste Kaff nicht in Frieden leben, wenn der Krimiautor kommt. Und wo man auch gräbt ist Vergangenheit. Verbrechen. Und Verderben. Landlust eben. Australisch.

Die Klassiker:

Non fiction, outback, big and small towns:

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