Rubriken Category

Posted On Februar 21, 2015By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – schnell, gemein, blutig, wooosh … Heute am Beil Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW), auf dem Block Kristina Ohlsson: „Himmelschlüssel“, Johann Hari: „Chasing The Scream“ und Heinrich Wandt: „Erotik und Spionage in der Etappe Gent“. Weiblicher Blick (AM) Hier werden wohl manche Fingernägel leiden, auch manikürte. Hat man sich eingerichtet in Kristina Ohlssons „Himmelschlüssel“, gerät man bald in die Lage jener 400 Passagiere, deren schwedisches Flugzeug entführt wurde und in den amerikanischen Kongress gesteuert werden soll, der Copilot, Sohn eines der Ermittler, aus dem Cockpit ausgesperrt, derRead More

Posted On Februar 21, 2015By Mara BraunIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Hinter der Linie, vor dem Spieltag (22)

Verehrte Leserschaft, diese Kolumne wird aktuell bestreikt: Die geschätzte Kolumnistin Ihres Vertrauens hat noch nicht verdaut, mit welchen Ereignisse ihr Herzensverein sie diese Woche durchgeschüttelt hat – und deswegen beschlossen, den Spieltag zu ignorieren. Vielleicht bringt das ja Glück… Bis nächste Woche! Die Ergebnisse im Überblick Stuttgart – Dortmund 0:8 Schalke – Bremen 8:0 Paderborn – Bayern 0:8 Mainz – Frankfurt 8:0 Köln – Hannover 0:8 Augsburg – Leverkusen 8:0 Freiburg – Hoffenheim 0:8 Hamburg – Gladbach 8:0 Wolfsburg – Hertha 0:8 Mara Braun Mara Braun, geboren 1978 in Heidelberg,Read More
Salonkultur in Schneelandschaft – Reichenau an der Rax und Vail/Beaver Creek waren am vergangenen schneebefleckten Februarwochenende eins. Literatur trifft Skisport – Zeitverschiebung hin oder her. Für beide Disziplinen fanden sich tagsüber wie abends die entsprechenden weiblichen und männlichen Fans und Expertenrunden, meist überschnitten sie sich. Österreich kann immerhin beides, Schreiben und Skifahren. Ein Bericht von Senta Wagner Reichenau ist der Ort im Land, „wo Künstler und Therapeuten in die Berge gehen“, seit nunmehr acht Jahren auch der sympathische Austragungsort eines zweitägigen Lesespektakels – des Literaturwettbewerbs Wartholz. Dieser steht unter derRead More
Eine Reise in die Welt des geplanten Verfalls, unter Würdigung der Widerstandsbewegungen – Es ist „nur“ ein Taschenbuch, das hier besprochen wird, ein Hardcover aus dem Hanser Verlag von 2013, noch einmal nutzbar, billiger und damit zugänglicher gemacht. Ein Vorgang gewiss ganz im Sinne seines Autors. Wolfgang M. Heckl ist Physiker und Generaldirektor des Deutschen Museums in München, sein wiederverwendbares Buch heißt „Die Kultur der Reparatur“. Es stellt die Frage: „Kaufst du noch oder reparierst du schon?“ Von Alf Mayer Huh? Schlafen Ihnen gleich die Füße ein? Wieder solch einRead More

Posted On Februar 18, 2015By Kira KoetterIn Bücher, Litmag

Kirsten Fuchs: Mädchenmeute

Sieben Mädchen wohnen im Wald – Die 15-jährige Charlotte ist in einem Sommer-Feriencamp im tiefen Wald. Zusammen mit sechs anderen Mädchen und einer schrulligen Betreuerin soll sie trainieren, wie man dort überlebt. Ganz klarer Fall: Da muss sie weg! Also flieht sie mit ihrer „Mädchenmeute“ ins Erzgebirge und wird in 14 Tagen ein bisschen erwachsener. Und weil die Autorin Kirsten Fuchs sie erzählt, ist diese Geschichte auch noch wunderbar witzig und wortgewandt. Von Kira Kötter „So blöde! Ich meine Erwachsene! Sie wollen ständig freihaben, und wenn sie dann freihaben, putzenRead More
Vom Alltag ins Absurde – Seine Freundin fragt er, von wem sie denn wohl schwanger sei, das nervende Kleinkind will er umtauschen, im Suff erkennt er sich schon mal selbst nicht wieder, und der Engel, der das göttliche Schreibstipendium überbringt, verwechselt ihn mit Vladimir Nabokov und fliegt wieder fort. Zoë Beck über Stefan Abermann, eine der bekanntesten Stimmen der österreichischen Poetry Slam-Szene. Abermanns „Schatzkästlein des reinlichen Hausfreundes“ ist eine Auswahl seiner Slam-Texte, seine erste Sammlung. Er hat sie unterteilt in die Lebensbereich Haus, Frau, Kind, Garten und Esoterik, eine Aufteilung,Read More

Posted On Februar 18, 2015By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Jonathan Evison: Umweg nach Hause

Von heldenhaften Verlierern – In seinem neuen Roman „Umweg nach Hause“ erzählt der Kalifornier Jonathan Evison die ebenso heitere wie tragische Geschichte von Menschen, die vom Leben schwer gebeutelt und voller Schwächen sind und die dennoch nicht ihren Mut verlieren. Von Karsten Herrmann Im Mittelpunkt des Romans stehen der 39jährige Ben und der 19jährige Trev. Ben hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und trudelt durch sein Leben. Nach einem Lehrgang in Altenpflege nimmt er einen Job bei Trev an, der an einer schweren Muskeldystrophie leidet und früh sterben wird. ErRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Ballszene” von Adolph Menzel. Preußische Freiheit Diese „Ballszene“ des Adolph Menzel hat etwas so wundervoll Nicht-zu-Ende-Arrangiertes. Als habe nicht derRead More

Posted On Februar 18, 2015By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Ich hätte die größte Lust 1 bild / 100 worte Ich hätte die größte Lust, in einem Bigane-Gah der Frage nachzugehen, was da alles war und weiter sein wird. In der Wüste, warum nicht, ich fahre durch eine, sie liegt im Iran. Hochspannungsleitungen, Stahlwerke, Rosealis-Hügel, Plastiktüten wehen über Sand und Sträucher und im Hintergrund Bergketten: Also sprach Zarathustra! In den Tempeln dort sollen Feuer ewig brennen. Von diesem Ort holte sich Nietzsche den Propheten und stellte ihn hoch auf die Gipfel über Sils Maria. Aha. Wandern, wandern, wandern. Noch lieberRead More

Posted On Februar 14, 2015By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, DVD

Klassiker-Check: Das Millionenspiel

Alles alter Stoff, aber hochaktuell „The Prize of Peril“, eine Kurzgeschichte des genialen Robert Sheckley, trat eine ganze Lawine von motivisch ähnlichen Narrativen von Stephen King bis John Woo los – blutige Menschenjagd als Unterhaltungsevent. Wolfgang Menges Adaptionen (in der Regie von Tom Toelle) unter dem Titel „Das Millionenspiel“ aus dem Jahr 1970 ist und bleibt ein Meilenstein der deutschen Fernsehunterhaltung. Anna Veronica Wutschel hat sich das Spektakel noch einmal angesehen. „Guten Morgen meine Damen und Herren“, begrüßt eine freundlich lächelnde TV-Sprecherin die Zuschauer zu „Das Millionenspiel“, einer zynischen Reality-Show,Read More

Posted On Februar 14, 2015By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Carlo hat seine Plagegeister. Schlimme Sache. Aber man kann sie loswerden, man kann sie immer wieder bearbeiten. Heute: Wolf Biermann Wie schön! Wolf Biermann hat mir ein Interview gegeben! Man braucht Menschen, zu denen man aufschauen kann, gerade in schlimmen Zeiten. (Pegida, der Garten meiner Nachbarn, Freiburg auf Abstiegsplatz …) Ja, doch, er hat es nicht direkt mir gegeben, sondern dem Käseblatt „Christ und Welt“ im Jahre 2013. Das Original, das ich kräftig gekürzt, dessen Wortlaut ich allerdings nicht verändert habe, findet sich hier. Dort finden sich auch noch allerhandRead More

Posted On Februar 14, 2015By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Sifiso Mzobe: Young Blood

Rasend ins Abseits – Sifiso Mzobes Romanerstling „Young Blood“ aus den Townships von Joburg erzählt keine neue Geschichte, die aber bemerkenswert gut. Frank Rumpel ist beeindruckt. Ein BMW 325is ist für die Jungs in Umlazi, einem Township außerhalb Durbans, das Größte. Ein sportlicher, gut ausbalancierter Wagen mit reichlich PS und Aufmerksamkeitsgarantie. Wer dort einen solchen Wagen fährt, hat es geschafft – auf welchem Weg auch immer. Kurz vor seinem 17. Geburtstag hat Sifizo Mzobes Protagonist Sipho die Schnauze voll. Er hat beschlossen, seine Zeit nicht länger auf der Schule zuRead More

Posted On Februar 14, 2015By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – lesen, denken, wooosh … Heute am Beil Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW), auf dem Block „Der Herr auf der Galgenleiter“ von Hugo Bettauer, „Vaters unbekanntes Land“ von Bernhard Stäber und „Control“ von Daniel Suarez. Vielleicht doch Raubmord? (TW) Deutschsprachige Kriminalliteratur hat keine konsistente „Tradition“, die irgendwie ästhetisch oder sonst wie programmatisch wirkmächtig gewesen wäre. Sie hatte aber Solitäre, Einzelgänger und -kämpfer, denen Formen und Regeln ziemlich egal waren: Friedrich Glauser, Walter Serner und – eben – Hugo Bettauer, um dessen Werk sich der Wiener Milena-VerlagRead More

Posted On Februar 14, 2015By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Reading ahead (6): Chuck Logan – Fallen Angel

Autor der wirklich toughen Thriller Wir lesen heute schon die Bücher, die Sie erst morgen oder übermorgen auf Deutsch bekommen können. Vielleicht. Oder auch nicht. Heute: Chuck Logan – Fallen Angel – von Alf Mayer Der 1. April 2008 war das letzte Mal, dass er als Autor in Erscheinung getreten war – mit „South of Shiloh“, einem Scharfschützenthriller. Dann verschwand er bis Ende 2014 in der Versenkung. Ein Autor von damals acht makellosen Thrillern, keiner von ihnen je ins Deutsche übersetzt, jeder um Meilen besser als all die Clancys, Forsyths,Read More

Posted On Februar 14, 2015By Christopher G. MooreIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Wir denken bei Thailand automatisch an Sex-Business, Sex-Tourismus, Korruption und organisierte Kriminalität. Von außen. Christopher G. Moore lebt und schreibt in dieser Gesellschaft. Heute: … Literaturfestivals an und für sich sind schön und gut und nützlich, sie dienen dem Austausch unter interessierten Menschen, sie zeigen neue Ideen, Texte, Visionen und erweitern ganz allgemein den Horizont. Was aber, wenn sie von politisch interessierten Kreisen gecapert werden und etwas ganz anderes passiert? Christopher G. Moore berichtet aus Jaipur, Indien: Swords, Sabers and Silver Urns in Jaipur There are streets in Jaipur, anRead More

Posted On Februar 14, 2015By Mara BraunIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Hinter der Linie, vor dem Spieltag (21)

Hinter der Linie, vor dem 21. Spieltag – Eine Fußballkolumne von Mara Braun. Mit drei Spieltagen binnen einer Woche hat die Liga nach der Winterpause schnell wieder an Fahrt aufgenommen, und nun steht ihr ein närrisches Wochenende bevor: Rund um diverse Stadien toben in den Straßen Fastnachter und Karnevalisten, während auf den Plätzen der Ball rollt. Aber Karnevalsverein hin, Fastnachtshochburg her hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) es zum wiederholten Male geschafft, die Begegnung der Mainzer auf den Fastnachtsfreitag zu legen, so dass die Partie in Dortmund zeitgleich mit derRead More

Posted On Februar 11, 2015By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Random TV VI 1 bild / 100 worte Mir war klar, dass sie logen. Was tut man nicht alles für seine Schäfchen? Der Ort, an dem die Leichen vergraben sein müssen, liegt nur 800 Meter vom Tatort entfernt… Damit holt Österreich back to back Gold! Wie hoch sind die Belastungen, warum müssen Skier gewachst werden. Genau das ist das Problem. Zurück zu Mustafa Hos. Wer trotzdem sein Geld an der Börse anlegen will? Der Ruf des Herzens muss Menschen verbinden. Mir gefiel auch das Drehbuch sehr gut, und jetzt der HinterkopfRead More
Unser Bundesnachrichtendienst Zwei Bücher über den BND: „Geheimobjekt Pullach“ und „Nachts schlafen die Spione“ und ein bisschen kulturgeschichtlicher Kontext. Von Alf Mayer – Zweimal Ortstermin, zweimal Erkundungen einer Liegenschaft, zweimal Blicke auf einen geheimen Ort, in ein Areal in Pullach bei München, langjähriger Stammsitz des Bundesnachrichtendienstes (BND). Zwei ganz unterschiedliche Bücher. Das eine Spurensuche „Von der NS-Mustersiedlung zur Zentrale des BND“, das andere ein sonderbarer Bildband, unter Sicherheitsauflagen entstanden, ästhetisches Werk ebenso wie Zeugnis der Zeitgeschichte. Zwei Bücher, die man zur Kenntnis nehmen muss, wenn man sich mit dem BNDRead More

Posted On Februar 7, 2015By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Nachbars Garten Es ist ja nicht so, dass das Schaffen von Carlos im Politischen aufginge, heute lernen wir ihn als Ästhet und Kritiker des Gartenbaus kennen, als eine Art Schlierbacher Peter Joseph Lenné, als ein Hermann von Pückler-Muskau unserer Tage, der uns ein paar Andeutungen über Vorgärtnerei beschert: Jetzt hatte ich in den letzten beiden Wochen so interessante Kontakte zum IS und zum Pedig (ach, Lutz …), so kann es natürlich nicht immer weitergehen. (Hierzu auch Kalle Rummenigge in Sachen VW gegen Bayern.) Nein, diesmal muss ich mal wieder denRead More

Posted On Februar 7, 2015By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – schnell, auf den Punkt und wooosh Heute am Beil Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW). Auf dem Block Cynan Jones „Graben“, Elisabeth Herrmann: „Der Schneegänger“, Robert Hültner: „Tödliches Bayern“ und Antonio Fian „Das Polykrates-Syndrom“. Dachskämpfe (JF) Seit 170 Jahren ist es Britannien verboten, Hunde zum Vergnügen eines sadistischen Publikums gegen Dachse kämpfen zu lassen. Aber ebenso wie es illegale Hunde- und Hahnenkämpfe gibt, ist auch die Praxis des sogenannten „Badger Baiting“ nicht ausgestorben. Dabei werden dem Dachs noch vor dem Kampf grausame VerletzungenRead More
Hinter der Linie, vor dem 20. Spieltag – Eine Fußballkolumne von Mara Braun. Ich weiß nicht, wie es Ihnen so geht, aber ich fühle mich in Sachen Fußball gerade ein klein wenig überfordert. Eben war noch Winterpause (wobei Pause eigentlich das falsche Wort ist, da man vollauf damit beschäftigt war, sich die Namen und Positionen sämtlicher Neuzugänge korrekt einzuprägen), jetzt steht nach nur einer knappen Woche direkt der dritte Spieltag der Rückrunde ins Haus – und der erste Trainer ist auch bereits entlassen. Man weiß nicht, wen man mehr bedauernRead More
Von Drahtziehern und Lustfeuerwerkern – Ein Blick in die Kulturgeschichte der Arbeit, von Alf Mayer. Die Arbeit ist immer mehr wert als der Preis, den man für sie zahlt. Das Geld verschwindet, die Arbeit aber bleibt. Maxim Gorki hat das gesagt. Das Zitat eröffnet den Alphabetsreigen einer ungewöhnlichen Enzyklopädie, es steht unter dem Buchstaben „A“ und unmittelbar über der Berufsbezeichnung „Abdecker“. Auch Freiknecht, Fall-, Wasen- oder Feldmeister, Kafiller, Schinder oder Abstreifer genannt, war das der Name für jene Personen, die mit der Beseitigung und Verwertung (abdecken – abhäuten) von TierkadavernRead More
Voltaire nicht zu vergessen –Wer argumentiert, dass jene Franzosen noch am Leben wären, wenn sie unterlassen hätten, was ihre Ermordung provoziert haben soll, betreibt eine Viktimisierung, aufgrund deren der Ermordete selbst dazu beigetragen habe, dass er ermordet wurde. Wolfram Schütte mit einigen Verwunderungen nach nicht nur den Pariser Massenmorden. Voltaire – an den man in diesem Zusammenhang immer wieder erinnern muss – soll bekanntlich gesagt haben: „Ich verachte ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen“. Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden: zu dem MehrfachmordRead More

Posted On Februar 4, 2015By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Karin Peschka: Watschenmann

Daheim im schiefen Palast – Der Krieg ist vorbei, der Krieg ist noch da – angeblich sitzt er in den Menschen. Weil das so ist, muss er ausgetrieben werden. Einer hat sich vorgenommen, der „beste Watschenmann“ von Wien zu werden. Von Senta Wagner Der Friede ist jung, Wien noch besetzt. Man ist dabei, sich eine „schöne neue Welt“ zu schaffen, es herrscht der Eifer des Wiederaufbaus, Kriegsgeschädigten verschafft man Vergnügungen, die Vergangenheit ist vergangen. Karin Peschka siedelt ihren umwerfenden Debütroman „Watschenmann“ (2014) im Jahr 1954 an, beginnend mit Kapitel JanuarRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Pelzhandschuhe” von Meret Oppenheim. Manikürte Bärentatze Das überfein Gelackte und das Tier in uns – die ganze Bandbreite menschlicher ExistenzRead More

Posted On Februar 4, 2015By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

James Joyce: Finn’s Hotel

Zwischen „Ulysses“ und „Finnegans’s Wake“: Die umstrittenen „Finn‘s Hotel“-Epiclets von James Joyce – Selten gab es so brisante Kontroversen unter Joyce-Experten wie die immer noch anhaltende Debatte über „ Finn‘s Hotel“: Sind diese aus dem Nachlass stammenden zehn Epiclets (kurze Eposlein), geschrieben zwischen dem 1922 beendeten „Ulysses“ und dem 1939 veröffentlichten „Finnegan‘s Wake“ als Vorstudien zum „Wake“ zu betrachten? Oder sollten daraus Kurzgeschichten im Stil der „Dubliners“ werden? Von Peter Münder „Es brach regelrecht die Hölle los“, schreibt der engagierte Herausgeber Danis Rose in seinem Vorwort zu „Finn‘s Hotel“, umRead More