Liebes CrimeMag-Publikum, nachdem Sie hoffentlich die Feiertage unbeschadet hinter sich gebracht haben, steigen wir heute wieder voll ein: Stefan Linster hat sich die Frankreich-Romane von Martin Walker sehr genau angesehen und schüttelt am Ende nur den Kopf. In Carlos‘ Tagebuch, das uns durch den April begleiten wird, erfahren wir viele, viele Dinge, die erstaunlich, erschreckend und manchmal ein wenig seltsam anmuten. Frank Göhre erfreut uns mit einem kleinen Essay über drei Essentials: Dada, Glauser, Kriminalroman. Christiane Geldmacher hat beim Leben und Wirken des Fälschers Adolfo Kaminsky einmal mehr festgestellt, dass
Read More Jeder Mensch hat seine zarten und sensiblen Seiten. Manchmal brechen sie mit aller Macht durch. So wie hier, in Carlos‘ Tagebuch, das uns durch den April begleiten wird … 1. Liebes Tagebuch! Dann wollen wir mal den vierten Monat angehen, wenn der rum ist, wird alles besser. Ich weiß, das schrieb ich dieses Jahr schon drei Mal. D. schickt mich in den April, mehrfach. Dass ich den Rücktritt Gaucks wegen Uranhandels geglaubt habe, ist ja noch verzeihlich, aber das mit den Marsmenschen in Radolfzell … Ich glaube ihr sogar den
Read More Die Geburt der Kriminalliteratur aus dem Geiste des Dadaismus ist ein ständiger Subtext von CrimeMag. Hier ein neues Mosaik-Steinchen einer faszinierenden Verbindung – von Frank Göhre. Verzahnt und verheert sind alle alten Böcke Friedrich Glauser im Dada-Zürich Er ist jung, noch nicht volljährig. Er hat ein schmales Gesicht, dunkles, glattes Haar und unter den dichten Augenbrauen blicken die großen Augen ein wenig melancholisch. Bekleidet ist er mit einem schwarzen Dreiteiler und darauf abgestimmter Krawatte. Seiner ersten Zimmerwirtin in der Bolleystraße 7 stellt er sich als Frédéric Glauser vor, nach Zürich
Read More Gähn! Serienhelden und -heldinnen können dem Leser ans Herz wachsen, und dann schmerzt es, wenn ihre geistigen Väter oder Mütter so recht nichts mehr mit ihnen anzufangen wissen. Dieses Schicksal ereilt nun Annika Bengtzon, die Stockholmer Kriminalreporterin. In „Weißer Tod“ lässt Liza Marklund sie zum neunten Mal recherchieren, doch spannend geht anders. Eva Karnofsky gähnt. Nach drei Jahren als Korrespondentin in den USA kehrt Bengtzon zurück in ihren alten Job, und es wartet auch gleich eine Frauenleiche im Schnee auf sie. Doch bevor sie sich in die Recherchen stürzen kann,
Read More „Peter, den Bolzen!“ oder: So viel Fadenkreuz war nie Alf Mayer zur Kulturgeschichte des Scharfschützen und zum Thriller-Autor Stephen Hunter (Teil VIII). Heute: Liebesgrüße an ein Gewehr, James Bond und Solo für O.N.C.L.E., Winchester 73, Karl May,Vico Torrianis „Goldener Schuss“ und Sam Fullers nicht gedrehter Film. Der Präsident und sein Attentäter waren Fans des gleichen Buches: „From Russia with Love“. In seiner im März 1961 zu PR-Zwecken veröffentlichten Leseliste stellte US-Präsident John F. Kennedy den Ian-Fleming-Roman „Liebesgrüße aus Moskau“ noch vor Stendhals „Rot und Schwarz“. Das beförderte natürlich die Popularität
Read More Le Mal de Arthur Rimbaud Tandis que les crachats rouges de la mitraille Sifflent tout le jour par l’infini du ciel bleu; Qu’écarlates ou verts, près du Roi qui les raille, Croulent les bataillons en masse dans le feu; Tandis qu’une folie épouvantable, broie Et fait de cent milliers d’hommes un tas fumant; – Pauvres morts dans l’été, dans l’herbe, dans ta joie, Nature, ô toi qui fis ces hommes saintement ! … – Il est un Dieu qui rit aux nappes damassées Des autels, à l’encens, aux grands calices
Read More Raito Noberu, Soshoku-Kei Danshi, Ikikata No Hon: Das wollen wir lesen! Der wunderbare Literaturführer YOMITAI! („Das will ich lesen“) berücksichtigt nicht nur alle bekannten japanischen Gegenwartsautoren, er zeigt auch mit frappierenden Einblicken in eine exotische, vitale Nischenliteratur und spezielle New Media-Varianten (Handy-Romane usw.), wie lebendig und kreativ die gesamte japanische Literaturszene ist. Von Peter Münder Mag ja sein, dass die Reflexionshöhe in Banana Yoshimotos Teenager-Romanen („,Kitchen“, „Tsugumi“), wie die FAZ mal in einer Rezension befand, „konstant auf Futonhöhe“ verharrt, aber der Leser taucht doch ein in eine bunte, faszinierende und
Read More Posted On April 11, 2012By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag
„Ich bin ein gescheiterter Künstler“ – Was verstehen wir unter „Kunst“, was unter „Künstler“? Für die bildende Kunst keine Frage, ihre Angehörige sehen in den Begriffen sich selbst und definieren ihren Status über ihre Nähe zu den Geldtöpfen des Markts. Wer dort nicht rankommt, ist kein Künstler. Oder – noch schlimmer – er ist ein gescheiterter Künstler. Davon handelt der Roman von Christian Saehrendt. Brigitte Helbling hat ihn gelesen. Ich kannte mal jemanden, der jemanden kannte, der sich Anfang der 1990er an der Kunsthochschule in Hamburg mit Jonathan Meese und weiteren
Read More Sensible Antennen fürs Schräge und Abseitige – Die vielen Fans von Miranda July lieben die 38-jährige amerikanische Schriftstellerin, Regisseurin, Schauspielerin, Drehbuchautorin, Musikerin-und-überhaupt-Künstlerin genau dafür: dass sie alles ausprobiert und alles kann, ihrer Generation Stimme und Gesicht gibt, obwohl (oder weil) sich ihre Geschichten hauptsächlich um sich selbst drehen. Die nicht so zahlreichen July-KritikerInnen monieren ihre idiosynkratische, egozentrische, durchaus berechnende Art, die die als Miranda Jennifer Grossinger geborene July nur vordergründig als verhuscht und versponnen erscheinen lässt. Hinter dem kulleräugig-verträumten ewigen Girlie verberge sich eine kalte Strategin, die ihre wie zufällig
Read More „Lakritzwasser, Nudelsalat und Kochlöffel – eine ganz normale Kindheit?“ Jahrzehntelang galt in Deutschland der Rohrstock als adäquates Mittel der Erziehung, in vielen Familien, Kinderheimen und Erziehungsanstalten. Ingrid Müller-Münch fragt in ihrem Buch „Die geprügelte Generation“ nach dem Warum dieser unsäglichen Erziehungstradition und beschreibt die Folgen, die diese schwarze Pädagogik für die Betroffenen hatte. Christina Bacher hat sich mit der Autorin unterhalten. Christina Bacher: Im Vorwort erzählst du, dass neben Lakritzwasser und Nudelsalat auch die Schläge durch den Vater zu deiner Kindheit gehörten. Ist das gerade erschienene Buch „Die geprügelte Generation“
Read More „Ich möchte, dass der Leser viel erlebt beim lesen“ – Bereits seit einigen Wochen sind CULTurMAG und das Videoportal „Interview Lounge” Partner. Nun freuen wir uns, Ihnen in den nächsten Wochen ganz exklusiv Gespräche zeigen zu können, die Kerstin Carlstedt mit interessanten Autorinnen und Autoren geführt hat. Diesmal: Jasmin Ramadan. Drehgeplänkel: Wer an Jasmin Ramadan denkt, der denkt vielleicht auch an ihren ersten Roman „Soul Kitchen“, der den Start des gleichnamigen Films von Fatih Akin literarisch begleitete. Nun ist ihr zweiter Roman mit dem schönen Titel „Das Schwein
Read More Zweitfassung 1 bild / 100 worte ZWEITFASSUNG: Jetzt, wo alle auf mich schauen, immerhin mehr als in den ganzen Jahren, seitdem Stockholm für meinen Scheintod eine Million, wollte ich sagen: ICH BIN IM SYNDROM GEFANGEN, ich hätte mehr Sex reintun sollen, damals, viel mehr, so viel, dass Stockholm nie, Stockholm (O-Ton): „O nein, dem da? Nie!“, obwohl, das hat nicht mal Kollegin Elfriede, UND DIE IST ECHT, Elfriede mein Herz, lass uns miteinander durchbrennen, ja? Multiversen warten auf uns, du schiebst den Rollstuhl, und ich, NOBELPREISTRÄGER GEFLOHEN, das wird sie
Read More Informieren, dekorieren, rätselraten! Heute ein Eier-Spotlight: In der Karwoche bereitet sich das ARD-Buffet-Team auf das Osterwochenende vor. Das übersetzt sich in: Eier, Eier, Eier. Pochierte Eier, gefärbte Eier, gesundheitsgefährdende Eier. Mit dabei: das lustige gelbe Stoffküken Trude von Kreativnerd Holger Schweizer. Christiane Geldmacher sieht die letzte Viertelstunde des „ARD-Buffet“. Montag, 02.04.2012: Teil meiner täglichen „Und ewig grüßt das Murmeltier“-Routine ist die letzte Viertelstunde des ARD-Buffets kurz vor dem Mittagsmagazin. Ich schalte ein, weil ich Pause mache und Nachrichten sehen will. An sich ein guter Zeitpunkt: Um 12.45 Uhr steuern die Handlungsachsen
Read More Günter Grass beleidigt unsere Intelligenz, der in Deutschland lebende Amerikaner Eric. T. Hansen pöbelt zurück. Eine österliche Wutrede. Was geschwafelt werden muss – Ach, warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist? Vielleicht, weil keiner was von mir hören will? Weil ich nichts zu sagen habe? Weil ich schlechte Gedichte schreibe? Nein, es ist das behauptete Recht auf Geschwafel in einer intellektuellen Szene, die von Maulhelden angeführt und von organisierter moralischer Selbstbeweihräucherung geprägt ist; in einer Demokratie, wo demokratische Werte uncool und leere Sprüche salonfähig sind; in einem Land,
Read More Willkommen in der Hölle – Im abgelegensten Teil der französischen Pyrenäen befindet sich eine geschlossene Hochsicherheits-Anstalt, in der psychopathische Schwer- und Triebverbrecher therapiert werden. Als in der benachbarten Kleinstadt mehrere extrem brutale Morde verübt werden, soll Kommissar Servaz die Fälle aufklären. Der ehemalige Zollbeamte Bernard Minier, der den ungewöhnlichen Psychothriller „Schwarzer Schmetterling“ verfasste, stammt aus den Pyrenäen. Dort erklärt er im frostigen Tiefschnee nahe der spanischen Grenze einige Romanschauplätze. Eine Reportage von Peter Münder. Das Institut Wargnier ist eine mit neuester Überwachungs-Technologie abgesicherte geschlossene Anstalt in den Pyrenäen , in
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, vor den Osterfeierlichkeiten machen wir einen kleinen Ausflug in die Pyrenäen. Dort hat Peter Münder den französischen Autor Bernard Minier getroffen und mit ihm über den Roman „Schwarzer Schmetterling“ gesprochen. Bei Carlos gibt es endlich die heiß ersehnten neuen „Schwurbnews“ aus dem bunten Verlagsleben, wie es täglich nicht nur in Osterburken tobt. Alf Mayers „Kulturgeschichte des Scharfschützen“ dreht sich heute unter anderem um Dirty Harry, Chester Himes und James Sallis und vieles andere mehr, was so zusammen noch nicht bedacht wurde. Christopher G. Moore arbeitet weiter an seinem
Read More Messfehler 1 bild / 100 worte Frage: Was sind wir? Antwort: Staub, niedrig und hoch, und Erntedank für Achat und Rubin – wie ging die Frage noch mal? 100’000 Vögel machten sich auf zum Simorgh, nur 30 kamen an, abgeknallt über Italien: Beim Opera rollen die Köpfe. Am Ende sind IMMER die Kabel schuld (meinen die Kollegen in der Garderobe). Ohnehin wird dauernd falsch gemessen, selbst die Steine sind jünger geworden, seitdem die Uranpartikel hurtiger zerfallen, O Milch, du geile Straße, summt der Hauptvermesser, während er die Linsen vom Staub
Read More Liebe Freunde des Schwurbverlags! Wie versprochen nun der zweite Teil unserer Frühjahrsschwurbnews, wenn auch zwei Wochen zu spät. Bei einem kleinen (aber feinen! hihi!) Verlag, wie dem Schwurbverlag/Osterburken (Römerstadt), kann es immer einmal zu personellen Engpässen kommen. Schon seit Weihnachten liegt unsere liebe Irmgard Nutt „Mädchen für alles“, im Bezirksspital Linz, weil sie beim Eisstockschießen erfroren ist. Unser stellvertretender Redaktionsleiter Kevin Siedfleisch ist in Elternzeit und kümmert sich rührend um seinen Sohn Jim (6 Monate), welcher hochbegabt ist. Wenn dann noch die Abwasserversorgung zwischen Tauberbischofsheim und Heilbronn teurer wird, dauert
Read More „The baddest motherfucker in the world …“ Zur Kulturgeschichte des Scharfschützen und zum Thriller-Autor Stephen Hunter (Teil VII) Da ist es wieder, das Monster. Mohammed Merah, der 22-jährige Serienmörder von Toulouse, der erst drei Soldaten, dann vor einer jüdischen Schule drei Schüler und einen Lehrer ermordete und schließlich bei einem Feuergefecht von einem Scharfschützen der Sondereinheit RAID erschossen wurde. „Dieser Mohammed Merah, wenn Sie erlauben, war ein Monster. Wir können ihn, geboren in Frankreich, ein Franzose, nicht mit den Kindern von Bootsflüchtlingen gleichsetzen“, sprach jüngst (am 26.3. 12) der französische
Read More Sonett 129 von William Shakespeare The expense of spirit in a waste of shame Is lust in action; and till action, lust Is perjured, murderous, bloody, full of blame, Savage, extreme, rude, cruel, not to trust, Enjoy’d no sooner but despised straight, Past reason hunted, and no sooner had Past reason hated, as a swallow’d bait On purpose laid to make the taker mad; Mad in pursuit and in possession so; Had, having, and in quest to have, extreme; A bliss in proof, and proved, a very woe; Before, a
Read More „Ich hab doch nur abgedrückt!“ Ein Porträt des Streetfotografen Thomas Leuthard von Christina Bacher. Meistens trägt er einen Hut und vor dem Bauch eine kleine, handliche Kamera -– Thomas Leuthard bewegt sich wie ganz ein normaler Tourist durch die Straßen dieser Welt. Ab und zu fotografiert er eine Szene, dann geht er unbekümmert weiter. Das, was nach einem herkömmlichen Sightseeing-Trip aussieht, zielt letztlich auf eine Kunstform ab, die auch hierzulande mehr und mehr Anhänger findet: Die Streetfotografie. Dabei geht es darum, möglichst authentische Momente von Menschen und Situationen mit der
Read More Die Entdeckung des besonderen Moments – Christina Bacher hat sich mit dem Schweizer Streetphotographen Thomas Leuthard zum Interview getroffen. Welchen Reiz macht für die Streetphotographie aus? Für mich gibt es viele Faktoren, welche mich reizen, auf der Straße zu fotografieren. Es ist das echte Leben, welches ich direkt und ungestellt erlebe und darstelle. Für mich ist wichtig, dass ich mich da bewege, wo das Leben auch wirklich zu sehen ist. Also nicht nur an den schönen Orten in den Städten, sondern da, wo sich nicht jeder hinbegibt. Ich streife durch
Read More Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku-Rezension über Iwan Gontscharow (Friederike Moldenhauer) und einem spannenden Streifzug durch Literatur (Christopher Roth, textura), Feminismus (Laurie Penny) und Kunst (Jackson Pollock), unternommen von Joe Paul Kroll (JPK), Carl Wilhelm Macke (CWM), Christina Mohr (MO) und Christiane Geldmacher (CG). (FM) Haiku-Rezension Nachdenklich ruhend riesiger schöner Wälzer kommt er vom Sofa? Iwan Gontscharow: Oblomow (Oblomow, 1859). Übersetzt von Vera Bischitzky, herausgegeben von Vera Bischitzky. Hanser Verlag 2012. 840 Seiten. 34,90 Euro. So was von damals (JPK) Ein junger Mann kauft sich Samstagmorgen ein Auto, Sonntagmorgen verlässt
Read More Man weiß nie, wer man ist – Die Erinnerung ist hier und jetzt etwas Wunderbares. Wenn sich 58 Menschen, Zeitzeugen, mehr oder weniger auf einen Schlag (in einem Buch) erinnernd einer einzigen Person nähern, die seit mehr als zwanzig Jahren tot ist, wird diese auf eigenartige Weise lebendig. Fassbarer als Mensch nicht unbedingt – da es sich eben in diesem Fall um Thomas Bernhard handelt. In Sepp Dreissingers Begegnungsband ist dennoch die Erinnerung hellwach. Von Senta Wagner Als letztes und fulminantes Werk eines Einzelstatements zu dem Dichter dürfte „Ein Jahr
Read More Posted On März 28, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Beherzt gegen den Zeitgeist – Die neuen Aufzeichnungen von Karl-Markus Gauß werden zur passenden „Nachttischlektüre“ geadelt. Gauß schreibt einfach gut, kennt sich in Europa aus und pflegt das intellektuelle „Gegen-den-Strom-Schwimmen“. Von Carl Wilhelm Macke Irgendwie hat der Begriff „Nachttischliteratur“ einen negativen Akzent. Man etikettiert damit Bücher, die man kurz vor dem Einschlafen zur Hand nimmt. Die zu lesen vielleicht nicht allzu viel intellektueller Anstrengung bedarf. Die den Lesern dabei helfen, langsam aus dem Alltagstrubel hinüberzugleiten in den Schlaf. Meditationsbücher, möglichst mit Fotografien von Sonnenuntergängen und bunten Fischerbooten vor Capri. Bände
Read More Zu Hause in der Fremde Maria „Mascha“ Kogan ist das Gegenteil eines Typus. In erster Linie ist sie ein menschliches Mosaik, zusammengesetzt aus unterschiedlichsten ethnischen Teilchen: Im sowjetisch geprägten Baku geboren, in Frankfurt aufgewachsen. Sie beherrscht Russisch und Aserbaidschanisch. Sie ist jüdisch, aber nicht religiös. Sie studiert Arabisch und spricht kein Hebräisch. Dass die richtige Aussprache eines Wortes über Leben und Tod entscheiden kann, lernt sie während der ethnischen Konflikte in Aserbaidschan. Sprache wird ihr Aushängeschild, ihre Bank. Von Ludmilla Weber. (Ein Videogespräch mit der Autorin finden Sie hier). Als
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