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Posted On Juni 13, 2012By Peter MuenderIn Kunst, Litmag

Kurzbesuch auf der documenta

Betender Boxermotor – Auf der Kasseler documenta 13 stellt Thomas Bayrle seine stark beachteten Motoreninstallationen aus: Da stampfen die Kolben, rotieren die Kurbelwellen, während aus den Lautsprechern liturgische Rituale ertönen. Was hat sich der Künstler dabei gedacht? Impressionen von einem Kurzbesuch. Von Peter Münder Es war wohl ein völlig idiotisches Timing, ausgerechnet am vergangenen Samstagmorgen um neun Uhr die artistische Riesenshow zu besichtigen, die zunächst vom Bundespräsidenten mit seinem Tross an Bodyguards, Bürokraten, hessischen Amtsträgern, BKA-Leuten und großem Polizeiaufgebot offiziell eröffnet wurde. Aber als rasender Reporter bzw. Durchreisender hat manRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang bei Culturmag: Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber wird Michael Zeller ab sofort wöchentlich bei CULTurMAG berichten. Heute: Franz Radziwill: „Der Sturm und das Bürgerzimmer“. Aufbruch – Mit Schnaps oder ohne: Als wäreRead More

Posted On Juni 13, 2012By Christina MohrIn Bücher, Litmag

Frauen, Mode, Kunst: Eine Sammelbesprechung

Frauen – Mode – Kunst: Eine Sammelbesprechung einschlägiger Bücher und Kataloge von Christina Mohr. Modeträume aus drei Jahrhunderten – Die 90-jährige New Yorkerin Iris Apfel ist eine Modeikone: 2005 widmete ihr das Metropolitan Museum of Art eine Ausstellung, seitdem kommt kaum ein Fashionblog ohne Fotos von der alten Dame aus, die fünfzig Jahre lang mit ihrem ebenfalls noch lebenden Gatten eine renommierte Innenausstattungsfirma führte und nicht weniger als neun amerikanischen Präsidenten das Weiße Haus wohnlich und geschmackvoll dekorierte. Was aber unterscheidet Iris Apfel von anderen Ladys, die auch viel GeldRead More

Posted On Juni 13, 2012By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag

Erich Mühsam: Tagebücher 1 & 2

Die Lauterkeit des Herzens – Wer ein interessantes Leben führt, begegnet auch den entsprechenden Menschen. Diese Lebensweisheit wird durch die Lektüre der ersten beiden Tagebuchbände von Erich Mühsam bestätigt, findet Elfriede Müller. Dieses begegnungsreiche Leben musste aufgeschrieben werden, sonst wäre es sogar dem Akteur entgleitet, wie Mühsam feststellte. Er tat gut daran, die Dinge zu notieren, die er erlebte, und die Menschen zu beschreiben, mit denen er zu tun hatte. Das bereits überall gepriesene Herausgeberprojekt von 15 Tagebuchbänden, die nach und nach auch ins Netz gestellt und dort durch RegisterRead More

Posted On Juni 13, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitMag-Quickies

Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku-Rezension von Friederike Moldenhauer zu Benjamin Maack und Anmerkungen zu Mathias Altenburg („Jan Seghers´ Geisterbahn. Tagebuch mit Toten”), HF Coltello („Einige Abenteuer und seltsame Begegnungen im Leben des stillen Kommandeurs“) und der Anthologie „Wodka für den Torwart. 11 Fußball-Geschichten aus der Ukraine“, kurzbesprochen von Frank Göhre (FG), Tina Manske (TM) und Jan Karsten (JK). (FM) Haiku-Rezension Magische Monster Wie normal ist dein Leben? Düsternis lauert Benjamin Maack: Monster. Mairisch 2012. 192 Seiten. 16,90 Euro. Zur Leseprobe (PDF). Von Tag zu Tag geplaudert (FG) Das ist einRead More

Posted On Juni 13, 2012By Andreas HeckmannIn Kolumnen und Themen, Litmag

Aus neuen Literaturzeitschriften

Interessante Literaturzeitschriften gibt es viele und in ihnen verstecken sich so manche Perlen. „Am Erker“-Redakteur Andreas Heckmann sorgt dafür, dass wir den Überblick behalten; er berichtet regelmäßig über spannende Hefte. Kultur & Gespenster 13 Die 13. Ausgabe von Kultur & Gespenster kommt wieder in altgewohnter Pracht daher. Größter Leckerbissen und der Reproduktionen wegen auch optisch ein Lesevergnügen ist eine Auswahl Briefe, die Theodor W. Adorno in den 60er Jahren mit alten Bekannten und Jugendfreunden, Studenten, Lesern und Rezensenten gewechselt hat. Da meldet sich eine 92-jährige Pädagogin, die den Professor nochRead More

Posted On Juni 13, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Die Nacht der endlosen Gefilde 1 bild / 100 worte STELLA AN ALL: Mehrere Experimente hatten Belege für Neutrinos spontan wechselnd oder oszillierend, von einem Typ in einen anderen gesehen. Diese Schwingungen erwiesen, zu vieler Physiker Überraschung, dass die vermeintlich masselosen Teilchen dennoch fassen etwas unendlich Masse. Vielleicht eine Route zu erklären, warum mehr Materie als Antimaterie im Universum einschneit? OVER. (Und die Antwort, eingetroffen um 01:11) ALL AN STELLA: Sie geht in Schönheit wie die Nacht der endlosen Gefilde und Sternenhimmel. Das Beste von Dunkelheit und Licht grüßt sichRead More
Diese DVD+CD-Box sollte eigentlich schon vor einigen Wochen vorgestellt werden, als Mohr Music in den Mai tanzte, aber damals lag dieses Schätzchen noch nicht vor. Jetzt ist „SubBerlin“ draußen und wird hiermit allen empfohlen, die sich in den 1990er-Jahren nicht in Berlin aufhielten und/oder sich nicht für Techno interessierten.Read More
Das Publikum lauschte gefesselt – Joe Paul Kroll über Michael Streissguths Buch „Johnny Cash At Folsom Prison”, das die Entstehungs- und Wirkgeschichte eines musikalischen Meilensteines erzählt. Durchschreitet man zu Museen umgewandelte Gefängnisse aus dem 19. Jahrhundert, kommt man schnell zum Schluss, der Strafvollzug habe sich inzwischen humanisiert – wohl aus keinem besseren Grund, als dass er sich einfach humanisiert haben muss. Das Bild vom Gefangenen, der mit einer Eisenkugel am Fußgelenk Steine klopft, gehört tatsächlich eher in „Lucky-Luke“-Comics denn in die heutige Wirklichkeit. Doch die schlichte Wahrheit bleibt, wie AdamRead More
Promi-Herberge mit Blick auf den Fluss „The Quiet American“ (1955 veröffentlicht) war Graham Greenes kritische Abrechnung mit französischen und amerikanischen Weltverbesserungs- und Großmachtfantasien, die sich in Vietnam als verheerende Realitätsverweigerung mit unberechenbarer Langzeitwirkung erwiesen. Mit dem Ich-Erzähler des Romans, dem Times-Korrespondenten Thomas Fowler, verlieh Greene einem zynisch-kritischen Reporter seine Stimme. Eindrücke aus Vietnam auf den Spuren von Graham Greene, Teil II (Hier geht es zu Teil I). Von Peter Münder. Den Charme der Sechsmillionen-Metropole kann man am besten abends auf der Dachterrasse des Hotel Majestic auskosten, wenn man beim frischRead More

Posted On Juni 6, 2012By Christiane GeldmacherIn Bücher, Litmag

Mrs. Stephen Fry: Darling, fesselst du schon mal die Kinder?

Geniales Biest – Was haben Stephen Fry und Franz Kafka gemeinsam? Erstens: Sie sind beide Genies. Zweitens: Sie können beide keine Romane schreiben. Was ihrer Beliebtheit bei uns keinen Abbruch tut. Für eine kleine Literatur!, könnte man ihnen mit Gilles Deleuze und Félix Guattari zurufen – in Stephen Frys Fall hieße das: Ein Hoch auf sein Blog. Auf sein Twitter. Und auf das seiner Frau. Denn hier ist Fry das, was er am besten kann: ein Nomade, ein Zigeuner, ein Marodeur. Wie ein Vampir saugt er uns in seine Sprache undRead More

Posted On Juni 6, 2012By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Ulrich Holbein: Heilige Närrinnen

Lebensbilder unangepasster Frauen – Er ist der vielleicht unbekannteste Feminist Deutschlands. Ulrich Holbein, der Sprachspieler mit dem unglaublichen Bücher-Output, in diesem Jahr mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet, wird nicht müde, in seinen Texten zu betonen, dass das weibliche Geschlecht das bessere und trotzdem das benachteiligte sei. Tina Manske über „22+4“ neue Holbein’sche „Lebensbilder“. Holbein beginnt sein neues Buch „Heilige Närrinnen“ mit einer Bilanzierung des im Geschlechterwettstreit bisher Erreichten: „Dass Männer statistisch in toto zehnmal aggressiver und krimineller sind als Frauen, spricht ewig gegen Männer; immerhin gibt esRead More

Posted On Juni 6, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

eins, zwei 1 bild / 100 worte Eins, zwei, Papagei, drei, vier, Murmeltier und fünf ist die Frage, ist das wirklich unser Flieger? und sechs sind der Mond und die Mondmobile dort oben und sieben, acht, gute Nacht, neun, zehn, du musst gehen (will aber bleiben). Je mehr Menschen, desto mehr Zeugen. Darüber schon mal nachgedacht? Guido, sagte der Papagei, als ich ihn nach seinem Namen fragte, und elf, zwölf, Jahre lebten wir glücklich miteinander, über uns blinkerten die Sterne, dreizehn, vierzehn, und der Erdkern kochte vor unserer Leidenschaft. DasRead More

Posted On Juni 6, 2012By Senta WagnerIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Ernst Jandl

lesen sie/essen sie spinat Zum zwölften Todestag von Ernst Jandl. Heute erinnern wir, falls überhaupt die Rede vom Vergessen sein kann, an den Dichter „für alle“ – an Ernst Jandl. Er wurde am 1. August 1925 in Wien geboren und starb in Wien am 9. Juni 2000. Dazwischen war er mal, etwa Mitte der 60er-Jahre, mit seinen experimentellen Gedichten unterwegs in Stuttgart, da saßen mit Reinhard Döhl und Helmut Heißenbüttel die richtigen Kontakte.  Beim Walter Verlag erschien dann 1966 der Band „Laut und Luise“, heute geführt als Grundbuch Nummer 44Read More
Mr. Greene, you want suite overlooking Saigon River? „The Quiet American“ (1955 veröffentlicht) war Graham Greenes kritische Abrechnung mit französischen und amerikanischen Weltverbesserungs- und Großmachtfantasien, die sich in Vietnam als verheerende Realitätsverweigerung mit unberechenbarer Langzeitwirkung erwiesen. Mit dem Ich-Erzähler des Romans, dem Times-Korrespondenten Thomas Fowler, verlieh Greene einem zynisch-kritischen Reporter seine Stimme. Eindrücke aus Vietnam auf den Spuren von Graham Greene. Von Peter Münder „Dies Land hier, das ist es, und nicht Malaya! Die Frauen … so wunderbar, so schön und elegant gekleidet. Die gesamte Situation hier ist einfach phantastisch.Read More

Posted On Juni 2, 2012By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Man kommt zu nix. Immer kommt was dazwischen. Heute: Das Haus Fliege und andere kleine Strolche. Schwer was zu tun, bei Carlos. Ich hatte es versprochen, aber noch kann ich mich meinem Stadtteilblatt „Schlierbach Aktuell“ nicht mit aller Kraft widmen. Hierfür zwei Gründe: 1. Ja, leider. Mein Ultraschnuff Jürgen Fliege. Ich habe lange Ruhe gegeben, aber jetzt halt ich es nimmer aus! So berichtet die großartige Illustrierte „Bunte“: Betrug, Verrat, Ehebruch – das Ende der Beziehung zwischen dem Star-Astrologen Winfried Noé (57) und seiner Frau Andrea (47) war alles andereRead More

Posted On Juni 2, 2012By Zoe BeckIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Zoë Beck übers Schreiben

Ganz materiell gesehen – wie geht Schreiben? Neues Material aus dem Alltagsleben einer Schriftstellerin. Von Zoë Beck  Sitzen, liegen, stehen Beliebte Frage bei Lesungen: „Wie sieht eigentlich Ihr Schreibtisch aus?“ Diverse LiteraturbloggerInnen haben sehr schön diese Frage immer mal wieder aufgegriffen und AutorInnen gebeten, Fotos von ihren Schreibtischen zu machen, um den Lesern zu zeigen, wo die Bücher denn eigentlich entstehen. Ich persönlich lüge dann ja immer. Ich meine, ich fotografiere natürlich schon brav meinen Schreibtisch. Aber ich schreibe nicht unbedingt am Schreibtisch. Das nun folgende Outing hat Isabel BogdanRead More

Posted On Juni 2, 2012By Susanna MendeIn Crimemag, Porträts / Interviews

David Ignatius – ein Porträt

Gut oder brillant? Kein Zweifel, David Ignatius hat ein paar wichtige Polit-Thriller geschrieben. Zumindest thematisch gesehen. Dennoch sind Qualitätsschwankungen unübersehbar. Ist er also nicht nur ein wichtiger Autor, sondern auch einer aus den Top Ten? Susanna Mende hat ihn sich genauer angesehen. Wer David Ignatius literarisches Werk kennt, hat sofort ein paar Stichworte parat: CIA-Kenner, abenteuerliche Schauplätze meist im Nahen und Mittleren Osten, spannende Plots mit realpolitisch und historisch brisantem Hintergrund. Es handelt sich hierbei um sechs Spionagethriller, die im Zeitraum zwischen 1987 und 2011 erschienen sind, davon auf DeutschRead More

Posted On Juni 2, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Matthew Stokoe: High Life

Zappenduster – Huaaaaa – ein Buch über „das unvorstellbar Böse unter der gleißenden Sonne Kaliforniens“, sagt die U4. Das macht neugierig, denn das unvorstellbar Böse ist vermutlich noch böser als das normal Böse. Und Matthew Stokoes Roman „Highlife“ kann uns verraten, was das sein könnte. Lernbegierig hat sich Thomas Wörtche an die Lektüre gemacht. Jack möchte nach oben, in Hollywood. Er will zu den Reichen, Mächtigen und Schönen gehören. Zu den Höheren Wesen. Er möchte Filmstar werden. Daraus wird aber nichts, stattdessen wird seine Freundin, die Hure Karen, ermordet. JackRead More

Posted On Juni 2, 2012By Christiane GeldmacherIn Bücher, Crimemag

Austin Wright: Tony & Susan

Wir sind, was wir sind. Nicht, was wir nicht sind. Zwei Bücher in einem – Austin Wright hat ein Buch geschrieben über einen Autor, der ein Buch geschrieben hat. Und es seiner Exfrau zur Kenntnis schickt. Diese beiden Bücher sind von Wright brillant ineinander verschraubt und nicht nur mitreißender suspense, sondern auch eine wirklich verstörende Geschichte. Ruth Rendell sagte über „Tony & Susan“, dass sie diesen Roman nie vergessen werde. Christiane Geldmacher auch nicht. Man liest so was ja dauernd in der Zeitung. Oder sieht es in Fernsehsendungen wie „Brisant“.Read More
Weißt du noch, damals in Scheeßel? Sommerzeit, Festivalzeit: Oliver Uschmanns Buch kommt da gerade richtig, findet Christina Mohr...Read More

Posted On Mai 30, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Musikmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Die Axt im Haus 1 bild / 100 worte Immer wieder muss man sie herzlich lieben! sagte jemand neulich über die Welt, wer war’s? der Robert war’s, der uns unversehens in den Schoß fiel. Gefährlicher Bursch, hätt uns erschlagen können mit seinem rhyzomatischen Geplauder. Für ihn war der Nachthimmel, von Sternlöchern abgesehen, noch gleichwertig schwarz, für uns wird’s grad hell, denn die Sonne, dieser Stimmungsbolzen, hält die dunkle Materie von uns fern. Warum waren wir neulich nicht im Kino? Immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit macht aus Jakob einen Langeweiler, bisRead More

Posted On Mai 26, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Sara Gran: Die Stadt der Toten

 Down in New Orleans … „Die Stadt der Toten“ von Sara Gran ist ein sensationell guter Roman. So wie er präsentiert und aufgemacht ist, käme niemand auf diese Idee. Aber Qualität setzt sich eben doch durch. Manchmal. Eine Rezension von Thomas Wörtche. Abgerundete Buchecken (wenn das Paradox erlaubt ist), eine deutlich auf „Frauenkundschaft“ setzende Grafik, ein neckisch-alberner Untertitel: „Ein Fall für die beste Ermittlerin der Welt“, keine besonders cleveren Aktivitäten des Verlags, das Buch zu platzieren – geht man über die Kritik, geht man über den Buchhandel? –, Paperback mitRead More

Posted On Mai 26, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag, Vermischtes

Editorial, 26.5.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, manche reden dieser Tage in Zungen, wir besprechen Bücher: Thomas Wörtche stellt Ihnen den sensationell guten Roman „Die Stadt der Toten“ von Sara Gran vor. In Alf Mayers „Blutiger Ernte“ geht es um neue Bücher von William Boyd und Jeffery Deaver und deren Verbindung zu James Band. Lena Blaudez treibt sich einmal mehr in Afrika herum und versorgt Sie nicht nur mit einer Besprechung der Polit-Thriller „Öl auf Wasser“ von Helon Habila, sondern auch mit den nötigen Kontexten. Stefan Linster hingegen findet in deutschen Provinzen ein ziemlich überflüssigesRead More

Posted On Mai 26, 2012By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Alf Mayers „Blutige Ernte“

Salonliteratur – mit Handschuhen – William Boyds historischer Spionageroman „Eine große Zeit“ und ein Exkurs zu James Bond. Ein junger Mann, Ende zwanzig, auf konventionelle Weise geradezu gutaussehend, der eben aus dem Wiener Hofgarten schlendert – so skizziert uns William Boyd den Protagonisten seines Buches „Eine große Zeit“, das uns als historischer Spionageroman avisiert wird.  Boyd spricht seine Leser ohne jeden Umschweif sofort mit „du“ an: „Dir springt er ins Auge, weil er keinen Hut trägt, eine Ausnahmeerscheinung in der Menge geschäftiger Wiener, die alle einen Hut aufhaben, Männer wieRead More

Posted On Mai 26, 2012By Lena BlaudezIn Bücher, Crimemag

Helon Habila: Öl auf Wasser

Voodoo-Skulpturen der Gier – Nigeria ist eigentlich ein reiches Land. Vor allem Öl setzt es den Begierden der Konzerne aus – die Menschen und die Umwelt leiden darunter.  Auch wenn der „Ölkrieg“ der 1990er Jahre vorüber ist, ist noch lange nicht alles gut. Helon Habila hat aus der nigerianischen Situation einen Polit-Thriller der anderen Art gemacht. Eine Besprechung mit Hintergrund – von Lena Blaudez. Ölkrieg So anders als in Berlin ist der Alltag im nigerianischen Port Harcourt, der größten Stadt im Nigerdelta, auch wieder nicht, sieht man sich nur malRead More